DE79285C - Metallform, insbesondere für Hartgufsräder - Google Patents
Metallform, insbesondere für HartgufsräderInfo
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- DE79285C DE79285C DENDAT79285D DE79285DA DE79285C DE 79285 C DE79285 C DE 79285C DE NDAT79285 D DENDAT79285 D DE NDAT79285D DE 79285D A DE79285D A DE 79285DA DE 79285 C DE79285 C DE 79285C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D15/00—Casting using a mould or core of which a part significant to the process is of high thermal conductivity, e.g. chill casting; Moulds or accessories specially adapted therefor
- B22D15/005—Casting using a mould or core of which a part significant to the process is of high thermal conductivity, e.g. chill casting; Moulds or accessories specially adapted therefor of rolls, wheels or the like
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMTAt
Vorliegende Erfindung ist ein Formkasten, welcher zum Gufs von Stahlrädern und Mitteltheilen
für Räder von Lokomotiven, Personen- und Güterwagen dient.
In beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgedanke zur Darstellung gebracht, und zwar
bedeutet:
Fig. ι die obere Ansicht des Formkastens, wobei zwei Deckelplatten abgenommen gedacht
sind.
Fig. 2 ist ein Verticalschnitt nach Linie II - II der Fig. 1.
Fig. 3 ist die untere Ansicht des oberen Formkastens,
Fig. 4 ein Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3.
Fig. 5 und 6 sind Detailansichten.
Fig. 7 ist ein Querschnitt durch einen Formkasten, welcher vollständig eingeformt
und ausgegossen ist.
Fig. 8 ist ein theilweiser Schnitt an einer anderen Stelle desselben.
Bisher war beim Gufs von Stahlrädern in eisernen Formkästen die concentrische Contraction
im Rade während des Abkühlens ziemlich stark verhindert, so dafs im Rade Spannungen entstehen, wodurch das Rad sich
verzieht oder sogar zerbricht. Bei Sandformen ist es sehr schwer, den Sand gerade so lose
aufzuschütten, dafs das Metall sich zusammenziehen kann.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Formkasten, welcher die Vorzüge der
Kasten- und Sandformerei in sich vereinigen soll. Derselbe besteht, wie die bisher im Gebrauch
befindlichen, aus einem Ober- und Unterkasten, welche einen Schreckring halten. Der Obertheil des Kastens (Fig. 1, 2, 3 und 4)
besteht aus einem kreisförmigen hohlen Nabentheile 4, welcher radiale Arme 5 aufweist, an
deren äufserem Ende der halbe Schreckring 6 befestigt ist. An der Innenseite desselben
läuft rund herum eine Aussparung 7 zur Aufnahme von Sand und ein abgeschrägter Flantsch 8, welcher ein Schulterstück 9 bildet.
Um die Nabe herum läuft, getragen von den Armen 5, die Platte 10, welche fest mit der
Nabe verbunden ist und an ihrer unteren Seite eine Anzahl radialer Vertiefungen 11 hat,
welche zur Aufnahme der Arme bezw. Speichen des Modells dienen sollen. Sonst werden die Speichen durch eine Scheibe ersetzt.
Um den Kasten leichter zu machen, kann man die Platte 10 zwischen den Vertiefungen
11 aussparen. Die Platte 10 wird aufserdem mit einem Rande 12 versehen,
welcher einen flantschartigen Vorsprung 13
trägt, so dafs der äufsere Rand 8 und der innere 12 eine rund herum laufende Rille zur
Aufnahme'des Formsandes bilden, welcher nur lose hineingeschüttet zu werden braucht,
da die Rille sich unten verjüngt.
Diese sich unten verengende Rille bildet den Haupttheil der vorliegenden Erfindung, da der
Sand so lose hineingeschüttet werden kann, dafs er die Contraction des Metalls nicht verhindert.
Zum Formen mit diesem Kasten wird noch eine Modellplatte (Fig. 5 und 6) benutzt.
