DE79375C - Abänderung des durch die Patente Nr. 34617 und 45890 geschützten Verfahrens zur Herstellung von nahtlosen Hohlkörpern (Röhren) direkt aus einem massiven Block - Google Patents

Abänderung des durch die Patente Nr. 34617 und 45890 geschützten Verfahrens zur Herstellung von nahtlosen Hohlkörpern (Röhren) direkt aus einem massiven Block

Info

Publication number
DE79375C
DE79375C DENDAT79375D DE79375DA DE79375C DE 79375 C DE79375 C DE 79375C DE NDAT79375 D DENDAT79375 D DE NDAT79375D DE 79375D A DE79375D A DE 79375DA DE 79375 C DE79375 C DE 79375C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
patents
tubes
modification
production
hollow bodies
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT79375D
Other languages
English (en)
Original Assignee
j. WÜSTEN-HÖFER, Arnsberg, u. W. SURMANN, Barop
Publication of DE79375C publication Critical patent/DE79375C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B19/00Tube-rolling by rollers arranged outside the work and having their axes not perpendicular to the axis of the work
    • B21B19/02Tube-rolling by rollers arranged outside the work and having their axes not perpendicular to the axis of the work the axes of the rollers being arranged essentially diagonally to the axis of the work, e.g. "cross" tube-rolling ; Diescher mills, Stiefel disc piercers or Stiefel rotary piercers
    • B21B19/04Rolling basic material of solid, i.e. non-hollow, structure; Piercing, e.g. rotary piercing mills

