DE768024C - Anordnung zur Messung kurzer Zeitspannen - Google Patents

Anordnung zur Messung kurzer Zeitspannen

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DE768024C
DE768024C DES126016D DES0126016D DE768024C DE 768024 C DE768024 C DE 768024C DE S126016 D DES126016 D DE S126016D DE S0126016 D DES0126016 D DE S0126016D DE 768024 C DE768024 C DE 768024C
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DE
Germany
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capacitor
electron beam
arrangement according
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capacitors
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DES126016D
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English (en)
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Werner Dr Schaaffs
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Siemens APP und Maschinen GmbH
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Siemens APP und Maschinen GmbH
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04FTIME-INTERVAL MEASURING
    • G04F13/00Apparatus for measuring unknown time intervals by means not provided for in groups G04F5/00 - G04F10/00
    • G04F13/02Apparatus for measuring unknown time intervals by means not provided for in groups G04F5/00 - G04F10/00 using optical means
    • G04F13/023Apparatus for measuring unknown time intervals by means not provided for in groups G04F5/00 - G04F10/00 using optical means using cathode-ray oscilloscopes

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Manufacture Of Electron Tubes, Discharge Lamp Vessels, Lead-In Wires, And The Like (AREA)

Description

  • Anordnung zur Messung kurzer Zeitspannen Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Messung kurzer Zeitspannen mit Hilfe von durch Spannungsstöße bewirkten Aaslenkungen eines einen Zeitkreis beschreibenden Elektronenstrahles.
  • Es ist bereits bekannt, zum Aufzeichnen oder Anzeigen von periodischen oderkurzzeitigen Vorgängen Kathodenstrahlröhren zu benutzen, bei denen ein umlaufender Elektronenstrahl durch einen von dem zu untersuchenden Vorgang ausgelösten Spannungsstoß von seiner Bahn aasgelenkt wird. Handelt es sich um einen einmaligen Vorgang, so wird die Bahn des Elektronenstrahles und der Ort der Aaslenkung durch photographische Aufnahme des Leuchtschirmes, auf dem die Spur des Elektronenstrahles erscheint, festgehalten. Bei periodischen Vorgängen bewirken die sich wiederholenden Spannungsstöße eine Aaslenkung des Strahles an derselben Stelle, die in Form einer Lichtzacke auf dem Leuchtschirm erscheint und z. B. mit freiem Auge beobachtet werden kann.
  • Das Aufzeichnen periodischer Vorgänge bereitet keine Schwierigkeit. Anders ist es hingegen bei dem Aufzeichnen und Festhalten einmaliger Vorgänge. Die photographische Aufnahme der Aaslenkung macht das Gerät in seinem Aufbau verwickelt. Die Bedienung wird schwierig, und die angestrebte Genauigkeit kann wegen der kurzen Dauer des Spannungsstoßes, die oft nur Bruchteile einer Millisekunde beträgt, oft nicht erreicht werden.
  • Diese Nachteile -werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß ein Kranz nebeneinanderliegeltder Kondensatoren um einen zur Ableitung der Elektronen des nicht ausgelenkten Elektronenstrahles dienenden Auffangschirm angeordnet ist und der durch die Meßimpulse aasgelenkte Elektronenstrahl die den jeweiligen Aaslenkungen zugeordneten Kondensatoren auflädt. deren Ladung eine Abtasteinrichtung auf eine Anzeigevorrichtung auswertbar überträgt. Aus dem Abstand zweier so aufgeladener Kondensatoren kann die Zeitspanne zwischen zwei Ereignissen sehr genau bestimmt werden.
  • Leder der Kondensatoren ist gemäß weiterer Erfindung mit einem Kontaktstück versehen. mit dem ein inot@-)risch angetriebener Schleifarm zur Abnahme ihrer Ladung und >` bertraguna auf eine Anzeigevorrichtung zusammenwirkt. Die Drehzahl dieses Motors steht dabei in einem festen Verhältnis zur ITmlauffrequenz des Elektronenstrahles. Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß die geringe einmalige Aufladung des Kondensators bei einem zu messenden einmaligen Vorgang selbsttätig durch Influenz innerhalb des Elektronenrohres beträchtlich verstärkt «-erden kann.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens dargestellt. Es zeigt: Fig. i eine Kathodenstrahlröhre mit im Innern angeordneten Kondensatoren.
