DE278591C - - Google Patents

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DE278591C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28DHEAT-EXCHANGE APPARATUS, NOT PROVIDED FOR IN ANOTHER SUBCLASS, IN WHICH THE HEAT-EXCHANGE MEDIA DO NOT COME INTO DIRECT CONTACT
    • F28D17/00Regenerative heat-exchange apparatus in which a stationary intermediate heat-transfer medium or body is contacted successively by each heat-exchange medium, e.g. using granular particles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 278591 -KLASSE 24 c. GRUPPE
und seitlicher Luftzuführung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Februar 1913 ab.
Bei den bekannten Regenerativflammöfen mit abnehmbarem Ofenkopf erfolgt die Luft- und Gaszuführung meist derart, daß die Mündungen der aus dem Ofenkopf kommenden Luft- und Gaszüge übereinanderliegen, wobei der Luftstrom entweder in gleicher oder annähernd gleicher Richtung wie der Gasstrom in den Verbrennungsraum tritt oder von unten oder oben kommend gegen diesen stößt. Im ersteren
ίο Falle erfolgt die Mischung der beiden in Richtung der Längsachse des Verbrennungsraumes streichenden Ströme und deren Verbrennung erst eine gewisse Strecke von den Mündungen .ab, so daß das Bad teilweise von der Flamme unberührt bleibt, ein Übelstand, der entsprechend dem fortschreitenden Abbrennen des die Züge trennenden Mauerwerkes wächst und bald zu einer wirbelnden, das Mauerwerk mehr als das Bad angreifenden Flammenbildung führt; die unmittelbare Folge ist das frühzeitige Stillsetzen des Ofens zur Vornahme von zeitraubenden und teueren Ausbesserungen am Mauerwerk. Außerdem wird bei dieser Art der Gasbzw. Luftstromführung eine innige Mischung von Luft und Gas ebensowenig erreicht als bei der Luftzuführung von unten oder oben. Dies ist darauf zurückzuführen, daß der bekanntlich unter hohem Druck, unterstützt vom Kaminzug, eintretende Gasstrom eine ungleich höhere Geschwindigkeit besitzt als der lediglich dem natürlichen Auftrieb und Kaminzug folgende Luftstrom; da nun aber der letztere den Gasstrom stets nur von einer Seite her (oben oder unten) trifft und nicht die Kraft hat, in den letzteren einzudringen, so wird die Luft wohl an der Zuströmseite vom Gasstrom mitgerissen und diesem dort oberflächlich beigemengt, ohne ihn aber allseitig umspülen und dadurch eine durchgreifende Vermischung gewährleisten zu können.
Die Luftzuführung von oben hat außerdem den Nachteil, daß durch den nach der hochliegenden Abziehstelle der Gase auf der Gegenseite gerichteten Zug die Flamme nicht nur vom Bad abgezogen, sondern der heiße Gasstrom außerdem gegen die Stirnwand und das Gewölbe gerichtet wird und hier seine zerstörende Wirkung ausübt.
Im Zusammenhang mit der Luftzuführung von oben versuchte man auch schon durch enge, vom Hauptluftkanal abgezweigte Seitenkanäle eine gleichzeitige Einführung von Luft an der Unterseite des Gasstromes. Allein der starke Zug im Hauptkanal übte hierbei eine saugende Wirkung in den kleinen Zweigkanälen und vereitelte damit den beabsichtigten Zweck.
An sich ist endlich auch die Zuführung der Luft durch Seitenkanäle und gleichzeitig von unten in einem besonderen Vorraum nicht neu, wobei aber die Verbrennung des Gasstromes im Vorraum derart heftig war, daß sie schon nach verhältnismäßig wenigen Beschickungen das umgebende Mauerwerk zerstörte. Hierzu kommen als weitere Nachteile baldige Verschlackung des
unteren Luftzuführungskanales sowie schlechte Flammenführung und schnelle Zerstörung des Gewölbes.
Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch behoben, daß man den Luftstrom lediglich durch voneinander unabhängige seitliche Kanäle über dem Herd vor der Stirnwand gegen die beiden Seiten des Gasstromes, quer zu diesem gerichtet, eintreten läßt. Die dadurch bedingte
ίο besondere Anordnung der Luftzüge ermöglicht auch die Anordnung von Kühlkanälen in dem die Luft- und Gaszüge trennenden Ofenmauerwerk.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. ι zeigt einen senkrechten und
Fig. 2 einen wagerechten Schnitt durch einen Teil des Ofens, bei welchem die Achse der seitlich eintretenden Luftzüge senkrecht, gemäß Fig. 3 dagegen schräg zu derjenigen der Gasführung steht.
Das Gas wird aus der Kammer a in bekannter Weise durch den zunächst senkrecht laufenden, dann abwärts geneigten Kanal b in den Verbrennungsraum c geführt. Auch die von der Luftkammer d kommenden Luftkanäle e steigen unabhängig voneinander zunächst senkrecht in den Ofenseitenwänden auf, biegen alsdann in geeigneter Höhe derart ab, daß sie wagerecht oder annähernd wagerecht laufend, zu beiden Seiten der Gaszugmündung vor der Stirnwand über dem Herd c eintreten, und zwar so, daß ihre Längsachsen quer (senkrecht oder schräg) zu derjenigen der Gaszugmündung stehen.
Die Luft steigt aus den Kammern d senkrecht durch die Kanäle e nach oben und wird dann rechtwinklig oder nahezu rechtwinklig dem Brenngase zugeführt. Da das Gas unter Druck und Kaminzug, die Luft dagegen nur durch den natürlichen Auftrieb und den Kaminzug in den Ofen gelangt, so wird infolge der großen Geschwindigkeit des Gases die Verbrennungsluft von beiden Seiten angesaugt und hüllt den Gasstrom ganz ein; dadurch wird eine kräftige Oxydation und Verbrennung unmittelbar auf dem Bade bewirkt. Die Richtung und Gestalt der. Flamme wird durch clen schräg auf das Bad gerichteten Gaszug bestimmt; infolge des langen Gaszuges behält die Flamme ihre Richtung noch eine gewisse Strecke im Ofen bei. Dadurch, daß Gas und Luft unmittelbar über der Feuerbrücke in den Verbrennungsraum eintreten und die Abgase auf der anderen Ofenseite in der gleichen Höhe abziehen, bestreicht die Flamme den ganzen Herd, so daß eine gleichmäßige Erhitzung des Bades einerseits, volle Ausnutzung der Flamme andererseits und damit wesentliche Verringerung der Beschickungsdauer erzielt wird. Zwecks Kühlung der Kopf- und Seitenwände werden um die Gas- und Luftzüge Kanäle f angebracht, welche als Esse dienen und eine kräftige Kühlung des am meisten der Flamme ausgesetzten Mauerwerkes bewirken. Diese Kühlkanäle können mit dem Luft- ■ ventil verbunden und die bereits in den Kühlkanälen vorgewärmte Luft kann als Verbrennungsluft ausgenutzt werden.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Regenerativflammofen mit schräg nach dem Verbrennungsraum laufender Gasführung und seitlicher Luftzuführung, dadurch gekennzeichnet, daß die voneinander Unabhängigen Luftkanäle (e) über dem Herd vor der Stirnwand quer zum Gasstrom gerichtet münden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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