DE76856C - Heizeinsatz für Oefen, Herde u. dergl - Google Patents
Heizeinsatz für Oefen, Herde u. derglInfo
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- DE76856C DE76856C DENDAT76856D DE76856DA DE76856C DE 76856 C DE76856 C DE 76856C DE NDAT76856 D DENDAT76856 D DE NDAT76856D DE 76856D A DE76856D A DE 76856DA DE 76856 C DE76856 C DE 76856C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24B—DOMESTIC STOVES OR RANGES FOR SOLID FUELS; IMPLEMENTS FOR USE IN CONNECTION WITH STOVES OR RANGES
- F24B5/00—Combustion-air or flue-gas circulation in or around stoves or ranges
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Description
36. gir. 76 856. SMreaS fHttefec, Sieiierv
Brunn, gjoft gjfaffenBouien B. «Mnbelijetm, u. @.
C^pett^eimer, ÄontgS^öfen, Unterftanien i. S3.
— §et$emfa£ fitr Deren, Serbe u. bergl. S3om
95. 4. 93 ab. fye-Yr '
Brunn, gjoft gjfaffenBouien B. «Mnbelijetm, u. @.
C^pett^eimer, ÄontgS^öfen, Unterftanien i. S3.
— §et$emfa£ fitr Deren, Serbe u. bergl. S3om
95. 4. 93 ab. fye-Yr '
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
ANDREAS ALBESER in BREITENBRUNN (Post Pfaffenhausen bei Mindelheim).
Heizeinsatz für Oefen, Herde und dergl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. April 1893 ab.
Vorliegende Erfindung kennzeichnet eine Einrichtung für Oefen, Herde und dergl.
mit dem Zwecke, möglichst grofse Wärmeausstrahlung bei geringerem Brennmaterialbedarf
zu erhalten, zudem sich mehr Heizgase , entwickeln können. Dies geschieht auf
folgende Art und Weise:
Sobald der Ofenraum angewärmt ist, gelangt .die vom Sockel des Ofens durch das
Luftzuführungsrohr einströmende kalte Luft erhitzt" in den Ofenraum, indem die Luftzufuhr
nur durch ein solches Luftrohr stattfindet. Diese erhitzte Luft weist die vor dem Apparat
aufsteigende Flamme zurück und bezweckt damit ein Kreisen des Feuers oben im Heizraume,
so dafs die Heizgase leichter in die Einlafsöffnungen der seitlich im Heizraum angebrachten
Circulationsvorrichtungen gelangen kann. Die Heizgase erfüllen in letzteren doppelten Zweck;
erstens erhitzen sie den Ofen an den Seitenwandungen stärker als bisher, und zweitens
wird die Wärme in diesen Circulationsvorrichtungen zurückgehalten und gelangt erst
allmälig zur Verwerthung.
Die Heizgase wirken nach dem Verlassen der Circulationsvorrichtungen wieder direct
oberhalb des Rostes auf das Feuer und treiben dasselbe in die Höhe, während dasselbe durch
die vom Luftzuführungsrohr zuströmende heifse Luft nach unten gedruckt wird. Hierdurch
entsteht ein Auf- und Niedersteigen, sowie ein Wirbeln- der Flammen bezw. der Heizgase,
bis dieselben endlich durch die engen und verstellbaren Durchlässe des Apparates entweichen.
Endlich erklärt sich eine Brennmaterialersparnifs dadurch, dafs durch die vollkommene
Abschliefsung des Heizraumes, durch Zuströmung von nur heifser Luft in denselben
und durch den sehr beschränkten Kaminabzug der Heizraum nicht abgekühlt werden
kann.
Auch Rufs und Rauch verzehren sich in einem derart geschlossenen und eingezwängten
Heizraum nach Angabe des Erfinders weit besser, so dafs eine Reinigung seltener erforderlich
ist.
