DE79562C - - Google Patents

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DE79562C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B33/00Manufacture of ammunition; Dismantling of ammunition; Apparatus therefor
    • F42B33/02Filling cartridges, missiles, or fuzes; Inserting propellant or explosive charges
    • F42B33/0285Measuring explosive-charge levels in containers or cartridge cases; Methods or devices for controlling the quantity of material fed or filled
    • F42B33/0292Measuring explosive-charge levels in containers or cartridge cases; Methods or devices for controlling the quantity of material fed or filled by volumetric measurement, i.e. the volume of the material being determined before filling

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 78: Sprengstoffe.
Zur Herstellung von Dauermunition ist es nöthig , dafs die Zündsatzmaterialien in trockenem Zustande in die Zündkapseln eingeprefst werden. Dies setzt aber voraus, dafs der Zündsatz, um verarbeitbar zu sein und eine möglichst gleichförmige Dosirung zu gestatten, ein gleichförmiges Korn habe.
Die Herstellung des Zündsatzes in dieser Beschaffenheit bietet jedoch ebenso wie die spätere Verarbeitung desselben' in trockenem Zustande mannigfache Gefahren und diese Gefahren werden durch die in neuerer Zeit verlangte äufserst kräftige, durch hohe Entzündungstemperatur charakterisirte Initiativzündung (für schwer endzündliche Pulver) noch mehr gesteigert, weil diese Zündung die Verwendung ,von äufserst reactionsfähigen Stoffen, wie amorphen Phosphor , wie Phosphor-, Cyan-, Rhodanverbindungen u. s. w., zur Voraussetzung hat.
Um diese Gefahren möglichst zu reduciren, werden die Bestandteile der Zündmasse, wie amorpher Phosphor, das Schwefel-, Phosphor-, Cyan- oder Rhodanmetall u. s. w., sowie der jeweilig verwendete Sauerstoffträger, wie chlorsaures oder überchlorsaures Kali , Salpeter u. s. w., und endlich das event, verwendete Frictionsmittel (Glas, Porcellan, Quarz u. s. w.) einzeln oder gemengt, sofern das Gemisch keine oder wenigstens keine gröfsere Gefahr bietet, in üblicher Weise auf die erforderliche Korngröfse gebracht. Die so getrennten Bestandtheile werden erst unmittelbar vor ihrer Verarbeitung in den erforderlichen Quantitäten durch blofses wiederholtes Zusammenlaufen in einem Sieb oder in sonst geeigneter Weise zu einem losen gleichförmigen Gemenge vereinigt und sodann in verhältnifsmäfsig geringeren, keine gröfsere Gefahr bietenden Mengen auf die Dosirplatten gebracht, in die Zündkapsel vertheilt und hierauf eingeprefst.
Die Beseitigung der Gefahr liegt nun darin, dafs der innige Contact zwischen den einzelnen Partikelchen der Zündmassebestandtheile, wie er durch ein vorhergehendes inniges Mischen der fein gepulverten Zündstoffmaterialien und darauffolgendes Körnen entsteht, vermieden und derselbe durch ein loses Nebeneinanderlagern der gekörnten Bestandteile ersetzt wird, was überdies den grofsen Vortheil bietet, dafs man auch äufserst brisante Stoffe für Zündmasse verarbeiten kann.
Soll nun aber auch bei noch mehr gesteigerter Empfindlichkeit der Zündmasse die Gefahr der Manipulation verringert werden, so werden die gekörnten Bestandtheile der Zündmasse, und zwar jeder einzelne für sich oder jene Gemenge von mehreren derselben für sich , die als solche keine o'der nur eine geringe Gefahr bieten, behufs Dosirens in die Löcher der Dosirplatte gebracht.
Der Inhalt dieser Platten bezw. die Füllung der Löcher derselben wird in die entsprechend gröfseren Vertiefungen einer Mischplatte successive durch Umleeren oder mittelst Schieberanordnung eingetragen und durch wiederholtes Wenden der mit einer Kautschuk- oder Lederauflage bedeckten Mischplatte in den Vertiefungen derselben das vorerwähnte lose Mengen der Bestandtheile nur in jenen Quantitäten bewirkt, die der Füllung einer Zünd-
kapsel entsprechen , so dafs hier die gefährlichen Folgen einer Explosion auf ein Minimum reducirt erscheinen.
Der Inhalt der Mischplatte wird dann in gebräuchlicher Weise in die Zündkapsel übergefüllt und eingeprefst.
Um diesen Theil der Erfindung vollkommen verständlich zu machen, wird derselbe hiernach mit Bezug auf die beiliegende Zeichnung näher beschrieben, in welcher
Fig. ι in einem Verticalschnitt die Anordnung der Zündkapsel bereit zur Aufnahme der Zündsatzfüllung darstellt.
Fig. 2 ist eine diesbezügliche Draufsicht und
Fig. 3 zeigt einen Theil der Fig. ι in gröfserem Mafsstabe.
Fig. 4 stellt in einem Verticalschnitt nach der Linie I-II der Fig. 5 die Dosirvorrichtung mit Schieberanordnung dar.
Fig. 5 ist eine Draufsicht derselben.
Fig. 6 zeigt eine Misch platte im Verticalschnitt.
Fig. 7 ist der Verticalschnitt nach der Linie III-IV der Fig. 8, einer anderen Form von der Dosirvorrichtung.
Fig. 8 ist eine Draufsicht derselben.
Mit Bezug auf Fig. 1 und 3 besteht die Füllvorrichtung aus einer Unterlagsplatte 1 mit Stiften ss; auf der Platte 1 liegt eine Platte 2 mit kleinen Höhlungen, in welche die leeren Zündkapseln eingesetzt werden. Letztere werden durch die über die Führungsstifte geschobene, mit tricherartigen Löchern t versehene Platte 3 festgehalten.
