DE7635010U - Künstlicher Tierkörper - Google Patents
Künstlicher TierkörperInfo
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Description
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(HS HANAU ROMRRSTR, 1» · I1IiSTFACI-I 7V5 · TEL. (1)61 II1| S OU 03/l!07 «l
< TELF-CJUAMtolii HANAWI1ATIiNT . TEUIiXi 41114711« |i»l
18566)
Hans-Dieter Jansen
Am Galgenberg 7
Am Galgenberg 7
4. November 197 6
6490 Schlüchtern Str/Re - 11 448
Künstlicher Tierkörper
Die Neuerung bezieht sich auf einen künstlichen Tierkörper für Tierbälge zur Herstellung von Tierpräparaten, die das
Aussehen lebender Tiere erhalten sollen.
Jagdtrophäen oder auch Tiere zu Darstellungszwecken werden
bereits seit langer Zeit präpariert. Dabei wurden die Tiere mit Werg, Holzwolle oder dergleichen ausgestopft. Eine andere
Methode zur Herstellung künstlicher Tiere bestand darin, daß man einen künstlichen Tierkörper benutzte, der einem Gipsabdruck
eines Tierkörpers entspricht, um über diesen einen Tierbalg zu ziehen. Man hat auch bei kleinen Tieren aus Holzwolle
und Garn fest gewickelte Körper benutzt, über die der Tierbalg gezogen wurde.
In jüngster Zeit wurden anstelle von den oben beschriebenen
Körpern Kunststofftierkörper verwendet, deren Herstellung und
Verarbeitung gegenüber dem zuvor Erwähnten einfacher und kostengünstiger ist.
635Π1 D io.03.77
Diese künstlichen Tierkörper weisen einen Rumpf auf, der dem
des zu präparierenden Tieres entspricht. Die Vorder- und Hinterläufe
müssen beim präparierten Tier dabei die Stellung einnehmen, die durch den künstlichen Tierkörper bestimmt wird.
Diese entspricht weitgehend der des erlegten und erstarrten Tieres. Eine Anpassung der beweglichen Gliedmabe an einen gewünschten
Untergrund ist meistens nicht möglich. Der Grund ist darin zu sehen, daß bei bekannten künstlichen Tierkörpern
die Gliedßmaßen, die vom erlegten Tier abgetrennt sind, nicht vom Präparator benutzt werden, sondern der künstliche Tiei—
körper hat auch fest mit dem Körper verbundene starre Gliedmaßen. Variationen, unterschiedliche Stellungen und direkte
Naturähnlichkeit zum Einzeltier sind deshalb nicht erreichbar.
Häufig sollen präparierte Tiere zu Demonstrationszwecken
cder In einer Trophäensammlung Positionen einnehmen, die als
arttypisch angesehen werden.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Neuerung, einen künstlichen
Tierkörper verfügbar zu machen, bei dem das präparierte Tier verschiedene Stellungen einnehmen kann, ohne daß die Natürlichkeit
verloren geht. Gleichzeitig soll der Vorteil gegeben sein, daß eine künstliche Tierkörperform geeignet ist, als
Kern für zu präparierende Tiere einer Art verwendet zu werden,
auch wenn die Tiere unterschiedliche Haltungen und Stellungen
Ihrer Gliedmaßen einnehmen sollen.
Die gemäß der Neuerung erfolgende Lösung der Aufgabe zeichnet
sich dadurch aus, daß der die Form eines zu präparierenden
Tieres aufweisende künstliche Tierkörper Im Rumpf Ausnehmungen zur Aufnahme beweglicher Gliedmaßen aufweist.
Ί0.03.77
Die Gliedmaßen können hierbei vortelIhafterwelse dem Tierkadaver entnommen sein. In dem Fall würden die natürlichen
Knochen verwendet werden und es läßt sich eine weitgehende Übereinstimmung mit dem Original erzielen. Es können aber
auch künstliche Gliedmaßen eingesetzt werden.