In beiliegender Zeichnung giebt Fig. 1 einen Längenschnitt durch den Heizraum eines
Ofens mit einem Schnitt in der Richtung A-B als Nebenfigur, Fig. 2 zeigt den Heizraum mit
der Anordnung der einzelnen Apparate in perspectivischer Ansicht. ■
Die Einrichtung besteht aus einem kastenartigen Gehäuse mit Vorderwand a, Seitenwänden
b b und Boden c. Den verschiedenen Gröfsen von Oefen entsprechend, wird sie
auch in verschiedenen Formaten hergestellt, kann aber aufserdem durch Unterlagen von
Ziegel- oder dergleichen Steinen in verticaler Richtung den jeweiligen Gröfsenverhältnissen
leicht angepasst werden.' Zu letzterem Zwecke wird auf der Vorderseite von α ein mit
Schlitzen e versehenes, durch Schrauben oder dergleichen zu befestigendes Winkelblech d angeordnet,
wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Die
Schlitze e lassen eine Verbreiterung der Ein- ■ richtung zu, so dafs letztere seitlich gut an
den Wandungen des Heizraumes anliegt, wobei noch zur Erreichung guten Abschlusses,
was unbedingt nöthig ist, ein Bestreichen mit Lehm etc. empfehlenswerth ist.
An den Seitenwandungen b b der Vorrichtung befinden sich Nuthen ti1, in welch
erstere die Rückwand f, in letztere eine Zwischenwand g eingeschoben wird.
Die Vorderwand α erhält ungefähr in der Mitte ihrer Höhe einen nach vorn gekehrten
Blech- oder dergleichen Winkel h von etwa 2/3 Breite des Heizraumes. Derselbe hat den
Zweck, dem gegen die Wand α strömenden Feuer Widerstand entgegenzusetzen, bezw.
dieses zu theilen und zu zwingen, durch kleine in der Platte α entsprechend angebrachte
Schlitze o, sowie durch einen oben in der Platte α befindlichen Ausschnitt \ zu gehen.
Dieser Ausschnitt | kann mittelst eines Stellbleches ^1 vergröfsert oder verkleinert werden.
Letzteres wird mittelst Schrauben ^2, die sich
in Schlitzen der Platte α führen, angeschraubt. Durch die Anordnung einer solchen Vorrichtung
am Ende des Heizraumes, durch welche den abziehenden Heizgasen nur ein sehr beschränkter Abzug gestattet wird, ist es
dem Feuer unmöglich, rasch zu verfliegen bezw. den Heizraum abzukühlen. Das Feuer
wird gewissermafsen in letzterem zusammengeprefst, wodurch ein erhöhter Heizeffect erzielt
werden soll.
Die etwa mit der Zeit. sich unten in der
Vorrichtung ablagernde Flugasche kann durch eine an der Vorderwand α angebrachte Thür ν
entfernt werden, indem eine auf der Rückseite der Thür befindliche Sammelplatte v1 beim
Oeffnen der ThUr mit herausgeht und die auf ihr liegende Asche mitnimmt.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, mufs der Apparat dicht unter der sogen. Durchsichtbder
Kochrohrplatte angebracht werden.
In geringem Abstande vor einem verticalen Schlitz η in der Platte α ist ein Luftzuführungsrohr
k, welches im Sockel des Ofens ausmündet, angeordnet. Die Luftzuführung kann
beliebig regulirt werden; aufserdem ist das Rohr an seinem der Oeffnung η gegenüberstehenden
Ende kugelförmig erweitert und mit Löchern versehen. Dieses Rohr gestattet eine directe Luftzuführung, und zwar wird die zuströmende
Luft durch das unterhalb brennende Feuer erwärmt, so dafs die Luft schon vorgewärmt
in den Apparat gelangt.
Das Luftrohr k kann auf irgend einer zweckmäfsig
an der Vorderwand α angebrachten Stütze m aufsitzen.
Im Gegensatze zu eben beschriebenem Apparate, welcher sich an der Rückseite des
Heizraumes befindet, sind an den Seitenwandungen desselben nachstehend beschriebene
Einrichtungen getroffen.
In geringem Abstande von den Seitenwandungen des Heizraumes sind aus Blechkästen
bestehende Circulationswände w .angeordnet (Fig. 2). Diese Kästen sind unten,
sowie an beiden Seiten geschlossen und nur oben offen. Dem Heizraum zugekehrt sind
in diesen Wänden Oeffnungen x, welche durch Schutzwände theilweise verdeckt sind, angebracht.
.
Aufserdem sind an den Rückseiten dieser Wände Rippen in der aus Fig. 2, linke Seite,
ersichtlichen Anordnung befestigt, welche sich einerseits an die Blech wände ii>, andererseits
an die Heizqaumwände anlegen. Durch Anordnung dieser Rippen werden Kanäle gebildet, welche die Heizgase zu durchziehen
gezwungen sind.
