DE79204C - Stellbare Schutzhülle an Schiffen gegen Torpedos, Unterseefahrzeuge und Seeminen - Google Patents
Stellbare Schutzhülle an Schiffen gegen Torpedos, Unterseefahrzeuge und SeeminenInfo
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- DE79204C DE79204C DENDAT79204D DE79204DA DE79204C DE 79204 C DE79204 C DE 79204C DE NDAT79204 D DENDAT79204 D DE NDAT79204D DE 79204D A DE79204D A DE 79204DA DE 79204 C DE79204 C DE 79204C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63G—OFFENSIVE OR DEFENSIVE ARRANGEMENTS ON VESSELS; MINE-LAYING; MINE-SWEEPING; SUBMARINES; AIRCRAFT CARRIERS
- B63G9/00—Other offensive or defensive arrangements on vessels against submarines, torpedoes, or mines
- B63G9/02—Means for protecting vessels against torpedo attack
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft Neuerungen an der stellbaren Schutzhülle an Schiffen gegen
Torpedos, Unterseefahrzeuge und Seeminen, wie solche durch die Patente Nr. 69382 und
76347 geschützt ist.
Auf den Zeichnungen sind:
Fig. ι bis 12 sowie 16 und 17 Darstellungen
verschiedener Ausführungsformen der Hülle;
Fig. 13 ist ein Schnitt durch einen der zur Anwendung 'kommenden Prefscylinder,
Fig. 14 ist die Ansicht einer Vorrichtung, mittels deren die Schutzhülle von Hand vorgetrieben
und zurückgezogen werden kann.
Fig. 15 veranschaulicht eine andere Einrichtung
zu demselben Zweck.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 ist jeder Theil B der Schutzhülle so gestaltet,
dafs er sich an den betreffenden Theil des Schiffes dicht anlegen kann, und wird von
Prefsstempeln C1 der Prefscylinder C getragen, die nahe der oberen und unteren Kante der
Schutzhülle angreifen. Der obere Satz Cylinder kann entweder, wie dargestellt, unterhalb
des Panzers A oder über demselben angeordnet werden. Bei dieser Einrichtung sind irgend
welche Gelenkverbindungen nicht vorhanden, und es können die Theile B ohne Seile oder
Ketten in und aufser Thätigkeit gesetzt werden. Die vorbeschriebene Schutzhülle bildet einen
wirksamen Schutz für die Wanten eines Schiffes. Um eine gleichzeitige Bethätigung der oberen
und unteren Prefsstempel zu sichern, werden zuweilen Zahntriebe und Verbindungsstangen oder andere geeignete Vorrichtungen
angewendet. Erforderlichenfalls können die Prefscylinder durch Zahnstangen und Zahnräder'
ersetzt werden, um die Stangen C1 mit den Platten B zu bewegen; diese Stangen laufen
durch Stopfbüchsen in der Seitenwand des Schiffes und die Zahnräder erhalten in geeigneter
Weise Antrieb.
In Fig. 3 ist eine Ausführungsform dargestellt welche angewendet werden kann, wenn
auch der Boden des Schiffes gesichert werden soll. Hiernach wird aufser der Platte B, die
zum Schütze der Seitenwand dient, eine Platte D, die eventuell aus Theilen zusammengesetzt
wird, angeordnet, welch erstere durch ein Gelenk α mit der Kielplatte b verbunden ist; das
Gelenk erhält zweckmäfsig die im Haupt-Patent angegebene Ausbildung. Die Platten D
können durch Seile oder Ketten E gehoben und gesenkt werden und drehen sich dabei in
den Gelenken a. Auf diese Weise wird für das Schiff eine vollständige Schulzwand gebildet,
ohne dafs die Platten selbst durch Gelenke verbunden sind.
Die Seile oder Ketten E werden durch Vorrichtung von Bord bewegt, und jedes Seil tritt
zwischen benachbarte Theile der Schutzhülle B hindurch.
Die Schutzhüllen D und B werden zweckmäfsig in solchen Abmessungen hergestellt, dafs
sie über einander greifen, und zwar sowohl
wenn sie eingezogen sind, d. h. sich dicht an den Schiffskörper anlegen, wie wenn sie in die
Vertheidigungslage gebracht sind.
In Fig. 4 und 5 sind die Bodenplatten D mittels Gelenke α mit einer oder mehreren
Platten H unterhalb des Kiels verbunden, und diese Platten H werden durch verticale Prefscylinder
P und Prefsstempel P1 oder gleichwerthige Vorrichtungen gehoben und gesenkt.
Die Bodenplatten D sind in diesem Falle mit Hebeseilen oder Ketten E ausgestattet, welche
an die oberen Kanten der Platten" D angreifen.
Nach Fig. 6 werden die Bodenplatten D durch verticale Prefsstempel P1, die in den
Cylindern P laufen, oder durch gleichwerthige Vorrichtungen gehoben und gesenkt.