Die Gliedmaßen des zu präparierenden Tiers lassen sich in
jedem Fall in eine vom Präparator zu bestimmende Lage bringen. Die beweglichen Gliedmaßen können somit an den
Stellen in Verbindung mit dem künstlichen Tierkörperrumpf treten, die denen des erlegten Tieres entsprechen.
Die Kombination der künstlichen Tierkörper mit Teilen der
erlegten Tiere ermöglicht einen großen Gestaltungsspielraum,
Durch die Ausnehmungen ist gewährleistet, daß für die beweglichen Gliedmaße nicht nur eine fest vorgegebene Vei—
bindung im künstlichen Tierkörper gegeben ist, sondern ein den Ausnehmungen entsprechender Bereich, so daß ein
präpariertes Tier gewünschte arteigene Stellungen einnehmen kann.
Weiterbildungen der Neuerung ergeben sich aus den Unteransprüchen .
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Neuerung
ergeben sich aus der nachstehend beschriebenen Zeichnung.
Es zelgen :
Flg. 1 eine schematische seitliche Darstellung eines künstlichen Tierkörpers gemäß der Neuerung,
7635010 10.03.77
P?'rntar.',valt Dipl.-Ing. Joachim ur
G 4 Γ· H i Ii a u / Ι/ι d ι η, Pestfach
FIg. 2 eine Schnittansicht entlang der Linie Il - Il In
Flg. 1 und
In Flg. 1 Ist als Beispiel für einen künstlichen Tierkörper
IO schematisch ein Rumpf 12 eines Marders dargestellt. An den
Ansatzpunkten für die Vorder- und Hinterläufe sind Ausnehmungen 14, 16 vorgesehen, die zur Aufnahme von einem Kadaver entnommen oder künstlichen Läufen geeignet sind. Die Ausnehmungen
14 und 16 weisen eine offene Pfannenform auf, um der Anatomie des zu präparierenden Tieres zu entsprechen. Jedoch können die
Ausnehmungen 14 und 16 auch eine andere .beliebige Form zeigen,
die z.B. herstellungsbedingt gewählt werden muß. Öle In Flg. 2
im Schnitt dargestellten Ausnehmungen 14 für die Hinterlaufe
sind teilweise konkave Hohlflächen, die innen von einem ebenen
Tell IS begrenzt werden.
Wenn der Balg eines zu präparierenden Marders über den künstlichen Tierkörperrumpf 12 gezogen wird, so können zunächst die
beweglichen Gliedmaße In die Ausnehmungen 14 und 16 gebracht werden, um nach dem Verschließen des auf den künstlichen Tierkörper 12 gezogenen Balges dem Tier durch Bewegen der Gliedmaße Im Bereich der Ausnehmungen 14 und 16 eine Stellung zu
geben, die einer gewünschten entspricht,
Der künstliche Tierkörper 10 selbst besteht vorzugsweise
aus einem Kunststof fmaterl a I, kann'*Jedoch auch Gips oder
Holzmaterial sein.
η no
U. UO.
U. UO.
Claims (4)
1. Künstlicher Tierkörper für Bälge, dadurch
gekennze! chnet, daß der die Form
eines zu präparierenden Tieres aufweisende künstliche Tierkörper (10) In Rumpfform (12) Ausnehmungen (14,
16) zur Aufnahme beweglicher Gliedmaße aufweist.
2. Künstlicher Tierkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausnehmungen (14, 16) an den Verbindungsstellen
zwischen Rumpf (12) und Vorder- und Hinterläufen des zu präparierenden Tieres angeordnet sind.
3. Künstlicher Tierkörper nach den Ansprüchen 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (14, 16) Pfannenform aufweisen.
4. Künstlicher Tierkörper nach Anspruch 3, dadurch gekennze I chnet, daß die Pfannenform
(14, 16) eine ebene Innere Begrenzung (18) hat.
7635010 10.G3.77
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7635010U true DE7635010U (de) | 1977-03-10 |
Family
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