DE78444C - Feuerungsanlage - Google Patents
FeuerungsanlageInfo
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- DE78444C DE78444C DENDAT78444D DE78444DA DE78444C DE 78444 C DE78444 C DE 78444C DE NDAT78444 D DENDAT78444 D DE NDAT78444D DE 78444D A DE78444D A DE 78444DA DE 78444 C DE78444 C DE 78444C
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- Germany
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- hearth
- grate
- furnace
- combustion air
- slot
- Prior art date
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- Expired - Lifetime
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23L—SUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
- F23L7/00—Supplying non-combustible liquids or gases, other than air, to the fire, e.g. oxygen, steam
- F23L7/002—Supplying water
- F23L7/005—Evaporated water; Steam
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Solid-Fuel Combustion (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT;
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Federungsanlagen.
JOSEPH GOETZ in BERLIN. Feuerungsanlage.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. März 1893 ab.
Die Feuerungsanlagen mit gröfserer Schütthöhe des Brennmaterials, wie sie bei Retortenöfen in Gasanstalten vorkommen, sind entweder
derart eingerichtet, dafs die Verbrennungsluft durch einen Feuerschlitz, welcher
infolge der natürlichen Lagerung des Brennmaterials auf einer geschlossenen Herdsohle
gebildet wird, in die Brennmaterialschicht eintritt, oder es findet sich ein Planrost vor, auf
welchem die Verbrennung wie bei jeder Rostfeuerung vor sich geht.
Um die Vortheile der Schlitz- und Rostfeuerungen zu vereinigen, wird bei der vorliegenden
Feuerungsanlage der Feuerschlitz mit dem Rost derart combinirt, dafs der gesammte
zur Verfügung stehende Querschnitt für den Eintritt der Verbrennungsluft in die Brennmaterialschicht
geöffnet ist.
Fig. ι zeigt die Ausführung bei einem Retortenofen
im Längsschnitt des Ofens und Fig. 2 einen senkrechten Querschnitt durch den Schlitz und den Rost.
Der Feuerschlitz α ist mit dem Rost b combinirt.
Die Vorzüge der combinirten Feuerung ergeben sich, wenn man die Verbrennungsverhältnisse
der Schlitz- und der Rostfeuerung für sich betrachtet. Zunächst soll angenommen werden, dafs der Rost b fehlt und statt dessen
die Herdsohle bis vorn geschlossen ist, so dafs also nur der Feuerschlitz α für den Eintritt
der Verbrennungsluft allein in Betracht kommen würde. Es gestaltet sich sodann der Eintritt
und Durchgang der Verbrennungsluft durch das Brennmaterial etwa so, wie durch die waagrechte
Schraffur angegeben ist. Die Luft findet im oberen Theil des Schlitzes den geringsten
Widerstand und wird infolge dessen hauptsächlich nur hier, also in einem verhältnifsmäfsig
kleinen Querschnitt in das Bennmaterial eintreten, wodurch auch nur ein entsprechend
kleiner Theil der gesammten Füllung ff für die Feuerung thätig ist.
Die Nachtheile einer solchen Feuerung liegen in dem grofsen Verbrauch von Verbrennungsluft
für die Flächeneinheit und der hiermit verbundenen hohen Verbrennungsintensität, wodurch
besonders die nachtheilige Schlackenbildung begünstigt und auch eine stärkere Abnutzung
des Ofenmaterials hervorgerufen wird. Aufserdem ist infolge des kleinen Durchgangsquerschnitts eine unvollkommener vor sich
gehende Verbrennung anzunehmen, da beispielsweise dieselbe Menge Luft die doppelte
Geschwindigkeit annehmen mufs, als es bei einem Schlitz von doppeltem Querschnitt der
Fall ist.
