DE78327C - Strickmaschine mit schraubenlinigem Waarenträger - Google Patents
Strickmaschine mit schraubenlinigem WaarenträgerInfo
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- DE78327C DE78327C DENDAT78327D DE78327DA DE78327C DE 78327 C DE78327 C DE 78327C DE NDAT78327 D DENDAT78327 D DE NDAT78327D DE 78327D A DE78327D A DE 78327DA DE 78327 C DE78327 C DE 78327C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B39/00—Knitting processes, apparatus or machines not otherwise provided for
- D04B39/02—Knitting processes, apparatus or machines not otherwise provided for with work carrier in screw form
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Knitting Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
. Die vorliegende Strickmaschine hat gegenüber der unter Nr. 41076 patentirten zunächst die
Eigenthümlichkeit, dafs der zur Verwendung kommende schwingende Fadenführer durch
das zum Flächenstricken nöthige Umsetzen andere Stellungen wie früher zu dem Waarenträger
einnimmt, welche für ein festes Stricken der alten Anordnung gegenüber von grofsem
Vortheil sind.
Früher lagen die schwingenden Achsen, auf deren eine oder andere abwechselnd der Fadenführer
zum Flächenstricken aufgesetzt wurde, so zum Waarenträger, dafs sie an derselben
Seite desselben, aber die eine über, die andere unter ihm, angebracht waren. Diese Lage war
dadurch bedingt, dafs das Strickgarn seitlich in den Fadenführer eingezogen wurde (Fig. 1), die
Garnzuführung naturgemäfs stets an der äufseren Seite stattfinden mufste, und falls man der
Nadel nicht gerade diese oberhalb und unterhalb der Spiralebene gelegene Achsenstellung
hätte geben wollen, sondern eine andere, etwa in der unterhalb der Spiralen gelegenen, ein
Umfädeln nach jedesmaligem Vorübergang einer Maschenreihe und darauf erfolgendem Wechseln
des Führerdrehpunktes das Arbeiten sehr behindert und verlangsamt haben würde. Der
gröfsere Nachtheil aber, welcher sich aus der angeführten früheren Lage der Schwingungsachsen ergiebt, ist der, dafs der oscillirende
Führer nur bei einer Stellung mit der äufseren convexen, bei der anderen aber mit der inneren
concäven Seite seines die Maschenbildung vermittelnden Theiles an dem ihm die Maschen
zuführenden Ende des Waarenträgers vorbeigeht. Nachtheilig ist die letztere Stellung deshalb,
weil bei ihr die Spitze des Führers sich in der in Fig. 1 mit χ bezeichneten Entfernung
von der Peripherie des Waarenträgers befindet und die von ihm zu durchstechende Masche
daher mindestens diese Länge haben mufs, um ein sicheres Eindringen des Garnführers zu gestatten.
Die Spitze in die Mitte zwischen äufsere und innere Begrenzungslinie zu legen, hat nur den Erfolg, dafs die nöthige Maschenlänge
zwar etwas reducirt wird, aber jetzt beide Stellungen des Garnführers eine immer noch
zu grofse Länge der Maschen verlangen und deshalb ein zu lockeres Gestricke liefern.
Bei der neuen Maschine soll dieser Uebelstand dadurch vermieden werden, dafs die beiden
Achsen, auf welchen sich der Garnführer abwechselnd befindet, unterhalb des Waarenträgers,
und zwar rechts und links von demselben angeordnet sind. Wird jetzt der Fadenführer
abwechselnd auf die eine oder andere derselben aufgesetzt, so bleibt in beiden Stellungen
seine äufsere Begrenzungslinie und die auf ihr liegende Spitze dem Umfange des Waarenträgers zugekehrt, so dafs der Führer
dicht unter denselben in die ihm zugebrachte Masche eindringt, wodurch die zum sicheren
Einstechen nöthige Länge derselben sehr gering und das gelieferte Gestricke ein sehr festes
wird (Fig. 2).
Damit auch bei dieser Anordnung der schwingenden Achsen die Garnzuführungsseite
stets dieselbe bleibt, ist der Fadenführer nicht wie früher seitlich, sondern von oben in
radialer Richtung zu seinem Schwingungspunkt
zur Aufnahme des Garns durchbohrt (Fig. 2). Die auf seinen beiden Seiten symmetrisch zum
Oehr angebrachten Verdickungen dienen bei der Bewegung des Führers dem zu verstrickenden
Faden zur Auflage, so dafs der die Maschen aufnehmende Theil des Waarenträgers leicht zwischen Führer und Faden in die neue,
durch den Führer gebildete Schleife eindringen und sie als neue Masche fortführen kann. Es
ist ersichtlich, dafs durch diese Construction des Fadenführers ein Umfädeln nach dem Umwechseln
ebenso wenig nöthig wird, wie bei der alten Ausführungsweise.
