DE76545C - Verfahren und Vorrichtung zur Entwässerung und Wiedererwärmung der zum Trocknen gebrauchten Luft - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Entwässerung und Wiedererwärmung der zum Trocknen gebrauchten Luft

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DE76545C
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FERD. MOMMER & CO. in Barmen-Rittershausen, Berlinerstr. 100—104
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
gebrauchten Luft.
Die bekannten Trockenapparate kranken an dem Uebelstande, dafs infolge zu grofsen Wärmeverbrauches der Trockenprocefs zu theuer wird; für gewisse billige Materialien erscheint daher eine künstliche Trocknung bis heute ausgeschlossen.
Der grofse Wärmeverbrauch hat seine Ursache einestheils in dem Umstände, dafs es nöthig ist, den Luftstrom mit einem Ueberschufs von Wärme zu beladen, damit nicht innerhalb des Trockengutes wieder eine Condensation der verdampften Flüssigkeit stattfindet; anderentheils darin, dafs auch die durch die Verdampfung gebundenen Calorien mit der austretenden Luft verloren gehen.
In dem vorliegenden Verfahren wird dagegen die gesammte Wärme der zum Verdampfen gebrauchten Luft oder anderen Gase wiedergewonnen, um auf's Neue Verwendung' zu finden.
Dadurch ist es möglich, mit einem sehr geringen Wä'rmequantum eine relativ sehr grofse Menge Flüssigkeit zu verdampfen. Dieses Ziel wird erreicht, indem man die mit verdampfter Flüssigkeit beladenen warmen Gase durch einen Apparat hin- und zurückleitet, welcher auf dem Hinweg als Kühlkörper, auf dem Rückweg als Heizkörper zu dienen im Stande ist, was bei der geringen specifischen Wärmecapacität der Gase, speciell der atmosphärischen Luft unschwer zu erreichen ist.
Leitet man z. B. die mit Wasser gesättigte warme Luft eines Trockenapparates durch die Röhren eines kalten Röhrenkessels, so schlägt sich das Wasser an den Röhrenwänden nieder und sämmtliche Wärme wird von dem Metall der Röhren aufgenommen, so dafs die Luft kalt und trocken aus den Röhren austritt. Läfst man nun dieselbe Luft rückwärts um die Röhren des Röhrenkessels streichen, so entzieht sie dem Metall der Röhren wieder einen Theil der Wärme und tritt als trockene warme Luft wieder aus.
Der nach diesem Princip erdachte Apparat besteht aus einem mit Heizeinrichtung \ versehenen Räume α zur Aufnahme des Trockengutes, aus welchem die Luft durch den Exhaustor b abgesaugt und nach dem Kühlkörper c geführt wird. Dieser besteht aus einem System von Wellblechen, von welchen je zwei zu einer mit Wasser gefüllten Kammer ddd vereinigt sind. Durch Verbindung e mit einem Bassin öder einer Wasserleitung wird in den Wasserkammern ein schwacher Druck erhalten, damit die Kammern immer gefüllt bleiben und etwa entstehende Gasblasen durch ein automatisches Entlüftungsventil f am höchsten Punkte der Kammern entweichen können und damit durch Oeffnen eines Ablaufhahnes g heifs gewordenes Wasser abgelassen und so der Kühlkörper und mit ihm der Luftstrom nach Bedürfnifs gekühlt werden kann. Die Füllung mit Wasser hat den Zweck, eine gleichmäfsige Erwärmung des Kühlapparates zu verhindern, weil die erwärmten Wassertheilchen sich aufwärts, die abgekühlten sich abwärts bewegen und so durch das Wasser die höchste Temperatur stets an den höchsten Punkt des Körpers getragen wird.

Claims (2)

Die Räume zwischen den Wasserkammern sind abwechselnd Kühl- und Heizräume, indem i, 3, 5, 7 u. s. w. nur mit der vom Exhaustor kommenden Luftleitung h und 2, 4, 6, 8 u. s. w. nur mit dem Trockenraume α an ihren höchsten Punkten in unmittelbarer Verbindung stehen, während sie an ihren tiefsten Punkten unterhalb der Wasserkammern einen gemeinschaftlichen Raum k bilden. Bei Beginn des Trocknens wird die Luftcirculation durch Einschalten des Exhaustors hergestellt und der ganze Apparat nur so lange mittelst der Heizung erwärmt, bis die aus dem Wellblechkörper austretende Luft die gewünschte Temperatur erreicht hat. Die nasse, warme Luft tritt, vom Exhaustor kommend, auf der einen Seite der Wasserkammern ein, wo sie durch den wellenförmigen Weg in innigen Contact mit den Wänden gebracht wird. Der in dieser Luft enthaltene Wasserdampf verdichtet sich zu Wasser, welches auf den etwas geneigten Rillen (Schnitt v-w) nach der Seite hin abläuft. Die Luft verläfst abgekühlt und entwässert diese Räume, um rückwärts durch die auf der anderen Seite der Wasserkammern liegenden Räume gehend sich wieder zu erwärmen und als trockene, warme Luft wieder in den Trockenraum zu gelangen. Die in dem Raum k sich sammelnden Condensationsproducte fliefsen durch ein Rohr m ab. Durch Verbindung einer Anzahl solcher Apparate in der Weise, dafs die Luft systematisch durch alle Apparate geht und nur ein Apparat unmittelbar geheizt wird, läfst sich mit Vortheil eine gröfsere Trockenanlage einrichten. Je gröfser die Menge der durch Verdampfung gebundenen Wärme war, um so mehr Wärme wird bei der Condensation von den Wasserkammern aufgenommen und um so höher wird die trockene Luft erwärmt. Der Trockenprocefs einer Waare vollzieht sich hier anfangs rasch mit höherer und, allmälig langsamer werdend, mit immer niedrigerer Temperatur, was für viele Materialien, wie Gespinnstfasern, Chemikalien, Holz, Thon u. s. w., von hohem Werthe ist. Der Umstand, dafs keine Erneuerung der Luft stattfindet, macht den Apparat besonders geeignet für die Trocknung benzin- oder alkoholhaltiger Materialien. Patenτ-ΑνSprüche:
1. Ein Verfahren, die aus Trockenvorrichtungen abziehenden und mit Dämpfen beladenen »Trockengase« von diesen zu befreien und von Neuem für Trockenzwecke benutzbar zu machen, bei welchem die Gase auf der einen Seite von Körpern ihre Wärme und die condensirten Dämpfe abgeben und hierauf, über die andere Seite der Körper geleitet, die abgegebene Wärme wieder aufnehmen.
2. Vorrichtung zur Ausführung des in Anspruch i. gekennzeichneten Verfahrens, bestehend aus einem zum Kühlen und Erwärmen der Gase dienenden System von; Wellblechen, von welchen je zwei zu einer mit Wasser automatisch gefüllt gehaltenen Kammer vereinigt sind, während die zwischen diesen Kammern befindlichen Räume abwechselnd mit der Luftzu- und -abführung in Verbindung stehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT76545D Verfahren und Vorrichtung zur Entwässerung und Wiedererwärmung der zum Trocknen gebrauchten Luft Expired - Lifetime DE76545C (de)

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