DE761898C - Unmittelbar vom Strom durchflossener Bimetallausloeser, insbesondere fuer Selbstschalter - Google Patents
Unmittelbar vom Strom durchflossener Bimetallausloeser, insbesondere fuer SelbstschalterInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/12—Automatic release mechanisms with or without manual release
- H01H71/14—Electrothermal mechanisms
- H01H71/16—Electrothermal mechanisms with bimetal element
Landscapes
- Thermally Actuated Switches (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM
2. AUGUST 1954
2. AUGUST 1954
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE
L10882p VIIIbI21c
Hermann Schippel, Annaberg (Erzgeb.)
ist als Erfinder genannt worden
(Ges. v. 15. 7. 51) Patenterteilung bekanntgemacht am 14. Dezember 1944
Die bekannten, unmittelbar beheizten Bimetallauslöser, insbesondere solche für
kleinere Stromstärken, wie sie bei Installationsselbstschaltern üblich sind, haben den
Nachteil, daß- sie infolge ihres stromabhängigenQuerschnittes
nur eine geringe Arbeitsleistung aufzubringen vermögen. Dies bedingt
wieder, daß der Mechanismus, auf den diese Bimetallauslöser einwirken, äußerst empfindlich
sein muß, d. h. die Auslösekräfte, die solche Mechanismen erfordern, müssen möglichst
klein gehalten werden. Man kann sich in dieser Beziehung helfen, indem man mechanische
Übersetzungen anwendet, die jedoch zusätzliche Hebelanordnungen bedingen, welche
wiederum die ganze Schalteinrichtung verteuern. Außerdem sind aber solche Auslöseeinrichtungen
gegen mechanische Stöße und Erschütterungen sehr empfindlich. Auch entstehen
durch die durch die Hebelanordnungen bedingten unvermeidlichen toten Gänge starke Streuungen bei der thermischen Auslösung.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Schaffung eines Bimetallauslösers zugrunde,
der eine hohe Empfindlichkeit aufweist und
bei dem ohne die Anwendung mechanischer Übersetzungen, starke Auslösekräfte erzielt
werden. Gemäß der vorliegenden Erfindunj geschieht dies dadurch, daß der unmittelbar
vom Strom durchflossene Bimetallstreifen von seiner Einspann- bis zu seiner Arbeitsstelle
d. h. der Stelle, an der der Bimetallstreifen auf die mechanische Auslöseeinrichtung einwirkt,
einen stromunabhängigen Querschnitt ίο aufweist, während der über die Arbeitsstelle
hinaus verlängerte Bimetallstreifen einen Querschnitt erhält, der der jeweiligen Stromstärke
und der entsprechenden Arbeitstemperatur des Bimetalls angepaßt ist. Infolge der
hiermit möglichen kräftigeren Ausbildung des die mechanische Arbeit vollziehenden Teiles
des Bimetalls kann der Mechanismus, auf den der Bimetallstreifen zur Auslösung einwirkt,
sehr robust ausgeführt werden. Ferner ist es dadurch möglich, die Reibungskräfte
der Verklinkungsstelle größer zu halten. Diese Eigentümlichkeit gestattet somit, den
Aufbau des Mechanismus für den Schalter wesentlich einfacher zu gestalten. Durch die
mit dem Bimetallauslöser nach der vorliegenden Erfindung erreichbaren größeren Reibungskräfte
an der Verklinkungsstelle wird eine größere Stoß- und Erschütterungsunemplindlichkeit
erreicht. Es werden aber auch gleichzeitig genauere und gleichmäßigere Auslösezeiten gewährleistet, so daß das Streuband
dieser gewöhnlich in Massen hergestellten Einrichtungen sehr eng gehalten werden kann.
In der weiteren Ausführung des Erfmdungsgedankens kann nun der stromabhängige Teil
des Bimetallstreifens zurückgebogen bzw. umgebogen werden, daß der Auslöser eine etwa
U-förmige Gestalt erhält, derart, daß der stromabhängige Teil im gleichen oder nahezu
gleichen Abstand von dem übrigen Teil des Bimetallstreifens verläuft. Eine solche Anordnung
wird man vorteilhaft da anwenden, wo infolge Raummangels der gerade Streifen nicht unterzubringen ist. Die Beheizung des
die mechanische Arbeit aufbringenden Streifenteiles erfolgt in diesem Fall unmittelbar
durch Wärmeleitung und andererseits mittelbar durch Wärmestrahlung der sich gegenüberliegenden
Teile des Bimetallstreifens.