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist eine bekannte Thatsache, dafs, wenn man einen plastischen, knetbaren, genügend weichen, aber auch die entsprechende Festigkeit und Cohäsion besitzenden Körper unter Druck in schnelle Rotation versetzt und ihm zugleich eine axiale oder lineare Bewegung ertheilt,. dabei die Körperfheile an der Oberfläche bremst oder am natürlichen Vorschub hindert, sich aus dem vollen plastischen Block ein Rohr bildet.
Bei dem durch das Patent Nr. 34617 bekannt gewordenen Verfahren wird das genannte Resultat dadurch erreicht, dafs das Werkstück, der erhitzte Stahlblock, zwischen ein Walzwerk gebracht wird, dessen Walzenachsen unter einem Winkel zu einander stehen und die in gleichem Sinne sich drehen, während sie zugleich so geformt sind, dafs sie einerseits den zwischen ihnen gefafsten Theil des Blockes vorwärtsschieben, den an sie heranrückenden Theil aber zurückhalten. Die Arbeit ist hierbei eine continuirlieh rotirende und, weil eine sich, zum Theil bekämpfende oder entgegengesetzt wirkende (Vorwärtsschieben und Indrehungversetzen einerseits, Bremsen und Zurückhalten andererseits), eine aufserordentlich Kraft verzehrende (Schrägwalzverfahren). Das im Vorliegenden beschriebene Verfahren erstrebt und erreicht dasselbe ohne eigentliches Walzen, d. h. ohne Anwendung von rotirenden und cöntinuirlich arbeitenden Werkzeugen zur- Erzeugung der rotirend vorschiebenden und bremsenden Bewegung des Werkstückes.
An der Hand der beiliegenden Zeichnungen erklärt sich das neue Verfahren zur Herstellung von nahtlosen Röhren aus dem vollen Block, wie folgt:
Prismatisch gestaltete »Schürfplatten« werden in sehr rasche hin- und hergehende Bewegung versetzt und fassen dieselben zwischen sich das Walzstück; sie liegen im Winkel zu einander, kreuzen sich zwischen ο und 900 und werden durch äufsere Kraftwirkung zugleich gegen den Walzblock geprefst, die eine Schürfplatte von oben abwärts, die andere von unten nach oben, so zwar, dais beim Rückgang der Schürfplatten die Druckwirkung auf den Block aufgehoben ist und kein Rückwärtsarbeiten entsteht.
Das zwischen den Schürfplatten liegende Werkstück wird also in Drehung versetzt und ist bestrebt, unter bezw. über den Platten hinwegzurollen; gleichzeitig aber erhält es wegen der schräg über bezw. unter ihm angeprefsten Schürfplatte eine Bewegung in axialer Richtung. Die Geschwindigkeit ν der Schürfplatten zerlegt sich, wenn der Winkel, unter dem sich dieselben zum Walzblock bewegen, gleich χ ist, in die drehende ν-cos χ und in die schiebende, d.h. axial gerichtete, ν · sin χ.
Bei constantem ν hat man es in der Hand, je nach Wahl des Winkels die Umdrehungszahl des Walzblockes zu vergröfsern und dadurch den. Axialvorschub zu reduciren, und umgekehrt. Hauptbedingung ist gröfstmögliche Bewegungsgeschwindigkeit der Schürfplatten auf
bezw. unter dem Walzblock. Die Schürfplatten können schlittenartig geführt sein und ihre hin- und hergehende Bewegung von irgend einem dazu geeigneten Mechanismus, z. B. einer Kreiskurbel und Schubstange, erhalten. Seit-• lieh angeordnete Führungsrollen halten den Walzblock in seiner Lage genau unter der Mitte der Druckflächen, so dafs seine geometrische Achse in dieselbe Verticalebene fällt wie die eine Diagonale des aus den Schnittlinien der Verticalprojectionen der Schürfplatte gebildeten Parallelogramms.
Der Walzblock kann zur besseren centralen Haltung in Dornen oder Körnern gehalten sein, welche nachstellbar eingerichtet sein müssen. Dabei kann derjenige an der Ausgangsseite des Blockes aus den Schürfplatten die Stelle eines »Walzdornes« vertreten, über welchen das gebildete Rohr sich hinwegschiebt. Die Dorne können rotirend oder stillstehend angeordnet sein; für denjenigen, über den das Rohr hinweggeht, empfiehlt sich stets- rotirende Anordnung, um Festsitzen des Rohres auf dem Dorn zu verhindern. Statt nur einer Schürfplatte an jeder Seite, können deren zwei oder mehr parallel neben einander angeordnet sein. Der gleiche Zweck wird auch erreicht, wenn die Schürfplatten statt geradlinig in einer Ebene hin- und herschwingend angeordnet, um einen festen Punkt oscillirend aufgehängt, kreuzweise gegen einander schwingen und das Werkstück zwischen sich fassen.
Die Schürfplatten erhalten die in Fig. ι dargestellte Form eines Prismas mit theilweise etwas abgeschrägter Schürffläche A und dem anderen Theil der Schürffläche B in der horizontalen Ebene der Bewegungsrichtung liegend und glatt gehalten. Die abgeschrägte Schürffläche A liegt beim Arbeiten nach der Eintrittsseite des Walzblocks D hin zwischen den Schürfplatten E und F; sie ist gerauht, etwa ähnlich wie ein einfacher Feilenhieb ohne Kreuzhieb, und dient als »Vorkaliber«. Der nach der Austrittsseite des Werkstückes aus der Maschine gelegene Theil B der Schürfplattenfläche ist glatt und wirkt als Fertigkaliber. Durch ihn erhält das Walzgut die glatte Oberfläche. C ist die Führungsnuth.
Die Fig. 2 bis 4 zeigen die Anordnung der Schürfplatten mit dem zwischen ihnen liegenden Walzblock in Vorder- und Seitenansicht und Grundrifs, während die Fig. 5 und 6 bezw. zwei centrale verticale Schnitte sind in Richtung der Achse des Rohres und quer dazu.
Aus Fig. 5 ist zu erkennen, wie durch den Druck der Schürfplatte auf das weiche Material zunächst eine Art Brüstung vor den Vorkaliberkanten entsteht, wie dann das Material in das Vorkaliber hineinkommt und von den rauhen Schürfflächen gefafst und in Bewegung gesetzt wird und dann aus den glatten Fertigkaliberflächen oder Schürfplattenflächen herauskommend die Schürfplatten als fertiges Product verläfst.
Die Fig. 7 zeigt, wie der Walzblock zwischen einem Körner und einem »Walzdorn« bearbeitet wird. Der.Dorn G erhält dabei zweckmäfsig . rotirende Bewegung; die denselhen führenden Lager HH können verschiebbar angeordnet sein, damit sie bei Anfertigung langer Rohre den Austritt des Rohres nicht hindern.
Statt über dem Dorn zu arbeiten, kann das Walzgut auch seitlich von Führungs- und Tragrollen / gestützt und getragen sein. Diese Anordnung ist in Fig. 8 angedeutet.
" Die Fig. 9, 10 und 11 veranschaulichen die Anordnung, wo zwei wechselseitig wirkende Schürfplatten thätig sind. Das eine Paar L L1 wirkt hier stets als Vorkaliber, das andere M und M1 als Fertigkäliber. Die Fig. 12 und 13 endlich veranschaulichen diejenige Anordnung, wobei die Schürfplatten N und N1, statt geradlinig geführt zu sein und hin- und herzugehen, in kreuzweise zu einander stehenden Achsen O O' aufgehängt sind, um welche sie hin- und herschwingen und in ganz gleicher Weise auf den Walzblock D einwirken, wie die flachen Schürfplatten. Der Walzblock selbst kann dabei wieder entweder zwischen Körnern oder Dornen rotiren oder in Leit- und Führungsrollen getragen sein.
Es mag noch erwähnt werden, dafs eventuell die Schürfplatten selbst in ihrer Längenrichtung keilförmig gestaltet oder keilförmig gelagert sein können. Hierdurch würde man ein konisches Rohr erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Abänderung des durch die Patente Nr. 34617 und 45890 geschützten Verfahrens zur Herstellung von nahtlosen Hohlkörpern (Röhren) aus einem vollen Block, welches dadurch gekennzeichnet ist, dafs ein glühender oder kalter plastischer Metallblock zwischen kreuzweise über einander liegenden geraden oder gebogenen Schürfplatten gepackt und durch deren hin- und hergehende rasche Bewegung, in der einen Richtung unter Druck stehend, erfafst, von den Platten abgeschürft, in Drehung und gleichzeitig in Vorwärtsbewegung versetzt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT79375D Abänderung des durch die Patente Nr. 34617 und 45890 geschützten Verfahrens zur Herstellung von nahtlosen Hohlkörpern (Röhren) direkt aus einem massiven Block Expired - Lifetime DE79375C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE79375C true DE79375C (de)

