DE77445C - Telephon mit lose gewundener Eisendrahtspirale als Solenoidkern - Google Patents

Telephon mit lose gewundener Eisendrahtspirale als Solenoidkern

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DE77445C
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W. OHNESORGE, Frankfurt a. M
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R11/00Transducers of moving-armature or moving-core type
    • H04R11/06Telephone receivers

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Signal Processing (AREA)
  • Telephone Set Structure (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.W
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an solchen Telephonen, bei welchen der durch die Stromschwankungen der umgebenden Spule erregende Kern durch eine aus Draht gewundene Drahtspirale gebildet wird. Solche Telephone zeichnen sich vor allem durch ihre Leichtigkeit und präcise Wirkung aus, bis jetzt allerdings mit dem Nachtheil, dafs die Lautstärke eine verhältnifsmäfsig schwache war. Erfinder vorliegender Neuerung hat nun die Entdeckung gemacht, dafs die Lautstärke ganz unverhältnifsmäfsig gesteigert wird, sofern nur ein Theil der als Kern dienenden Eisendrahtspirale in die Inductionsrolle hineinragt. Ob bei einer derartigen Anordnung die bei massiven Eisenkernen feststehende Thatsache, dafs das Maximum der Anziehung dann stattfindet, wenn der Eisenkern nur mit einem Theil seiner Länge in die Spule hineinragt, eine analoge Rolle auf das Ausdehnen und Zusammenziehen der Kernfeder spielt, oder ob noch besondere Seitenstöfse auf die Feder einwirken, läfst Erfinder dahingestellt.
Als Kernfeder benutzt Erfinder eine Spiralfeder aus Stahl- oder Eisendraht, die vor der Benutzung erst gehörig gehärtet worden ist. Durch das Härten wird erreicht, dafs die Windungen der dicht gewickelten Feder etwas aus einander geschoben werden, so dafs zwischen je zwei derselben ein kleiner Zwischenraum entsteht. Die Dicke der Feder mufs so bemessen sein, dafs diese sich bequem innerhalb des Hohlraumes der Spule bewegen kann, ohne an den Wänden derselben Reibung zu erfahren. Treten nun Mikrophon- oder sonstige Inductionsströme in den Drahtwindungen der Inductionsspule auf, so werden diese den oberen bezw. den unteren Theil der Feder wie ein Solenoid beeinflussen und, wenn letztere an ihrem einen Ende befestigt ist, in Schwingungen versetzen. Die Feder verhält sich nun wie eine schwingende Saite; hält man das Ohr an den Hohlraum der Spule, so vernimmt man Töne. Letztere werden verstärkt dadurch, dafs das zweite lose Ende der Feder mit einer Schallplatte fest verbunden wird, welche an den Schwingungen der Feder fheilnimmt und dieselben nach Art eines Resonators verstärkt. Um die Lautstärke der Vorrichtung beliebig reguliren zu können, ist das nicht mit der Schallplatte verbundene Ende der Feder an einer Stellschraube befestigt, durch deren Drehung die Spirale beliebig gespannt werden kann. Eine nach obigen Gesichtspunkten gebaute Vorrichtung giebt die Stimmen laut und deutlich wieder; desgleichen den Gesang und musikalische Töne. Die Feder war aus 1 mm starkem Stahldraht gefertigt und gehärtet. Eine noch gröfsere Lautstärke wird erzielt durch Verwendung magnetischer Federn oder solcher aus gehärtetem Eisendraht. Will man die Vorrichtung als Geber benutzen, so ist überhaupt die Anwendung magnetischer Federn Vorbedingung. Um der Feder eine gröfsere Beweglichkeit zu geben, werden zweckmäfsig in der Mitte oder auch an zwei oder mehreren Stellen zwei benachbarte Windungen etwas aus einander gebogen, so dafs ein gröfserer Zwischenraum wie zwischen den übrigen Windungen entsteht. Die Feder scheint in diesem Falle aufser Longitudinalstöfsen auch noch Stöfse in seitlicher Richtung zu erhalten,
