DE802439C - Verfahren zur Herstellung von gemusterten Keramiken, wie Prozellan, Steingut und Majolika - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gemusterten Keramiken, wie Prozellan, Steingut und Majolika

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DE802439C
DE802439C DE1948P0000840 DEP0000840D DE802439C DE 802439 C DE802439 C DE 802439C DE 1948P0000840 DE1948P0000840 DE 1948P0000840 DE P0000840 D DEP0000840 D DE P0000840D DE 802439 C DE802439 C DE 802439C
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DE
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porcelain
majolica
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DE1948P0000840
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Arthur Baldermann
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Porzellanfabrik Heinrich & Co
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Porzellanfabrik Heinrich & Co
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/22Removing surface-material, e.g. by engraving, by etching
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/009After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone characterised by the material treated
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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    • C04B41/53After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone involving the removal of at least part of the materials of the treated article, e.g. etching, drying of hardened concrete
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von gemusterten Keramiken, wie Prozellan, Steingut und Majolika Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von gemusterten Keramiken, wie Porzellan, Steingut und :Majolika, welches einerseits in seiner grundsätzlichen Anwendung bei Keramiken nicht nur vollständig neu ist, sondern auch bei diesen bisher unbekannte Effekte erzielt, und andererseits hei :einer auf Keramiken abgestimmten Durchführung neuartige Musterungsmöglichkeiten ergibt.
  • Das Mustern von Keramiken erfolgte bisher durch aufmalen der Musterung, wobei die Musterung mit Glasur überzogen werden oder auch unglasiert bleiben konnte. Soweit plastische Musterbilder auf Keramiken erzeugt werden sollen, mußten die Musterbilder bei der Formung des Gutes vor dem Brennen mitgeformt werden, was natürlich zur Folge hatte, daß scharfe und von scharfen Linien umrissene Musterbilder nicht erzeugt werden konnten.
  • Nach der Erfindung wird die Musterung durch Schleifen erzeugt. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, Keramiken nicht nur mit Musterungen in bisher unbekannter Feinheit, Durcharbeitung und Vielgestaltigkeit zu versehen, sondern auch die Musterungen mehr oder weniger tief in scharfen Linien einzuarbeiten, wobei in den Musterungen Schönheitseffekte erzielt «-erden können, wie sie selbst bei Körpern aus feinstem Glas nicht erreichbar sind.
  • Neben dem Schleifen kann auch ein Gravieren der Musterbilder erfolgen. Dies läßt das Bilden von Reliefmusterungen in feinen Dtircharbeitungen und die Wiedergabe bildlicher sowie figürlicher Darstel-' lungen in plastischer Form von bisher unerreichter Feinheit zu.
  • Vorzugsweise wird das Verfahren in der Weise durchgeführt, daß dem Erzeugen der Musterung durch Schleifen das Aufbringen der Glasur vorangeht. Das vorangehende Aufbringen der Glasur bietet den Vorteil, daß durch scharfe Linien begrenzte Musterungen entstehen, wie sie sonst nur beim Schleifen von Kristall erreicht werden. Hierbei ist von ganz besonderer Wirkung das glanzlose matte Hervortreten der Musterung gegenüber der glänzenden Glasur. So lassen sich z. B. Gegenstände aus Hartporzellan herstellen, die in ihrer Musterung das gleiche Aussehen wie durch Schleifen gemustertes Edelglas haben und darüber hinaus einen vollkommen neuartigen Eindruck vermitteln, welcher auf das Fehlen des Durchscheinens und den fehlenden Musterglanz zurückzuführen ist.
  • Eine besonders eindrucksvolle Musterung läßt sich erzielen, wenn das Gut und die Glasur voneinander verschiedene Farben aufweisen. In diesem Falle tritt das Muster andersfarbig auf dem Gegenstand zutage, wobei durch ein mehr oder weniger steiles Durchschleifen der Glasur besondere Randeffekte des Musterbildes erzielbar sind. Das Gut selbst kann naturgemäß jede beliebige Farbe und Tönung haben.
  • Die Randeffekte können noch dadurch erhöht werden, daß mehrere Glasurschichten in voneinander verschiedenen Farben vor dem Erzeugen der Musterung aufgetragen werden.
  • Bei dem Erschleifen der Musterungen kann an-, auf- und einschleifend gearbeitet werden, so daß sich stellenweise im wesentlichen nur ein Berauben des Glasurglanzes, an besonderer Stelle eine Abnahme der Glasurschicht und wiederum an anderer Stelle ein vertieftes Erzeugen der Musterung ergibt. Da die Arbeitsweisen ineinander übergehen können und sich mit einem Gravieren kombinieren lassen, ist es so möglich, Musterungen jeglicher Art, so in geometrischen, bildlichen und figürlichen Wiedergaben, in allen Darstellungsabstufungen zu erzeugen.
  • Die erschliffenen Musterbilder lassen sich mit einem Farbauftrag, insbesondere Metallfarbauftrag, versehen. Ein solcher Farbauftrag, der beispielsweise durch Ausmalen vorgenommen sein kann, kann zur Erhöhung der Ansehnlichkeit des gemusterten Stückes dienen.
  • Namentlich wenn ein Metallfarbauftrag, so ein Goldauftrag, vorgenommen worden ist, kann eine Nachbehandlung des Farbauftrages, z. B. durch Polieren, empfehlenswert sein. Durch ein nachbehandelndes Polieren können besondere Licht- und Schattenwirkungen sowie Glanz- und Mattwirkung erzielt werden, die vornehmlich bei gravierten Musterbildern erhöhte Schönheitswirkungen ergeben können.
  • Die Zeichnung veranschaulicht als Ausführungsbeispiel eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gemusterte Vase aus Hartporzellan.
  • Die mit i bezeichnete Vase aus weißem Hartporzellan ist mit einer blauen Glasurschicht 2 versehen. In die mit dieser Glasur versehene Vase sind die Musterbilder 3 'unter Durchdringung der Glasur eingeschliffen. Die Musterbilder erscheinen der Farbe des Porzellankörpers entsprechend matt in weiß. Bei Durchdringung 4 der Glasurschicht tritt der Einschleifwinkel entsprechend mehr oder weniger stark in Erscheinung.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung gemusterter Keramiken, wie Porzellan, Steingut und Majolika, dadurch gekennzeichnet, daß die Musterung durch Schleifen erzeugt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem Schleifen die Musterbilder graviert werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Erzeugen der Musterung durch Schleifen das Aufbringen einer Glasur vorangeht.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut und die Glasur voneinander verschiedene Farben aufweisen.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Glasurschichten in voneinander verschiedenen Farben vor dem Erzeugen der Musterung aufgetragen werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch An-, Auf- und Einschleifen besondere Effekte in den Musterbildern hervorgerufen werden.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die erschliffenen Musterbilder mit einem Farbauftrag, insbesondere Metallfarbauftrag, versehen werden. B. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbauftrag einer Nachbehandlung, wie durch Polieren, unterworfen wird.
DE1948P0000840 1948-07-19 1948-10-02 Verfahren zur Herstellung von gemusterten Keramiken, wie Prozellan, Steingut und Majolika Expired DE802439C (de)

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