Durch die Combination des Schlitzes mit einem Rost von nur kleiner Länge wird dagegen
der gesammte zur Verfügung stehende Querschnitt für den Eintritt der Primärluft geöffnet,
und es tritt zu der waagrecht schraffirten thätigen Brennmaterialschicht. noch die
senkrecht schraffirte hinzu, wodurch äufserst günstige Verhältnisse für den Eintritt der Verbrennungsluft
und ihren Durchgang durch das Brennmaterial erzielt werden. Besonders hervorzuheben
ist noch, dafs durch die Combination des Feuerschlitzes mit dem kurzen
Rost auf die Horizontalprojection ein grofser Eintrittsquerschnitt für die Verbrennungsluft erzielt
wird. Ohne den Schlitz würde man zur Herstellung eines ebenso grofsen Querschnitts
eine bedeutende Rostfläche bezw. eine grofse Rostlänge nöthig haben, welche die Bedienung
der Feuerung erschwert. Auch von diesem Gesichtspunkte betrachtet, ist der Vorzug der
Combination des Feuerschlitzes mit einem kleinen Rost ohne Weiteres einleuchtend, da
die Bedienung der Feuerung nur vorn liegt, bequem ist und in keiner Weise zu Störungen
in der Feuerung führt.
Ein weiterer Vortheil liegt in der verstärkten Wasserverdampfung, wobei mit der Verbrennungsluft
eine solche Menge Wasserdampf in die Feuerung eingeführt wird, dafs hierdurch eine weitere Verringerung der Schlackenbildung
eintritt und aufserdem die Erhaltung des Ofenmauerwerks begünstigt wird.
■ Unter der Herdsohle ist zu diesem Zweck ein Wasserschiff c und ein von demselben abgezweigtes Rohr dd angeordnet, welches bis nach dem Abzugskanal der Verbrennungsgase des Ofens geleitet und daselbst geheizt wird. Hierdurch wird das Wasser verdampft und der gebildete Dampf sodann zur Mischung mit der Verbrennungsluft unter die Herdsohle geführt. Im Rauchkanal kann das Rohr zur Vergröfserung der Heizfläche eine Erweiterung erhalten oder auch in anderer passender Weise für eine stärkere Wasserverdampfung umgestaltet werden.
■ Unter der Herdsohle ist zu diesem Zweck ein Wasserschiff c und ein von demselben abgezweigtes Rohr dd angeordnet, welches bis nach dem Abzugskanal der Verbrennungsgase des Ofens geleitet und daselbst geheizt wird. Hierdurch wird das Wasser verdampft und der gebildete Dampf sodann zur Mischung mit der Verbrennungsluft unter die Herdsohle geführt. Im Rauchkanal kann das Rohr zur Vergröfserung der Heizfläche eine Erweiterung erhalten oder auch in anderer passender Weise für eine stärkere Wasserverdampfung umgestaltet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:'Eine Abänderung der unter Nr. 65696 patentirten Feuerungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dafs an Stelle der in der Längsrichtung durchbrochenen Herdsohle durch Einlegen eines kurzen Rostes eine nur in ihrem vorderen Theile durchbrochene Herdplatte angeordnet wird, so dafs durch diese Durchbrechung in Verbindung mit dem querliegenden Feuerschlitz (a) eine Vergrößerung des Brennkegels in ähnlicher Weise wie bei Nr. 65696 durch mehrere Längsschlitze erzielt wird, während zur Kühlung der Herdsohle und zur Verminderung der Schlackenbildung der Feuerung Wasserdampf zugeführt wird, welcher dadurch entsteht, dafs von dem Wasserschiff (c) unter der Herdsohle ein Rohr (d) nach dem Abzugskanal der Feuergase geführt und von dort wieder zur Mischung des Dampfes mit der Verbrennungsluft unter die Herdsohle geleitet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78444C true DE78444C (de) |
Family
ID=351165
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78444D Expired - Lifetime DE78444C (de) | Feuerungsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78444C (de) |
-
0
- DE DENDAT78444D patent/DE78444C/de not_active Expired - Lifetime
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