DE77278C - Verfahren zur Darstellung von Aetherschwefelsäuren mittels Schwefelsäureanhydrids - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Aetherschwefelsäuren mittels Schwefelsäureanhydrids

Info

Publication number
DE77278C
DE77278C DENDAT77278D DE77278DA DE77278C DE 77278 C DE77278 C DE 77278C DE NDAT77278 D DENDAT77278 D DE NDAT77278D DE 77278D A DE77278D A DE 77278DA DE 77278 C DE77278 C DE 77278C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfuric
ether
preparation
acids
anhydride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT77278D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Merck KGaA
Original Assignee
E Merck AG
Publication of DE77278C publication Critical patent/DE77278C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/24Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of esters of sulfuric acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

PATENTAM
Die Darstellung der Aetherschwefelsäuren geschah bisher theilweise durch Erwärmen von Alkoholen, wie beim Methyl- und Aethylproduct, mit concentrirter Schwefelsäure auf dem Wasserbade, oder bei den höheren Homologen durch Einwirkung von Chlorsulfonsäure auf die Alkohole. Letztere Homologen konnten mittels Schwefelsäure allein bisher nicht erhalten werden, weil die Mischung von Schwefelsäure und den höheren Alkoholen sich unter Selbsterhitzung, Entwickelung von schwefliger Säure und Bildung voti Kohlenwasserstoffen der Oelgasreihe zersetzten. Selbst bei den Aetherschwefelsäuren des Methyl- und Aethylalkohols war die Bildung keine quantitative, und die höheren Homologen sind bis heute der schlechten Ausbeuten halber schwer zugängliche Körper. Dem Erfinder gelang es nun, ein Verfahren ausfindig zu machen, nach welchem man sämmtliche Aetherschwefelsäuren der Fettreihe in geradezu theoretischer Weise erhält. Das Verfahren beruht auf der Einwirkung von Schwefeltrioxyd in der Kälte auf die in wenig Schwefelsäure gelösten Alkohole. Hierbei findet erstens absolut vollständige Ueberführung der Alkohole in die Aetherschwefelsäuren statt, und zweitens tritt bei den höheren Gliedern derselben keine Spur von Zersetzung und Bildung von schwefliger Säure ein, und es wird bei geeigneter Weiterverarbeitung eine geradezu theoretische Ausbeute erhalten. Die Ausführung erläutert folgendes Beispiel:
Darstellung von amylschwefelsaurem
Natrium.
90 Theile Amylalkohol werden unter Eiskühlung mit 100 Theilen concentrirter Schwefelsäure in einem Rührkessel gemischt und dann unter fortwährendem Kühlen .100 Theile 8oprocentiges Oleum (rauchende Schwefelsäure von 80 pCt. Anhydridgehalt) oder eine entsprechende Menge eines schwächeren Oleums langsam eingetragen, so dafs keine Temperaturerhöhung eintritt; alsdann läfst man die Mischung unter Wasserkühlung 12 Stunden stehen. Es tritt hierbei keinerlei Zersetzung ein. Die Schmelze wird nun auf Eis gegossen und mit Wasser verdünnt; man erhält eine klare, fast farblose Lösung. Diese wird kalt mit Kreide oder Kalk neutralisirt, filtrirt, das Filtrat mit Soda in das Natriumsalz übergeführt und die Lösung alsdann im Vacuum zur Trockne verdampft. Letzteres ist erforderlich, um ein absolut reines Poduct und eine vollständige Ausbeute zu erzielen. Das so erhaltene Product bildet eine fettigglänzende, völlig weifse und geruchlose Krystallmasse. Es werden aus obiger Menge Amylalkohol 200 Theile' amylschwefelsaures Natrium erhalten, eine Ausbeute, die der theoretischen gleichkommt. Man kann auch, ohne dafs das Resultat wesentlich beeinflufst wird, in den mit Eis gekühlten Alkohol eine verdünntere rauchende Schwefelsäure einlaufen lassen, z. B. 400 Theile Oleum von 2oprocentigem Anhydridgehalt.
Ersetzt man in diesem Beispiele den Amylalkohol durch seine Homologen, wie z. B. Methylalkohol etc., so werden in gleicher Weise die homologen ätherschwefelsauren Salze erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Darstellung von Aetherschwefelsäuren durch Einwirkung von S O3 auf die Alkohole der Fettreihe in kalt gehaltener schwefelsaurer Lösung.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREL
DENDAT77278D Verfahren zur Darstellung von Aetherschwefelsäuren mittels Schwefelsäureanhydrids Expired - Lifetime DE77278C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE77278C true DE77278C (de)

Family

ID=350100

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT77278D Expired - Lifetime DE77278C (de) Verfahren zur Darstellung von Aetherschwefelsäuren mittels Schwefelsäureanhydrids

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE77278C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69021455T3 (de) Verfahren zur Herstellung von Ascorbinsäure.
DE3020612A1 (de) Verfahren zur herstellung niederer fettsaeurealkylester
DE3442579C2 (de) Verfahren zur Herstellung von oberflächenaktiven Kondensationsprodukten
EP0247490A1 (de) Sulfitierte Fettstoffe
DE77278C (de) Verfahren zur Darstellung von Aetherschwefelsäuren mittels Schwefelsäureanhydrids
DE966226C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyvinyldicarbonsaeureestern
DE2758306B2 (de) Verfahren zur Herstellung von N-SuIf oalkanaminoalkanphosphonsäuren bzw. deren Alkalisalze
DE550572C (de) Verfahren zur Herstellung von AEthionsaeure bzw. Carbylsulfat und deren Homologen
EP0074024A1 (de) Verfahren zur Isolierung von 1-Naphthylamin-4,8-disulfonsäure
DE68914247T2 (de) Verflüssigung von Seifenstock.
CH465593A (de) Verfahren zum Sulfatieren von Alkoholen
DE659729C (de) Verfahren zur Herstellung von Methacrylsaeure und deren Estern
DE19609960C2 (de) Verfahren zur Herstellung elektrolytstabiler Fettungsmittel für Leder und Pelze
AT140572B (de) Verfahren zur Darstellung esterartig konstituierter Netz-, Schaum- und Dispergierungsmittel.
EP0207445A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Acyloxybenolsulfonsäuren und deren Salzen
DE887341C (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen organischen Verbindungen
DE215338C (de)
DE612163C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxypyren
AT141867B (de) Verfahren zur Herstellung von kapillaraktiven Mineralsäureestern von Glucosiden.
AT16248B (de) Verfahren zur Darstellung von Ureïden der Dialkylessigsäuren.
DE69555C (de)
DE639953C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylestern der Methacrylsaeure
EP0531863B1 (de) Verfahren zur Isolierung von 2-Naphthylamin-1,5-disulfonsäure
EP0531865B1 (de) Verfahren zur Isolierung des Mononatriumsalzes der 2-Naphthylamin-1,5-disulfonsäure
EP0013558A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Naphthalin-1,3,5-trisulfonsäure