DE7933C - Neuerungen an Buchdruck-Schnellpressen für zweifarbigen und einfarbigen Druck - Google Patents

Neuerungen an Buchdruck-Schnellpressen für zweifarbigen und einfarbigen Druck

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DE7933C
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A. WlLHELMl's Maschinenfabrik und C. RlEFENstahl in Berlin
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/18Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes
    • B41F3/42Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes for multicolour printing on sheets

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

1879.
Klasse 15.
A. WILHELMFs Maschinenfabrik und C. RIEFENSTAHL in BERLIN. Neuerungen an Buchdruck-Schnellpressen für zweifarbigen und einfarbigen Druck.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. März 1879 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schnellpresse für Buchdruck, welche den Zweck hat, einen Bogen gleichzeitig mit zwei Farben zu bedrucken.
Das Fundament L, in welches zwei Formen eingesetzt werden und welches an jedem Ende einen Farbentisch M trägt, macht einen doppelt so langen Weg als bei den gewöhnlichen Schnellpressen; der Cylinder dreht sich dabei zweimal und druckt bei der ersten Umdrehung die eine und bei der zweiten die andere Farbe, während der Papierbogen auf dem Cylinder durch die Greifer b festgehalten wird.
Der Papierbogen wird auf den nach Höhe durch Schraube a, regulirten Tisch a, welcher an seiner Kante mit einer Bürste zum Glattstreichen des Bogens gegen den Cylinder versehen ist, so angelegt, dafs er in die offenstehenden Greifer b, und zwar gegen die in den Greifern befindliche Anlegemarke c zu liegen kommt.
Sodann schliefsen sich die Greifer vermittelst der Theile ö7, d2 und d3 , deren Bewegung durch ein Excenter d regulirt wird.
Das Fundament L macht seinen Weg und mit ihm der Cylinder N, welcher mit dem Bogen sich ι y2 mal herumdreht; während dieser Bewegung kommen beide Formen auf dem Bogen zum Abdruck; dann öffnen sich die Greifer b und eine verstellbare Rolle e hält den Bogen gegen den Cylinder, damit derselbe nicht hinunterfallen kann.
Das Oeffnen der Greifer b, um den Bogen auf den Ausleger zu entlassen, wird bewirkt durch die Vorrichtung, Fig. 1 bis 4, Zf1 und /2, welche durch die unter dem Fundament befindliche Leiste / zur Zeit vorgeschoben wird und sich so einstellt, dafs die an der Greiferwelle befindliche Nase b b über den an dem Riegel/",, Fig. 2 und 3,. befindlichen Halbkreis k laufen mufs, und welche die Greifer so lange offen hält, als die Nase auf dem Halbkreis k läuft; dadurch ist der Bogen losgelassen und wird auf ein Bandsystem h geführt, auf welchem er so lange liegen bleibt, bis durch den Druck des' folgenden Bogens die Bänder wieder in Bewegung gesetzt werden und ihn auf das Abfallbrett i führen.
Die Bänder sind um die Walzen m η gespannt. Die Walze η wird durch eine um den Cylinder gespannte Schnur in drehende Bewegung gesetzt, und überträgt diese Bewegung auf die Bänder h und die Walze m, Fig. 1. Die Vorrichtung zum Anspannen der Bänder besteht aus zwei Lagern, welche um den Stift P drehbar sind und mit* telst der Schraube P2, welche in einem Schlitz läuft, in der gewünschten Lage festgestellt werden.
Während die Maschine in vollem Gange bleibt, ist es öfter wünschenswerth und nothwendig, den Cylinder JV in Stillstand zu versetzen; dies geschieht durch eine Vorrichtung, deren Bewegungen durch das Excenter ^1, Hebel und Zugstangen ^2 g3 git Fig. 6 und 7, regulirt werden.
Diese Vorrichtung bewirkt durch eine im Cylinder befindliche Feder ο das Verkoppeln des Cylinders mit dem Zahnrade v, welches von der Zahnstange, die sich auf dem Fundament befindet, bewegt wird in der Weise, >dafs in dem Zahnrades sich innerhalb ein Ausschnitt/ befindet, in welchen die Feder ο einschnappt, sobald der Hebel g% in die Höhe geht, Fig. i, 6 und 7.
Sobald der Rückgang des Fundaments stattfinden soll, senkt sich der Hebel gä und koppelt die Feder 0 aus, so dafs das Zahnrad v, jetzt frei, die Rückbewegung machen kann, ohne den Cylinder mitzunehmen; in diesem Moment schiebt sich ein Riegel r in den Ausschnitt der Zugstange gA , der fortwährend durch die Feder w, Fig. 1, gegen die Zugstange.^4 gedrückt wird und welcher wieder ausgelöst wird, indem beim letzten Moment des Rückganges des Fundaments ein unter letzterem eingeschraubter Bolzen ί an den Riegelkloben t stöfst und den Riegel zurückzieht, so dafs nun die Zugstange ^4 frei hochgehen und das Einkoppeln des Cylinders für den nächsten Druck geschehen kann.
Ein Hebel u, Fig. 1, mit einer auf seiner Welle befindlichen excentrischen Nufs bewirkt, je nachdem derselbe nach rechts oder links gegen einen am Gestell angebrachten Stift ζ ζ gelegt wird, dafs der bewegliche Kloben t gehoben oder gesenkt werden kann.
Wird der Kloben t gehoben, so geschieht das Ausriegeln durch den Bolzen s; wird dagegen t gesenkt, so kann der Bolzen s nicht ausriegeln, weil er oberhalb des Klobens / bleibt,
und der Cylinder wird infolge dessen nicht mit dem Zahnrade gekoppelt werden und stillstehen bleiben, also ausgeschützt sein.
Zur Vertheilung der Farben auf dem Farbentische ist, wie Fig. 5 angiebt, eine sehr schräg liegende Walze A angebracht, welche sich in Lagern befindet, die bei £ in einem Drehpunkte liegen, um hoch und nieder und durch eine Schraube C in der gewünschten Stellung festgestellt werden können.
Eine Schneckenfeder D drückt gegen den Zapfen der Verreibungswalze, diese selbst stets nach der entgegengesetzten Seite, so dafs, wenn der Farbtisch darunter fortgeht, die Verreibungswalze während ihrer Umdrehung auch die ganze seitliche Verschiebung macht, welche möglich ist.
In Fig. ι ist noch eine Vorrichtung zum Anbringen von Unterbändern angegeben, indem auf einer in den Cylinderböcken gelagerten Welle F mehrere verschiebbare und festzustellende Ringe J angebracht sind, an deren Oesen Schnüre G befestigt werden, welche unter dem Druckcylinder durchgehen und über der Welle H hängen und durch ein kleines Gewicht K stets stramm gehalten werden; diese Schnüre bezwecken, den Bogen in bestimmten Fällen fester an den Cylinder anzulegen.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Die Einrichtung der Anlegemarke, welche sich an den Greifern befindet.
  2. 2. Die Vorrichtung zum OefFnen und Schliefsen der Greifer.
  3. 3. Die Vorrichtung zum Ausführen und Ablegen der gedruckten Bogen.
  4. 4. Die Vorrichtung zum beliebigen Verkoppeln und Auskoppeln des Druckcylinders, während sich die Maschine im Gange befindet.
  5. 5. Die Vorrichtung zur guten Verreibung der Farbe durch eine sehr schräg liegende Walze und die Einrichtung zum Stellen derselben.
    Alles wie gezeichnet und beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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