DE76985C - Kohlenstaubfeuerung. (4 - Google Patents
Kohlenstaubfeuerung. (4Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23K—FEEDING FUEL TO COMBUSTION APPARATUS
- F23K3/00—Feeding or distributing of lump or pulverulent fuel to combustion apparatus
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23K—FEEDING FUEL TO COMBUSTION APPARATUS
- F23K2203/00—Feeding arrangements
- F23K2203/008—Feeding devices for pulverulent fuel
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
in BERLIN.
Vierter Zusatz zum Patente JVi 63955 vom 9· Mai 1891.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. März 1893 ab. Längste Dauer: 8. Mai 1906.
■Die vorliegende Erfindung beruht auf der Verwendung eines vom Schornsteinzug in Bewegung
gesetzten Stromes von Verbrennungsluft zum Eintragen des Kohlenstaubes in den waagrechten Verbrennungsraum einer Innenfeuerung
oder einer Vorfeuerung, ergänzt also die Vorfeuerung nach Patent Nr. 69588 derart,
dafs die Verwendung eines künstlichen Gebläses zum Verbrennen von Kohlenstaub überhaupt
entbehrlich wird, wenn ein guter Schornstein vorhanden ist.
In den Fig. 1 bis 3 ist dieses neue »natürliche« Kohlenstaubgebläse in Anwendung auf
eine Vorfeuerung dargestellt, in den Fig. 4 und 5 in Anwendung auf eine Innen- bezw.
Unterfeuerung. Die Fig. 6 bis 8 geben eine Abänderung der Vorfeuerung, Fig. 9 und 10
eine Abänderung des natürlichen Gebläses für beide Feuerungsanordnungen.
Der Verbrennungsraum \ der in Fig. 1 in
einem Längsschnitt gezeichneten Vorfeuerung ist mit einer Feuerbrücke c3 ausgestattet.
Ueber dem vorderen Ende der Vorfeuerung ist der mit Kohlenstaub gefüllte und unten
mit einem Schieber g verschliefsbare Rumpf e8 angeordnet und mit. dem darunter liegenden,
um eine senkrechte Achse schwingenden Zuführüngssieb, das von dem Stiel i1 aus bewegt
wird, durch eine Muffe/ verbunden. Der durch das Zuführungssieb fallende Staub gelangt
durch den Trichter e2 in den Kanal e\ aus dem er in den innerhalb der vorderen
Mündung des Verbrennungsraumes rechenartig neben einander liegenden Rinnen e hinabrieselt.
Vor dieser Eingangsöffnung ist ein Stutzen 0 thürartig befestigt, der an seinem hinteren Ende
eine Anzahl über einander angeordneter, schräg aufwärts gerichteter Platten ρ zeigt. Diese
geben dem von dem Schornstein durch den Stutzen 0 angesaugten Luftstrom eine aufwärts
gerichtete Bewegung, so dafs er nach der Aufnahme des Kohlenstaubes aus den Rinnen e
denselben um so weiter in den ungefähr waagrechten Verbrennungsraum % hineinzutragen
vermag.
Um die schwingende Bewegung der Siebscheibe i ohne Zuhülfenahme einer fremden
Betriebskraft erzeugen zu können, ist in die vordere Mündung des Stutzens 0 mittelst eines
Rahmens q ein Windrad r eingebaut, das zweckmäfsig seine zweite Lagerung bei p1 in
dem Stutzen 0 findet, damit· man nach Abnahme des Kranzes q von dem Stutzen 0 auch
das Windrad r bequem aus ersterem herausnehmen kann. Zur Umsetzung der rotirenden
Bewegung des Windrades in die schwingende Bewegung der Siebscheibe i ist die Nabe des
Rades r mit einem Zapfen r1 versehen, der
die mit einer Gabel den Zapfen i1 der Siebscheibe
i umfassende Hebelanordnung o1 o2 o3 s
in der einen Richtung verstellt, während ihre durch eine Schraube s1 einstellbar begrenzte
rückläufige Bewegung durch eine Feder s2 vermittelt
wird. Die Regelung der Luftzufuhr geschieht durch zwei an der Vorderseite des Kranzes q angebrachte, an einem Bügel i1 feststellbare,
halbkreisförmige Klappen t.