  • Fig. 2 den zugehörigen Kondensatorkranz. Fig. 3 eine Kathodenstrahlröhre mit einer Einrichtung zur Verstärkung der Kondensatoraufladung durch Influenz.
  • Fig. s eine vergrößerte Darstellung der 1:äfigförmigeii Ausbildung der Kondensatoren und Fil-. ; eilte Kathodenstrahlröhre aus Glas mit lichtempfindlichem Boden der KondensatGren.
  • Das Ausführungsbeispiel nach Fig. i besteht aus einem evakuierten Metallrohr i mit der Kathode a und der Anode 3, die als Lochblende ausgebildet ist. Die Heizspannung für die Kautode wird durch Drähte 4 zugeführt, während ein von der Kathode ausgehender und isoliert durch das Metallrohr durchgeführter Draht > zum negativen Pol der Anodenstroniquelle führt. Der positive Pol wird zweckmäßig geerdet; dementsprechend ist in Fig. i auch das -Metallrohr i geerdet angedeutet und die Anode 3 leitend mit ihm verbunden.
  • An den beiden Plattenpaaren 6 und 7 liegen zwei um go" phasenverschobene gleich starke Wechselspannungen. Die Zuleitung dieser hochfrequenten Wechselfelder, die den Umlauf des Elektronenstrahles ani einem Kegelmantel bewirken, erfolgt über Drähte S und g. Die Drehbewegung des Elektronenstralties kann natürlich auch durch zwei gekreuzte magnetische Felder, erzeugt durch zwei gekreuzt liegende Spulenpaare. oder durch ein Platten- und ein Spulenpaar erzielt S°.-erden.
  • Am Anfang und am Ende der zu messenden Zeitspanne erfolgt je ein Sr@aniturg@at@l3. der den Elektronenstrahl an zwei Stellen seiner Bahn radial auslenkt. Die Auslenkspannungen können an die Plat@erpaare 6 und 7 gelegt werden. Sehr zweclzmäl'ig ist e: jedoch, in bekannter Weise in dein Wege des umlaufenden Elektronenstrahles einen zylindrischen oder kegeligen Kondensator allzuordnen, an den die Auslenl:spattnun@en --eführt werden. Diese Ausführungsart ist in Fig. i dargestellt. Die beiden Elektroden des kegeligen Auslenlcl:ondeitsators sind mit io und i i bezeichnet, die Zuführung der Auslenkspannun a erfolgt über die Drähte 12.
  • Die Aufgabe der Erfindung ist es nun. diese beiden Spannungsstöße festzullalteii. d. h. den Abstand der beiden @uslenl:zacl:en auf der Bahn des Elel:tronenstraliles zu bestimmen. Hierzu wird folgende Anordnun<; benutzt: Der umlaufende Elektronenstrahl triitt im unausgelenkten Zustand (Lage a) auf eilten Metallschirm 13, der mit dem -lletallgeliäuse i leitend verbunden ist. Der Metallschirm ist von einem Kranz. dicht auffeinanderfolaender kleiner Kondensatoren derart umgeben, dai bei einer Aaslenkung des Elektronenstrahles (Lage b) dieser auf einen Kondensator fällt und ihn auflädt. Die negativen Kondensatorbelegungen sind mit 14. bezeichnet. die positiven Belegungen bilden zwecl:mäl@i; einen gemeinsamen Ring 13, der mit dem geerdeten Gehäuse i verbunden ist. Die negativen Kondensatorbelegungen sind an einem aus Isolierstoff bestehenden Ring 16 befestigt und mit je einer Auffangfläche i7 versehen. Auf letztere fällt der Elektronenstrahl, wenn er von seiner normalen Lage a in die a@aaelenkte Lage b gelangt. Die Attfiangfläclieit i; sind dicht über dem Schirm 13 angeordnet und umgeben ihn konzentrisch. wie es die Fig. z zeigt.
