DE286488C - - Google Patents

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DE286488C
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rollers
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rolls
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B13/00Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories
    • B21B13/08Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories with differently-directed roll axes, e.g. for the so-called "universal" rolling process
    • B21B13/10Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories with differently-directed roll axes, e.g. for the so-called "universal" rolling process all axes being arranged in one plane
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B31/00Rolling stand structures; Mounting, adjusting, or interchanging rolls, roll mountings, or stand frames
    • B21B31/16Adjusting or positioning rolls
    • B21B31/20Adjusting or positioning rolls by moving rolls perpendicularly to roll axis
    • B21B31/22Adjusting or positioning rolls by moving rolls perpendicularly to roll axis mechanically, e.g. by thrust blocks, inserts for removal
    • B21B31/30Adjusting or positioning rolls by moving rolls perpendicularly to roll axis mechanically, e.g. by thrust blocks, inserts for removal by wedges or their equivalent
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B35/00Drives for metal-rolling mills, e.g. hydraulic drives
    • B21B35/10Driving arrangements for rolls which have only a low-power drive; Driving arrangements for rolls which receive power from the shaft of another roll

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 286488 KLASSE 7a. GRUPPE 7,
Bisher war es üblich, breitflanschige Träger in eigens hierzu konstruierten Walzgerüsten und ebenfalls Universaleisen in eigens hierzu eingerichteten Gerüsten herzustellen.
Die bekanntgewordenen Systeme zur Herstellung von breitflanschigen T-Eisen tragen mehr oder minder große Mängel, wie folgt kurz geschildert ist:
i. System Grey Walzwerk. Dieses Walzwerk besteht aus einem Vierwalzwerk und einem Duowalzwerk, also aus zwei Gerüsten, und es werden in demselben Träger mit konischen Flanschen erzeugt. Durch die Arbeitsteilung in zwei Gerüste findet nicht mehr eine gleichzeitig allseitige Bearbeitung statt, und die Materialbeanspruchung wird· infolgedessen ungleichmäßig, ι Diese Konstruktion bedingt ferner eine speziell zu diesem Zweck hergerichtete Anlage.
2. System Vassen. Dieses System dient zur Herstellung von breitflanschigen Trägern mit parallelen Flanschen und bedingt zwei Vorgerüste zur Erzeugung des Halbfabrikates, die ihrerseits als Vierwalzwerke ausgebildet sind, jedoch mit nur angetriebenen Horizontalwalzen und vertikalen Schleppwalzen. Dieses System eignet sich auch nur zur Herstellung von T-Eisen und verlangt eine eigens hierzu eingerichtete Anlage.
3. System Sack. Bei diesem System wird zur Flansch- und Kantenbearbeitung ein einziges Gerüst verwandt, welches als Vierwalzwerk ausgebildet ist. Hierbei ist jedoch der Mangel, daß der Walzstab nach jedem Stich um i8o° gewendet werden muß, zwecks Wechselns der Gratfuge. Abgesehen davon, daß .die Beschaffung einer derartigen Kant- \'orrichtung die Anlage erheblich verteuert, ist man in der Walzlänge beschränkt, denn man kann praktisch keinen Kantapparat über eine gewisse Länge herstellen.
Der Zweck vorliegender Erfindung ist nun, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von breitflanschigen Trägern und Universaleisen herzustellen. Sie beruht darin, Walzen von an sich bekannter Konstruktion in einem einzigen Gerüst derart zu kombinieren, daß bei der Herstellung von Trägern die Flansch- und Kantenbearbeitung, also die Beanspruchung des Materials während des Walzprozesses, überall gleichmäßig zur gleichen Zeit erfolgt, ohne hierbei aber den Stab um i8o° zu wenden. Zur Herstellung von Universaleisen ist es nur nötig, die Walzen entsprechend umzuwechseln. Hierdurch wird eine außerordentliche Vereinfachung des Walzbetriebes erreicht; die Ausnutzung der Räumlichkeit wird gesteigert, und die Anlagekosten werden wesentlich verringert.