In den Fig. 7 und 8 ist die Nadel in vergröfsertem Mafsstabe dargestellt, so dafs die
Einzelheiten ihres Kopfes und der Zweck derselben für die Fadenlage ersichtlich werden.
Der gebogene Schenkel 1 der Nadel ist, wie aus Fig. 8 ersichtlich, mit zwei seitlichen Verstärkungen
4 ausgerüstet, durch welche das Nadelöhr 3 radial zum Schwingungsmittelpunkt geführt ist. Diese Verstärkungen 4 bezwecken
eine Ableitung des Fadens vom Nadelschenkel 1, damit der Waarenträger bequem in die neugebildete
Masche eindringen kann.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich und weiter unten beschrieben, steht das Ende des Waarenträgers,
welcher die Maschen zubringt, um ein gewisses Stück vor dem die Maschen aufnehmenden
Theile vor. Es hat daher der in Fig. 7 mit 9 bezeichnete Faden das Bestreben, über den
Bügel ι hinweg nach vorn zu gelangen, was natürlich vermieden werden mufs, da der
Waarenträger 10 an der hinteren Seite der Nadel in die neue Masche eintreten soll. Zu diesem
Zweck ist auf den Verstärkungen 4 die Rippe 7 vorgesehen, gegen welche sich der Faden 9
beim Vorgang des Führers gegen den die Maschen aufnehmenden Waarenträger 10 hin
anlegt, so dafs er nicht auf die vordere Seite des Armes 1 gelangen kann. Die Verstärkungen
4 wirken dabei in der Weise, dafs der Faden 9 an der Stelle, an welcher der Waarenträger 10 ihn erfafst, einen gewissen
Abstand χ vom Nadelbügel erhält, wie dies aus Fig. 8 zu ersehen ist.
Die Spitze 2 der Nadel ist ein Stück weit über die Verstärkungen 4 hinausgeführt und
dient demselben Zweck wie Rippe 7, .nur mit dem Unterschied, dafs die Spitze 2 beim Rückgang
des Fadenführers aus dem die Maschen aufnehmenden Ende des Waarenträgers in
Thätigkeit tritt.
Fig. 7 zeigt die Lage des Fadens 9 auch während des Rückganges der Nadel, und zwar
liegt der Faden hierbei in der durch 9a bezeichneten punktirten Lage.
Fig. 8 zeigt, dafs Rippe 2 ebenso wie Rippe 7 ein Festhalten des Fadens auf der der Maschine
zugekehrten Seite zur Folge hat. Die Fäden 9 und 9a sind daher dieselben, nur ist Stellung
9a für den Rückgang, Stellung 9 für den Vorgang des Fadenführers gezeichnet. Damit
die Verstärkungen 4 nicht an den Waarenträger 10 anstofsen, ist in demselben an geeigneter
Stelle eine Aussparung 11 vorgesehen.
Was die Maschenbildung selbst anbetrifft, so ist sie dieselbe wie bei der unter Nr. 41076
patentirten Maschine, sie bedarf deshalb keiner weiteren Erklärung. Die Art und Weise, wie
durch Umwechseln des Führers betreffs seiner Drehpunkte und durch umgekehrte Drehung
der Maschine und des Waarenträgers die Functionen beider Waarenträgerenden bezw.
des Maschenbringers und -Nehmers entgegengesetzte werden und wie hierdurch das Stricken
einer offenen Fläche im Gegensatz zum Schlauchwaarenstricken erreicht wird, ist ebenfalls in der
Patentschrift Nr. 41076 genügend dargethan.
Was die Ausführung der Maschine anbetrifft, so ist dieselbe mit Ausnahme der Anordnung
der Schwingungsachsen ähnlich der unter Nr. 41076 patentirten.
