DE78345C - Verfahren und Maschine zur Erzeugung von einfachen und gemusterten Geflechten - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Erzeugung von einfachen und gemusterten Geflechten

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DE78345C
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DE
Germany
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clapper
carrier
ring
machine
braids
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Application number
DENDAT78345D
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English (en)
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A. BOTTENBERG, Barmen
Publication of DE78345C publication Critical patent/DE78345C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • D04C3/02Braiding or lacing machines with spool carriers guided by track plates or by bobbin heads exclusively
    • D04C3/14Spool carriers
    • D04C3/16Spool carriers for horizontal spools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die durch Patent Nr. 73954 geschützte, zur Erzeugung von einfachen und gemusterten Geflechten bestimmte Maschine besteht im wesentlichen aus zwei Klöppelträgerringen, von denen der eine feststeht, der andere sich ihm gegenüber vorwärts und rückwärts bewegt, und an welchen die Klöppelträger derartig angeordnet sind, dafs bei correspondirenden Stellungen die Klöppel von dem einen zum anderen gehoben ,bezw. gesenkt werden können. Dabei bleiben die Klöppel in derselben Kreisbahn, d. h. sie bewegen sich nicht wie bei dem alten Klöppelsystem in Schlangenlinien um eine Kreisbahn.
Es ist nun naheliegend, dafs eine gröfsere Mannigfaltigkeit in den Klöppelführungen hergestellt werden kann, wenn auch der zweite Klöppelträgerring beweglich, hin - und herschwingend, angeordnet wird; auch kann bei derartiger Einrichtung der Weg des einen bewegten Ringes um die Hälfte verkürzt werden, um doch in Beziehung auf die relative Lage gegenüber, dem anderen Ringe gleiches Endziel zu erreichen, indem dieser andere Ring dem ersten halbwegs entgegenkommt. Ueberhaupt ergeben sich dadurch, dafs beide Klöppelträgerringe bezw. -Scheiben gegen einander in gleicher und in entgegengesetzter Richtung beweglich eingerichtet werden, verschiedenerlei Variationen der Klöppelstellungen, die praktisch verwerthet werden können, sei es zur Zeitersparnifs und schnellerem Arbeiten, sei es zur Erzeugung mannigfacherer Bindungen.
Auf den oben erläuterten Gedanken beruht die in der beiliegenden Zeichnung dargestellte und nachstehend beschriebene, vervollkommnete Maschine der Patentschrift Nr. 73954.
Fig. ι ist eine Verticalansicht der Maschine, theilweise im Schnitt;
Fig. 2 ist eine Ansicht rechtwinklig zur vorigen, während durch
Fig. 3 ein Grundrifs dargestellt ist und die
Fig. 4 und 5 bezw. Verticalschnitt und Grundrifs der Klöppelträgerscheiben und ihre Anordnung in vergröfsertem Mafsstabe darstellen.
Fig. 6 sind Detailansichten des Klöppels in vergröfsertem Mafsstabe.
Fig. 7 bis 9 sind Detaildarstellungen des Klöppels zur Veranschaulichung seiner relativen Lage im Klöppelträgerring.
Fig. 1 ο ist eine Oberansicht zu diesen Figuren.
Es ist wieder 1 die erste Antriebsachse, mittelst der durch Kegelgetriebe 2 die Räder-'gruppe 3, 4 bethätigt wird, welch letztere auch durch die Handkurbel und Welle 5 in Umdrehung versetzt werden kann. Durch das konische Getriebe 6, Achse 7 und Getriebe 8 wird die Querachse 9 in Umdrehung versetzt, von der aus durch Kegelradübersetzung die stehende Achse 10 mit dem Schneckengetriebe 11 für den Aufnehmer 12 in bekannter Weise in Thätigkeit gesetzt wird.
Auf der Achse 5 sitzt ein Zahnrad 13, das · durch die Räder 13" und I3b mit dem Ex-
centerrad 14 in Eingriff steht und durch ein Zwischenrad 15 die Drehung auf das andere Excenterrad 16 überträgt. Auf denselben Spindeln mit 14 und 16 sitzen die Excenter 17 und 18, durch deren Drehung mit Hülfe der Reibrollen 19, 19 und 20,20 die Schlitten 21, 22 in schwalbenschwanzförmigen Führungen'.vor- und zurückbewegt werden.
Die Stangen 23 und 24 der Schlitten packen, wie bei der Maschine .des ■ Häüpt-.Patentes,* Zapfen 25 und 26 . an der1. ..Un'.ter.seite .des.. Klöppelträgerringes 27. Unter der Schlittenführung 28 sind auf den Achsenzapfen der Räder 14 und 16 ebenfalls unrunde Scheiben 29 " und 30 angeordnet, die Schlitten 31 und 32 auf ähnliche Weise wie 2v und 22 hin- und herbewegen, Und so durch die "Stangen 33 und 34 den Ring 35 in Schwingungen .versetzen. Dieser Ring trägt auf Stutzen 36 den oberen Klöppelträgerring 37.
