DE78562C - Kofferschlofs mit zwei entgegengesetzt bewegten Riegeln - Google Patents
Kofferschlofs mit zwei entgegengesetzt bewegten RiegelnInfo
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- DE78562C DE78562C DENDAT78562D DE78562DA DE78562C DE 78562 C DE78562 C DE 78562C DE NDAT78562 D DENDAT78562 D DE NDAT78562D DE 78562D A DE78562D A DE 78562DA DE 78562 C DE78562 C DE 78562C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B65/00—Locks or fastenings for special use
- E05B65/48—Hasp locks
- E05B65/50—Hasp locks for briefcases or the like
Landscapes
- Slide Fasteners (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. April 1893 ab.
Die im Nachfolgenden beschriebene Erfindung bezieht sich auf eine Kofferverschlufsvorrichtung,
bei welcher ein einziges Schlofs auf zwei Schliefsklappen wirkt. Dieselbe ist so eingerichtet, dafs erstens die Schliefsklappen
beim Oeffnen des Schlosses selbsttätig herausspringen,
und dafs zweitens beim Eindrücken der Schliefsklappen sofort eine selbsttätige
Kupplung derselben mit den Riegeln eintritt und dadurch sofort der Verschlufs des Kopfes
bewirkt wird. Hierbei kann man aber dann die Riegel noch weiter durch die Oesen der
Schliefsklappen hindurchdrücken, woraus sich für die neue Schliefsvorrichtung eine solche
Arbeitsweise ergiebt, dafs zum Oeffnen eine zweimalige Drehung des Schlüssels und zum
Schliefsen eine einmaligeDrehungnothwendigist.
In Fig. ι der Zeichnung ist die Verschlufsvorrichtung
in der Schlufslage dargestellt, während Fig. 4 die Lage darstellt, welche die Theile bei geöffnetem Schlofs haben. Die
Fig. 2 und 3 sind zwei Mittelstellungen, wobei Fig. 3 die Stellung der Theile zeigt, bei welcher
das selbstthätige Herausdrücken der Schliefsklappen erfolgt. Die Bauart selbst ist die
folgende:
Es bezeichnen aal zwei Schieber, die mittelst
einer drehbaren Scheibe b mit Kupplungsstiften b1 derart verbunden sind, dafs sie sich
seitlich gleichzeitig bewegen müssen und dafs die Richtung der Bewegung seitlich die entgegengesetzte
ist. Diese Schieber besitzen an den Enden längliche Schlitze a2, mittelst deren
sie mit den Riegeln cc1 verbunden sind, welche
beide unter der Einwirkung von Schraubenfedern d stehen, die einerseits an den Führungsstücken e anliegen und andererseits mittelst der
die Riegel cc1 durchdringenden Stifte c2 die
abgeschrägten Enden c8 der Riegel beständig gegen die Anschläge e1 zu drücken bestrebt
sind. Es können also sowohl die Schieber α λ1
eine unabhängige Bewegung gegen die Riegel cc1, als auch umgekehrt die Riegel cc1 eine
unabhängige Bewegung gegen die Schieber a a1 ausführen.
Der linke Theil der Figuren zeigt die Verschlufsvorrichtung
ohne die Schliefsklappen, der rechte Theil dagegen mit den Schliefsklappen. Diese bestehen im wesentlichen aus der eigentlichen
Klappe / mit dem Bügel f1, welcher
in den Längsschlitz /2 eingeführt werden mufs. Besitzen die Theile die Lage, wie sie Fig. 4
zeigt, so befinden sich die schrägen Enden cs der Riegel c c1 direct unter den Ausschnitten /2,
wobei die Schieber α α1 eine solche Stellung haben, dafs die Riegel unter noch weiterem
Zusammenpressen der Federn dd gegen diese Riegel bewegt werden können, ohne sie jedoch
dabei selbst in Bewegung zu setzen. Werden also die Bügel/1 der Klappe/in die Schlitze/2
eingedrückt, so pressen sie die Riegel cc1 in der Richtung gegen die Schieber α α1 zurück,
worauf nach Ueberschreitung der schrägen Flächen c3 die Federn wieder zur Geltung
kommen und die Riegel in die frühere Lage zurückkehren, also in die Lage, welche Fig. 4
zeigt. Jetzt sind die Schliefsklappen gegen Herausspringen gesichert, und zwar drücken sie
jetzt auf die Blattfedern g-, welche nach dem
Zurückschieben der Riegel das Aufwerfen bewirken. ' Bei der Lage der Riegel cc', Fig. 4,
befinden sich aber die Federn d unter Spannung
und wirken vermitttelst der Stifte c2 und der Riegel c c1 ziehend auf die Schieber α α1, welch
letztere jedoch durch die Nase h1 einer um den Stift h2 drehbaren und durch Feder ft3
beeinflufsten Zuhaltung h an weiterer Bewegung gehindert werden. Die Nase h1 befindet sich
in einem Ausschnitt a3 des Riegels α und liegt
gegen eine Nase α4 desselben Riegels an, hinter
