DE801942C - Anordnung zur UEberwachung des zeitlichen Ablaufs von Vorgaengen, insbesondere zur UEberwachung des Zugverkehrs auf Personen- und Gueterbahnhoefen - Google Patents

Anordnung zur UEberwachung des zeitlichen Ablaufs von Vorgaengen, insbesondere zur UEberwachung des Zugverkehrs auf Personen- und Gueterbahnhoefen

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DE801942C
DE801942C DEP15729A DEP0015729A DE801942C DE 801942 C DE801942 C DE 801942C DE P15729 A DEP15729 A DE P15729A DE P0015729 A DEP0015729 A DE P0015729A DE 801942 C DE801942 C DE 801942C
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August Koerner
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F11/00Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position
    • G09F11/24Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the advertising or display material forming part of a moving band, e.g. in the form of perforations, prints, or transparencies
    • G09F11/26Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the advertising or display material forming part of a moving band, e.g. in the form of perforations, prints, or transparencies of an endless band

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  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

  • Anordnung zur Uberwachung des zeitlichen Ablaufs von Vorgängen, insbesondere zur Uberwachung des Zugverkehrs auf Personen- und Güterbahnhöfen
    Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Über-
    \%achung des zeitlichen Ablaufes von Vorgängen,
    insbesondere zur Überwachung des Zugverkehrs
    auf Personen- und Güterbahnhöfen. Der Erfin-
    dungsgegenstand weist gegenüber den bisherigen
    Anordnungen außerordentliche )-orteile auf, da
    durch ihn sowohl die Sicherheit im Verkehr mit
    dichter Zugfolge wesentlich erhöht wird als auch
    eine wesentliche Entlastung des mit der Über-
    wachung und Regelung (]es 7tigverkehrs betrauten
    Personals erreicht
    Bei der Durchführung und ]Überwachung der
    vielseitigen @ieust@-crricl@tungen in größeren Fahr-
    dienstleiterl>ezirkeii mit dichter 7ugfolge bedienen
    sich die Beamten, welche für die reibungslose Ab-
    wicklung, Sicherheit und Pünktlichkeit des Zug-
    verkehrs verantwortlich sind, neben der Bahnhof-
    fahrordnung in Buchform noch verschiedener
    Hilfsmittel, zu denen insbesondere die Rangier-
    pläne, Abstellpläne, Auszüge aus den Wartezeit-
    vorschriften, @'orsprungtafeln u. dgl. gehören.
    Darüber hinaus vermerken sich umsichtige Fahr-
    dienstleiter und Stellwerksmeister noch etwa be-
    sondere vorzunehmende Verrichtungen in der zum
    Handgebrauch bestimmten Bahnhoffahrordnung.
    Es ist ohne weiteres einzusehen, daß die Berück-
    sichtigung dieser sonst üblichen Unterlagen, insbe-
    @ondere bei dichter Zugfolge. für den Fahrdienst-
    Leiter außerordentlich schwierig ist und eine im Interesse der Sicherheit des Zugverkehrs untragbare Belastung für das verantwortliche Personal darstellt.
  • Die oben dargelegten Schwierigkeiten werden durch die erfindungsgemäße Anordnung in einwandfreier Weise behoben, so daß auch bei dichtester Zugfolge der verantwortliche Fahrdienstleiter mit einem einzigen Blick die Gesamtlage überschauen und seine Anordnungen unverzüglich treffen kann. Die erfindungsgemäße Anordnung gibt auch sofort Aufschluß über vorliegende Zugverspätungen und sonstige Unregelmäßigkeiten im Zugverkehr.
  • Alle diese dargelegten Nachteile bei der bisher üblichen Abwicklung des Zugverkehrs werden durch die Erfindung nicht nur beseitigt, sondern darüber hinaus wesentliche Vorteile erzielt. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß ein endloses, in gleichmäßige Zeitintervalle unterteiltes Band, insbesondere ein Papierband genügender Breite, auf dem die einzelnen Vorgänge, z. B. planmäßige Ankunfts- und Abfahrtzeiten, ihrem zeitlichen Ablauf entsprechend eingetragen sind, durch einen in gleichmäßigen Zeitabständen ausgelösten Antrieb um eine stets gleiche Strecke entlang einem feststehenden Maß- oder Rechenstab schrittweise fortbewegt wird.
