DE767952C - Einrichtung zum Kontrollieren und Eichen von Kurzzeitmessgeraeten - Google Patents

Einrichtung zum Kontrollieren und Eichen von Kurzzeitmessgeraeten

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DE767952C
DE767952C DES138079D DES0138079D DE767952C DE 767952 C DE767952 C DE 767952C DE S138079 D DES138079 D DE S138079D DE S0138079 D DES0138079 D DE S0138079D DE 767952 C DE767952 C DE 767952C
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DE
Germany
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short
diaphragms
term
term measuring
measuring devices
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Expired
Application number
DES138079D
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English (en)
Inventor
Hans Dr Phil Gerdien
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens APP und Maschinen GmbH
Original Assignee
Siemens APP und Maschinen GmbH
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04FTIME-INTERVAL MEASURING
    • G04F13/00Apparatus for measuring unknown time intervals by means not provided for in groups G04F5/00 - G04F10/00
    • G04F13/02Apparatus for measuring unknown time intervals by means not provided for in groups G04F5/00 - G04F10/00 using optical means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photometry And Measurement Of Optical Pulse Characteristics (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Kontrollieren und Eichen von Kurzzeitmeßgeräten Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Kontrollieren und Eichen von Kurzzeitmeßgeräten, die gestattet, die Angaben derartiger Meßgeräte auf ihre Konstanz hin zu überprüfen bzw. die Anzeigeskala von Kurzzeitmeßgeräten in einfacher Weise zu eichen. Insbesondere ist an eine Verwendung der im folgenden »Kurzzeitnormal« genannten Einrichtung zur Kontrolle von Kurzzeitmeßgeräten gedacht, die bei der Ermittlung von Geschoßgeschwindigkeiten benutzt werden. Solche Kurzzeitmesser sind mannigfachen mechanischen, thermischen, elektrischen und Witterungseinflüssen ausgesetzt, die in die Genauigkeit der Anzeige eingehen. Es sind z. B. Kurzzeitmesser bekannt, bei denen eine große Anzahl von Glühkathodenröhren in Schaltungen verwendet *@rd, die eine vollkommene Stabilität der Röhrencharakteristiken zur Voraussetzung haben. Bei der starken Abhängigkeit der Röhrencharakteristiken von der Stärke der Heizströme bzw. den Kathodentemperaturen und infolge der zeitlichen Veränderung der Emission ist es, wenn größere Genauigkeiten 'verlangt werden, unbedingt notwendig, das Kurzzeitmeßgerät ständig einer Kontrolle zu unterwerfen mittels eines Gerätes, das unabhängig ist von den die Anzeige verfälschenden Einflüssen beim eigentlichen Meßgerät. Bei der Bestimmung der Geschoßgeschwindigkeit, deren genaue Kenntnis von ausschlaggebender Wichtigkeit für die Feuerleittechnik ist, handelt es sich z. B. darum, Zeiten in der Größenordnung von i Millisekunde auf i0/co genau zu messen. Auch für alle anderen Kurzzeitmeßgeräte, die z. B. von Kippschaltungen unter Verwendung von Verstärkerröhren, Schwingerröhren od. dgl. Gebrauch machen, wird bei der geforderten hohen Genauigkeit der Anzeige ein Kurzzeitnormal als Eichgerät erforderlich sein.
  • Bekannt ist die Verwendung des Helmholtzpendels oder Pendelunterbrechers als Kurzzeitnormal. Hierbei werden zwei auf der Pendelbahn in bestimmter Entfernung angeordnete Kontakte von dem vorbeischwingenden Pendelkörper beeinflußt und dadurch zwei aufeinanderfolgende Signale ausgelöst, deren Zeitdifferenz durch den Abstand der Kontakte und die Schwingungsdauer des Pendels bestimmt ist. Das Helmholtzpendel erfordert eine erschütterungsfreie Unterlage und ist daher nur bei Laboratoriumsversuchen zu gebrauchen. Ein Kurzzeitnormal für die Prüfung und Eichung von Geschoßgeschwindigkeitsmessern hat dagegen nur dann praktische Bedeutung, wenn es beim gefechtsmäßigen Schießen Verwendung finden kann. Diese Forderung wird erfüllt von der erfindungsgemäßen Einrichtung, deren Kennzeichen darin besteht, daß ein von einem mit großer konstanter Drehgeschwindigkeit umlaufenden Drehspiegel reflektiertes Lichtbündel mittels zweier Blenden zwei kurz aufeinanderfolgende Zeitsignale auslöst, deren als Normalzeit dienende Differenz auf der Anzeigeskala des zu prüfenden Kurzzeitmeßgerätes mit der von diesem angezeigten Zeitdifferenz vergleichbar ist. Aus der bekannten Drehgeschwindigkeit des Spiegels und dem auszumessenden Abstand der beiden Blenden ergibt sich dann leicht die Zeitdifferenz für die beiden aufeinanderfolgenden Signale. Wenn jede Schiffseinheit bzw. jede Batterie mit einem derartigen Gerät ausgerüstet ist, so kann man, auch während des Gefechtes, regelmäßig oder nach Wunsch die mittels des Kurzzeitmeßgerätes erhaltenen Angaben auf die Konstanz der Skalenwerte überprüfen.
  • Um jede noch so kleine Verschiebung der Blenden gegeneinander mit genügender Genauigkeit einstellen zu können, empfiehlt es sich, die beiden Blenden übereinander anzuordnen und ein schmales Lichtbündel entsprechender Länge zu verwenden, dessen obere Hälfte über die eine Blende und dessen untere Hälfte über die zweite Blende hinwegstreicht.