Der den Kohlenstaub aus den Rinnen e aufnehmende Luftstrom führt dem Verbrennungsraum
\ nur einen Theil der Verbrennungsluft zu, der Rest der letzteren tritt von dem Ringraum
n>1 her durch seitliche Kanäle in den
Raum \ über.
In Fig. i. ist angenommen, dafs nur der erste Theil der Verbrennungsluft das Windrad r
und den Stutzen ο durchzieht, der Ringraum n>1
aber die Luft durch Oeffnungen seines äufseren Mantels erhält. Bei der in Fig. ia dargestellten
Anordnung dagegen fliefst die gesammte Luft durch das Windrad und den Stutzen ο und
geht erst nach dem Durchgang durch die Platten ρ theilweise in den nach dem Stutzen ο
sich öffnenden Ringraum wx über.
Bei der in Fig. 4 und 5 dargestellten Innenfeuerung schliefst sich der Stutzen 0 an eine
Thür ox an, welche die Kohlenstaubleitung
e2 e1 e trägt; an dieser Thür ist die das Flammrohr
abschliefsende Stirnplatte α angeordnet. Die Bewegung der Siebscheibe i wird durch
eine ähnliche Hebelanordnung wie in den Fig. 1 bis 3 vermittelt.
Die Vorfeuerung nach Fig. 6 bis 8 zeigt gleichfalls dieselbe Anordnung der Kohlenstaubleitung
auf einer zwischen der Stirnplatte a und dem hier winkelförmig nach abwärts gekrümmten
Stutzen 0 eingehängten Thür ox. Die Welle des waagrechten Windrades r ist
aufwärts durch die Wand des Knierohres 0 geführt und trägt am oberen Ende einen excentrischen
Zapfen r1, der wiederum eine mit dem Zapfen i1 der Siebscheibe i verbundene
Hebelanordnung unter Beihülfe einer Feder hin- und herbewegt.
Da der ganze Apparat auf der Stirnplatte a sitzt, so kann man die letztere als Feuerthürrahmen
an einer Innen- oder Unterfeuerung angebracht denken. Ebenso ist die Anordnung Fig. 9 und 10 für alle drei Fälle brauchbar, da
sie sich von der vorhergehenden nur durch die waagrechte Richtung des Knierohres 0 und
die damit zusammenhängende Abänderung der Hebelanordnung für den Antrieb der Siebscheibe
i unterscheidet.
Um die Kohlenstaubfeuerung in Gang zu setzen, zündet man ein kleines Feuer in dem
Verbrennungsraum \ an, öffnet dann die Klappen t, so dafs das Windrad r zu rotiren beginnt.
Damit ist auch die Zufuhr zerriebenen Staubes durch den Rost i eingeleitet und der
Staub entzündet sich im Verbrennungsraum, dessen Temperatur in wenigen Minuten die
normale, zur vollkommen rauchlosen Verbrennung erforderliche Höhe erreicht.
Claims (1)
- Patent-An spruch:Bei einer Kohlenstaubfeuerung nach Art der durch Patent Nr. 63955 geschützten Einrichtung die Hülfsmittel zum Ersatz der Prefsluft durch Zugluft, dadurch gekennzeichnet, dafs der aus Trichter e2 oder Kanal e1 über die rechenartig neben einander liegenden Rinnen e fallende Kohlenstaub in den Verbrennungsraum ^ geschleudert wird, indem der durch die Esse erzeugte Luftzug im Stutzen 0 durch die schräg gestellten Stäbe ρ eine nach oben gerichtete Bewegung erhält, während das durch den Luftzug betriebene, im Stutzen 0 befindliche Flügelrad r unter Vermittelung der Hebelverbindung ο1 ο2 ο3 s zur Hin- und Herbewegung der Siebscheibe i benutzt wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE76985C true DE76985C (de) |
Family
ID=349829
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT76985D Expired - Lifetime DE76985C (de) | Kohlenstaubfeuerung. (4 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE76985C (de) |
-
0
- DE DENDAT76985D patent/DE76985C/de not_active Expired - Lifetime
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