DE77945C - Rotirender Trockenapparat mit um den Heizkörper herum angeordneten Trockenzügen - Google Patents

Rotirender Trockenapparat mit um den Heizkörper herum angeordneten Trockenzügen

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DE77945C
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J. HUNDHAUSEN, Hamm i. W
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B11/00Machines or apparatus for drying solid materials or objects with movement which is non-progressive
    • F26B11/02Machines or apparatus for drying solid materials or objects with movement which is non-progressive in moving drums or other mainly-closed receptacles
    • F26B11/04Machines or apparatus for drying solid materials or objects with movement which is non-progressive in moving drums or other mainly-closed receptacles rotating about a horizontal or slightly-inclined axis
    • F26B11/0404Machines or apparatus for drying solid materials or objects with movement which is non-progressive in moving drums or other mainly-closed receptacles rotating about a horizontal or slightly-inclined axis with internal subdivision of the drum, e.g. for subdividing or recycling the material to be dried
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B11/00Machines or apparatus for drying solid materials or objects with movement which is non-progressive
    • F26B11/18Machines or apparatus for drying solid materials or objects with movement which is non-progressive on or in moving dishes, trays, pans, or other mainly-open receptacles
    • F26B11/181Machines or apparatus for drying solid materials or objects with movement which is non-progressive on or in moving dishes, trays, pans, or other mainly-open receptacles the receptacle being a foraminous, perforated or open-structured drum or drum-like container, e.g. rotating around a substantially horizontal or vertical axis; the receptacle being multiple perforated drums, e.g. in superimposed arrangement

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82: Trockenvorrichtungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. August 1893 ab.
Die bisher bekannten rohrenden Trockenapparate sind derart construirt, dafs sie — wegen erstens zu starken mechanischen Angriffs des Trockengutes durch Schaufeln u. s. w,, zweitens zu grofser Fallhöhe desselben beim Umgewürfeltwerden, drittens unmittelbarer Berührung desselben mit den vom Heizmittel bestrichenen Metallflächen und viertens oft auch ungenügenden Luftraumes ■— alle mechanisch oder chemisch empfindlichen Materialien von dem Vortheil des Rotirens bezw. des stetigen Umgewendetwerdens beim Trockenprocefs ausschliefsen. Diesem Uebelstande abzuhelfen, ist der nachstehend beschriebene Apparat bestimmt.
Derselbe besteht aus einer mit ihren Längsseiten gegen einander gebogenen Horde oder aus einem Paar oder einer ganzen Anzahl solcher endloser Horden, welche derartig zu einem oder mehreren Kanälen vereinigt sind, dafs das Innere jedes Kanales zugängig wird."
Diese Zerlegbarkeit jedes Kanales, durch welchen das Trockengut geführt wird, bildet ein neues Merkmal des Apparates und steht im Gegensatz zu den unzerlegbaren Führungskanälen der bis jetzt gebräuchlichen Trockenapparate.
Die Zerlegbarkeit ist aber deshalb von grofser Wichtigkeit, weil für empfindliches Trockengut in besonderem Mafse der Umstand zu Tage tritt, dafs in den Winkeln und Ecken im Apparat Substanztheile hängen und dann längere Zeit, als statthaft ist, der Hitze ausgesetzt bleiben. Wenn sie sich alsdann später lösen und in das andere Material kommen, werden sie dessen Güte heruntersetzen bezw. ganz entwerthen. Derartige Apparate sollen sich daher durch eine leichte Zugänglichkeit und Möglichkeit der Reinigung des Apparates in allen Ecken und Winkeln auszeichnen.
Die zweckmäfsigste Zusammenfügung der Horden dürfte die von zwei concentrisch über einander gelagerten, in Hordenart bespannten Mänteln von Prismen (Fig. i),oder Cylindern bezw. Pyramiden oder Kugeln sein, welche in oder um oder in und um ein Heizmittel für sich oder mit diesem gemeinsam rotiren, und zwischen welchen beiden Flächen das Trockengut, von der einen zur anderen fallend, durchpassirt, indem es entweder durch die Neigung der Flächen oder durch eine entsprechende schraubenförmige Führung derselben vorwä'rtsgeschoben wird. Zur Mitnahme des Materials durch die Rotation. genügen theils die Leisten, auf denen die Bespannung ruht, theils werden zwischen die beiden Hordenflächen Zwischenwände aus gleicher Bespannung eingefügt, oder die Hordenflächen werden durch geeignete Veränderung ihres einfachen geradlinigen bezw. kreisförmigen Querschnittes zur Mitnahme befähigt. Letzteres geschieht am einfachsten, indem man der inneren Hordenfläche einen nach aufsen und der äufseren Hordenfläche einen nach innen gerichteten sternförmigen Querschnitt giebt und diese beiden in einander greifen läfst, wie die Fig. 2 zeigt. Zur Verringerung der Fallhöhe des Trockengutes beim Rotiren ist es in vielen Fällen auch nöthig, die Erhöhungen der beiden Querschnitte gegen einander stofsen zu lassen, so dafs geschlossene Hordenkästen entstehen (Fig. 3).
