DE72876C - Kohlenstaubfeuerung. (3 - Google Patents

Kohlenstaubfeuerung. (3

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DE72876C
DE72876C DENDAT72876D DE72876DA DE72876C DE 72876 C DE72876 C DE 72876C DE NDAT72876 D DENDAT72876 D DE NDAT72876D DE 72876D A DE72876D A DE 72876DA DE 72876 C DE72876 C DE 72876C
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DE
Germany
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coal dust
combustion chamber
chamotte
door
pulverized coal
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT72876D
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English (en)
Original Assignee
AKTIEN-GESELLSCHAFT FÜR KOHLEN STAUB-FEUERUNGEN in Berlin
Publication of DE72876C publication Critical patent/DE72876C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23KFEEDING FUEL TO COMBUSTION APPARATUS
    • F23K3/00Feeding or distributing of lump or pulverulent fuel to combustion apparatus
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23KFEEDING FUEL TO COMBUSTION APPARATUS
    • F23K2203/00Feeding arrangements
    • F23K2203/008Feeding devices for pulverulent fuel

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Supply (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
in BERLIN.
Kohlenstaubfeuerung.
Die Neuerung an der durch das Haupt-Patent geschützten Kohlenstaubfeuerung besteht in einer eigenthümlichen Innenfeuerung für Dampfkessel und in neuen Einrichtungen für die Zuführung von Kohlenstaub.
Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht,
Fig.. 2 einen senkrechten Längsschnitt,
Fig. 3 einen Grundrifs und Fig. 6 einen senkrechten Längsschnitt einer abgeänderten Ausführungsform der neuen Innenfeuerung.
Der Verbrennungsraum Z, Fig. 2, wird von einem hohlcylindrischen Chamottekörper b1 umschlossen, der den vorderen Theil des Feuerrohres b2 auskleidet und in dem unteren Theile seiner hinteren Oeffnung durch eine Feuerbrücke c3 begrenzt wird. Die letztere ist nach vorn überhängend angeordnet, wodurch der Uebertritt gröfserer unverbrannter Theile des zum ersten Anzünden des Kohlenstaubes benutzten Brennmaterials in den hinteren Theil des Flammrohres erfolgreich verhütet und die wirbelnde Bewegung der Gase im Verbrennungsraum Z befördert wird. Der Verbrennungsraum ist am vorderen Rande des Feuerrohres durch eine Stirnplatte α abgeschlossen, durch welche der den Kohlenstaub tragende Gebläsestrom eintritt. Der übrige Theil der Verbrennungsluft wird durch kleine Kanäle c1 eingeführt, die den Chamottemantel b1 durchqueren und durch Rohre c gespeist werden. Die Rohre c sind im Chamottemantel bl eingebettet, und erhalten die Luft aus dem Ringraume b, welcher sich zwischen der Stirnplatte α und dem den Chamottekörper vorn begrenzenden Ringe a1 befindet. Der Ringraum b ist durch eine mit einer Regelungsvorrichtung m1 versehene Zweigleitung m an die Windleitung h angeschlossen. In dem Ringraum b und vor Allem in den Längsrohren c findet eine beträchtliche Vorwärmung der Luft statt, auf welcher die vollkommene Verbrennung des Kohlenstaubes zum Theil beruht.
Der Chamottekörper schliefst ferner an seiner untersten Stelle ein Längsrohr c2 ein, welches hinten in das Flammrohr mündet und vorn, wo es auch den Ringraum b durchdringt, durch einen abnehmbaren Deckel geschlossen ist. Dasselbe dient dazu, das Feuerrohr b'2 von Flugasche zu reinigen, was durch Absaugen oder Ausblasen derselben mittelst Dampfes oder Luft geschieht.
Das Kohlenstaubgebläse läfst sich, wie bereits in dem Haupt-Patent beschrieben, von der Stirnplatte α der Feuerung dadurch entfernen, dafs es um die Achse des senkrechten Luftzuführungsrohres h drehbar angeordnet ist. Der Füllrumpf es nimmt an diesen Drehungen nicht Theil, sondern ist an dem Kessel befestigt oder sonst fest aufgehängt. Er ist daher
mit dem Gebläse nur durch eine unterhalb des Absperrschiebers g angebrachte, leicht zu lösende Muffe f verbunden.
Um nach dem Beiseitedrehen des Gebläses bequem Zugang zum Verbrennungsraum zu haben, ist die Stirnplatte a mit einer hinreichend grofsen Thür d versehen, gegen deren oberen entsprechend durchbrochenen Theil sich das Gebläse in seiner normalen Stellung dicht anlegt, während der untere Theil eine zum Anheizen und zum Reinigen des Verbrennungsraumes ■{ dienende Thür / trägt, auf welcher ein Schieber Z1 angebracht ist, um Luft von gewöhnlicher Spannung und Temperatur in den Verbrennungsraum einlassen zu können.
Die in Fig. 6 dargestellte Innenfeuerung weicht von der oben beschriebenen nur dadurch ab, dafs der ringförmige Luftraum b noch vor dem Flammrohr liegt und ebenfalls mit feuerbeständigem Material ausgefüttert ist. Je nach dem vor. dem Kessel verfügbaren Raum und je nach dem Durchmesser des Feuerrohres wird man die eine oder die andere oder auch eine aus beiden zusammengesetzte Anordnung wählen.
