DE80225C - - Google Patents

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DE80225C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B30/00Obtaining antimony, arsenic or bismuth

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wege.
Das vorliegende Verfahren bezweckt die Aufschliefsung von Antimon, Arsen oder Zinn haltigen Erzen durch Erhitzen mit Chlormetall, insbesondere Eisenchlorür, Condensation der gebildeten Dämpfe und Ausfällung der gelösten Erzmetalle mittels des Aufschliefsungsmetalles. Um hierbei eine Bildung von basischen Chloriden der Erzmetalle zu vermeiden, welche nicht mehr direct durch das Aufschliefsungsmetall auszufällen wären, wird die Aufschliefsung der Erze auf trockenem Wege und unter Luftabschlufs ausgeführt und die Condensation der luftfreien Dämpfe von Antimon-, Arsen- und Zinnchlorid in einer Lösung des zur Aufschliefsung verwendeten Metallchlorids bewirkt.
Da Zinn rein chemisch nicht durch das Aufschliefsungsmetall ausgefällt wird, so empfiehlt sich nach Ausfällung des Antimons und Arsens, sowie der im Erz enthaltenen Metalle durch metallisches Eisen das in Lösung verbliebene Zinn durch Elektrolyse zu gewinnen. Werden zur Ausfällung der Erzmetalle Weifsblechabfäile verwendet, so gewinnt man zugleich das in ihnen enthaltene Zinn als Nebenproduct.
Zur Erläuterung der praktischen Ausführung des Verfahrens möge folgendes Beispiel dienen:
Das gepulverte Erz wird mit trockenem Eisenchlorür gemischt. Die Mengenverhältnisse lassen sich aus dem Metallgehalt des Erzes und aus der Zusammensetzung der entstehenden Erzmetallchloride berechnen. Die Mischung wird zunächst in geschlossenen Behältern erhitzt, wobei sich die in den Erzen enthaltenen Oxyde oder Sulfide mit dem Eisenchlorür in Erzmetallchloride und Eisenoxyd oder Eisensulfid umsetzen.
Die Metalle, deren Chloride bei der Operationstemperatur flüchtig sind, werden nun folgendermafsen gewonnen:
Die Chloride werden unter Abschlufs der Luft abdestillirt und in einer Eisenchlorürlösung condensirt. Die erhaltene Lösung der Erzmetallchloride in Eisenchlorür wird mit metallischem Eisen behandelt, wodurch sich die Erzmetalle niederschlagen und eine äquivalente Menge Eisen in Lösung geht.
Ist in der Flüssigkeit Zinn vorhanden, welches sich nicht auf dem Eisen niederschlagen würde, so wird dieselbe der Elektrolyse unterworfen, unter Anwendung eiserner Anoden. Das Zinn scheidet sich hierbei an der Kathode aus, während eine äquivalente Menge Chlor sich zur Anode begiebt und das Eisen derselben zu Eisenchlorür auflöst.
Stellt man die Anode aus Weifsblechabfällen her, so wird zugleich das in diesen enthaltene Zinn wiedergewonnen. Die nach Ausfällung der Erzmetalle erhaltene Mutterlauge wird zur Trockene eingedampft und der aus Eisenchlorür bestehende Rückstand zur Aufschliefsung weiterer Mengen Erze verwendet.
Die übrigen im Erz enthaltenen Metalle, deren Chloride bei der Operationstemperatur
nicht flüchtig sind (z. B. Kupfer), können aus dem Destillationsrückstand in bekannter Weise gewonnen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Aufschliefsen von Antimon, Arsen oder Zinn haltigen Erzen auf trockenem Wege durch Erhitzen derselben mit Chlormetall, insbesondere Eisenchlorür, unter Luftabschlufs, Condensation der gebildeten luftfreien Dämpfe von Antimon-, Arsen- oder Zinnchlorid in einer Lösung des zur Aufschliefsung verwendeten Metallchlorids und chemische oder elektrolytische Ausfällung der genannten Erzmetalle mittels des Aufschliefsungsmetalles, z. B. Weifsblechabfällen.
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