Eine besonders einfache Ausführungsform des soeben seinem Aeufseren nach gekennzeichneten Apparates stellen Fig. 4 bis 6 dar.
Um einen metallenen Rotationscylinder a, welcher mittelst hohler Endzapfen b in Lagern drehbar ist, sind concentrisch zu. einander zwei Horden c und d angeordnet. Die innere Horde ist über u-förmige Stäbe e gespannt, welche auf dem Mantel des Cylinders α befestigt sind. In die Vertiefung jedes Stabes e ist radial ein Rahmen f eingestellt, welcher ebenfalls mit Hordenmaterial umspannt ist. Ueber die oberen schmalen Flächen der Rahmen ist alsdann die äufsere Horde d gespannt worden, welche dort durch T-Eisen e1 festgehalten wird, und diese Eisen sowie das ganze Hordensystem werden durch Ringe h gegen einander zusammengehalten. Während am die untere Hälfte des Hordensystems noch eine Heizmulde i angeordnet ist,, wird der ganze Rotationskörper auf seiner oberen Hälfte durch ein Blech k abgedeckt, welches die von dem mittelst Dampfes geheizten centralen Cylinder und der gleichfalls mit Dampf geheizten unteren Mulde ausströmende Wärme gegen Ausstrahlung nach oben zurückhalten soll.
Das zu trocknende Gut wird durch einen Trichter / in die einzelnen, mit dem inneren Dampfcylinder rotirenden Kanäle m, welche durch die Hordenbespannungen gebildet sind, eingebracht und durch irgend welche vorhin genannte Bewegungsmittel oder durch eine schräge Lage des ganzen Rotationskörpers den anderen Enden der Kanäle zu bewegt, .aus welchen es in trockenem Zustande in eine Schneckenrinne η gelangt, die es weiter befördert.
Bei der vorbeschriebenen Construction sind die Hordenkanäle einzeln vorn und hinten offen. Es können aber auch eine Anzahl derselben verschlossen und so mit einander vereinigt sein, dafs das Trockengut durch Führungsleisten, welche in bezw. unter der Bespannung liegen, auf der Rotationsfläche mehrfach hin- und hergeführt wird, was für Materialien, die langsam getrocknet werden müssen, nothwendig sein kann.
Ein Hordenpaar kann auch mehrfach über einander gebaut werden und das Trockengut auch von einer Lage nach der anderen von . aufsen nach innen oder umgekehrt durchgeführt werden. Bei entsprechend starker Spiralführung der Bespannungen kann der Apparat auch statt um eine horizontale um eine verticale Achse laufen.
Wenn im Vorstehenden die das Trockengut tragenden bezw. führenden Flächen als »Horden« bezeichnet sind, so soll hiermit auf einen zweiten wesentlichen Unterschied hingewiesen sein, welcher zwischen den bekannten rotirenden Rost- und Trockenapparaten und dem hier dargestellten besteht. Dieser liegt nämlich in dem hier und dort zur Verwendung kommenden Material für die Trockenflächen und namentlich in der verschiedenen Beziehung dieser Flächen zu den Heizorganen. Während die die Trockenflächen bildenden Wände der bekannten Apparate aus verhältnifsmäfsig starkem Blech' bestehen und1 gleichzeitig die Heizkanäle begrenzen, so dafs das Trockengut unmittelbar durch das Heizmittel erhitzte Wände berührt, versteht man unter einer Horde eine Fläche aus leichtem, dünnem Gewebe oder Geflecht, und· ferner werden diese Flächen nicht unmittelbar von dem Heizmittel umspült, sondern sie bilden vollständig von den Wandflächen der Heizzüge getrennte Wände. Es befinden sich also zwischen ihnen und den Heizzügen Luftschichten, durch welche die Wärme unmittelbar übertragen wird.
Es ist daher nicht nur ein einfacher, im Nachstehenden noch näher erläuterter Materialunterschied zwischen dem neuen Apparat und den bisher gebräuchlichen vorhanden, sondern es liegt hier eine, ganz neue Hinzufügung vor. Die Heizorgane des neuen Apparates werden nämlich, wie bisher, aus Eisen, Kupfer oder ähnlichem Material hergestellt, aber deren Wände werden nicht,mehr zum Tragen oder Führen des Trockengutes benutzt, sondern dies besorgen jetzt besonders eingefügte Wandflächen aus leichtem Gewebe oder Geflecht.