In den Fig. ι bis 3 sind zugleich einige Neuerungen an der Zuführung des Kohlenstaubes dargestellt. Zunächst hat der Vorrathsrumpf e3, um einen recht geringen und möglichst gleichmäfsigen, von dem Höhenstand des Kohlenstaubes im Trichter unabhängigen Druck des Kohlenstaubes auf die unter der Muffe f liegende Zerreibungs- und Zuführungsvorrichtung zu erzielen, an, seinem unteren, mit dem Absperrschieber g versehenen Ende eine sich knieförmig absetzende Gestalt erhalten.
Ferner ist eine Einrichtung getroffen, um den zerriebenen Kohlenstaub in gleichmäfsigerer Vertheilung als bisher in den Luftstrom zu bringen. Der schräge Kanal e1, in welchen das Pulver aus der Zerreibungs- und Zuführungsvorrichtung fällt, endigt zu diesem Zweck in eine Anzahl schmaler, oben offener, in Abständen angeordneter Rinnen e, aus denen der zwischen ihnen hindurchstreichende Luftstrom den Staub gleichsam absaugt.
Eine dritte Neuerung in der Zuführung der pulverförmigen Kohle besteht in einer Vervollkommnung der in dem zweiten Zusatz-Patent (Nr. 67622) erläuterten rostartigen Zerreibungsund Zuführungsvorrichtung und ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt. Die Hin- und Herbewegung des Rostes oder Siebes i überträgt sich leicht auf die unmittelbar darauf liegende Schicht des Kohlenstaubes; dadurch wird die zerreibende und siebende Wirkung vermindert. Diese Mitbewegungen verhindern nun die an einem Kranze k1 befestigten, radial und senkrecht gerichteten, messerartigen Scheidewände k. Der Kranz A:1 liegt zwischen dem Rumpf e2 und der oben erwähnten Verbindungsmuffe f, so dafs er bei seitwärts gedrehtem Gebläse leicht abnehmbar ist. Durch Stege /c2 ist derselbe mit einer Nabe ks verbunden, in welcher mittelst Büchse /c4 die senkrechte Achse der Siebscheibe i eine obere Führung erhalten kann.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Anordnung der im Anspruch 1. des Haupt-Patentes Nr. 63955 gekennzeichneten Kohlenstaubfeuerung als Innenfeuerung für die Flammrohre von Dampfkesseln in der Weise, dafs der vordere Theil des Feuerrohres eine hohlcylindrische Chamotteausfütterung (bl) besitzt, welche in ihrem vorderen Ende von der den Feuerungsraum abschliefsenden Stirnplatte (a) durch einen ringförmigen Luftkanal (b) getrennt wird, der durch eine Abzweigung (m) der zum Kohlenstaubgebläse führenden Windleitung (h) gespeist wird und von dem aus Luftzuführungsrohre innerhalb des Chamottefutters (bl) nach den Luftaustrittskanälen (c1) gehen, wobei Kohlenstaub durch die Stirnplatte (a)' in den Chamottecylinder eingeblasen wird, während ein den ringförmigen Kanal (b) und den Chamottekörper (b1) durchdringendes Rohr (c) ein Ausblasen oder 'Absaugen" von Flugasche aus dem Feuerrohr (b~) gestattet.
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Kohlenstaub - Innenfeuerung behufs Zugänglichmachung des Feuerraumes die Anordnung einer Thür (d) im centralen Theile der Stirnplatte (a), gegen deren oberen entsprechend durchbrochenen Theil das Kohlenstaubgebläse dicht anliegt, während im unteren Theile der Thür (d) eine Reinigungsthür (I) mit Einlafsschieber für Luft angebracht ist, wobei das Oeffnen der Thür (d) dadurch ermöglicht wird, dafs die Verbindung der um eine senkrechte Achse (h) drehbaren Gebläsevorrichtung mit dem unbeweglichen Trichter (e3) durch Lösen einer Muffe (f) aufgehoben werden kann.
3. Bei dem durch den Anspruch 1. des Zusatz-Patentes Nr. 67622 gekennzeichneten Kohlenstaub-Zuführungsroste, behufs Verminderung und möglichster Constanterhaltung des Druckes des auf dem Rost befindlichen Kohlenstaubes, die Gestaltung des Zuführungstrichters (e^) mit einem solchen Knick am unteren Ende des Hauptrumpfes, dafs die abwärts gerichtete Verlängerung des letzteren neben den Rost fallen würde.
4. Bei dem durch den Anspruch 1.. des Zusatz-Patentes Nr. 67622 gekennzeichneten schwingenden Siebe behufs Verhütung der Mitbewegung des Kohlenstaubes ein über der hin - und herschwingenden Sieb-
scheibe (i) angeordneter, aus senkrechten radialen Messern bestehender, unbeweglicher fächerartiger Rahmen (k k1 k'2).
5. Bei der durch den Anspruch 1. des Haupt-Patentes gekennzeichneten Kohlenstaubfeuerung die Einleitung des aus der Zuführungsvorrichtung herabfallenden Kohlenstaubes in den Gebläsestrom in gleichmäfsiger Vertheilung mittelst geneigter Rinnen (e), aus denen der herabrieselnde Staub durch den zwischen ihnen hindurchstreichenden Gebläsestrom fortgerissen wird.
6. Bei der durch den Anspruch i. des Haupt-Patentes gekennzeichneten Kohlenstaubfeuerung die Anordnung einer nach vorn überhängenden Feuerbrücke (c3j am hinteren Ende des Verbrennungsraumes behufs Zurückhaltung gröfserer unverbrannter Stücke und Beförderung der wirbelnden Bewegung der Gase im Verbrennungsraum.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT72876D Kohlenstaubfeuerung. (3 Expired - Lifetime DE72876C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1069370B (de) * 1959-11-19

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1069370B (de) * 1959-11-19

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