  • Es maß nun noch ermittelt werden. welcher Kondensator bei der Aaslenkung des Elektronenstrahles aufgeladen wurde. Zu diesem Zweck ist ein langsam laufender Motor 18 vorgesehen, auf dessen Achse isoliert ein Schleifarm ig befestigt ist, der bei :einer Drehung über die Kontaktstücke 20 gleitet. ',Mit einer jeden negativen Kondensator. belegung 14 ist je ein Kontaktstück 2o ver- Bunden. Gelangt der Schleifarm ig auf das Kontaktstück des durch die Auslenkung des Elektronenstrahles gerade aufgeladenen Kondensators, so wird dieser entladen. Der einsetzende Stromstoß wird über den Schleifring 21 und die Bürste 22 des Antriebsmotors an das Gitter einer nicht mit dargestellten Verstärkerröhre geführt, die dann weiter auf eine Anzeigevorrichtung arbeitet. Auf der Achse des Motors i8 wird vorteilhaft noch ein Kurzschlußbügel angebracht, der nach erfolgter Entladung eines Kondensators dessen beide Belegungen kurzschließt, um etwa noch vorhandene Restladungen auszugleichen. Er ist in die Figur nicht mit eingezeichnet worden. Da der Schirm 13 nicht frei stehend angebracht werden kann, ordnet man ihn zweckmäßig ebenfalls auf der Motorachse an und läßt ihn mit umlaufen.
  • Am Anfang und Ende einer zu messenden Zeitspanne werden Spannungsstöße erzeugt und auf die Auslenkkondensatoren io, ii geführt. Die Spannungsstöße mögen in einer Zeit aufeinanderfolgen, die kleiner ist als die Zeit für einen Umlauf des Elektronenstrahles. Der Elektronenstrahl wird alsdann kurz hintereinander auf zwei verschiedene Kondensatoren des die Auffangfläche 13 umgebenden Kondensatorkranzes ausgelenkt. Der Bahnabstand der beiden aufgeladenen Kondensatoren ist ein Maß für die zwischen den Ereignissen verflossene Zeit.
  • Die Motordrehzahl wird dabei wesentlich geringer gewählt als die Umlauffrequenz des Elektronenstrahles. Beträgt erstere z. B. i Hz, so werden die ursprünglich sehr schnell aufeinanderfolgenden Spannungsstöße zeitlich weit getrennt. Die Vorrichtung arbeitet also als Zeitdehner (Zeittransformator), und darin liegt ein wesentliches Merkmal der Erfindung und die Möglichkeit einer sehr genauen Messung. Läuft der Elektronenstrahl in der Zeit zwischen beiden Ereignissen mehrmals um, so ist der Abstand der Auslenkungen bzw. der aufgeladenen Kondensatoren zwar kein unmittelbares Maß mehr für die gesamte Zeitspanne zwischen den Ereignissen. Kennt man diese Zeit aber der Größenordnung nach, so kann man aus dem Abstand der beiden Auslenkungen das genaue Zeitmaß ermitteln oder auf die Genauigkeit schließen, mit der die beiden Ereignisse aufeinandergefolgt sind. Ändert sich die Zeitspanne bei dauernder Wiederholung langsam mit der Zeit, so kann diese kleine Änderung sehr gut verfolgt werden.
  • Der Antriebsmotor 18 wird vorteilhaft, wie es auch die Fig. i zeigt, im Gehäuse i untergebracht, weil man so die schwierigen und unzuverlässigen Wellenabdichtungen spart. Es ist dabei jedoch zu beachten, daß das Vakuum des Gehäuses durch verdampfendes Ö1 für die Schmierung der Motorlager beeinträchtigt wird. Es empfiehlt sich daher, die Achse des Motors nur in Kugellagern laufen zu lassen, die bei der geringen Umdrehungszahl, z. B. i Hz, keinerlei Schmierung bedürfen.
  • Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Verstärkung der Kondensatoraufladung durch Influenz. Die mit den Bezugsziffern 1 bis 12 versehenen Teile in der Fig. 3 haben dieselbe Bedeutung und sind ebenso ausgebildet wie die entsprechenden Teile in Fig. i. Der metallische Auffangschirm 13 für den Elektronenstrahl ist ebenfalls wieder mit dem Gehäuse i verbunden. Er ist von einem Kranz von Kondensatoren umgeben, deren negative Belegungen 14 jedoch käfigförmig als sogenannte Faradaysche Käfige ausgebildet sind. Als gemeinsame positive Kondensatorbelegung findet hierbei gleich der Auffangschirm 13 Verwendung.