  • Dieses endlose Papierband ist in quer zu seiner Fortbewegungsrichtung angeordnete Zeilen von gleichem Abstand unterteilt, und zwar in der Weise, daß jede Zeile von der vorhergehenden und der nachfolgenden Zeile einen bestimmten zeitlichen Abstand, z. B. von einer Minute, besitzt.
  • Diese einzelnen quer angeordneten Zeilen sind in hierzu senkrecht ungeordnete Kolonnen eingeteilt, die zur Eintragung der einzelnen Zeitintervalle und der ihnen zugeordneten und zu überwachenden Betriebsvorgänge dienen.
  • Der oben erwähnte feststehende Rechenstab, an dem das endlose Band schrittweise entlanggeführt wird, ist in Einheiten unterteilt, deren gegenseitiger Abstand gleich dem Zeilenabstand des endlosen, schrittweise fortbewegten Papierbandes ist.
  • An einer beliebig wählbaren Stelle des Rechenstabes ist gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal ein die Gegenwart anzeigender Nullpunkt mit unbe-,veglichen Zeigern angeordnet, von dem aus sowohl in Richtung der schrittweisen Fortbewegung des endlosen Papierbandes als auch entgegen dieser Fortbewegungsrichtung eine fortlaufende umerierung, jeweils mit der Ziffer i beginnend, aufgetragen ist. Wie später noch eingehend erläutert werden wird, können auf diese Weise ohne jede besondere Schwierigkeit mit einem einzigen Blick Zugverspätungen erkannt werden, auch können in der gleichen einfachen Weise andere Betriebsfälle erkannt werden, z. B. ein noch verbleibender zeitlicher Vorsprung eines langsam fahrenden "Zuges vor einem ihm nachfolgenden, jedoch schneller fahrenden Zug, vorausgesetzt, daß dieser schneller fahrende Zug nicht gleichfalls als verspätet gemeldet ist. Im letzteren Falle vergrößert sich der zeitliche Vorsprung des langsam fahrenden, ebenfalls als verspätet gemeldeten Zuges um die Verspätung des schneller fahrenden Zuges.
  • Da die einzelnen, auf dem endlosen Band eingetragenen, zeitlich nacheinander liegenden Betriebsvorgänge für längere Zeit, z. B. für etwa eine Stunde, infolge der mechanischen Führung des endlosen Papierbandes sichtbar bleiben, bedarf es keiner schwierigen Überlegung, um die Betriebslage in jedem Augenblick genau übersehen zu können.
  • Durch den Einbau der erfindungsgemäßen Anordnung in das Fahrdienstleiterpult oder den Fahrdienstleitertisch wird nicht nur ein staubdichter Abschluß des durch eine Glasscheibe abgedeckten Gerätes erreicht, sondern auch eine bequeme Abwicklung des Fahrbetriebes ermöglicht, da dieses Pult bzw. der Tisch gleichzeitig noch mit Dienstfernsprecher, Diensttagebuch u. dgl. ausgestattet ist.
  • Der Antrieb der erfindungsgemäßen Anordnung kann nun mechanisch, z. B. durch ein Federwerk oder durch Fallgewichte, oder elektrisch mit Hilfe eines Elektromotors erfolgen. Die Auslösung des Antriebes zur intermittierenden Fortbewegung des endlosen Bandes erfolgt zweckmäßig in Abhängigkeit von einem in an sich bekannter Weise durch Impulse gesteuerten elektrischen Uhrenkreis über eine Relaisschaltung.
  • Die Stillsetzung des Antriebes nach Beendigung des Vorschubes des endlosen Papierbandes um eine Zeiteinheit, z. B. um eine Minute, wird durch einen auf der Antriebsachse angeordneten Exzenter selbsttätig bewirkt.
  • Das endlose Papierband ist über zwei nach Art der bekannten Schreibmaschinenwalzen ausgebildete und in einem Abstand parallel zueinander angeordnete Walzen geführt, von denen die eine, dem Vorwärtsgang dienende Walze ein Zahnrad bzw. Steigrad aufweist, in welches eine von einem Exzenter gesteuerte, in ihrer Hubhöhe einstellbare Zahnklinke eingreift und den Vorschub bewirkt.