Als Füllmasse dient- beispielsweise ein Gemenge -von amorphem Phosphor mit chlorsaurem Kali.
Das Körnen des ersteren geschieht in der Weise, dafs man denselben mit Gummi arabicum oder einem anderen Klebmittel zu einer teigigen Masse anmacht, diese durch Siebe drückt, die erhaltenen Körner trocknet und mittelst Sieben von bestimmter Maschenweite sprtirt. Das chlorsaure Kali bringt man in ähnlicher Weise oder durch Zerstofsen auf die gleiche Korngröfse.
Das Mengen geschieht entweder dadurch, dafs man kleine Quantitäten der in beschriebener Weise erhaltenen gekörnten Massen mehrmals zusammen durch Siebe laufen läfst, bis man ein gleichmäfsiges loses Gemenge derselben erhält, oder aber man füllt die Löcher / der oberen Platte 0 der Dosirvorrichtung (Fig. 4) mit dem gekörnten, amorphen Phosphor und bringt diese Vorrichtung mittelst der Löcher L über die Führungsstifte s s einer Unterlagsplatte 1, auf welche man vorher die Mischplatte M gebracht hatte. Durch Verschieben der unteren Platte u, Fig. 4, kommen die Löcher Z1 derselben unter jene I und lassen den Inhalt derselben (den amorphen Phosphor) in die entsprechend gröfseren Vertiefungen O der Mischplatte M fallen. Die Dosirvorrichtung wird dann abgehoben, die Platte u gegen jene 0 verstellt, wobei dieselben durch Führungsstifte .?' s1 sl sl stets in der richtigen gegenseitigen Lage erhalten bleiben. Nun füllt man die oberen Löcher / einer zweiten Dosirvorrichtung (Fig. 4) mit chlorsaurem Kali, streicht den Üeberschufs ab und bringt das chlorsaure Kali nun in derselben Weise in die Löcher O der Mischplatte M ein, wie dies früher bezüglich des amorphen Phosphors beschrieben wurde. Es befindet sich nun in jeder Höhlung O die zur Füllung einer Zündkapsel erforderliche Menge von amorphem Phosphor und chlorsaurem Kali in zwei über einander liegenden Schichten; um letztere zu mengen, legt man auf die Mischplatte ein Kautschukband und wendet das Ganze mehrmals nach unten und oben, wodurch das lose Mengen sehr rasch erzielt wird.
Hat man die beiden Bestandtheile der Zündmassen in Sieben gemengt, so bringt man die fertige Masse in kleinen Mengen auf die Dosirplatte d, Fig. 7 und 8, schüttet die Löcher derselben voll und streift den Üeberschufs ab.
Das Füllen der Kapsel geschieht nun in der Weise , dafs man die beschriebene und in Fig. ι dargestellte Vorrichtung umwendet, so dafs die Führungsstifte s s nach abwärts gekehrt sind, und letztere -je nach Umständen durch die Löcher L L der Dosirplatte d, Fig. 8, oder durch jene der von der Unterlagsplatte abgeschobenen Mischplatte M, Fig. 6, steckt, bis die Platten dicht auf einander liegen, und dann das Ganze umwendet, wodurch der Inhalt der Löcher O1 bezw. jener O in die leeren Kapseln fällt und hierauf eingeprefst wird.
Das gleiche Verfahren wird eingehalten, wenn man anstatt nur zweier Bestandtheile deren drei oder mehrere verwendet, und ist es angezeigt, für jeden einzelnen Bestandtheil eine Dosirvorrichtung nach Fig. 4 zu benutzen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Dosir- und Füllvorrichtung für Zündhütchen , bei welcher auf die mit' Führungsstiften (s) versehene Grundplatte (I) zunächst eine die Zündhütchen in entsprechenden Vertiefungen tragende und mit Führungslöchern (L) versehene Platte (2), sodann eine mit trichterförmigen Durchbohrungen (t) und Führungslöchern (L) versehene Füllplatte (3) aufgesetzt wird, worauf das ganze Plattensystem in umgekehrter Stellung auf eine mit Sprengmasse beschickte ' und mit Führungslöchern (L)
    versehene Dosirplatte (d) gelegt wird, so dafs beim nunmehrigen Umkehren der Vorrichtung die Sprengmasse aus den Ver-' tiefungen der Dosirplatte und durch die entsprechenden Trichteröffnungen der Füllplatte in die darunter befindlichen Zündhütchen fällt.
    Eine Ausführiingsform der unter i. gekennzeichneten Dosir- und Füllvorrichtung, um letztere gleichzeitig als Mischvorrichtung verwenden zu können, wobei an Stelle der die Zündhütchen tragenden Platte (2) eine mit gröfseren Vertiefungen versehene Mischplatte (M) und an Stelle der Dosirplatte (d) zwei auf .einander verschiebbare, mit correspondirenden Durchbohrungen (I und P) und mit Führungslöchern (L) versehene Dosirplatten (0 und u) gesetzt werden , so dafs mittelst der oberen dieser beiden Platten die verschiedenen Sprengstoffcomponenten nach einander dosirt, durch Verschiebung der unteren in die Trichteröffnungen der Füllplatte (3), von dort in die Mischplatte (M) befördert und nach Herausnahme und Bedeckung derselben mit einer Deckplatte durch geeignetes Bewegen der Mischplatte gemischt werden können , worauf an Stelle der Mischplatte die die Zündhütchen tragende Platte wieder in die Vorrichtung eingesetzt und die Sprengstoffmischung aus der Mischplatte in gleicher Weise, wie unter 1. für die Dosirplatte (d) angegeben, in die Zündhütchen befördert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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