DE76597C - Verfahren zur Darstellung von O-Brom- bezw. O - Chlorphenol aus hocherhitztem Phenol - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von O-Brom- bezw. O - Chlorphenol aus hocherhitztem Phenol

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DE76597C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/62Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by introduction of halogen; by substitution of halogen atoms by other halogen atoms

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft die Herstellung von o-Bromphenol oder o-Chlorpbenol in genügend reinem Zustande, so dafs es sich in hervorragendem Mafse für die technische Darstellung des Brenzkatechins eignet.
Bisher galt es allgemein als nicht möglich, Phenol so zu bromiren bezw. chloriren, dafs wesentlich o-Chlorphenol bezw. o-Bromphenol entstand, welches für die Gewinnung von Brenzkatechiri benutzt wird. Demnach mufste die Benutzung des Phenols für die Brenzkatechindarstellung als technisch unausführbar angesehen werden.
Angestellte Versuche haben nun ergeben, dafs o-Bromphenol und - o-Chlorphenol in so reiner Form "und fast ausschliefslich hergestellt werden können, dafs selbst aus dem rohen, ungereinigten Product durch Schmelzen mit Alkali, vorzugsweise mit Natron, in befriedigender Weise Brenzkatechin erzeugt werden kann.
Diese technisch werthvolle und für die Brenzkatechindarstellung äufserst vortheilhafte Gewinnung von o-Bromphenol und o-Chlorphenol aus Phenol geschieht durch Einwirkung des Halogens auf hocherhitztes Phenol. Das erhaltene Reactionsgemisch kann gereinigt oder auch ungereinigt auf Brenzkatechin verarbeitet werden.
Man hat bereits Phenol mit Brom in der Kälte zusammengebracht, wobei fast ausschliefslich Bildung von krystallisirendem p-Bromphenol eintrat (Hübner & Brenker, Ber. VI, S. 171). Das flüssige o-Bromphenol wurde hierbei nicht rein gewonnen. Die Reindarstellung des letzteren gelang vielmehr zuerst mit Hülfe von o-Bromanilin (Fittig & Mager, Ber. VIII, S. 563). Dieses Product ergab beim Schmelzen mit Aetzkali ein Gemenge von wenig Brenzkatechin und viel Resorcin.
Auch die Verwendung von o-Chlorphenol zur Herstellung von Brenzkatechin hat bis jetzt keinen rechten Erfolg gehabt. Es soll allerdings durch Schmelzen von o-Chlorphenol mit Kali in einem Silbertiegel Brenzkatechin erhalten sein; aber wegen der leichten Oxydirbarkeit des letzteren an der Luft, namentlich in Gegenwart eines grofsen Aetzkaliüberschusses, führte dieses Verfahren nicht zu einer bemerkenswerthen Ausbeute. Aufserdem war durch Einleiten von Chlor in Phenol ohne Erwärmen o-Chlorphenol zwar erhältlich, aber zur Reingewinnung des letzteren war eine mehrfache Destillation nothwendig, so dafs die Ausbeute gering und unsicher war (Faust & Müller, Liebig's Ann. 173, S. 303).
Da diese Methoden für eine technische Gewinnung keine genügenden Ausbeuten und keine reinen Producte an o-Bromphenol (auch o-Chlorphenol) und Brenzkatechin ergaben, so wurden Versuche zur Beseitigung der Uebelstände dieser Verfahren angestellt. Da die Bromirung bezw. Chlorirung des Phenols auf kaltem Wege keinen genügenden Erfolg geliefert hatte, so wurde dieselbe auf warmem Wege versucht, was in der That zu einem günstigen Resultat führte.
o-Bromphenol bezw. o-Chlorphenol bildet sich nach diesen Versuchen in reichlichen Mengen, und zwar durch Einleiten von Brom-
dampf bezw. Chlorgas in hocherhitztes Phenol, wobei im allgemeinen eine Erhitzung auf 150 bis 1800C. genügt.
Zweckmä'fsig werden zur technischen Gewinnung des ο - Bromphenols etwa 160 kg dampfförmiges Brom in 94 kg auf 150 bis i8o° G. erhitztes Phenol unter Umrühren eingeleitet. Die entweichenden Dämpfe, welche Bromwasserstoff enthalten, gelangen in einen Rückflufskühler, so dafs die condensirbaren Producte in das Reactionsgemisch zurückfliefsen, während die Bromwasserstoffsäure für sich aufgefangen wird.
Das so erhaltene o-Bromphenol ist ziemlich rein und enthält nur geringe Mengen von Nebenproducten.
Man kann dasselbe einfach und mit bestem Erfolge in der Weise reinigen, dafs man unreines o-Bromphenol theilweise an Basen, besonders die Alkalibasen Kali und Natron bindet, indem man etwa io kg Aetznätron in Form von Natronlauge zu dem aus den soeben angegebenen Mengen erhaltenen unreinen o-Bromphenol zusetzt, dadurch nur einen Theil des unreinen o-Bromphenols bindet und dann das reine o-Bromphenol mittelst Wasserdampfes oder zweckmäfsiger einfach im Vacuum abdestillirt. Das so erhaltene Destillat siedet bei 196 bis 202° C. und giebt, mit Aetznätron verschmolzen, reines Brenzkatechin. Zur Herstellung von o-Chlorphenol ersetzt man die 160 kg Bromdampf durch die äquivalente Menge, d. i. 71 kg, Chlorgas und verfährt in gleicher Weise. Es entweicht hierbei Chlorwasserstoff anstatt Bromwasserstoff und das entstehende Product destillirt unterhalb 2000 C. über; es enthält nur geringe Mengen Verunreinigungen. Die Reinigung desselben geschieht in gleicher Weise, wie beim o-Bromphenol beschrieben, durch theilweise Bindung an Basen, zweckmäfsig an Kali oder Natron, indem man zu der Gesammtmenge des bei den obigen Mengenverhältnissen erhaltenen o-Chlorphenols zweckmäfsig 10 kg Aetznätron in Form von Natronlauge zusetzt und dann weiter, wie für das o-Bromphenol beschrieben, verfährt. Das so gereinigte Product giebt, mit Natron verschmolzen, fast quantitativ Brenzkatechin.

Claims (2)

  1. Patent-AnSprüche:
    ι. Verfahren zur Darstellung von o-Bromphenol bezw. o-Chlorphenol durch Einwirkung von Brom bezw. Chlor auf hocherhitztes (etwa 150 bis i8o° C.) Phenol.
  2. 2. Verfahren zur Reinigung des nach dem durch Anspruch 1. gekennzeichneten Verfahren dargestellten rohen o-Bromphenols bezw. ο-Chlorphenols, darin bestehend, dafs man das Reactionsgemisch theilweise an Basen (zweckmäfsig Kali oder Natron etc.) bindet und alsdann destillirt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2511784A (en) * 1950-06-13 Compositions containing z

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