  • Sowohl die dem Vorschub des endlosen Bandes dienende Walze als auch die zweite Walze weisen je einen Handgriff auf, durch die einerseits eine Korrektur im Vorschub des endlosen Bandes und andererseits nach Umlegen eines Hebels eine Rückwärtsbew-egung des Bandes von Hand ermöglicht wird.
  • Durch an sich bekannte Andruckrollen, deren Druck einstellbar sein kann, wird das endlose Band fest gegen die Führungs- bzw. Transportrollen oder -walzen gedrückt.
  • In der Zeichnung ist zur Erläuterung der Erfindung und ihrer Wirkungsweise der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, ohne daß die Erfindung hierauf beschränkt sein soll. Es bedeuten Abb. i einen Abschnitt des endlosen Bandes mit den aufgetragenen Betriebsdaten und dem seitlich angebrachten Rechenstab, Abb. 2 ein Schaltbild, das die Steuerung des Antriebes zeigt.
  • In Abb. i ist ein Abschnitt des endlosen, z. B. aus Papier gefertigten Bandes i gezeigt, das durch einen Antrieb entlang einem Rechenstab 2 schrittweise fortbewegt wird. Am linken Rande des Bandes i ist fortlaufend die Zeit in jeweiligen Zeitabständen von je einer -Minute aufgetragen. Der besseren Übersicht halber ist in der Kolonne 3 die jeweilige Stunde in geeigneten Abständen wiederholt aufgetragen, während in der Kolonne 4 die vollen Minuten fortlaufend aufgetragen sind. Die Abstände der einzelnen aufgetragenen Zeiteinheiten können an sich beliebig sein, werden jedoch zweckmäßig so gewählt, daß sie dem mittleren Zeilenabstand einer normalen Schreibmaschine entsprechen, damit die einzelnen Betriebsangaben mit einer normalen Schreibmaschine in einfacher Weise aufgetragen werden können. Diese zeitlich nacheinander folgenden Angaben werden in die betreffende Zeitzeile eingetragen und können besondere, den jeweiligen Verhältnissen angepaßte Zusätze, Merkzeichen, z. B. für den Rangierdienst u. dgl., enthalten.
  • Es bleiben somit einige Zeilen zwischen den zeitlich nacheinander ablaufenden Betriebsvorgängen frei von Eintragungen, wodurch die Übersichtlichkeit dieser Anordnung noch mehr hervortritt.
  • Der Rechenstab> 2 ist von einem Nullpunkt beginnend, in Abständen, welche den Abständen der Zeilen des endlosen Bandes entsprechen, fortlaufend numeriert. Im gezeigten Ausführungsheispiel sind in der Fortbe-,vegungsrichtung des Bandes i die Ziffern i bis 32, von \TUll beginnend, aufgetragen. Entgegen der Fortbewegungsrichtung des Bandes i sind von Null beginnend die Ziffern i bis 17 aufgetragen. Zur besonderen Hervorhebung des Nullpunktes 5 sind noch zwei feste Zeiger 6 an dem feststehenden Rechenstab angebracht. Über diese gesamte Länge des Rechenstabes 2 ist das endlose Band zwischen den beiden Transportwalzen sichtbar, d. h. entsprechend einem Zeitraum von 5o Minuten. Je nach den vorliegenden Betriebsbedingungen kann der Nullpunkt auch an eine andere Stelle verlegt «-erden.
