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Faß
Die Erfindung betrifft Behälter nach Art eines Fasses, die aus
tafelförmigen Stoffen hergestellt sind. Sie hat es sich insbesondere zum Ziel gesetzt,
einen Behälter der genannten Art zu schaffen, dessen Füllöffnung in ungewöhnlicher
und neuartiger Weise verstärkt ist, so daß der Spund nach dem Füllen und Fertigmachen
des Fasses zum Abtransport eingetrieben werden kann.
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Eines der wichtigsten Ziele der Erfindung ist die Herstellung eines
Fasses aus Aluminium oder ähnlichen leichten Blechen, deren Beschaffenheit normalerweise
die Verwendung der üblichen keilförmigen Spunde zum Verschließen der Füllöffnung
verhindern würde, wenn diese oeffnung nicht gemäß der vorliegenden Erfindung verstärkt
wäre.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein Faß aus Aluminiumblech
zu schaffen, dessen Füllöffnung insbesondere so ausgebildet ist, daß die Herstellungskosten
verringert werden. Dabei ist doch erreicht, daß die übliche rauhe Handhabung, der
es ausgesetzt ist, nicht die der Öffnung des Fasses benachbarten Faßteile beschädigt.
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Die Erfindung hat es sich weiter zur Aufgabe gesetzt, ein Faß herzustellen,
das eine gegossene oder gepreßte Platte hat, die auf die Außenseite des Faßkörpers
um dessen Spundloch herum aufgeschweißt ist. Ferner wird erfindungsgemäß ein besonders
geformtes Faß geschaffen, das einen ununterbrochenen Abfluß der Flüssigkeit durch
das Spundloch gestattet, obgleich die Verstärkungsplatte sich in dem verstärkten
Bodenteil befindet.
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Weiter haben Faßkörper und Platte komplqmentäre
Umrisse
und eine solche Form, daß eine unebene innere Oberfläche des Fasses, in welcher
Flüssigkeitsreste zurückbleiben können, vermieden wird.
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Schließlich ist die Spundplatte derart angebracht, daß jede nur mögliche
Berührung damit vermieden wird.
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Andere wichtige Ziele der Erfindung werden sich im Laufe der folgenden
Beschreibung ergeben, bei der auf die Zeichnung Bezug genommen wird. In dieser ist
Fig. 1 die Aufsicht auf ein Faß gemäß der vorliegenden Erfindung, Fig. 2 ein Schnitt
nach Linie II-II der Fig. I, Fig. 3 eine Aufsicht auf das eine Ende des Fasses,
Fig. 4 eine Aufsicht auf das gegenüberliegende Ende des Fasses und Fig. 5 ein teilweiser
Schnitt nach Linie V-V der Fig. I in vergrößertem Maßstab.
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Fässer aus Aluminiumblech sind nicht nur wegen ihres geringen Gewichts
vorteilhaft, sondern auch wegen der Leichtigkeit, mit der das Faß bei seiner Herstellung
geformt werden kann. Aluminiumblech hält nicht dem erheblichen Druck stand, der
gewöhnlich auf die Füllöffnung des Fasses ausgeübt wird, wenn ein Spund eingetrieben
wird. Daher sind erfindungsgemäß Mittel vorgesehen, um den Faßkörper in der Nachbarschaft
der Spund- oder Füllöffnung zu verstärken, so daß ein konischer Spund, wie es jetzt
üblich ist, eingetrieben und später, wenn das Faß wieder gefüllt werden soll, entfernt
werden kann, ohne daß irgendeine Beeinträchtigung des Fasses erfolgt.
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In der Zeichnung ist eine vorzugsweise Ausführungsform der Erfindung
dargestellt, die aus einem Faß aus zwei einander gegenüberliegenden, im wesentlichen
schalenförmigen Teilen 10 und I2 besteht. Die Ränder dieser Teile stoßen zusammen
und sind an den Enden stumpf zusammengefügt, wenn der Faßkörper hergestellt wird.
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Die Teile 10 und I2 sind bei 14 zusammengeschweißt, und jeder Teil
hat einen durch Einwalzen oder in anderer Weise hergestellten Wulst I6, um die ringförmige,
praktisch zylindrische Wandung des Faßkörpers zu verstärken und ferner schmale Auflagerippen
beim Rollen des Fasses zu schaffen.
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Jeder Wulst I6 ist mit einem abgeflachten Teil 20 in der Nähe der
Füllöffnung 22 versehen. Dieser abgeflachte Teil an jedem Wulst I6 verläuft tangential
zur Wandung des Teils, in welcher der betreffende Wulst 16 gebildet ist, und erstreckt
sich auf jede Seite einer durch die Füllöffnung 22 gelegten Längsmittellinie des
Fasses.
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Ein nach außen abgebogener Stutzen 24 bildet eine Offnung 22, und
eine Verstärkungsplatte I8 hat eine Öffnung 26, die weit genug ist, um den Stutzen
24 aufzunehmen.
