DE80414C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet die Herstellung eines Zündbandes, dessen eigenartige
Zusammensetzung der Zündmasse sowie Anordnung des Materials die bei den jetzt
gebräuchlichen Zündbändern auftretenden Mängel bezw. Uebelstände in Fortfall kommen
läfst.
Diese Uebelstände machen sich namentlich bei der Verwendung der Zündbänder zu
Grubenlampen bemerkbar, indem der bei der Zündung entstehende Rauch bezw. die dabei
sich bildenden Gase die Lampe anfüllen, bei deren eigenartiger Construction aber nicht
schnell genug entweichen können und sich deshalb condensiren, wobei das Condensationsproduct
sich auf dem Glase niederschlägt und dasselbe theilweise undurchsichtig macht. Durch
diesen Uebelstand wird die ohnehin schon nicht grofse Helligkeit der Lampenflamme noch
mehr beeinträchtigt. Des Weiteren sind die jetzigen Zündbänder nicht absolut wetterbeständig,
so dafs sehr häufig Versager auftreten. Man hat zwar versucht, diesem Uebelstände
durch Ueberziehen mit Paraffin oder Wachs abzuhelfen, doch waren die Ueberzüge infolge der Unelasticität des Materials wenig
zweckmäfsig. Diese Mängel sind nun durch vorliegende Erfindung beseitigt.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 die Ansicht und Fig. 2 einen Schnitt.
Die Herstellung dieser Zündbänder geschieht auf nachstehend beschriebene Weise:
Das eigentliche Band besteht aus einem lockeren Gewebe a, welches zur Erzeugung
einer intensiveren Reibung in gewissen Abständen zweckmäfsig von einem stärkeren
Faden b durchschossen ist. Dieses Zündband wird nun mit drei Massen überzogen. Die
erste besteht aus einer Zündmasse c, welche in ihrer Zusammensetzung derjenigen für Schwefelhölzer
gleichwerthig ist. Als zweite d findet Schwefel Verwendung und die dritte e ist ein
Gemisch von einem Klebstoff oder Bindemittel mit Lycopodium (Bärlappsamen). Während
der Klebstoff als Bindemittel dient, liefert das Lycopodium eine kleine, helle, vor allen Dingen
aber völlig rufsfreie Flamme.
Bei der Herstellung der Bänder hat sich nun gezeigt, dafs das folgende Verfahren das
zweckmäfsigste ist. Auf der einen Seite des Bandes wird zuerst ein Streifen Schwefel, sodann
ein Streifen Zündmasse und ein Streifen Lycopodium aufgetragen, während die andere
Seite vollständig mit Lycopodium bestrichen ist. Das ganze Band erhält alsdann einen
dünnen Ueberzug von Collodium oder Gleichwertigem. Dieser Collodiumüberzug besitzt
aber aufser seiner Elasticität noch den Vortheil, nicht nur ebenfalls rauchlos zu verbrennen,
sondern auch gleichzeitig die Verbrennbarkeit des Zündbandes noch durch seine Eigenschaft,
schnell Feuer zu fangen, zu erhöhen und dadurch Versager zu vermeiden.
Durch die Behandlung der Bänder mit den drei Präparaten: Zündmasse, Schwefel und
Lycopodium, sowie durch den Ueberzug von Collodium erhält man ein vollständig rufsfrei
brennendes Zündband für Wetterlampen u. s. w., wobei ein Einwirken von Witterungseinflüssen
vollständig ausgeschlossen ist.
Eine einfachere Ausführung dieser Zündbänder ist nachstehend beschrieben. An Stelle
des Schwefelstreifens vor der eigentlichen Zündpille wird das Gewebe mit einem Gemisch
von Schwefelblüthe oder pulverisirtem Stangenschwefel und Lycopodium, ungefähr zu
gleichen Theilen, imprägnirt. Die Herstellung dieser Art Bänder ist eine bedeutend billigere
und einfachere als die der oben beschriebenen und kann hierbei auch der zur Erzeugung
einer gröfseren Reibung vorhandene stärkere Fadenschufs wegbleiben.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur Herstellung eines rufsfrei brennenden Zündbandes, darin bestehend, dafs ein lockeres, zweckmäfsig in geeigneten Abständen von stärkeren Fäden durchschossenes Gewebe abwechselnd mit Streifen aus einer Zündmasse, aus Schwefel und aus Lycopodium versehen wird, wobei die Rückseite des Bandes vortheilhaft mit Lycopodium überzogen sein und das Ganze einen elastischen und leicht brennbaren Ueberzug erhalten kann.
- 2. Eine Modification des unter i. gekennzeichneten Zündbandes, darin bestehend, dafs das zum Zündbande Verwendung findende Gewebe an Stelle des Schwefelstreifens mit einem Gemisch von Schwefelblüthe oder pulverisirtem Schwefel und Lycopodium getränkt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80414C true DE80414C (de) |
Family
ID=352973
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80414D Active DE80414C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80414C (de) |
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