  • Ein Beispiel möge die Betriebsweise erläutern: Gemäß Abb. i soll der Zug Kp 2863 von Duisburg auf Fahrstraße D io in Dortmund einfahren. Falls dieser Zug später eintreffen würde, so hätte sich das endlose Band um die Zeitdauer der wirklichen Verspätung bis zum Eintreffen des Zuges nach oben, z. B. um 8 Zeilen oder gleichbedeutend um 8 Minuten verschoben, und die Angabe Kp 2863 würde somit neben der Zahl 8 der fest angeordneten Rechenskala stehen. Gleichzeitig würde in dem gewählten Beispiel der Zug WP 873 an dem Zeiger 6 bzw. an dem Nullpunkt der Zeitskala erscheinen. Das bedeutet, daß dieser einfahrende Zug WP 873 fällig ist. In dieser Weise können Verspätungen z. B. bis zu 32 Minuten abgelesen werden. Diese Ablesung muß naturgemäß sogleich bei der tatsächlichen Ankunft, Abfahrt oder Durchfahrt des Zuges erfolgen. Hierzu bedarf es nicht erst. noch der Ablesung der auf dem Bahnsteig oder an anderer Stelle angeordneten Bahnhofsuhr, da die erfindungsgemäße Anordnung bereits an sich eine Uhr darstellt. Im vorliegenden Beispiel sollte der Zug Kp 2863 fahrplanmäßig um 11.44 Uhr eintreffen. Bei einer Verspätung um 8 :Minuten ist die wirkliche Ankunftszeit 11.52 Uhr, die an dem Zeiger 6 des Rechenstabes abgelesen und in den Tagesbericht als die wirkliche Ankunftszeit eingetragen wird, während die tatsächliche Verspätung von 8 -Minuten am Rechenstab abgelesen wird, da die Angabe Kp 2863 inzwischen bis zu der Ziffer 8 des Rechenstabes «-eiter transportiert ist.
  • Wie schon erwähnt, dient die erfindungsgemäße Anordnung auch der bequemen Ermittlung der Zeitvorsprünge mit Verspätung gemeldeter Züge vor schneller fahrenden und sie gelegentlich über-, holender Züge. Nehmen wir an, der um 8 Minuten verspätete Zug Kp 2863 würde planmäßig weiterfahren und um 11.52 Uhr zur Abfahrt bereitstehen, während andererseits planmäßig auf dem gleichen Streckengleis um 12.01 Uhr ein Schnellzug durchzubringen wäre. In diesem Falle würde die betreffende -Minutenzeile mit den sonstigen Angaben für diesen Schnellzug (12.0i) neben der Ziffer g des Rechenstabes unterhalb des Nullpunktes stehen. Das bedeutet, daß der tatsächlich noch vorhandene Vorsprung des Zuges Kp 2863 gegenüber dem nach-' folgenden schneller fahrenden Schnellzug 9 Minuten beträgt.
  • In den Minutenzeilen des endlosen Bandes sind sämtliche Zugfahrten getrennt nach Ein- und Ausfahrten aufgeführt, da diese bei längeren Zughalten zeitlich weit voneinander liegen. Diese getrennte Aufführung erhöht wesentlich die Übersichtlichkeit gegenüber der bekannten Bahnhoffahrordnung in Buchform, zumal gleichzeitig sämtliche notwendigen Anordnungen oder Bezeichnungen in die betreffenden Minutenzeilen eingetragen sind, wie z. B. Gleisbezeichnung, planmäßige Fahrstraße, Hebelbeschilderung u. dgl. Diejenigen auf dem endlosen Band vermerkten Züge, vor deren Bezeicbnutig z. B. ein Punkt oder hinter deren Bezeichnung ein nach links zeigender Pfeil steht, sind Ausfahrten, alle übrigen Züge sind Einfahrten.
  • Infolge der getroffenen, im Ausführungsbeispiel gezeigten Anordnung ist bei gemeldeten Zugverspätungen ein Überblick über die Gleisbesetzung über einen Zeitraum von 18 Minuten vorhanden. Der Fahrdienstleiter kann somit die planmäßige Betriebsbeanspruchung, die der verspätete Zug antreffen wird, rechtzeitig und klar erkennen und die erforderlichen Anordnungen leichter und schneller treffen.
  • Für die Betriebsabwicklung auf einem Bahnhof mit dichter Zugfolge bietet die erfindungsgemäße Anordnung somit folgende klar erkennbaren Vorteile: i. Die Uhrzeit wird in unmittelbarem Zusammenhang mit den fälligen und den alsbald fällig werdenden sowie den zuletzt ausgeführten oder mit Verspätung ausführbaren Dienstverrichtungen in übersichtlicher Form selbsttätig in das Blickfeld des Fahrdienstleiters gebracht, der somit an alle Aufgaben des Fahrdienstleiters erinnert wird, wodurch die Pünktlichkeit erhöht und Unregelmäßigkeiten vermindert werden.