  • Eine völlig zuverlässige Eichung ist nur dann möglich, wenn die am Beginn und am Ende des zu messenden Zeitintervalls auf elektrischem Wege gegebenen Signale beim Kontrollieren durch das Normal möglichst in der gleichen Form zur Verfügung stehen, wie sie beim eigentlichen Ileßvorgang vorkommen. Bei der Verwertung des Anfangs- und des Endsignals wird man beispielsweise bei einer bestimmten Bauart von Kurzzeitmessern die Grenze für das zu messende Zeitintervall durch das Erreichen einer bestimmten Spannungshöhe an einer bestimmten Stelle eines Stromkreises definieren. plan kann auch statt der absoluten Größe der Spannung eine bestimmte Änderungsgeschwindigkeit der Spannung bzw. einer Stromstärke zur Begrenzung des Zeitintervalls verwenden. Um nun diese und ähnliche Methoden der Begrenzung des zu messenden Zeitintervalls bequem bei dem Kurzzeitnormal nachbilden zu können, ist es zweckmäßig, durch entsprechende Formgebung der Blenden den zeitlichen Verlauf der von den Photozellen ausgelösten Signale den bei dem zu kontrollierenden Kurzzeitmeßgerät vorliegenden Verhältnissen anzupassen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Fig. i bis 3 dargestellt. Fig. i zeigt schematisch die Gesamtanordnung, in den Fig. 2 und 3 sind, in Richtung auf den Blendenschirm gesehen, besondere Ausbildungen und Anordnungen der Blenden dargestellt.
  • Ein mit i bezeichneter Drehspiegel, dessen Drehachse 2 senkrecht zur Zeichenebene steht. läuft mit einer etwa auf 10 /'o konstant gehaltenen Drehgeschwindigkeit um. Die Konstanz der Drehzahl kann in bekannter Weise durch Stimmgabelsteuerung, durch ein phonisches Rad, einen Schwingquarz oder eine ähnliche Anordnung erreicht werden. Von einer feststehenden Lichtquelle 3 geht ein Lichtbündel 4 aus, das durch einen schmalen Spalt 5 begrenzt ist. Die Backen dieses Spaltes verlaufen parallel zur Spiegeldrehachse 2. Das auf den Schirm reflektierte und sich infolge der Spiegeldrehung bewegende Spaltbild fällt nacheinander auf zwei Blenden 6 und 7, die in einem Auffangschirm ä vorgesehen sind. Der Schirm S hat zweckmäßig die Form eines zur Spiegeldrehachse z zentrischen Zylindermantels. Die Blenden 6 und 7 sind mittels einer Präzisionsschraube gegeneinander verstellbar, so daß ihr Abstand sehr genau meßbar ist. Ferner sind auch die Winkelgeschwindigkeit des Spiegels i und die Länge des umlaufenden Lichtbündels ..l (Abstand des Zvlindermantels vom Spiegeldrehpunkt) bekannt. Damit ist also die Zeitdifferenz, die das Spaltbild zum Durchlaufen des Abstandes zwischen den beiden Blenden 6 und 7 gebraucht, gegeben.
  • Hinter den Blenden 6 und 7 befinden sich Photozellen 9 und io, die im Augenblick des Vorbeistreichens des Lichtbündels 4 der dadurch hervorgerufenen Belichtung entsprechende elektrische Signale auslösen. Diese Signale werden nach Durchlaufen von Verstärkern i i und 12 auf das eigentliche Kurzzeitmeßgerät gegeben. Die auf der Skala des Kurzzeitmeßgerätes angezeigte Zeit wird mit der durch das Kurzzeitnormal festgelegten Zeit für das Durchlaufen des Blendenabstandes verglichen.
  • Fig. 2 zeigt eine Ansicht des Blendenschirmes 8 von vorn. Die Blenden 6 und 7 sind hierbei, um ihren Abstand auf jeden beliebigen Wert einstellen zu können, übereinanderliegend angeordnet. Das vom Lichtbündel q. auf den Schirm 8 geworfene Spaltbilde' ist durch entsprechende Ausbildung des Spaltes 5 so hoch, daß seine obere Hälfte über die Blende 6 und seine untere Hälfte über die Blende 7 hinwegstreicht. Um die Blenden gegeneinander verstellen zu können, genügt es, wie es auch die Ausführung nach Fig. 2 zeigt, nur eine Blende in Richtung des Blendenabstandes verschiebbar zu machen. Die Blende 6 ist in den Schirm 8 eingelassen und also feststehend. Die verschiebbare Blende 7 befindet sich in einem Schlitten 13, der in einer Führung 1q. des Schirmes 8 gleiten kann. Eine Präzisionsschraube 15 (z. B. Mikrometerschraube) ist einerseits mit Feingewinde in einem auf dem Schirm 8 befestigten Bügel 17 geführt und legt sich andererseits mit ihrem freien Ende gegen einen auf dem Schlitten 13 befindlichen Lappen 16 an. Durch Verstellen der Mikrometerschraube 15 kann der Abstand der beiden Blenden auf 1/1o mm oder noch genauer eingestellt werden.
  • Eine mögliche Ausbildung der Blenden zur Anpassung an die Form der beim eigentlichen Meßgerät auftretenden Auslösesiggnale zeigt Fig. 3. Die Blenden sind in diesem Beispiel mit 6" und 7" bezeichnet. Im übrigen ist die Ausbildung des Auffangschirmes die gleiche wie in Fig. 2, und es sind deshalb die gleichen Bezugszeichen beibehalten worden. Wie ersichtlich, ist nur die eine Begrenzungskante derBlenden 6a und 7, dem Spaltbild q.' parallel, während die zweite Kante durch eine Kurve ersetzt ist. Je nach Gestaltung der Kurve kann man die Form des von der Photozelle ausgelösten Signals mannigfach variieren und nach Möglichkeit den Verhältnissen anpassen, die bei den bei der eigentlichen Messung vorkommenden Signalen vorliegen.
  • An einem Zahlenbeispiel soll noch gezeigt werden, mit welcher Genauigkeit das Kurzzeitnormal verwandt werden kann. Der Drehspiegel drehe sich mit der Winkelgeschwindigkeit ioo sec-1 (entsprechend etwa 16 Umdrehungen in der Sekunde) und der Abstand des Schirmes vom Spiegeldrehpunkt (d. i. der Radius des umlaufenden Lichtstrahles) sei 0,5 m. Da sich bei einer Drehung des Spiegels um den Winkel a der reflektierte Strahl um den Winkel 2 a dreht, bewegt sich somit das Spaltbild auf dem Zylindermantel mit der Umfangsgeschwindigkeit ioo m/sec. Eine Millisekunde entspricht also einem Wege von io cm, und eine Verschiebung der Blenden gegeneinander um 1 /1o mm entspricht bereits einer Mikrosekunde (io-6 sec). Wenn die Drehzahl des Spiegels auf i ()/oo konstant gehalten wird, so ist also bequem die Ausmessung einer Zeitdifferenz von i ursec auf 10/00 möglich.
  • Das erfindungsgemäße Kurzzeitnormal ist nicht nur anwendbar bei der Geschoßgeschwindigkeitsmessung, sondern ganz allgemein für jedes Kurzzeitmeßgerät beliebigen Verwendungszweckes zu gebrauchen. Es kann z. B. auch vorteilhaft verwendet werden für die Prüfung und Eichung der Kurzzeitmesser von Echoloteinrichtungen.