In solchen Anwendungsfällen des Bimetallauslösers, in denen eine geringere Auslöseträgheit
des damit gesteuerten Selbstschalters erwünscht ist, wird der Teil des Bimetall-Streifens,
welcher den stromabhängigen Querschnitt aufweist, so um- bzw. abgebogen, daß er sich bei der Erwärmung in Richtung des
stromabhängigen Teiles des Bimetallstreifens bewegt. Eine unmittelbare Berührung der
beiden Schenkel kann durch eine dünne Glimmerplatte od. dgl. verhindert werden, die
zwischen beiden Schenkeln angeordnet ist. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
kann der stromabhängige Teil des Bimetallstreifens auch so umgebogen werden. daß er sich bei der Erwärmung vom stromunabhängigen
Teil des Bimetallstreifens hinweg bewegt. Eine solche Ausführungsform eignet sich für Fälle, wo eine große Trägheit
bei höheren Strömen gefordert wird. Dies ist beispielsweise bei schwierigen Anlaufverhältnissen
von Motoren der Fall, wie z. B. bei Spinnereimaschinen und Rollgängen in Walzwerken.
Bei dieser Ausführungsform wird die unmittelbare Übertragung der Wärme vom stromabhängigen Teil des Bimetallstreifens
auf den die mechanische Arbeit vollziehenden Teil des Bimetallstreifens aufgehoben bzw.
stark verzögert.
Die Erfindung ist in den Fig. 1 bis 5 beispielsweise
dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Ausführungsform des thermischen Auslösers in gestrecktem Zustand
;
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht:
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht auf den Auslöser von Fig. i, bei dem jedoch der stromabhängige
Teil derart umgebogen ist, daß er sich bei der Erwärmung in Richtung des die mechanische Auslösearbeit aufbringenden
Teiles des Bimetallstreifens hin bewegt:
Fig. 4 und 5 stellen ähnliche Ansichten wie Fig. 2 und 3 dar, jedoch mit dem Unterschied,
daß sich hierbei der stromabhängige Teil des Bimetallstreifens bei der Erwärmung von dem
die mechanische Arbeit vollziehenden Teil des Streifens weg bewegt.
Der Bimetallstreifen i, der hierbei U-förmig gebogen ist, besteht in der bekannten
Weise aus zwei zusammengewalzten oder auf ioo ähnliche Weise miteinander vereinigten Metallen
mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten. Die Schenkel dieses in Fig. 1
gestreckt dargestellten Streifens werden beispielsweise mit winkelförmigen Kontaktteilen
2, beispielsweise mittels Nieten 3, vereinigt. Die Kontaktteile 2 können unmittelbar
zur Stromzu- und -abführung dienen und weiter an einem Installationsteil befestigt
werden. Doch ist es auch möglich, daß diese Teile selbst einen Teil eines Installationsgerätes bilden. Die befestigten, die mechanische
Arbeit ausführenden Teile 4. 5 des Streifens werden so bemessen, daß sie die zur
Auslösungeines gegebenen Schalters erforderliehe
Stabilität besitzen, ohne daß eine größere Streuung entsteht. Der restliche, sich
zwischen diesen beiden Teilen 4,5 erstreckende Teil 6 des Bimetallstreifens erhält einen geschwächten
Querschnitt. Diese Schwächung wird entsprechend der für eine Auslösung notwendigen
Abbiegung der Arbeitsteile 4. 5 des
Streifens bemessen. Die Abbiegung erfolgt in Abhängigkeit des durch den Streifen fließenden
Stromes. Zur Übertragung der Abbiegekräfte der Arbeitsteile 4, 5 sind diese an den
nicht befestigten Enden mit einer Isolierplatte 7 miteinander verbunden. Die Vereinigung
kann beispielsweise unter Anwendung von Nieten 8 erfolgen. Zur Übertragung der Arbeitskräfte der Arbeitsteile 4, 5 des Streifens
auf irgendein Auslöseglied, beispielsweise das in Fig. 3 und 5 dargestellte Auslöseglied
9, ist in einer in der Platte 7 angeordneten Buchse 10 eine Schraube 11 vorgesehen,
die auch eine Verstellung der Auslösung ermöglicht.
Der stromabhängige Teil 6 des Streifens kann sich, wo es die Platzverhältnisse erlauben,
in derselben Richtung erstrecken wie die stromunabhängigen Teile 4, 5. Um jedoch
eine zusätzliche Beeinflussung der die mechanische Arbeit vollziehenden Teile 4, 5 zu erreichen,
wird der stromabhängige Teil, wie in Fig- 3>
5 dargestellt, umgebogen, daß eine U-förmige Gesamtform des Auslösers entsteht. Diese Abbiegung kann in der Richtung
geschehen, daß sich der stromabhängige Teil 6, wie in Fig. 3 dargestellt, in Richtung des
Pfeiles 12 auf die stromunabhängigen Teile 4,5 hinzu bewegt und diese mit zunehmender Verformung
des stromabhängigen Teiles noch mehr beeinflußt, so daß also die Auslösung eine Beschleunigung erfährt. Einer Kurzschließung
der Streifenteile 4, 5 kann dadurch wirksam begegnet werden, daß zwischen den Teilen 4, 5 und dem Streifenteil 6 eine Glimmerplatte
13 oder eine Platte aus einem ähnlichen Isolierstoff zwischengelegt wird. Diese
Zwischenplatte kann, wie die Isolierplatte 7, mit den Nieten 8 befestigt werden.