  • 2. Die Angaben für die Bahnhoffahrordnung können schon bei den ersten Entwurfarbeiten von vornherein aus den Fahrplanheften zeitlich richtig geordnet in die Minutenzeilen übertragen werden, so daß das umständliche und unübersichtliche Einbessern einer alten Bahnhoffahrordnung fortfällt.
  • 3. Die freien, also keine Angaben enthaltenden Minutenzeilen des endlosen Bandes erhöhen die Übersichtlichkeit gegenüber der gebräuchlichen Bahnhoffahrordnung in Buchform, da sie klar erkennen lassen, welche Zeitspanne für etwaige Sonderfahrten verfügbar ist.
  • 4. Durch die gleichzeitig aufgeführten Betriebsanweisungen wird die Einarbeitung auf großen Befehlsstellwerkeü außerordentlich erleichtert.
  • Die Wartezeiten einschließlich der Ausnahmen brauchen nicht in der Wartezeitvorschrift nachgesehen und auch nicht errechnet zu werden, da alle diesbezüglichen Angaben in den Minutenzeilen vermerkt sind.
  • 6. Zugverspätungen über einen größeren Zeitraum können direkt abgelesen werden, wodurch eine Arbeitsentlastung und eine schnellere Erledigung von Verspätungsmeldungen erreicht wird, die bei Unregelmäßigkeiten nicht immer rechtzeitig erstattet werden.
  • 7. Da die verbleibenden zeitlichen Vorsprünge langsam fahrender Züge vor schnell fahrenden, nachfolgenden Zügen unmittelbar abgelesen werden können, wird die Abfertigung des noch vorzulassenden Zuges durch zeitraubendes Berechnen des Vorsprunges nicht verzögert.
  • B. Der Fahrdienstleiter kann die pünktliche Durchführung wichtiger Rangierfahrten, die in den freien Minutenzeilen z. B. in Blei vermerkt werden, besser überwachen, wodurch gleichzeitig Unregelmäßigkeiten wirksam vermindert werden.
  • Aus Abbildung 2 ist zu erkennen, wie die Schaltung des gesamten erfindungsgemäßen Gerätes bei elektrischem Antrieb zu erfolgen hat. Das Irnpulsempfangsrelais A ist als Nebenuhr an den Stromkreis der durch elektrische Impulse gesteuerten Bahnhofsuhr angeschlossen und zieht somit in jeder Minute für kurze Zeit seinen Anker an und schließt den Stromkreis für die Erregerwicklung E des Relais B. Durch Schließen des Kontaktes bi wird die Haltewicklung H des Relais B eingeschaltet, so daß über Kontakt bz der Stromkreis für den Antriebsmotor M auch nach Abfall des Relais A aufrecht erhalten bleibt. Der Kontakt x ist im Ruhezustand geschlossen und wird erst in einer bestimmten Stellung des Exzenters C geöffnet. Bei Öffnung des Kontaktes x wird die Haltewicklung H des Relais B stromlos und die Kontakte bi und b. werden wieder geöffnet, der :Motor .l1 erhält keinen Strom und läuft noch kurze Zeit weiter, so daß der Exzenter in eine Stellung gelangt, in der der Kontakt x wieder geschlossen ist.
  • Angetrieben von dem Biotor M hat eine Klinke, die in Eingriff mit einem an ,der Führungswalze des endlosen Bandes angeordneten Steigrad steht, das endlose Band genau um eine :1,linutenzeile weiter fortbewegt. Dieser Vorgang wiederholt sich in jeder Minute einmal.
