DE76083C - Verfahren zum Härten kalkhaltiger Steine - Google Patents

Verfahren zum Härten kalkhaltiger Steine

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DE76083C
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DENDAT76083D
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Original Assignee
P. A. MOREAU in Meung s. Loire, Frankreich
Publication of DE76083C publication Critical patent/DE76083C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00—After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/45—Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements
    • C04B41/50—Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements with inorganic materials
    • C04B41/5007—Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements with inorganic materials with salts or salty compositions, e.g. for salt glazing
    • C04B41/5014—Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements with inorganic materials with salts or salty compositions, e.g. for salt glazing containing sulfur in the anion, e.g. sulfides

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, natürliche oder künstliche kalkhaltige Steine oder Blöcke, insonderheit porösen Kalkstein ■— gleichviel welcher Herkunft, Gestalt oder sonstigen Beschaffenheit oder etwaigen Färbung — zu härten, und besteht in der Anwendung von Zinksulfat für diesen Zweck, dessen Einwirkungen die zu härtende Masse ausgesetzt wird.
Die zu härtenden kalkhaltigen porösen Steine oder Blöcke bezw. Gegenstände werden vor der Härtung zunächst gründlich getrocknet, falls sie noch nicht genügend trocken sind. Hierfür ist es zweckmäfsig, den betreffenden Block in einem Heifsluftstrom bei einer Temperatur von 40 bis ioo° C. auf ein Sieb zu stellen, welches von unten durch ein erhitztes Rohr erwärmt wird.
Ist der zu härtende Gegenstand durch und durch getrocknet, so kann die Härtung stattfinden, indem man ihn in eine Lösung von Zinksulfat, zweckmäfsig von ungefähr 35 bis 500B., taucht.
Damit die Härtung auch völlig bis in das Innere des betreffenden Gegenstandes vordringen kann, wird der Gegenstand nach kurzer Zeit (etwa Y2 Stunde ist für diesen Zweck meistens hinreichend) aus dem Härtebad herausgenommen, alsdann in ein heifses Wasserbad gelegt und nach einiger Zeit, etwa nach ι Stunde, in der oben beschriebenen Weise auf einem Sieb getrocknet. Durch diese Vorsichtsmafsregel erreicht man, dafs das Vordringen der Härteflüssigkeit nach dem Innern zu nicht durch eine Härtung der Oberflächentheile gehindert wird.
Hiernach bringt man den Gegenstand auf einige Zeit, erforderlichenfalls auf 24 Stunden, wieder in das Härtebad. Wenn das Härten des inneren Theiles, wie bei manchen geformten Gegenständen, nicht erforderlich ist, so hat man auch nicht nöthig, den Härtungsprocefs durch Eintauchen des Gegenstandes in ein heifses Wasserbad zu unterbrechen, vielmehr kann man alsdann den Gegenstand während der ganzen Dauer in dem Härtebad belassen.
Die zum Härten erforderliche Zeit wechselt natürlich bedeutend, je nach der Natur und Stärke des zu härtenden Gegenstandes. So wird beispielsweise für Kalksteinplatten von ungefähr 30 mm Dicke die oben angegebene Zeit genügen, um dieselben durch und durch zu härten.
Für gröfsere Stärken kann die Zeit des Verhärtens verlängert werden, während das endgültige Eintauchen auf 48 Stunden oder mehr erhöht werden kann.
Bei sehr dicken Steinmassen ist es manchmal vortheilhaft, den Gegenstand zuerst auf 2 Stunden der Einwirkung des Härtebades auszusetzen und dann auf 1 oder 2 Stunden in ein kaltes Bad zu bringen, um die Durchtränkung des Innern zu befördern, ehe man den Block auf 1 Stunde in das heifse Bad bringt. Er wird dann getrocknet und wieder in das Härtebad gebracht.
Für Platten aus Portlandstein kann die Zeit. des Vorhärtens noch mehr, auf 4 Stunden, und diejenige der Schlufsbehandlung im Härtebad auf 48 Stunden verlängert werden.
Das Verfahren, den Stein aus dem Härtebad zu nehmen, ihn in heifses Wasser zu tauchen, zu trocknen und wieder in das Härtebad zu stellen, kann in manchen Fällen mit Vortheil wiederholt werden, besonders dann, wenn innere Härte' erforderlich ist, ebenso wie dieses Verfahren (Vorhärtung, kaltes Bad, heifses Bad, Trocknen und Wiedereintauchen in das Härtebad) auch für stärkere Steine wiederholt werden kann. Nach dem Härten kann der Stein auf dieselbe Weise wie natürlicher Marmor bearbeitet und polirt werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zum Härten von natürlichen oder künstlichen kalkhaltigen Steinen, insonderheit von porösem Kalkstein, vermittelst einer Lösung von Zinksulfat in der Weise, dafs die zu härtenden Steine zunächst der Einwirkung einer Zinksulfatlösung, alsdann von heifsem Wasser und nach dem hierauf erfolgten Trocknen wiederum der Einwirkung von Zinksulfatlösung ausgesetzt werden, welches Verfahren nach Wunsch wiederholt werden kann, zu dem Zweck der Härtung auch im Innern des Steines.
  2. 2. Eine Ausführungsform des durch Patent-Anspruch i. gekennzeichneten Verfahrens, namentlich für besonders grofse Steine, in der Weise ausgeführt, dafs man bei diesem Verfahren den zu härtenden Stein nach der Behandlung mit der Zinksulfatlösung zunächst der Einwirkung von kaltem Wasser und dann erst von heifsem Wasser aussetzt, worauf das Trocknen und die abermalige Behandlung mit Zinksulfatlösung erfolgt , welches Verfahren nach Wunsch wiederholt werden kann.
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