welcher Nase sich dann wieder ein kleiner Eckausschnitt α5 befindet. Wird nun der
Schlüsselbart i, Fig. 4, in der Richtung des Pfeiles einmal zurückgedreht, so hebt er die
Zuhaltung h an, so dafs die Nase h1 aus dem
Ausschnitt α3 herausgelangt und damit die
Federn d d zur Wirkung gelangen können. Diese schieben also die Riegel c cl nunmehr
vollkommen durch die Oese f1 der Schliefsklappen
/ hindurch und bewirken gleichzeitig, dafs die Riegel α α1 durch ihre lebendige Kraft
sich noch um so viel weiter bewegen, dafs die in die länglichen Schlitze α2 eingreifenden
Kupplungsstifte bis an die inneren Enden jener Schlitze gelangen. Dann haben die Theile die
Stellung, welche in Fig. 1 dargestellt ist. Es wird also durch einmaliges Zurückschliefsen der
vollkommene Schlufs der Vorrichtung bewirkt. Soll nun die Oeffnung bewirkt werden, so
ist, wie schon vorerwähnt, ein zweimaliges Drehen des Schlüssels erforderlich. Wird also
der Schlüsselbart i, Fig. 1, gegen die Zuhaltung h gedrückt, so werden die Riegel α α1 durch das
Anheben des Bügels zunächst von der Sperrung der Nase h1 befreit und es wirkt der Bart dann
gegen den Arm a6 des Riegels a, so dafs dieser
und mit ihm natürlich auch der Riegel a1 bewegt
wird. Das Mafs dieser Bewegung ist so grofs, dafs die länglichen Schlitze d2 der beiden
Schieber jetzt mit ihren äufseren Enden an die Kupplungsstifte der beiden Riegel anstofsen,
ohne diese jedoch selbst zu bewegen. Die Nase h1 der Zuhaltung h liegt dann auf der
Nase <j4 des Schiebers α auf, so dafs die Theile
dann die in Fig. 2 dargestellte Lage besitzen.
Bei dem nun folgenden zweiten Herumdrehen des Schlüsselbartes i, Fig. 3, stöfst dieser,
gegen eine Nase a1 des Riegels a, nachdem
zuvor der Bügel h etwas angehoben worden ist. Es erfolgt also durch die Vermittelung
der Kupplungsscheibe b ein gleichzeitiges Gegeneinanderbewegen der beiden Schieber a a1,
wobei dieselben nunmehr die Riegel c c1 unter Zusammenpressen der Spiralfedern d mit sich
nehmen, und zwar so weit, dafs die Oesen/1 der Schliefsklappen f vollkommen von den sie
haltenden Riegelenden frei werden. Jetzt kommen die Aufwerffedern g zur Wirkung
und es fliegen die Klappen h hinaus. Sowie aber der Bart den Zahn a1 des Schiebers a
verlassen hat, kommt wieder die Spannung der Federn d d zur Geltung und es werden die
Schieber α αl zurückgezogen. Da jedoch gleichzeitig
die Nase hl . des inzwischen frei gewordenen Bügels h in den Ausschnitt α3 des
Schiebers α einfällt, so gehen die beiden Schieber nur. so weit zurück, wie es die Länge
der Aussparung aa gestattet, womit die Theile wieder diejenige Lage haben, welche Fig. 4
zeigt. Jetzt also sind die schrägen Enden c3 der Riegel wieder direct unter den Schlitzen/2
und es kann durch einfaches Eindrücken- der Oesen wieder die Kupplung der Schliefsklappen
mit den Riegeln bewirkt werden, worauf durch einmaliges Zurückdrehen des Schlüssels wieder
der vollkommene Schlufs in der oben beschriebenen Weise herbeigeführt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Kofferschlofs, bestehend aus zwei entgegengesetzt bewegten Riegeln, welche unter Federdruck stehende Schliefsfallen unter Zwischenschaltung eines todten Ganges zwischen Riegel und Falle zurückziehen, zum Zwecke, beim Zuwerfen des Schlosses nur die Fallen sich bewegen zu lassen und die Fallen beim nachherigen Zusehliefsen weiter vorzuschieben und zu sichern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78562C true DE78562C (de) |
Family
ID=351275
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78562D Expired - Lifetime DE78562C (de) | Kofferschlofs mit zwei entgegengesetzt bewegten Riegeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78562C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7214645B2 (en) | 2000-06-09 | 2007-05-08 | Helsa Automotive Gmbh & Co. Kg | Production of activated carbon exhibiting an elevated catalytic activity |
-
0
- DE DENDAT78562D patent/DE78562C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7214645B2 (en) | 2000-06-09 | 2007-05-08 | Helsa Automotive Gmbh & Co. Kg | Production of activated carbon exhibiting an elevated catalytic activity |
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