DE804372C - Verfahren zur Herstellung von Treibscheibenfuttern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Treibscheibenfuttern

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DE804372C
DE804372C DEP50278A DEP0050278A DE804372C DE 804372 C DE804372 C DE 804372C DE P50278 A DEP50278 A DE P50278A DE P0050278 A DEP0050278 A DE P0050278A DE 804372 C DE804372 C DE 804372C
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DE
Germany
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aluminum
blocks
traction sheave
linings
production
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Expired
Application number
DEP50278A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Walter Bungardt
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HANS FISCHER K G DR
Original Assignee
HANS FISCHER K G DR
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H55/00Elements with teeth or friction surfaces for conveying motion; Worms, pulleys or sheaves for gearing mechanisms
    • F16H55/32Friction members
    • F16H55/36Pulleys
    • F16H55/50Features essential to rope pulleys

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Pulleys (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Treibscheibenfuttern Die Verwendung von Aluminium und Aluminiumlegierungen als Belag für Koepescheiben von Fördermaschinen und Haspeln in der Form von in der Treibscheibenrille aneinandergereihten Futterklötzen, beispielsweise in Trapezform mit einer Seilrillenaussparung auf der kurzen Seite, ist bekannt. Reinaluminium nach Din 1712 besitzt bei einer zwar hohen Reibungszahl wegen seiner niedrigen Härte von 25 his 30 Brinelleinheiten einen nur geringen Verschleißwiderstand, der in manchen Fällen kleiner ist als der von organischen Stoffen, wie beispielsweise Baumwoll- und Gummigewebe. Es werden daher Aluminiumlegierungen mit größeren Härten für diesen Zweck verwendet.
  • Durch Laboratoriums- und Betriebsversuche wurden für eine Reihe von genormten bzw. standartisierten Aluminiumlegierungen ausreichende Reibungszahlen von 0,48 bis 0,52 bei Härten von 55 bis 75 kg/mtn' ermittelt. Als Legierungszusätze werden für die genormten bzw. standartisierten Aluminiumgußlegierungen in der Hauptsache Kupfer, Silicium und Magnesium benutzt. Meistens handelt es sich bei diesen Legierungen nicht um Zwei-, sondern um Mehrstoffsysteme, da bereits der Grundwerkstoff Aluminium, auch wenn er als Original-Hüttenaluminium verwendet wird, Verunreinigungen aufweist.
  • Bei der bekannten Verwendung von Aluminium und seinen Legierungen, insbesondere von Gußlegierungen, als Treibscheibenfutter stellt sich nach anfänglichem, einwandfreiem Fahrbetrieb nach längerem Gebrauch, bisweilen nach einigen Wochen, bisweilen erst nach Monaten, ja sogar nach Jahren, eine Erhöhung der Härte und ein Absinken der Reibungszahlen heraus, wodurch gefährliche Seilrutsche auftreten. Beispielsweise wurde an einer Legierung des Typs AI-Si-Mg nach einer Auslagerungszeit von 9 Monaten bei Zimmertemperatur eine Härtesteigerung von 55 auf 75 Brinelleinheiten gemessen. Bei einem Treibscheibenfutter aus der Legierung Al-Si-Cu-Mg betrug diese Härtesteigerung nach einem Gebrauch einschließlich Lagerzeit von 13 und 14 Monaten 32 Brinelleinheiten, wobei die Härte von 63 auf 95 Brinelleinheiten anstieg. Es wurde gefunden, daß dieser Härteanstieg nicht etwa, wie bisher angenommen wurde, auf eine Kaltverformung der Aluminiumlegierungen zurückzuführen ist, sondern vor allem auf wissenschaftlich genau feststellbare Ausscheidungsvorgänge innerhalb der Legierungen zurückgeht: Der Härteanstieg ist daher auch nicht etwa allein in der Seilrille, sondern über den ganzen Querschnitt der Treibscheibenbeläge zu beobachten. Es ist seit Jahren wissenschaftlich bekannt, daß Aluminiumlegierungen, vor allem Aluminiumgußlegierungen, unter bestimmten Bedingungen zur Kalt- bzw. Warmaushärtung neigen. Es ist jedoch erst durch die Erfindung festgestellt worden, daß diese Ausscheidungsvorgänge die.Gebrauchseigenschaften der Treibscheibenfutter in nachhaltiger Weise stören und die Verwendung für diesen Zweck in Frage stellen, wenn es nicht gelingt, die Möglichkeit der Entstehung dieser-Eigenschaften zu verhindern.
  • Von dieser Erkenntnis ausgehend kann ein den praktischen Anforderungen genügendes Treibscheibenfutter aus Aluminiumlegierungen nur dann benutzt werden, wenn diese bisher nicht beachteten Ausscheidungsvorgänge mit Sicherheit ausgeschaltet werden.
  • Erfindungsgemäß kann dieser nachteilige Aushärtungsvorgang dadurch beseitigt werden, daß die zur Verwendung kommenden Seilrillenfutter für Seil- und Treibscheiben aus Aluminiumklötzen, vorzugsweise Aluminiumgußlegierungsklötzen, vor dem Einbau in die Seilrillen einem Glühprozeß mit anschließender langsamer Abkühlung bis zur Erreichung eines heterogenen, bei Betriebstemperatur nicht mehr aushärtungsfähigen Gefügeaufbaus unterworfen werden, wodurch sowohl Kalt- als auch Warmausscheidungsvorgänge unterbleiben. Somit können durch Glühung innerhalb des Homogenitätsbereiches der Legierung, die unter normalen Erstarrungsbedingungen in übersättigter Lösung befindlichen Gefügekomponenten zur Ausscheidung gebracht werden. Auch bei der Herstellung der Treibscheibenfutter auf anderem Wege als dem üblichen Gießverfahren in Sand oder Kokille, z. B. durch Schmieden oder Pressen, gilt auf Grund der oben beschriebenen grundsätzlichen Erkenntnis, daß die betrieblichen Störungen bei Verwendung von Aluminiumlegierungen nicht durch Verfestigung der Mischkristalle, sondern durch Kalt- bzw. Warmaushärtung hervorgerufen werden. Es ist auch hierbei darauf zu achten, daß das Endprodukt nach der Herstellung in weichem heterogenem und nicht in kalt- bzw. warmausgehärtetem Zustand vorliegt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Behandlung von Seilrillenfutter für Seil- und Treibscheiben aus Aluminiumklötzen, vorzugsweise Aluminiumgußlegierungsklötzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Klötze vor dem Einbau einem Glühprozeß mit anschließender langsamer Abkühlung bis zur Erreichung eines heterogenen, bei Betriebstemperatur nicht mehr aushärtungsfähigen Gefügeaufbaus unterworfen werden.
  2. 2. Die Verwendung von im Anschluß an den letzten Bearbeitungsvorgang ausgeglühten und langsam abgekühlten Aluminiumklötzen oder Aluminiumlegierungsklötzen als Seilfutter für. Treib- und sonstige Seilscheiben.
DEP50278A 1949-07-28 1949-07-28 Verfahren zur Herstellung von Treibscheibenfuttern Expired DE804372C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1120702B (de) * 1956-02-25 1961-12-28 Walter Oxe Verwendung einer Aluminiumgusslegierung zur Herstellung des Rillenfutters von Drahtseil-Treibscheiben

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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