Bei der in Fig. 7 und 8 dargestellten Ausführungsform sind die Seitenplatten B an der
oberen Kante mit der Seitenwand des Schiffes durch Gelenke J51 verbunden, und in diesem
Falle ist es zweckmäfsig, die Schutzhülle B bis über den Panzer A, wie dargestellt, treten zu j
lassen. Die Gelenke B1 sind so eingerichtet,
dafs jeder Theil der Seitenschutzhülle B bei eingetretener Beschädigung leicht entfernt und
ersetzt werden kann, ohne die anderen Theile der Schutzhülle zu stören. Die Gelenke werden
entsprechend und ausreichend kräftig ausgebildet, um die Schutzhülle B zu tragen, so
dafs man erforderlichenfalls am oberen Theil der Schutzhülle Cylinder und Stempel entbehren
kann und solche oder gleichwerthige Einrichtungen nur am unteren Theile des
Schiffes anzubringen braucht; diese Stempel und dergl. werden mit den unteren Theilen
der Schutzhüllentheile B verbunden. Zu diesem Zwecke können letztere verticale Schlitze oder
Ausschnitte d, Fig. 8, erhalten, durch welche die Stempel C1 hindurchtreten, die am Ende
mit Rollen e ausgestattet wenden. Auf diese Weise kann die Bewegung und Winkeleinstellung
der Platten B gegen die Stangen bezw. Stempel C1 erfolgen. Wenn die Prefscylinder
und Stempel zwischen benachbarten Theilen der Schutzhülle B angeordnet werden,
so kann jeder Cylinder und Stempel zur Bewegung von zwei Theilen dienen. Durch Drehung der Stange bezw. des Stempels um
90 ° erfolgt die Lösung derselben von den Hüllentheilen B. Um das Senken der Theile D
zu verhindern, können noch weitere Seile oder Ketten M angebracht werden.
Zuweilen werden die Theile der Boden-. schutzhülle D versetzt gegen die Theile der
Hülle B angeordnet; es werden dabei in den Theilen D geeignete Schlitze hergestellt, durch
welche die Enden der Stangen C1 treten können, wenn die Hüllentbeile dicht an dem
Schiffsrumpf anliegen.
In Fig. 9 ist eine andere Ausführungsform dargestellt, bei welcher die Stangen bezw.
Stempel C fortfallen und die Ausbringung der Hüllen B und D durch das Eigengewicht
dieser Theile, das Einholen dagegen durch Seile oder Ketten erfolgt. Die Hüllentheile B
sind bei B1 mit der Schiffswand gelenkig verbunden
und die Verbindung der Bodenhüllentheile D mit dem Kiel geschieht ebenfalls durch
Gelenke bei a. Die untere Kante der Theile B ist mit der Oberkante der Theile D durch
Bolzen/ verbunden, die in Schlitzen oder Führungen von B laufen, derart, dafs beim
Niedersinken der Theile D durch die Schwere eine Bewegung der Theile B nach aufsen erfolgt.
Seile oder Ketten E, welche an der oberen Kante von D befestigt sind, dienen
zum gleichzeitigen Einholen der Hüllen B und D.
Erforderlichenfalls können verticale Prefscylinder P, wie aus Fig. 11 ersichtlich, angebracht
werden; die Stempel P1 dieser Cylinder werden mit den Theilen D verbunden, um das
Senken und Heben derselben zu erleichtern.
In Fig. 10 ist eine Ausführungsfor'm dargestellt,
bei welcher die seitlichen Hüllentheile B an der oberen Kante, wie bei h ersichtlich,
entweder unmittelbar oder mittels geeigneter Federn mit dem Schiffskörper verbunden sind
und durch Stangen oder Stempel C1, die nahe der freien Kante der Platten angreifen, nach
aufsen gedruckt werden. Die Elasticität der die Hülle B bildenden Platten oder der Federn
gestattet diese Bewegung nach aufsen ohne Anwendung von Gelenken. Diese Einrichtung
kann natürlich auch bei den Bodenschutzhüllen D angewendet werden, die, anstatt gelenkig angebracht
zu sein, nach unten federn können.
In Fig. 12 ist eine Anordnung dargestellt,
bei welcher die Platten B bei B[ an den
Stempeln C1 der Prefscylinder gelenkig befestigt sind. Die unteren Prefsstempel können
weiter als die oberen nach aufsen bewegt werden, damit die Platten B überall etwa dieselbe
Entfernung von dem Schiffskörper behalten. Erforderlichenfalls kann auch bei dieser Ausführung
das in Fig. 10 dargestellte Federgelenk/? an den Stempeln C1 angebracht werden.
Bei dieser Anordnung brauchen die oberen Stempel C1 nur um ein verhältnifsmäfsig geringes
Stück von dem Schiffskörper fortbewegt werden, so dafs sie für die Platten B einen
wirksamen Träger bilden.