In solchen Fällen, bei denen keine beschleunigte Auslösung erwünscht ist, wird der
stromabhängige Teil 6 nach der anderen Richtung hin zurückgebogen, wie dies in Fig. 5
dargestellt ist, so daß sich der stromabhängige Teil 6 in der Richtung des Pfeiles 14, d. h.
von den die mechanische Auslösearbeit aufbringenden Teilen 4, 5 des Streifens weg bewegt.
Infolge der Wegbewegung des Teiles 6 wird die auf die Teile 4, 5 ausgeübte mittelbare
Beheizung durch den stromabhängigen Teil verringert, so daß die Auslösung eine Verzögerung erfährt.
Claims (4)
1. Unmittelbar vom Strom durchflössener
Bimetallauslöser, insbesondere für Selbstschalter, dadurch gekennzeichnet, daß der Bimetallstreifen von seiner Einspann-
bis zu seiner Arbeitsstelle einen stromunabhängigen Querschnitt aufweist,
während der über die Arbeitsstelle hinaus verlängerte Streifen einen Querschnitt
besitzt, der der jeweiligen Stromstärke und der entsprechenden Arbeitstemperatur
des Bimetalls angepaßt ist.
2. Bimetallauslöser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der stromabhängige
Teil (6) des Bimetallstreifens U-förmig umgebogen ist und in einem geringen Abstand von dem stromunabhängigen
Teil (4, 5) des Bimetallstreifens verläuft.
3. Bimetallauslöser nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
umgebogene Teil (6) des Bimetallstreifens sich bei Stromdurchfluß auf den stromunabhängigen
Teil (4, 5) des Bimetallstreifens hinzu bewegt.
4. Bimetallauslöser nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
umgebogene Teil (6) des Bimetallstreifens sich bei Stromdurchfluß von dem stromunabhängigen
Teil (4, 5) des Bimetallstreifens hinweg bewegt.
Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren
folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden:
Deutsche Patentschrift Nr. 631 641.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© «537 7.54
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL108829D DE761898C (de) | 1942-08-26 | 1942-08-26 | Unmittelbar vom Strom durchflossener Bimetallausloeser, insbesondere fuer Selbstschalter |
| CH301193D CH301193A (de) | 1942-08-26 | 1943-07-27 | Bimetallauslöser, insbesondere für Selbstschalter. |
| FR896880D FR896880A (fr) | 1942-08-26 | 1943-07-30 | Déclencheur bimétallique, notamment pour disjoncteur |
| BE451926D BE451926A (de) | 1942-08-26 | 1943-08-18 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL108829D DE761898C (de) | 1942-08-26 | 1942-08-26 | Unmittelbar vom Strom durchflossener Bimetallausloeser, insbesondere fuer Selbstschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE761898C true DE761898C (de) | 1954-08-02 |
Family
ID=6098564
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL108829D Expired DE761898C (de) | 1942-08-26 | 1942-08-26 | Unmittelbar vom Strom durchflossener Bimetallausloeser, insbesondere fuer Selbstschalter |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE451926A (de) |
| CH (1) | CH301193A (de) |
| DE (1) | DE761898C (de) |
| FR (1) | FR896880A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2716863A1 (de) * | 1976-04-20 | 1977-11-10 | Ferodo Sa | Mit luftstrom arbeitende kuehlvorrichtung fuer einen bauteil, insbesondere einen kraftfahrzeugkuehler |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE631641C (de) * | 1933-07-16 | 1936-06-25 | Erich Marx Dr | Vorrichtung zur Sandstrahlinnenreinigung von Rohren |
-
1942
- 1942-08-26 DE DEL108829D patent/DE761898C/de not_active Expired
-
1943
- 1943-07-27 CH CH301193D patent/CH301193A/de unknown
- 1943-07-30 FR FR896880D patent/FR896880A/fr not_active Expired
- 1943-08-18 BE BE451926D patent/BE451926A/xx unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE631641C (de) * | 1933-07-16 | 1936-06-25 | Erich Marx Dr | Vorrichtung zur Sandstrahlinnenreinigung von Rohren |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2716863A1 (de) * | 1976-04-20 | 1977-11-10 | Ferodo Sa | Mit luftstrom arbeitende kuehlvorrichtung fuer einen bauteil, insbesondere einen kraftfahrzeugkuehler |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH301193A (de) | 1954-08-31 |
| BE451926A (de) | 1943-09-30 |
| FR896880A (fr) | 1945-03-06 |
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