  • Die käfigförmige Ausführung der Kondensatoren, die natürlich auch im Ausführungsbeispiel nach Fig. i zur Anwendung gelangen kann, hat den Vorteil, daß die durch die aufprallenden Elektronen ausgelösten Sekundärelektronen im wesentlichen auf den zugehörigen Käfig zurückfallen und nicht etwa durch Diffusion auf die benachbarten Kondensatoren das- Meßergebnis verwischen oder verfälschen.
  • Jeder Käfig ist wieder mit einem Kontaktstück 2o versehen. Über diese Kontaktstücke 2o gleitet die Schleiffeder des Schleifarmes 1g, der isoliert auf der Achse des Motors 18 befestigt ist. Die bei der Drehung des Motors 18 abgenommenen Kondensatorspannungen werden über den Schleifring 21 und die Bürste 22 wiederum dem Gitter einer Verstärkere öhre zugeleitet.
  • Der Auffängschirm 13 ist noch mit Schlitzen 23 versehen, die den Käfigen 14 gegenüberliegen. Eine zweckmäßige Ausbildung des Schirmes 13 mit den Schlitzen 23 ist aus der schaubildlichen Darstellung der Fig. q. näher ersichtlich. Er ist mit aufgenieteten oder angelöteten kegelmantelförmigen Lappen 24 und 25 versehen, zwischen denen mit geringem Abstand aufeinanderfolgend sich die Käfige 14 befinden.
  • Wird ein Spannungsstoß an die Auslenkkondensatoren io und i i gelegt, so wird der Elektronenstrahl aus seiner normalen Bahn a kurzzeitig in die Lage b ausgelenkt und fällt dabei durch einen der Schlitze 23 auf den dahinter befindlichen Käfig 14, der also negativ aufgeladen wird. Die Abnahme dieser Kondensatoraufladung erfolgt, wie eben beschrieben, durch den Motor 18 und den Schleifarm ig. Die Aufladung eines Kondensators infolge einmaliger Auslenkung des Elektronenstrahles ist naturgemäß äußerst gering. Die Wirkung der abgenommenen Ladung bzw. Spannung kann durch Verstärker wesentlich erhöht werden. Der Nachweis so geringer elektrostatischer Ladungen wird jedoch im Betrieb immer mit großen Schwierigkeiten verbunden und vielfach unsicher sein, zumal bei der Stromabnahme mittels Schleiffedern störende Kontaktpotentiale auftreten können. Deshalb wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die nur einmal oder nur wenige Male erfolgende Rufladung des Kondensators selbsttätig durch Influenz zu verstärken, indem parallel zu jedem Kondensator (Auffangkondensator) räumlich zwischen Kathode und Auffangschirm ein weiterer Kondensator (Auslenkkondensator) geschaltet ist, zwischen dessen Belegungen der Elektronenstrahl derart umläuft, daß er nach erfolgter Rufladung des Auffangkondensators durch den Auslenkkondensator jedesmal an wieder derselben Stelle ausgelenkt wird. Die negativen Kondensatorbelegungen dieser Auslenkkondensatoren sind in Fig. 3 mit 26 bezeichnet. Es sind ebenso viele Kondensatorbelegungen 26 wie Käfige 1.4 vorhanden. Die positive Belegung der Auslenkkondensatoren wird durch einen gemeinsamen Ring 27 gebildet, der mit dem geerdeten :Metallgehäuse i leitend verbunden ist.