Der Antrieb erfolgt durch ein Kurbelzahnrad, welches ein auf der Achse a, Fig. 3 und 4,
sitzendes konisches Triebrad und mit ihm die Achse α in Rotation versetzt, welche sich durch
die Zahnräder b auf die Achse c überträgt. Beide Achsen drehen den Waarenträger bezw.
seine Enden in entgegengesetztem Sinne und dienen gleichzeitig zum Antrieb der schwingenden
Achsen d und e, Fig. 6, auf deren eine oder andere der Fadenführer \ aufgesetzt wird,
wie es Fig. 5 und 5a zeigen. Die zum Antriebe des Waarenträgers auf die Achsen α und c
aufgesetzten, mit Zähnchen versehenen Büchsen sind verschiebbar angeordnet, weil je nach den
Functionen, die ein Waarenträgerende übernehmen soll, dieses gegen das andere vor-
oder zurückgeschoben werden mufs (Fig. 3 und 4).
Der Waarenträger selbst ist in Rollen geführt und wird unten durch zwei Kniehebel
gestützt, welche durch Schrauben g, die in eine konische Aussparung der Kniehebel eingreifen,
gegen den Waarenträger gedrückt werden können (Fig. 4, 5 und 6). Der Fadenführer
\ ist betreffs seiner Naben vollkommen symmetrisch gestaltet und wird durch Klappkeile
indirect mit den Wellen d oder e verbunden , vermittelst der auf diese fest aufgesetzten,
die Klappkeile tragenden' Büchsen i (Fig. 4, 5 und 6).
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:ι. Eine Strickmaschine mit schraubenlinigera Waarenträger, bei welcher sich die beiden Achsen, auf welche der Fadenführer \ abwechselnd beim Flächenstricken gesetzt wird, auf derselben Seite der durch die Achse des Waarenträgers gelegten Ebene befinden, zum Zweck, für beide Stellungendes Fädenführers gleichartige Tangentenberührung des letzteren mit den die Maschen abgebenden Enden des Waarenträgers herbeizuführen.
- 2. Eine Strickmaschine der unter i. gekennzeichneten Art, bei welcher der Fadenführer mit einem radial zum Schwingungsmittelpunkt gerichteten Oehr versehen ist, zum Zweck, die Ausfä'delung des Strickfadens aus dem Fadenführer beim Umwechseln des letzteren auf den beiden Schwingungsachsen zu vermeiden.
- 3. Eine Strickmaschine der unter 2. gekennzeichneten Art, bei welcher der Fadenführer zu beiden Seiten des Oehrs mit je einer Verstärkungsrippe (4) und zwischen diesen mit einer weiteren oberen Rippe (7) versehen ist, zum Zweck, den Faden fortwährend nach der der Maschine zugekehrten Seite zu halten und ein leichtes Eindringen des Waarenträgers zwischen Führer und Faden zu erreichen.
- 4. Eine Strickmaschine der unter 2. und 3. gekennzeichneten Art, bei welcher die Spitze des Fadenführers eine über den seitlichen Verstärkungen (4) stehende Rippe (2) bildet, zum Zweck, beim Rückgang der Nadel aus dem die Maschen aufnehmenden Ende des Waarenträgers den Faden an der Maschinenseite zu erhalten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Durch Entscheidung des Reichsgerichts vom 25. Juni 1900 sind die Patent-Ansprüche ι und 2 des Patents 78327 für nichtig erklärt, die Ansprüche 3 und 4 haben folgende Fassung erhalten:Patent-Anspruch 1 (bisher Anspruch 3):»An einer Strickmaschine mit schraubenlinigem Waarenträger, bei welcher sich die beiden Achsen, auf welche der Fadenführer \ abwechselnd beim Flächenstricken gesetzt wird, auf derselben Seite der durch die Achse des Waarenträgers gelegten Ebene befinden, die Anordnung, dafs der Fadenführer zu beiden Seiten des radial zum Schwingungsmittelpunkt gerichteten Oehres mit je einer Verstärkungsrippe (4) und zwischen diesen mit einer weiteren oberen Rippe (7) versehen ist, zum Zweck, den Faden fortwährend nach der der Maschine zugekehrten Seite zu halten und ein leichtes Eindringen des Waarenträgers zwischen Führer und Faden zu ermöglichen.«Patent-Anspruch 2 (bisher Anspruch 4):»Eine Strickmaschine der vorstehend gekennzeichneten Art, bei welcher die Spitze des Fadenführers eine über den seitlichen Verstärkungen (4) stehende Rippe (2) bildet, zum Zweck, beim Rückgang der Nadel aus dem die Masche aufnehmenden Ende des Waarenträgers den Faden an der Maschinenseite zu erhalten.«
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