Family

ID=352018

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT79375D Expired - Lifetime DE79375C (de) Abänderung des durch die Patente Nr. 34617 und 45890 geschützten Verfahrens zur Herstellung von nahtlosen Hohlkörpern (Röhren) direkt aus einem massiven Block

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE79375C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3428437A1 (de) Verfahren zum kaltwalzen von rohrrohlingen mittels eines pilgerschrittwalzwerks und pilgerschrittwalzwerk zur durchfuehrung des verfahrens
DE1263665B (de) Maschine zur fortschreitenden Querschnittsaenderung eines roehrenfoermigen Werkstuecks mittels Arbeitswalzen
DE3129903A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von rohren mit abschnittweise wechselnden aussen- und innendurchmessern
DE84778C (de)
DE84493C (de)
DE593622C (de) Vorrichtung zur Herstellung von konischen Rohren
DE71222C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Auswalzen von Röhren durch gleichzeitiges Längsund Querwalzen
DE168025C (de)
DE100452C (de)
DE146874C (de)
DE35532C (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung von Kugeln durch Ausarbeitung derselben aus einer rotirenden Stange
DE286488C (de)
DE207663C (de)
DE88638C (de) Verfahren zum schrittweisen Walzen von Röhren
AT34982B (de) Verfahren und Walzwerk zum absatzweisen Schrägwalzen von nahtlosen Rohren und Vollkörpern.
DE41766C (de) Maschine zum Einwalzen von Schraubengewinden in Schraubenbolzen
DE28274C (de) Maschine zur Herstellung von Schrauben und Schraubenbolzen in einer Glühhitze und ohne Abfälle
DE162195C (de)
DE180030C (de)
DE77931C (de) Walzwerk zur Anfertigung von Blechen, Band-Faconeisen und dergl
DE133372C (de)
DE151124C (de)
DE195514C (de)
DE118034C (de)
DE3524940A1 (de) Verfahren zur herstellung kurzer enden von dickwandigen rohrschuessen unterschiedlicher abmessungen fuer offshorerohre und druckbehaelter