DE78033C - Flugmaschine - Google Patents
FlugmaschineInfo
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- DE78033C DE78033C DENDAT78033D DE78033DA DE78033C DE 78033 C DE78033 C DE 78033C DE NDAT78033 D DENDAT78033 D DE NDAT78033D DE 78033D A DE78033D A DE 78033DA DE 78033 C DE78033 C DE 78033C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64B—LIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
- B64B1/00—Lighter-than-air aircraft
- B64B1/40—Balloons
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Earth Drilling (AREA)
Description
KLASSE ΊΧ: Sport.
/■
Die vorliegende Flügrnaschine besteht aus drei Haupttheilen: dem Wagen A zur Aufnahme
des Luftschiffes, den Flügelpaaren B1 B* B3 B*
zum Heben und Fortbewegen des Schiffes in der Luft und der maschinellen Einrichtung zum
Bewegen der Flügel und Fortbewegen des Schiffes auf dem Erdboden beim Anfliegen.
Die Zeichnungen zeigen den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, und zwar in Fig. 1
in Seitenansicht, in Fig. 2 in Vorderansicht, in Fig. 3 im Grundrifs, während die Fig. 4 bis 11
■zur Erläuterung der Flügelbewegung dienen.
Auf dem Verdeck des Wagens A liegen die Hohlcylinder C, welche vor Inbetriebsetzung
des Apparates mit comprimirter Luft gefüllt werden. Dieses Luftquantum dient zunächst
zum Betriebe einer unter dem Wagen A befindlichen Maschine D. Die Maschine D treibt die
hintere Kurbelachse des Wagens um. Hierdurch wird der Wagen mit allen seinen Theilen
auf der Erde fortbewegt, und zwar so lange, bis er eine gewisse Geschwindigkeit erreicht
hat,, um dann durch den eigentlichen Flugapparat in die Lüfte gehoben zu werden.
Der Flugapparat besteht aus einzelnen am Wagen angebrachten Flügeln B1 B? B3 B\
welche durch die Motoren F ihre auf- und abwärtsgehende schwingende Bewegung erhalten.
Die Flügel B liegen auf beiden Seiten des Wagens einander gegenüber, und zwar
befindet sich das eine Paar in seiner höchsten Stellung, während das darauf folgende sich in
seiner tiefsten, das nächste wieder in seiner höchsten Stellung sich befindet. Die Flügelstangen
H sind in dem Kugellager H1, Fig. 8 und g, nach allen Richtungen drehbar angeordnet
und durch die Stangen G1 (mit Kugellagern an beiden Enden) mit dem Querhaupt G2
der Kolbenstange G verbunden, so dafs infolge dieser gelenkigen Verbindung zwischen H und G2
die erstere jede Bewegung ausführen kann, wie es die eigenartige Bewegung der Flügel erfordert.
Die Fig. 4 veranschaulicht die Stellung der Flügelquerachse L L1 zur Wagenmittelachse in
den verschiedenen Phasen der Flügelbewegung. Beginnt der Flügel seine Abwärtsbewegung, so
ist die Flügelquerachse L L1 desselben parallel der Wagenmittelachse (Längsachse). In dieser
Lage verbleibt L L1, bis der Flügel sich zum Punkt 3 abwärts bewegt hat; bis zu diesem
Punkte bewegt sich der Mittelpunkt α der Flügelquerachse auf einem Kreisbogen, dessen
Mittelpunkt das Lagermittel von H1 und dessen Ebene durch das Lagermittel geht und senkrecht
zur Wagenmittelachse ist. Bewegt sich der Flügel dann weiter abwärts, so findet eine
Drehung der Achse LL1 und zugleich eine
Bewegung des Flügels nach hinten statt. Die Bewegung des Flügels auf seinem ganzen Wege
nach abwärts zerfällt also in drei Theile:
1. die Bewegung vom Punkte 1 bis 3, wobei
LL1 parallel der Wagenmittelachse bleibt;
2. die Bewegung vom Punkte 3 bis zur tiefsten Stelle abwärts und zugleich nach hinten,
und
' 3, die Drehung des Flügels bezw. der Flügelstange H während der unter 2. näher bezeichneten
Abwärtsbewegung.