Der Ausschlag und die Gestaltung der unrunden Scheiben 17, 18 und 2.9, 30 sind nun so gewählt, dafs der untere und obere Klöppelträgerring sich so gegen einander bewegen und in correspondirenderi Stellungen'"zu' einander" stillstehen, dafs die Klöppel von -unten' nach : oben oder von oben nach unten auf ihre jeweiligen Klöppelträger gehoben bezw. gesenkt werden,..oder auch über bezw. unter einander hinweggehen können, wie es eben das zu erzeugende Muster, die Flechtung und Kreuzung, vorschreibt. ' ....
Die Hebung und Senkung der Klöppel wird durch eine besondere Vorrichtung bewirkt.
Zu dem Ende sitzt auf der verticälen Achse 5 oben ein Kegelrad 38 und dieses steht in Eingriff. mit dem Rade 3.9 auf. der Achse 40, die in.:den Ständern 41 gelagert. ist. ., Auf dieser Achse sind, vier unrunde Scheiben 42,42 und 43,43.:aufgekeilt, die durch Vermittelung von Reibrolleripaaren 44,44 und 45,45 die Stangen 46 und 47 heben-und ,senken, an denen die Ringe 48 bezw. 49 aufgehängt; sind. Die Hebung und. Senkung dieser Ringe ist so, dafs der eine hochgeht, wenn der andere gesenkt wird. An diesen Ringen sind die Hebe- oder Fangstangen 50 bezw. 51 angehängt und so vertheilt, dafs sie während der Rühepunkte der Klöppelträgerringe jedesmal einen Klöppel heben oder niederlassen können. Sie sind zu dem Zweck mit an ihnen: einstellbar angeordneten Verlängerungen 50s und 51" versehen, die am unteren Ende hakenförmig umgebogen sind, mit denen sie die Klöppel mit an ihnen angeordneten Haken fangen.
Die Zeit nun, zu welcher ein Klöppel gehoben oder gesenkt werden soll, bestimmt ein Jacquardgetriebe.
Der untere Klöppelträgerring 27 besteht aus zwei concentrischen genutheten Ringen 52 und 52s, die, wie oben erläutert, hin- und herschwingen. Aufserhalb des Ringes 52 und innerhalb des Ringes 52a ist je ein mit übereinstimmender Nuthung versehener feststehender Ring 53 und 53a angeordnet.
Jeder Nuth gegenüber steht aufserhalb des äufseren festen Ringes, um eine verticale Spindel 55 drehbar, ein Finger 54, und diese Spindeln 55 werden von den Zugdrähten 56 einer Jacquardmaschine 57, "regiert, also auch die Finger 54/ , ; V' ~;.
Damit nun ein Klöppel, je nach dem er gehoben werden soll oder nicht, oder auch vorwärts oder rückwärts bewegt werden soll oder nicht, in richtiger Lage sich befindet, giebt ihm ein ■ Finger · seine Stellung in bezw. zwischen den festen' und beweglichen Ringen 52, 5:2a und 53,53a und er , ist zu dem Zweck wie folgt construirt. Eine Schiene 58 ist an einem Ende (dem inneren in Beziehung auf die Lage des Klöppels- in der Maschine)- mit einer rechtwinkligen. Abbiegung 58% am anderen mit zwei solchen AbBiegüngen 58b und 58° versehen. Die ganze Länge der Schiene 58 ist etwas gröfser als die" Entfernung des ä'ufseren feststehenden' Ringes von dem inneren. Die Schiene 58 ist in dem Rahmen 59 beweglich, der aus den beiden Platten 59a und dem sie verbindenden Draht 59b besteht. Eine Fed^er 60 hat das Bestreben, die Schiene..58 stets .nach aufsen (rechts in Fig. 6) zu ziehen. :Mit.den Platten 59a liegt die Spule zwischen .den beiden mit einander, verbundenen, beweglichen Klöppelträgerringen 52 und 5,2% Fig. 4 und 7 bis 10.
Die Oeffnüng zwischen ; 58b und 58ς ist so grofs, dafs der bewegliche Ring 52 zwischen ihr sich hindurch bewegen kann^ wenn die Schiene 58 eine entsprechende Stellung ein-% nimmt. . .' :
Für gewöhnlich zieht nun die Feder 60 die Schiene 58 nach aufsen, so dafs der äufsere Steg 58° über den äufseren feststehenden Ring 53 vorsteht (Fig. 7), der innere Steg 58b in der Nuth des äufseren, beweglichen Ringes 52 liegt, der seinen Raum zwischen' 58b und 58° oder zwischen der Aufsenseite der beiden äufseren Ringe 52 und 53 einnimmt. In dieser Lage kann der Klöppel vom beweglichen unteren Ring vor- oder zurückbewegt werden.