  • je ein Kondensator 26 ist mit dem in entsprechender Lage befindlichen Faradayschen Käfig 1.4 verbunden, so daß sich die Aufladung des letzteren infolge Auslenkung des Elektronenstrahles in die Lage b auf den Auffangkondensator 13, 14 und den AuslenkkondensatOr 26, 27 verteilt. Beim nächsten Umlauf des Elektronenstrahles wird er infolge der Wirkung des Auslenkkondensators an derselben Stelle ausgelenkt, zwar nicht mehr in demselben Maße, aber doch so weit, daß er noch mit Sicherheit mindestens teilweise in den Isäfig 14. fällt (Lage c). Hierdurch werden Auffangkondensator und Auslenkkondensator stärker geladen, und letzterer lenkt beim nächsten Umlauf den Elektronenstrahl noch stärker aus. Das geschieht so lange. bis er durch die Öffnung 28 hindurchfällt und die `Fände des Gehäuses i erreicht. Eine weitere Rufladung des Käfigs 14 tritt dann nicht mehr ein, so daß die abzunehmende Spannung nach oben hin begrenzt ist. Wenn der von dem im Verhältnis zum Elektronenstrahl langsam umlaufenden Motor i8 bewegte Schleifarm i9 das Kontaktstück 2o des gerade aufgeladenen Kondensators 1.4 erreicht hat, ist letzterer bereits bis auf seinen Höchstwert aufgeladen, so daß eine genügend große Spannung an das Gitter der Verstärkerröhrekommt. Fig.5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Verwendung einer Elektronenstrahlröhre aus Glas. Der metallische Auffangschirm 13 ist von einem Kranz käfigförmiger Kondensatoren i-. umgeben, die auf einem isolierenden Ring 16 befestigt sind. Am Boden der Käfige befindet sich eine lichtempfindliche Schicht 35. Ein Spannungsstoß an die Auslenkkondensatoren io und i i lenkt den umlaufenden Elektronenstrahl von der Lage d in die Lage b aus, so daß er von einem der Kondensatoren 14 aufgefangen wird und diesen auflädt. Ein von einer Lichtquelle 36 ausgehendes Lichtbündel wird durch eine Linse 37 parallel gemacht und fällt auf eine undurchsichtige Scheibe 38, die von dem Motor 18 mit einer Drehzahl bewegt wird, die im Verhältnis zur Umlauffrequenz des Elektronenstrahles sehr gering ist. Die Scheibe 38 ist in an sich bekannter Weise in gleicher radialer Entfernung wie die Käfige i.l mit einer einzigen feinen Öffnung 39 versehen, durch die ein Lichtstrahl q.o auf die lichtempfindliche Schicht 35 der Käfige 14. fällt, der beim Vorbeistreichen über den gerade aufgeladenen Kondensator die Elektronen zur Auslösung bringt. Den Käfigen i-. gegenüber ist ein die positive Kondensatorbelegung bildender Doppelring 15 angeordnet, der von zwei konzentrischen, einen Zwischenraum frei lassenden Ringen gebildet ist. Der Lichtstrahl .lo trifft durch diesen Zwischenraum auf die lichtempfindliche Schicht 35. Durch die lichtelektrisch ausgelösten Elektronen erfolgt ein Stromübergang zwischen 15 und 35, und dieser Stromstoß wird über eine Leitung 41 an das Gitter einerVerstärkerröhre42geleitet. die auf eine Anzeigevorrichtung arbeitet.
  • Zur Messung kurzer Zeitspannen erfolgt dabei eine zweimalige Kurzauslenkung des Elektronenstrahles. Hierdurch werden zwei räumlich voneinander getrennte Käfige 14 aufgeladen, deren Abstand voneinander ein llaß für die Zeitspanne zwischen den beiden Auslenkungen ist. Infolge der langsamen Drehzahl des :Motors i8 werden die ursprünglich sehr kurz aufeinandergefolgten Buslenkungen des Elektronenstrahles nunmehr in ihrem zeitlichen Abstand erheblich auseinandergezogen. Das Gehäuse i muß lichtdurchlässig sein, also z. B. aus Glas bestehen.
  • Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen. daß die Elektronenröhren in der Zeichnung rein schematisch dargestellt sind. Bei der praktischen Ausführung wird man die Ausbildung der Glühkathode, die Anordnung und die Gestalt der Blenden usw. nach den neuesten Erkenntnissen der Elektronenoptik vornehmen. In dein Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 wird die Länge der Elektronenröhre das normale Maß überschreiten, damit der Elektronenstrahl, der ja erst auf dem Auffangschirm scharf gebündelt erscheint, beim Durchlaufen der Auslenkkondensatoren 26,27 einen kleinen Querschnitt hat. Je länger der Strahl, desto kleiner ist sein Querschnitt und um so definierter ist seine Beeinflussung durch die Auslenkkondensatoren.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Messung kurzer Zeitspannen mit Hilfe von durch Spannungsstöße bewirkten Auslenkungen eines einen Zeitkreis beschreibenden Elektronenstrahles, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kranz nebeneinanderliegender Kondensatoren (17, 14 und 15) um einen zur Ableitung der Elektronen des nicht ausgelenkten Elektronenstrahles dienenden Auffangschirm (13) angeordnet ist und der durch die Meßimpulse ausgelenkte Elektronenstrahl die den jeweiligen Auslenkungen zugeordneten Kondensatoren auflädt, deren Ladung eine Abtasteinrichtung (18 bis 22) auf eine Anzeigevorrichtung auswertbar überträgt.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Kondensatoren mit einem Kontaktstück (2o) versehen ist, mit dem ein motorisch angetriebener Schleifarm (i9) zur Abnahme ihrer Ladung und Übertragung auf eine Anzeigevorrichtung zusammenwirkt.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Achse des Antriebsmotors (18) ein Kurzschlußbügel angebracht ist, der nach erfolgter Entladung eines Kondensators (17, 14 und 15) dessen beide Belegungen kurzschließt.
  4. 4. Anordnung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die positiven Kondensatorbelegungen durch einen gemeinsamen ringförmigen Körper (15) gebildet sind.
  5. 5. Anordnung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die negativen Kondensatorbelegungen (14) käfigförmig (Faradaysche Käfige) ausgebildet sind.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch4, dadurch gekennzeichnet, daß die positiven Kondensatorbelegungen (24, 25) mit dem Schirm (13) zum Auffangen des unausgelenkten Elektronenstrahles ein Stück bilden.
  7. 7. Anordnung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstärkung der Ladung des durch die ursprüngliche Auslenkung des Elektronenstrahles aufgeladenen Kondensators parallel zu ihm zwischen Kathode der Elektronenstrahlröhre und Auffangschirm ein weiterer Kondensator (26, 27) geschaltet ist, zwischen dessen Belegungen der Elektronenstrahl derart umläuft, daß er nach erfolgter Aufladung des Auffangkondensators (13, 14) durch den Auslenkkondensator (26, 27) jedesmal an derselben Stelle ausgelenkt wird. B. Anordnung nach den Ansprüchen 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Boden der käfigförmigen Kondensatorbelegungen (14) Öffnungen (28) vorgesehen sind, durch die der Elektronenstrahl bei einer der Höchstaufladung entsprechenden Auslenkung austritt und dadurch die Aufladung begrenzt ist. g. Anordnung nach Anspruch i, unter Verwendung einer Elektronenstrahlröhre aus Glas, dadurch gekennzeichnet, daß die negativen Belegungen der käfigförmig ausgebildeten Kondensatoren (14) mit Böden mit einer lichtempfindlichen Schicht (35) auf ihrer Außenseite versehen sind und den negativ aufgeladenen Belegungen gegenüber ein die positive Belegung bildender Doppelring (15) angeordnet ist, der von zwei konzentrischen, einen Zwischenraum frei lassenden Ringen gebildet ist, durch den ein von außen kommender, zur Auslösung der Elektronen des aufgeladenen Kondensators dienender Lichtstrahl auf die lichtempfindliche Schicht (35) der negativen Kondensatorbelegungen trifft. io. Anordnung nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Lichtquelle (36) und Elektronenstrahlröhre (i) eine in an sich bekannter Weise mit einer einzigen Öffnung (3g) versehene motorisch angetriebene Scheibe (38) vorgesehen ist, die aus dem von der Lichtquelle (36) ausgesandten Strahlenbündel den Abtastlichtstrahl ausblendet. i i. Anordnung nach Anspruch fo, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Anzeigevorrichtung steuernde Verstärkerröhre (42) vorgesehen ist, auf deren Gitter der durch die lichtelektrisch ausgelösten und auf die positive Belegung (15) auftreffenden Elektronen durch das Abfließen zu dem auf positiven Potential befindlichen Auffangschirm (13) bewirkte Stromstoß zur Einwirkung kommt. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift Nr. 6o6 878.
DES126016D 1937-02-11 1937-02-11 Anordnung zur Messung kurzer Zeitspannen Expired DE768024C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE606878C (de) * 1929-08-17 1934-12-12 Aeg Richtungsfinder

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE606878C (de) * 1929-08-17 1934-12-12 Aeg Richtungsfinder

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