Ein Beispiel der Ausführung, welche diese drei Bewegungen ermöglicht, ist in den Fig. 8
bis 11 zur Darstellung gebracht.
An der Flügelstange Wist nahe am Lager H1
ein Querhaupt fest angebracht, welches zwei Gleitstücke H'2 und H3 an seinen Enden trägt.
Der Lagerbock H1 dagegen besitzt zwei Gleitbahnen H^ und Hs, von welchen H1
für das Gleitstück H2 und i75 für das Gleitstück
H3 bestimmt ist. Befindet sich der Flügel in seiner höchsten Lage, so befindet
sich Gleitstück H3 in seiner Bahn J75 und
gleitet in derselben abwärts, bis der Flügel zum Punkte 3 gelangt ist, wo, wie vorher aus
einander gesetzt, der Mittelpunkt α seiner Querachse die zur Wagenmittelachse senkrechte
Ebene, welche durch das Lagermittel geht, verläfst. An dieser Stelle tritt H3 aus H5 heraus
und H2 in H* hinein. Die Gleitbahn Hi liegt
auf einer Kugeloberfläche, deren Mittelpunkt das Lagermittel H1 ist. _£/* ist also durchaus
gleichmäfsig gestaltet, so dafs Gleitstück H'2 in
dieser Bahn H* gleiten kann, wenn man ihm dieselbe Form wie der Gleitbahn ertheilt. Da
nun H"2 und H3 fest mit der Flügelstange H
verbunden sind, so mufs der Flügel sich der Form der Gleitbahnen entsprechend abwärts
bewegen und die drei vorher erwähnten Bewegungen durchmachen. Die Drehung des Flügels (Bewegung 3) findet, wie aus Fig. 11
hervorgeht, dadurch statt, dafs die Flügelstange H infolge ihrer starren Verbindung mit
H'2 ihre Lage zu H'2 nicht ändert und daher der Bewegung von H"2 folgen., d. h. sich bei
schräger Lage von H^ zusammen mit dem Flügel drehen mufs.
Die Flügel B sind durch Scharniere B6, Fig. 6 und 7, mit der Flügelstange H verbunden, so
dafs sie sich unabhängig von der Lage der Flügelstange Hin die Verticale einstellen können.
Diese verticale Lage behalten sie bei, so lange sich die Kolbenstange G abwärts bewegt, also die
Flügelstange in ihre höchste Lage zurückkehrt. Findet dann eine Abwärtsbewegung der Flügelstange
statt, so verläfst dieselbe ihre verticale Lage und legt sich gegen den Querriegel J,
welcher an der Flügelstange H befestigt ist. Der Flügel wird aus seiner verticalen Lage durch die
Centrifugalkraft infolge der um das Lagermittel schwingenden Bewegung des Flügels bei Hochgang
gebracht und dann durch den Luftwiderstand beim Niedergehen ganz umgelegt, so dafs
er sich gegen den Querriegel / legt. Man kann, um das Eintreten der Flügel in ihre
Arbeitslage noch zuverlässiger zu veranlassen, Flügel B und Querhaupt / durch Ketten J1
verbinden, deren Länge so bemessen ist, dafs sich der Flügel nicht genau in die Verticale
einstellen kann, sondern zu derselben, wie aus Fig. 6 ersichtlich, eine schräge Lage einnimmt.
Dann ist bei der Auswärtsbewegung immer eine Componente vorhanden, welche ein Umlegen
des Flügels in seine Arbeitslage, veranlafst. Der Flügel bleibt während seines ganzen
Niederganges in dieser Arbeitslage, und erst, wenn die Flügelstange sich wieder aufwärts
bewegt, löst sich der Flügel vom Querhaupt / und stellt sich wieder vertical ein. Somit sind
die Flügel unter Aufwendung geringer Kraft aus ihrer tiefsten Stellung in ihre höchste Lage
zu schaffen.