Was nun die neue Verwendung des genannten Materials betrifft, so mufs im allgemeinen bei dessen Wahl darauf gesehen werden:
erstens ob die Wärmeleitung und Wärmecapacität des Materials dem vorgesehenen Zweck entspricht, zweitens ob es nicht von dem feuchten, zu trocknenden Material in der Hitze angegriffen und letzteres dadurch verunreinigt wird, drittens ob das Material der Trockenflächen nicht zu hart ist, so dafs das Trockengut (immer von empfindlichen Substanzen gesprochen) darunter zu sehr leidet.
Auf den bisher gebräuchlichen eisernen Trockentrommelflächen kann man z. B. Stärke gar nicht trocknen, weil selbst bei geringer Temperatur von ca. 6o° — niedriger läfst sich die Temperatur in den Apparaten praktisch nicht halten — die Wärmeleitung und Wärmecapacität des Eisenblechs viel zu grofs ist und sofort Verkleisterung eintritt, abgesehen davon, dafs das empfindliche Material (weifse Stärke) auf den Metallflächen an Reinheit der Farbe verliert. Wollte man ferner z. B. Farbholz in den gebräuchlichen Trommeln trocknen, so würde hier zwar nicht zu hohe Temperatur, wohl aber der Umstand im Wege stehen, dafs die Berührung des Farbholzes mit dem Eisen die Farbe des Holzes verändert. Ebenso würde Dextrin in solchem Apparat nicht getrocknet
werden können. Mechanisch empfindliche Substanzen, wie z. B. Getreide, Streichhölzer, Obst und dergleichen, würden auf den harten Metallflächen durch den blofsen, mit rollender Reibung verbundenen Fall zerschlagen werden.
Alle diese nur beispielsweise angeführten Substanzen lassen sich aber spielend und vollkommen unbeschädigt in einem rotirenden Cylinder trocknen, wenn dessen Bespannung eine nicht metallische bezw. eine solche ist, bei der die Metalle durch ihre Form und ihr Material von den oben genannten Mängeln befreit sind. Letzteres ist z. B. der Fall bei feinen Drahtgeweben, deren Masse so gering ist, dafs sie sich hinsichtlich des Wärmeaufnahme- und Wärmeabgabevermögens dem Stoffgewebe nähert und dessen Weichheit für das fallende Trockengut sich ebenso verhält. Verzinnte Messinggewebe kommen dem Seidenoder Baumwollgewebe für den in Rede stehenden Trockenzweck sehr nahe.
Aus diesen Gründen sind daher hordenartige Flächen, d. h. solche aus nicht metallischen oder solchen metallischen Stoffen, deren Massenverhältnisse und Wärmeleitungsvermögen denen der nicht metallischen gleichen, als Umflächen für die das Trockengut aufnehmenden und leitenden Körper gewählt worden, also Zeugstoffgewebe, dünne Holzgeflechte, feine Drahtgewebe und dergleichen; ausgeschlossen sind volle Eisenblechtafeln, gegossene und überhaupt nach Substanz und Masse für die Trocknung empfindlicher Stoffe unmögliche Körper.
Kurz wiederholt, bestehen die neuen vortheilhaften Merkmale'des Apparates darin,
ι. dafs die Trockenflächen aus leichtem Geflecht oder Gewebe bestehen,
2. dafs die Trockenflächen solchen Wänden angehören, welche von den Wänden der Heizzüge gesondert sind,
3. dafs die zu Trockenkanälen zusammengesetzten Wände leicht von einander genommen und daher die Kanäle selbst zwecks Reinigung leicht zerlegt werden können.
Nur infolge dieser Merkmale ist es möglich, einen Rotationsapparat zum Trocknen von empfindlichem Trockengut zu benutzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Rotirender Trockenapparat, dessen Innenwände zur Bildung eines oder mehrerer das Trockengut aufnehmenden und fortleitenden Trockenzüge mit hordenartigen Flächen so bespannt sind, dafs das Trockengut durch derartige Flächen vor der Berührung mit dem Heizkörper geschützt ist, dafs die Fallhöhe des Trockengutes durch die Entfernung und Form der hordenartigen Flächen bezw. durch die Höhe der Trockenzüge beschränkt ist, und dafs die Trockenzüge zur Reinigung leicht zerlegbar gemacht sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT77945D Rotirender Trockenapparat mit um den Heizkörper herum angeordneten Trockenzügen Expired - Lifetime DE77945C (de)

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