Die Aufsenkante von 58° geht in dieser Lage eben frei an dem Finger 54 vorbei. Soll aber nun , der. Klöppel von dem beweglichen unteren Klöppelfräger nicht fortgetragen werden, dann wird der Finger 54 durch die Jacquardmaschine gegen die Schiene 58 gedrückt, diese bewegt sich nach innen (Fig. 5). Der Steg 58° tritt in die Nuth von 53 und der Steg 58a in die Nuth im inneren feststehenden Ring 53 s; der Ring 5.2 aber kann zwischen den Ausschnitten zwischen 58a und 59a und 5813 und 58° hin-
durchpassiren, ohne den Klöppel mitzunehmen oder von diesem gehindert zu sein.
Die Thätigkeit des Fingers 54 dient auch dazu, die Schiene 58 in solche Lage zu bringen, dafs sie vom unteren Klöppelträgerring nach dem oberen gehoben werden kann, oder umgekehrt.
Zu diesem Zweck ist auf der Schiene 58 noch ein Haken 61 angeordnet. Je nach der Stelle nun, die die Schiene 58 einnimmt, ist der Haken aufserhalb oder innerhalb des Bereichs des unter ihn reichenden Hakens 5ib der Hebestange .51V und mit Hülfe der Fig. 4 und 9 ist ^nun ohne Weiteres zu erkennen, dafs, da die Hebung und Senkung von 48 und· 49 und die Bewegung bezw. Stillsetzung von. 27 und 37 mit einander genau correspondiren, ein Klöppel beliebig, d. h. nach Thätigkeit des Jacquards, gehoben und gesenkt werden kann.
Der relative Ausschlag des oberen und unteren Klöppelträ'gerringes gegen einander ist zwei Theilungen; er kann drei oder vier Theilungen sein, aber nicht weniger als zwei.
Es erübrigt nun noch, der Vollständigkeit wegen die Einrichtung zu erläutern, die bei dem Klöppel zwecks Erhaltung gleichmä'fsiger Fadenspannung getroffen ist, sowie die Einrichtung der Jacquardmaschine zu erklären.
Auf der Welle 9 sitzen Excenter 63, die die Prismalade 64 bewegen, während die Excenter 68 mit ihren Stangen das Platinenhebemesser auf- und abbewegen, das um eine feste Spindel 65 den Arm 62 auf- und abschwingt.
Um das Prisma gelegte Karten stofsen die Platinennadeln wie gewöhnlich zurück, und diese regieren in bekannter Weise die Platinen, die mit den Weichenzugdrähten in Verbindung stehen.
Die Fadenspannvorrichtung ist aus den Fig. 6 zu ersehen. Der Faden läuft von der Spule 70 durch eine Drahtöse 71 und von da durch ein in einer Feder 72 hängendes Mailion zwischen zwei Klemmscheiben 73 hindurch, ähnlich wie sie bei Nähmaschinen üblich sind, und von da nach der Flechtstelle.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: .
1. Ein Verfahren der durch den Anspruch 1. des Patentes Nr. 73954 gekennzeichneten Art, sofern bei demselben zum Zweck der Bildung der Kreuzungen und Flechtungen diesen und dem Muster entsprechend Klöpr pel von einer tiefliegenden hin- und hergehenden Klöppelträgerscheibe nach einer darüberliegenden ebenfalls hin- und herschwingenden; Scheibe versetzt und hierdurch unter bezw. über einander wegbewegt werden.
2. Zur Ausführung des im Anspruch 1. gekennzeichneten Verfahrens eine Maschine der im Anspruch 2. des Haupt - Patentes gekennzeichneten Art, bei welcher sowohl der untere Klöppelträgerring (27) als auch der obere (37) mittelst Excenterscheiben (17, 18 und 29, 30) und zugehöriger Schubstangen in Kreisschwingungen versetzt wird, und die Klöppel zwecks Herstellung der Flechtungen bei correspondirenden Stellungen der Klöppelträger (37 und 27) während des Ganges durch Hebung und Senkung mittelst geeigneter Hebevorrichtungen (48,49, 50, 51) wechselseitig von einem Klöppelträgerring zum anderen geführt werden.
3. Eine Maschine der durch den Anspruch 2. gekennzeichneten Art, bei welcher jeder Klöppel mit einem gezahnten Schieberstück (58) ausgestattet ist, welches vermittelst einer Mustervorrichtung derart in dem unteren Klöppelträgerring (52, 5211) und einem diesen umschliefsenden, feststehenden Ring (53, 53a) radial verschoben werden kann, dafs das Schieberstück entweder mit seinem Klöppel durch den unteren Klöppelträgerring (27) im Kreise herumgeführt wird, oder diesen frei passiren läfst und in dieser Stellung mit einer besonderen Nase (61) in den Bereich derjenigen Huborgane gelangt, welche seine Ueberführung von dem einen Klöppelträger in. den anderen bewirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT78345D Verfahren und Maschine zur Erzeugung von einfachen und gemusterten Geflechten Expired - Lifetime DE78345C (de)

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