Die bereits vorher erwähnte Anordnung des den Wagen beim Anfliegen auf der Erde fortbewegenden
Motors D erleichtert im Verein mit den durch die Flügelbewegung hervorgerufenen
Auftriebskräften das Anfliegen der ganzen Vorrichtung. Wird der Wagen A durch den
Motor D horizontal auf der Erde fortbewegt — die Bewegungsgröfse wird durch d, Fig. 5,
bezeichnet —, so werden sich als Resultanten von d mit den der jeweiligen Flügelstellung
i, 2, 3, 4, 5, 6 entsprechenden Auftriebskräften /W2/3/4/5/6 Kräfte rb r6 ergeben, welche die
gesammte Vorrichtung vom Erdboden in schräger Richtung in die Lüfte heben. Der Erfinder erleichtert dieses schräge Anfliegen
noch dadurch, dafs er das Flügelpaar B1 zu
Anfang schneller als das .Flügelpaar B'2, dieses
letztere wieder schneller als B3 und B3 schneller
als S* arbeiten läfst. Die Geschwindigkeit der Flügel nimmt also vom Vordertheil der Vorrichtung
nach dem Ende derselben beim Anfliegen stetig ab, und so erhebt sich der Wagen A
mit allen seinen Theilen schräg in die Lüfte. Hat sich die Vorrichtung vom Erdboden abgehoben,
so wird die Thätigkeit des Motors D eingestellt.
Die Motoren F, welche die Flügel bethätigen, f
werden ebenfalls durch die in den Cylindern C V
enthaltene comprimirte Luft betrieben. · f
Um nun die Luft in C zu ersetzen, ist jeder dieser Behälter C mit einer Rohrleitung M versehen,
welche in Trichter N ausmündet. Durch diese Trichter strömt während des Fluges der
Vorrichtung atmosphärische Luft ein, welche zunächst zu den Compressionspumpen O und
von denselben zusammengeprefst in die Cylinder C gelangt. Zum Betriebe der Luftpumpen
O dienen die Motoren P, welche gleichfalls von der in C enthaltenen comprimirten
Luft gespeist werden.
Um die Spannung der in den Cylindern C > enthaltenen Betriebsluft zu erhöhen, ist auf
dem Verdeck des Wagens eine selbstthätige Schüttfeuerung R vorgesehen, welche vom
Führerstande 5 aus geregelt werden kann. Die Heizgase werden in Rohren T durch die
Cylinder C zum Schornstein V geleitet und erwärmen die in C enthaltene Betriebsluft, wodurch
deren Spannung erhöht wird.
Die Steuerung der Flugmaschine findet durch ein grofses Luftsteuer W statt, welches sich am
Vordertheile der Vorrichtung befindet und aus zwei unter einem spitzen Winkel fest mit einander
verbundenen Steuerplatten besteht. Eine Drehung dieses Steuers erfolgt vom Führerstande
iS aus durch geeignete Uebertragungsmittel.
Ist das Steuer in die punktirte Lage nach Fig. 2 eingestellt, so soll die Vorrichtung
nach dem in Fig. 2 eingezeichneten Pfeile ihre Flugrichtung ändern.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Flugmaschine, gekennzeichnet durch einen mit mehreren Flügelpaaren versehenen Räderwagen (A), welcher beim Anfliegen durch einen Motor (D) in horizontaler Richtung in Bewegung gesetzt wird, während die einzelnen Flügelpaare mit verschiedener Geschwindigkeit derart bewegt werden, dafs dadurch der Apparat in schräger Richtung in die Lüfte gehoben wird.
Bei dem unter 1. beanspruchten Flugapparate die Verbindung der Flügel (B) mit den Flügelstangen (H) durch Scharniere zu dem Zwecke, ein selbstthätiges Einstellen der Flügel in die Verticale bei ihrer Aufwärtsbewegung zu ermöglichen, so dafs der Luftwiderstand bei Aufwärtsbewegung der Flügel auf ein Minimum reducirt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78033C true DE78033C (de) |
Family
ID=350790
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78033D Active DE78033C (de) | Flugmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78033C (de) |
-
0
- DE DENDAT78033D patent/DE78033C/de active Active
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