Dieselbe besteht aus einer Platte, auf welcher
Claims (1)
- ein Reifen 14 befestigt .ist, welcher noch zur weiteren Versteifung einen inneren flantschartigen Vorsprung 15 haben kann.Von diesem Reifen bis in die Nähe der Mitte kufen Rippen,; welche in Zahl und Form den beabsichtigten Armen entsprechen. Diese Platte kann unter dem Obertheil des Formkastens mittelst kleiner Stifte angebracht werden. Wenn die Formplatte unter den Obertheil des Kastens gelegt ist, so stöfst sie mit dem ringförmigen Vorsprung 14 gegen das Schulterstück 9 des Ringes 6. Wenn der halbe Kasten und die Modellplatte so zusammengelegt sind, wird oben Formsand lose in den ringförmigen Zwischenraum zwischen den beiden Erhöhungen 12 und 8 geschüttet. Dann werden segmentförmige Verschlufsplatten 17 darübergedeckt, welche kleine Luftlöcher haben, um die Gase durchlassen zu können, und welche befestigt werden durch Theile 18, welche durch Löcher in den Armen 5 getrieben werden und so die Platten 17 und mit ihnen den unter denselben liegenden Sand festhalten.Jetzt wird der Obertheil umgedreht und die Bodenplatte entfernt.Der Unterkasten ist ebenso gestaltet wie der obere und wird auch ebenso eingeformt. Nachdem also beide Hälften des Kastens eingeformt sind, werden sie über einander gelegt und durch geeignete Klammern, Dübel oder Stifte zusammengehalten. Dann wird in die mittlere Oeffnung des Kastens der Kern 19 mit dem hervorragenden Mittelstück 20, welches die Oeffnung in der Radnabe bilden soll, hineingesetzt. Durch den unteren Theil dieses Kerns geht der Eingufs 21, welcher die Höhlung in der Form mit dem Einlaufe 22 verbindet. In dem mittleren Theil des unteren Kastens ist ein Hebel 23 drehbar befestigt, welcher, wenn er bei Seite geschlagen ist, dicht neben dem Einlauf 21 in den Kern hineinreicht, wie es in Fig. 1 zu ersehen ist, und wenn er herumgeschlagen wird, was geschieht, wenn die Form vollgelaufen ist, die Einflufsöffnung 21 abstellt und so den Zuflufs verhindert.Das Mittelstück kann oben noch verlängert werden durch einen Aufsatz 24 von Sand, welcher mit Metall vollgegossen wird, um ein selbstthätiges Nachfüllen der Formen beim Schwinden des Metalls zu bewirken. Anstatt den äufseren Schreckring in zwei Stücken zu formen, welche an je einer Hälfte des Formkastens befestigt sind, kann man das Modell desselben in drei oder mehrere Theile theilen, wie es in Fig. 8 ersichtlich ist, wo der Schreckring 3' den dritten Theil bildet und nur geführt und in seiner Stellung gehalten wird von den beiden Formkästen.Dieser Formkasten hat nach Angabe des Erfinders alle Vortheile eines eisernen, nämlich sicheres Arbeiten, da das Einfüllen des losen Sandes in die ringförmige Vertiefung eine Contraction des Gufsstückes nicht verhindert und den Speichen erlaubt, sich bei dieser Contraction centrisch zusammenzuziehen. Infolge der Verjüngung der zur Aufnahme des Sandes bestimmten Vertiefungen 7 kann der Sand lose eingeschüttet werden, ohne herauszufallen. Dieses ist das einzige Stück am ganzen Formkasten, welches nach jedem Gusse erneuert werden mufs. Es werden daher mit demselben sehr billige und dabei sauber gegossene Räder hergestellt, welche beim Giefsen nicht viel Aufmerksamkeit erfordern.Selbstverständlich können ähnlich gebaute Formkästen auch zum Gufs beliebig anderer Räder verwendet werden.Patenτ-Anspruch:Metallform, insbesondere für Hartgufsräder, dadurch gekennzeichnet, dafs eine nach dem Gufsstück verjüngte, zur Aufnahme von losem Sand bestimmte und mit Platten abzudeckende Rinne derart angeordnet ist, dafs das Gufsstück beim Erkalten zu schwinden vermag.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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