Claims (3)

  1. PATENTANsPRÜcHE: i. Einrichtung zum Kontrollieren und Eichen von Kurzzeitmeßgeräten, dadurch gekennzeichnet, daß ein von einem mit großer- - konstanter Drehgeschwindigkeit umlaufenden Drehspiegel (i) reflektiertes Lichtbündel mittels zweier Blenden (6, 7) zwei kurz aufeinanderfolgende Zeitsignale auslöst, deren als Normalzeit dienende Differenz auf der Anzeigeskala des zu prüfenden Kurzzeitmeßgerätes mit der von diesem angezeigten Zeitdifferenz vergleichbar ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die gegeneinander verschiebbaren Blenden (6, 7) übereinander angeordnet sind und die obere Hälfte des z. B. durch einen Spalt hinreichender Länge erzeugten Lichtbündels über (q.) die eine Blende, die untere Hälfte über die zweite Blende hinwegstreicht.
  3. 3. Einrichtung nach Änspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Blenden auf einem zum Spiegeldrehpunkt zentrischen Zylindermantel angeordnet sind. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Ur. q.25 520, 603 117; Kohlrausch, Praktische Physik, 7. Auflage 1935, Verlag von G. B. Teubner, Leipzig und Berlin, S. 73, Abschn. f.
DES138079D 1939-08-02 1939-08-02 Einrichtung zum Kontrollieren und Eichen von Kurzzeitmessgeraeten Expired DE767952C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE425520C (de) * 1924-08-08 1926-02-20 Masuo Hagiwara Kurzzeitmesser
DE603117C (de) * 1930-05-01 1934-09-29 Hermann J Babel Dr Einrichtung zum Pruefen der Massgerechtheit von Massengegenstaenden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE425520C (de) * 1924-08-08 1926-02-20 Masuo Hagiwara Kurzzeitmesser
DE603117C (de) * 1930-05-01 1934-09-29 Hermann J Babel Dr Einrichtung zum Pruefen der Massgerechtheit von Massengegenstaenden

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