In den Fig. 1 bis 3 der beiliegenden Zeichnungen sind diese Walzen schematisch.dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht dieser Walzen, Fig. 2 die beiden Horizontalwalzen α und b mit den Vertikal walzen c und d, und Fig. 3 die Vertikalwalzen e und f und die horizontalen Schleppwalzen g und h. Es sind in Fig. ι zwei angetriebene Horizontalwaken a, b und zwei unangetriebene vertikale Schleppwalzen c, d in einer Ebene angeordnet und zwei angetriebene Vertikalwalzen e, f mit zwei horizontalen Schleppwalzen g, h ebenfalls in einer Ebene angeordnet. Wie zu ersehen,
und Fig. 6 eine Vorist in Fig. 2 ein allseitig geschlossenes Kaliber, wobei die Gratfuge seitlich liegt. In dem Kaliber der Fig. 3 findet eine allseitige Flansch- und Stegbearbeitung statt und dadurch, daß man die Vertikalwalzen e, f breiter ausführt wie die nach C1 d, erreicht man, daß der seitlich austretende Grat von dem Walzensatz a, b, c, d durch die Vertikalwalzen e, f weggewalzt wird. Durch Fig. 4 bis 6 ist ein Ausführungsbeispiel weiter ausgearbeitet. Fig. 4 stellt einen Vertikalschnitt dar, Fig. 5 einen Horizontalschnitt
. deransicht.
Vom Motor 1 wird durch Schnecke und Schneckenrad die Welle 2, welche über beide Ständer hinwegragt, in Drehung gesetzt. Dieselbe überträgt durch Kegelräder die Drehbewegung auf die senkrechten Wellen 3 und diese wieder durch Schnecke und Schneckenrad auf Gewindespindeln 4 und 5.; durch diese Gewindespindeln werden Keile 6 und 7 bewegt und dadurch die Horizontalwalzen α und b zueinander oder voneinander bewegt.
Die obere Horizontalwalze α hängt in einem hydraulischen Zylinder 8, der unter konstantem Druck steht und so das Einbaustück 9 mit dem Keil 6 fortgesetzt in Anlage hält. Die untere Walze sinkt durch ihr Eigengewicht, bei entsprechender Verschiebung des Keiles 7, nach unten.
Die Gewindespindeln 4 und 5 sind nun über die Keile 6 und 7 hinaus verlängert und tragen auf der anderen Seite die Kegelräder 10 und ii, die ihrerseits durch die Kegelräder 12 und 13 die Wellen 14 und 15 in Drehung versetzen. Die Wellen 14 und 15 sind als Schneckenwellen ausgebildet und vermitteln durch die Schneckenräder 16 und 17 eine Verbindung mit den Keilen 18 und 19. Diese Keile 18 und 19 haben dieselbe Neigung wie die Keile 6 und 7 und vermitteln die Vertikalbewegung der Schleppwalzen g, h genau in demselben Verhältnis wie die der Walzen a, b. Die beiden Walzenständer 20 und 21 sind durch vier kräftige Traversen 22, 23, 24 und 25 miteinander verbunden, die ihrerseits hakenförmig in die Ständer eingreifen und so eine seitliche Versteifung derselben darstellen. Diese Balken dienen gleichzeitig als horizontale Führung für die Einbaustücke der Vertikalwalzen c, d. Die Anstellung der Vertikalwalzen c, d erfolgt nun in der Art, daß die zwei Einbaustücke mit vier kräftigen Ankern 26, 27, 28 und 29 verbunden werden, die als Gewindespindeln ausgebildet sind. Die Muttern 30, 31, 32 und 33 dieser Spindeln sind in den Einbaustücken der Vertikalwalzen c, d gelagert (Fig. 5). An den beiden äußeren Enden dieser Gewindespindeln sind Schneckenräder 34> 35> 36 ur>d 37 aufgekeilt, die durch Schneckenwellen 38, 39, 40 und 41 in Drehung versetzt werden. Diese Schneckenwellen sind miteinander verbunden und werden durch geeignete Übersetzungen von einem Motor bewegt. Die Vertikalwalzen e, f sind in einem geschlossenen Kasten 42 und 43 gelagert und werden durch Gewindespindelpaare 44 und 45 in horizontaler Richtung verschoben. Diese Gewindespindeln tragen Schneckenräder 46 und 47, die wiederum durch Schneckenwellen 48 und 49 in Drehung versetzt werden. Diese Schneckenwellen 48,49 sind mit 'den Schneckenwellen 38, 39, 40 und 41 gekuppelt. Hierdurch wird die Anstellgeschwindigkeit der Vertikalwalzen e, f genau dieselbe wie die der Vertikalwalzen c, d.
Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, sind die Vertikalwalzen e, f und die horizontalen Schleppwalzen g, h in einem besonderen Rahmen 50 gelagert, der von oben auf die Traverse 23 einfach aufgehängt wird und auch ebenso schnell wieder entfernt werden kann. Wie aus Fig. 6 zu ersehen ist, trägt die horizontale Antriebsachse 51 der Vertikalwalzen e, f eine Kupplung 52. Dieselbe ist als Sperrklinkenkupplung für die eine Drehrichtung und als maximale Reibungskupplung für die andere Drehrichtung gedacht. Um das sichere Fassen beim Einstecken des Walzstabes zu gewährleisten, sind in jeder Walzengruppe die angetriebenen Walzen von größerem Durchmesser als die geschleppten.
Der Arbeitsgang ist folgender:
Sämtliche Walzen a, b, C1 d, e, f, g und h werden auf bestimmtes Maß eingestellt, und der Stab tritt in der Pfeilrichtung gemäß Fig. 1 in die Walzengruppe a, b, C1 d. Der hierbei seitlich ausgedrückte Grat wird in der folgenden Walzengruppe e, f, g, h durch die Vertikalwalzen e, f weggewalzt, wobei die Walzen g, h lediglich als Führung dienen. Bei diesem Walzvorgang bildet die Walzengruppe e, f, g, h gewissermaßen das zweite Gerüst einer kontinuierlichen Staffel, und da Arbeit in dieser Walzengruppe verrichtet werden soll, muß die Geschwindigkeit der angetriebenen Walzen, also e, f, größer sein als die der Walzen α, b, was man ohne weiteres durch ein eingeschaltetes Rädervorgelege im Kammwalzgerüst erreichen kann.
Soll nun der Stab reversierend also zunächst in die Walzengruppe e,f,g,h' einlaufen, so müßte eigentlich der umgekehrte Fall eintreten, d. h. die Walzen a, b müßten schneller laufen als die Walzen e, f. Da nun aber in diescm Moment von dieser Walzengruppe keine Walzarbeit zu verrichten ist, so laufen die Walzen e, f, g, h als Schleppwalzen, sobald der Stab von der Walzengruppe a, b, c, d gefaßt wird. Hierbei tritt die maximale Reibungskupplung 52 in Tätigkeit, und die Geschwindigkeit der Walzen e, f paßt sich der der Wal-
zen a, b an. Dieser Arbeitsgang wiederholt sich so oft, bis das Endprofil das fertige Maß erreicht hat, und es braucht dann nur in einer besonderen Richtmaschine oder in einem besonderen Walzwerk noch geradegebogen zu werden.
Durch Umbauen der Walzen a, b und e, f und unter gleichzeitiger Fortlassung der Walzen c, d und g, h hat man ein normales Universalwalzwerk zum Walzen von Universaleisen, wie schematisch durch die Fig. 7 dargestellt ist. Die angetriebenen Horizontalwalzen a', V bearbeiten die flache Seite des herzustellenden Universaleisens, die Vertikalwalzen e', f die schmalen Seiten in der be- - kannten Art.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Walzen von T-Eisen, gegebenenfalls mit parallel begrenzten und mit breiten Flanschen, sowie von Universaleisen, dadurch gekennzeichnet, daß in ein und demselben Walzgerüst eine Gruppe von zwei angetriebenen Horizontalwalzen (a, b) und zwei in deren Achsenebene liegenden vertikalen Schleppwalzen (c,, d) sowie eine zweite Gruppe von zwei angetriebenen A^ertikalwalzen (e, f) und zwei in deren Achsenebene liegenden horizontalen Schleppwalzen (g, h) zusammenarbeitend angeordnet sind, zum Zweck, je nach Erfordernis, in demselben Walzgerüst, unter Benutzung sämtlicher Walzen (a, b, c, d und e, f, g, h) T-Träger oder gegebenenfalls unter Belassung der angetriebenen Horizontal- und Vertikalwalzen (a, fr'und e,f) bei bloßer Zurückstellung der vertikalen und horizontalen Schleppwalzen (c, d und'g, /») Universaleisen herstellen zu können.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE286488C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743072C (de) * 1939-08-01 1943-12-17 Demag Ag Universalwalzwerk, insbesondere zum Auswalzen breiter Bleche und Baender
EP0734792A3 (de) * 1995-03-30 1997-03-05 Mannesmann Ag Universalgerüstgruppe und VErfahren zum Walzen von stranggegossenen Vorprofilen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743072C (de) * 1939-08-01 1943-12-17 Demag Ag Universalwalzwerk, insbesondere zum Auswalzen breiter Bleche und Baender
EP0734792A3 (de) * 1995-03-30 1997-03-05 Mannesmann Ag Universalgerüstgruppe und VErfahren zum Walzen von stranggegossenen Vorprofilen

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