Die Anordnung der Rippen ist aus Fig. 2, links (der Deutlichkeit wegen ist ein Theil des
Bleches w als weggenommen gedacht) ersichtlich. -
Ueber jede der Oeffnungen χ ist eine U-förmig gebogene, mit dem schräg abgedachten
Mitteltheil nach oben stehende Rippej^1 befestigt.
Zwischen diesen Rippen yl bezw. zwischen
den Oeffnungen χ sind gerade vertical verlaufende Rippenj^2 angeordnet, welche wiederum
einen dachförmigen Abschlufs erhalten.
Eventuell kann in den Wänden χ auch eine Putzthür t angebracht sein, um die sich mit
der Zeit auf den Rippen ansetzende Flugasche leichter entfernen zu können.
Die Construction des Rostes braucht keine besondere zu sein, es soll nur beobachtet
werden, dafs ziemlich grofse Zwischenräume zwischen den einzelnen Roststäben vorhanden
sind, damit der Aschendurchfall leicht vor sich gehen kann.
Das Zusammenwirken eben beschriebener Vorrichtungen ist folgendes:
Das auf den Roststäben liegende Brennmaterial erhält Luftzufuhr von vorn und von
unten durch die Heiz- und Aschenthür.
Die sich entwickelnden Heizgase drängen sich gegen die Wand α, zertheilen sich infolge Anprallens
auf das Winkelblech h, und es entweicht ein Theil hiervon durch die Oeffnungen 0,
sowie durch den Schlitz %. Der zurückbleibende
Theil wird im Heizraum zusammengehalten und beschreibt in demselben eine auf- und
niedersteigende und kreisende Bewegung, wie in der Zeichnung (Fig. 2) durch Pfeile angedeutet
ist. Zugleich gelangen aber die an der Wand α aufstofsenden und von dieser zurückgehaltenen
Gase in bezw. hinter die beiden Circulationswände w, wo sie zuerst auf den
dachförmigen Abschlufs der Rippen y2 (s. Pfeilrichtung
Fig. 2), dann auf die Rippen yl aufstofsen,
hierauf seitlich von diesen Rippen
herunter, unter denselben hindurch und durch die Oeffhungen χ wieder in den Heizraum
zurückgelangen. Die Heizgase werden auf diese Weise möglichst lange im Heizraum zurückgehalten und zur bestmöglichen Wärmeabgabe
gezwungen.
Die durch die Oeffnungen ο und ^ aus dem
Heizraum entweichenden und in den eingangs beschriebenen Apparat gelangenden Gase treffen
in demselben zuerst auf die Scheidewand g, gehen unter derselben hindurch und gelangen
dann, den von den Wänden f und g gebildeten Raum durchströmend, in die übrigen
Theile des Ofens.
Um einen Rückschlag der abziehenden Gase zu verhindern, ist die Zwischenwand g bei ρ
abgeschrägt.
Dadurch, dafs die eben beschriebenen Apparate einzelne Theile sind, welche auf
jede Grölse zusammengestellt werden können, können dieselben ohne Umstände auch an
älteren Oefen angebracht werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Heizeinsatz für Oefen, Herde und dergl. zur Erhöhung des Heizeffectes bei gleichzeitiger Brennmaterialersparnifs, gekennzeichnet durcha) die Anordnung einer kasfenartigen, mit Zwischenwand versehenen Eisen- oder dergleichen Verkleidung (af g) für die Rückwand des Heizraumes, an welcher die gegen sie strömenden Heizgase durch einen Vorsprung (h) so getheilt werden, dafs nur ein geringer Theil desselben durch die Abzugsöffnungen (o und tQ in die Feuerzüge des Ofens entweichen kann, während der übrige Theil im Heizraum zurückgehalten wird,b) die Anordnung von hohlen Seitenwandverkleidungen (b w) aus gleichem Material für den Heizraum, in welche die von der unter a) bezeichneten Wand (af g) zurückgehaltenen Heizgase von oben einströmen, durch in denselben angeordnete Vertheiler (y) über die ganzen Heizraumseitenwände vertheilt werden und aus welchem dieselben durch überdeckte Oeffnungen (x) in den Heizraum zurückströmen, wo sie in Verbindung mit der durch ein Rohr (k) in letzteren geleiteten Luft das Feuer in lebhaft kreisende und auf- und absteigende Bewegung und dadurch die Heizgase, Rauch und Rufs etc. zu einer vollständigen Verbrennung bringen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE76856C true DE76856C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE76856C (de) |
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0
- DE DENDAT76856D patent/DE76856C/de not_active Expired - Lifetime
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