Um die Beseitigung und :den Ersatz eines beschädigten Stempels zu gestatten, wird der
Kolben i, Fig. 13, auf der einen Seite mit Muttergewinde k versehen, in welches die
Stange C1 geschraubt wird. An der anderen Seite des Kolbens ist eine Stange / starr befestigt,
welche durch einen Deckel m dicht hindurchgeführt ist. Diese Stange hat ein
Vierkant oder anders geeignet geformten Theil n, der in Führungen 0 gleitet. Hierdurch wird
eine Drehung des Kolbens verhindert, so dafs die Stange C1 durch Drehung in der einen
oder anderen Richtung ein- oder ausgeschraubt werden kann. Zu demselben Zweck können
natürlich auch andere Vorrichtungen angewendet werden. Aufserdem ist die Stange C1
so eingerichtet, dafs sie durch Drehung etwa um 90° mit den Platten der Schutzhülle aufser
Verbindung gebracht werden kann.
Bei mit Kimmkielen versehenen Kriegsschiffen erhalten die Schutzhüllentheile eine
derartige Form, dafs sie jederseits des Schiffes über dem Kimmkiel dicht anliegen. Oder es
werden diese Hüllentheile mit vortretenden Rippen versehen, um den Kimmkiel zu bilden,
anstatt diesen am Schiff herzustellen.
In Fig. 14 ist eine Anordnung dargestellt, bei welcher die Stempel oder Stangen C1 von
Hand in dem Falle nach aufsen und innen bewegt werden können, wo der Prefsstempel oder
ein anderer Mechanismus beschädigt sein sollte. Die Stange / hat zu diesem Zweck einen Zahnschnitt
I1, der mit einem Zahnrad ρ in Eingriff
steht, welcher durch ein Vorgelege mittels Kurbel q oder dergleichen gedreht werden
kann. Das Zahnrad ist so angeordnet, dafs es mit der Welle leicht in und aufser Verbindung
gebracht werden kann.
Bei der Einrichtung nach Fig. 1 5 kommen über Rollen t geführte Seile s zur Anwendung,
welche an der Stange / befestigt werden, durch deren Vermittelung die Bewegung der Stange C1
von Hand erfolgt.
In Fig. 16 und 17 ist eine Einrichtung dargestellt
, bei welcher die Schutzhülle B an Stangen C1 über dem Panzer A drehbar angebracht
ist und durch andere Stangen C1 gedreht werden kann, die über den vorerwähnten
Stangen C'liegen. Die Bewegung der Stangen C1
nach aufsen· und innen kann durch Prefscylinder oder andere geeignete Vorrichtungen erfolgen.
Bei dieser Anordnung kommen unterhalb der Wasserlinie liegende Stangen nicht zur Anwendung.
Es ist vortheilhaft, anstatt die die Schutzhülle bildenden Platten mit Anstrich oder einem Rostschutzmittel
etc. zu versehen, dieselben mit Aluminium oder einem anderen geeigneten
Metall zu überziehen, um Oxydation, sowie das Ansetzen von Bohrwürmern etc. zu verhindern.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Ausführungsform der durch das Patent Nr. 69382 und das Zusatz-Patent Nr. 76347 geschützten, stellbaren Schutzhülle, bei welchera) die starren Metallplatten (B) die Form des Schiffsrumpfes haben und durch Stangen ('C1J getragen werden, die nahe der oberen und unteren Kante der Platten angreifen und durch Prefscylinder (C) oder gleichwertige Vorrichtungen bewegt werden (Fig. 1 bis .6);b) aufser den seitlichen Platten (B) Bodenplatten (D) angewendet werden, die mittels ihrer oberen Ränder die Seitenplatten (B) übergreifen, ohne mit diesen verbunden zu sein.
- 2. Eine Ausführungsform der unter 1. genannten stellbaren Schutzhülle, bei welcher die Platten (B) mit der einen Kante an dem Schiffsrumpf selbst (Fig. 7, 8 und 10) gelenkig befestigt und an der anderen Kante mit Stangen (C1) verbunden sind, um vom Schiff ab- oder an dasselbe heranbewegt werden zu können.
- 3. Eine Ausführungsform der unter 1. genannten stellbaren Schutzhülle, bei welcher die Seitenplatten (B) an ihrer oberen Kante gelenkig am Schiffsrumpf angebracht und mit den Bodenplatten (D) durch in Schlitzen der Platten (B) geführte Bolzen (f) verbunden sind, so dafs eine gleichzeitige Bewegung beider Platten (B D) durch Seile '(E), Fig. 9, oder Stangen P1 und Prefscylinder (P) oder dergleichen möglich ist.
- 4. Eine Ausführungsform der unter 1. genannten stellbaren Schutzhülle, bei welcher die Seitenplatten (B) an Stangen (C1) gelenkig angebracht sind und um diese Gelenke durch andere vortreibbare Stangen (C"), ähnlich einem doppelarmigen Hebel, bewegt werden können (Fig. 16 und 17).Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79204C true DE79204C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79204D Expired - Lifetime DE79204C (de) | Stellbare Schutzhülle an Schiffen gegen Torpedos, Unterseefahrzeuge und Seeminen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79204C (de) |
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- DE DENDAT79204D patent/DE79204C/de not_active Expired - Lifetime
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