  • Die Anordnung kann sinngemäß in der «'eise abgeändert werden, <laß an die Stelle eines elektrischen Antriebes M ein mechanischer Antrieb, Federwerk o. dgl., tritt, der in analoger Weise durch das A-Relais ausgelöst, und durch einen Exzenter wieder stillgesetzt wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Überwachung des zeitlichen Ablaufs von Vorgängen, insbesondere zur Überwachung des Zugverkehrs auf Personen- und Güterbahnhöfen, dadurch gekennzeichnet, daß ein endloses, in gleichmäßige Zeitintervalle unterteiltes Band, insbesondere Papierband (i), auf dem die einzelnen Vorgänge, z. B. planmäßige Ankunfts- und Abfahrtzeiten, ihrem "zeitlichen Ablauf entsprechend eingetragen sind, durch einen in gleichmäßigen Zeitabständen ausgelösten Antrieb um eine stets gleiche Strecke entlang einem feststehenden Maß- oder Rechenstab (2) schrittweise fortbewegt wird.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das endlose Papierband (i) in quer zu seiner Fortbewegungsrichtung angeordnete Zeilen von gleichem Abstand unterteilt ist, derart, daß jede Zeile von der vorhergehenden und der nachfolgenden Zeile einen bestimmten zeitlichen Abstand, z. B. von einer Minute, besitzt.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Zeilen in Kolonnen zur Eintragung der Zeitintervalle (3, 4) und der zu überwachenden Betriebsvorgänge (7) eingeteilt sind.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der feststehende Rechenstab (2) in Einheiten unterteilt ist, deren gegenseitiger Abstand gleich dem Zeilenabstand des endlosen, schrittweise fortbewegten Papierbandes (i) ist.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an einer beliebig wählbaren Stelle des Rechenstabes (2) ein die Gegenwart anzeigender Nullpunkt (5) mit unbeweglichen Zeigern (6) angeordnet ist, von dem aus sowohl nach oben, also in Richtung der Fortbewegungsrichtung des endlosen Papierbandes (i), als auch nach unten, also entgegen dieser Fortbewegungsrichtung, eine fortlaufende Numerierung, jeweils mit der Ziffer i beginnend, aufgetragen ist.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösung des elektrischen oder mechanischen Antriebes zur intermittierendenFortbewegung des endlosen Papierbandes (i) in Abhängigkeit von einem in an sich bekannter Weise durch Impulse gesteuerten elektrischen Uhreukreis über eine Relaisschaltung (_-l. 13) erfolgt.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, (laß die Stillsetzung des Antriebes nach l'Jeendigung des Vorschubes des Papierbandes (i) uin eine Zeiteinheit, z. B. um eine Minute, durch einen auf der Antriebsachse angeordneten Exzenter (C) selbsttätig erfolgt. S. Anordnung nach Anspruch 1 bis 7, dadur(li gekennzeichnet. daß (las endlose Papierband (i) über zwei nach Art der bekannten Schreil)-niaschineliv,-alzen ausgebildete und in einem A1)-stand parallel zueinander angeordnete \Valzen geführt ist, von denen die eine, dem Vorwärtsgang dienende ZValze ein Zahnrad bz«-. Steigrad aufweist, in welches eine von dem Exzenter (C) gesteuerte, in ihrer Hubhöhe einstellbare Zahnklinke eingreift und den Vorschub des Papierbandes (i) bewirkt, g. Anordnung nach Anspruch i bis B. dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die dem Vorwärtsgang dienende als auch die zv-eite Walze je einen Handgriff aufweisen, durch die einerseits eine Korrektur in der Vorwärtsbewegung des Papierbandes (i) und andererseits nach Umlegen eines Hebels eine Rückv-ärtsbewegung des Papierbandes (i) von Hand ermöglicht wird. to. Anordnung nach Anspruch i bis g, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Eintragungen auf dem Papierband (i) für einen längeren Zeitraum, z. B. 5o bis 6o Minnten, sichtbar bleiben. i i. Anordnung nach Anspruch i bis io, dadurch gekennzeichnet. daß das gesamte Aggregat in ein pultföriniges, staubdicht abgeschlossenes und mit einer Glasscheibe zur Beobachtung des allaufenden Papierbandes abgedecktes Gehäuse eingebaut ist.
DEP15729A 1948-10-02 1948-10-02 Anordnung zur UEberwachung des zeitlichen Ablaufs von Vorgaengen, insbesondere zur UEberwachung des Zugverkehrs auf Personen- und Gueterbahnhoefen Expired DE801942C (de)

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