welche die Lautstärke der Vorrichtung erhöhen. Eine weitere Lautverstä'rkung wird erreicht, wenn die Feder etwas schief in der Spule angebracht wird, so dafs die Längsachsen von Feder und Spule nicht zusammenfallen, sondern einen spitzen Winkel mit einander bilden.
Die Vorrichtung, wie sie in dem Vorhergehenden beschrieben ist, vereinigt gröfste Einfachheit mit grofser Constanz, Betriebssicherheit und Billigkeit. Soll sie nun als Empfänger verwendet werden, so bedarf es nicht einmal einer polarisirten, sondern einer ganz gewöhnlichen Feder. . In diesem Falle sind Schwankungen in der Lautstärke, wie solche sonst durch Veränderungen des Magnetismus und durch äufsere Einflüsse, wie z. B. magnetische Stürme u. s. w., hervorgerufen werden, unmöglich, da die Vorrichtung keinen permanenten Magneten besitzt. Die theuren Magnete fallen weg, an ihre Stelle tritt die einfache Feder. Die Vorrichtung läfst ferner die gröfste Raumausnutzung zu, ist von einem äufserst geringen Gewicht und infolge dessen leicht zu handhaben. Endlich gestattet sie absolute Freiheit in der Wahl der Schallplatte bezw. des zu dieser verwandten Stoffes und kann sich die Vortheile der leichter beweglichen Schallplatte von Holz zu Nutzen machen. Zusammensetzung der Vorrichtung und Regulirung sind gleichfalls sehr einfach und schnell bewerkstelligt.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zeigt einen Längsschnitt durch das Telephon.
Die Feder F ist an ihrem oberen Ende mit der Stellschraube S durch je eine Klaue k fest verbunden und schwingt innerhalb der Spule V, auf deren oberem Theil die Windungen U des Kupferdrahtes sich befinden. In einem zweiten Einschnitte der Spule sind die Klemmen w und w1 befestigt, an die sich Leitungsschnüre anschliefsen. Die Verstellvorrichtung besteht aus einer Schraube r mit viereckigem Ansatz q, der sich in dem viereckig ausgehölten Messingstück P verschieben läfst. Letzteres wird durch entsprechende Drehung der Schraubenmutter B bewirkt. Ein zweites, mit P fest verbundenes und an dem unteren Theile der Spule festgeschraubtes Messingstück N greift in eine Nuth der Mutter -ß ein und gestattet der letzteren mithin nur eine drehende, nicht aber eine fortschreitende Bewegung. Die kleine Schraube t ermöglicht ein Feststellen der Vorrichtung in jeder beliebigen Lage. Die Spule selbst ist durch wenige Schrauben in dem Gehäuse H befestigt; Schalltrichter und Befestigung der Schallplatte bieten nichts Neues.
Fig. 2 stellt einen von dem vorigen abweichenden Aufbau dar, insofern nämlich, als die Stellschraube durch eine zweite Membran Ai1 ersetzt ist und ein Anspannen oder Nachlassen der Feder F durch Heraus- bezw. Hineinschrauben des unteren, besonders gearbeiteten Schallrohres in das Gehäuse geschieht. Eine derartig aufgebaute Vorrichtung arbeitet also mit zwei Schallplatten, was eine stärkere Lautwirkung zur Folge haben soll, ist von geringer Höhe, jedoch weniger handlich wie die in Fig. ι dargestellte.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Telephon mit einer lose gewundenen Drahtspirale als Kern, dadurch gekennzeichnet, dafs die Inductionsrolle nur auf den oberen bezw. unteren Theil der Feder einwirkt.
2. Ein Telephon nach Anspruch i., bei welchem zum Zwecke, die Federschwingungen zu verstärken, die Feder schief zur Inductionsspulenachse gerichtet ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT77445D Telephon mit lose gewundener Eisendrahtspirale als Solenoidkern Expired - Lifetime DE77445C (de)

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