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Die Dicke der Verstärkungsplatte 18 entspricht im wesentlichen der
Höhe des Stutzens 24. Die Kante der Öffnung 26 in der Platte I8 ist abgeschrägt,
um den Stutzenrand mit der Verstärkungsplatte durch eine Schweißnaht zu verbinden.
Die Offnung 22 verläuft von der inneren Oberfläche des Faßkörpers nach der Außenfläche
der Verstärkungsplatte I8 abgeschrägt. Auf diese Weise kann ein in der Zeichnung
nicht dargestellter kegelförmiger Spund üblicher Form in die Füllöffnung eingetrieben
werden, wenn das Faß gefüllt ist. Ein Verbiegen oder Beschädigen des Flansches 24
wird da-Teil durch die Verstärkungsplatte i8 verhindert, und die Flüssigkeit, welche
in das Faß durch die Spundöffnung 22 eingefüllt wird oder die aus dem Faß ausfließt,
berührt die Platte iS nicht. Ferner kann auch die in dem Faß befindliche Flüssigkeit
niemals die Verstärkungsplatte IS berühren.
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Die Verstärkungsplatte 18 ist so gebildet, daß ihre äußere Oberfläche
an die äußere Oberfläche der Wandungen der Teile io und 12 an jeder Seite der Einfüllöffnung
24 anschließt. DieVerstärkungsplatte ist in der Hauptsache rechteckig, und ihre
Enden schließen sich bündig an die Wulste I6 an.
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Der Unterteil der Platte 18 ist an der Verbindungsfläche mit den abgeflachten
Teilen 20 jedes Wulstes flach, aber die Platte verläuft an ihrer äußeren Abschlußkante
im Umriß bogenförmig, um den äußeren Kanten des Wulstes 16 zu folgen. Die Platte
ist an ihren Kanten auf den Faßkörper aufgeschweißt, wodurch dem gesamten Teil,
auf dem sich die Platte8 befindet, hohe Festigkeit verliehen wird.
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Der verhältnismäßig weiche Baustoff, aus dem die Teile 10 und 12
hergestellt sind, wird so an den beanspruchten Stellen durch Verwendung der Verstärkungsplatte
I8 in angemessener Weise versteift.
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Die Einfügung der Platte in das Faß behindert die normale Arbeitsweise
der Wulste 16 weder als Verstärkungsmittel noch als Rippen, auf denen das Faß gerollt
werden kann. Wenn der Spund in die Füllöffnung 24 bis 26 eingetrieben oder aus ihr
entfernt wird, so ist keinerlei Beeinträchtigung dieser Bauteile festzustellen und
damit eine lange Lebensdauer des Fasses gesichert.
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Durch die Abflachung der Wulste I6 ist, wie aus der Fig. 5 klar ersehen
werden kann, eine gleichmäßige, ununterbrochene innere Oberfläche für den Ausfluß
der Flüssigkeit nach der Öffnung 22 erreicht, wenn das Faß so hingelegt wird, daß
diese Ausflußöffnung sich an dem niedrigsten Punkt befindet. Es ist daher kein Zurückbleiben
von Flüssigkeiten in irgendeinem Teile des Fasses möglich, wenn das Faß vollständig
geleert werden soll.
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Das eine Ende des Fasses ist ausgehöhlt (gekümpelt), wie bei 28 dargestellt,
und es ist eine ringförmige Rille 30 um den ausgehöhlten Teil vorgesehen, die erhabene
radiale Rippen 32 hat. Das gegenüberliegende Ende des Fasses ist dadurch versteift,
daß es nach innen unter Bildung einer Vertiefung 34 auf jeder Seite zweier in einer
Linie ausgerichteter entgegengesetzter Rippen 36 gepreßt ist.
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Die inneren Enden der Rippen 36 treffen sich auf der äußersten Spitze
des Fasses. Ein ringförmiger Teil 38 mit radialen Rillen 40 umgibt die Vertiefungen
34. Durch diese Profilierung der Enden der beiden Teile 10 und I2 wird ein fester
Faßkörper geschaffen, der die beim Hantieren mit den Fässern auftretenden Stöße
ohne weiteres erträgt und gleichzeitig auch gegen Einbauchen nach innen
oder
nach außen geschützt ist. Der festgelegte Faßinhalt, der bei der Herstellung des
Fasses vorgesehen ist, verändert sich daher nicht.
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PATENTANSPROCHE: t. Faß aus Leichtmetallblechen, gekennzeichnet durch
einen nach außen gerichteten Füllstutzen in der Seitenwand, der vollständig aus
der Seitenwandung gebildet ist, und eine Verstärkungsplatte, die auf der Außenfläche
dieser Seitenwandung befestigt ist und eine t)ffnung zur Aufnahme des Stutzens hat.