DE756283C - Verfahren zur Erzeugung photographischer Peptisationsemulsionen - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung photographischer PeptisationsemulsionenInfo
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-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C1/00—Photosensitive materials
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- G03C1/015—Apparatus or processes for the preparation of emulsions
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Description
Die Erzeugung photograpbiseher p
sationsemulsionen!, & h. solcher, bei denen abgesetztes, von denLösungsriickständen z. B. durch. Dekantieren und gegebenenfalls Auswaschen hinreichend befreites Halogens über nachträglich, in einem Bindemittel, ζ. B. flüssiger Gelatinelösung., bei geeigneter Temperatur emuTsiiftziert und digeriert wird, ist technisch von hoher Bedeutung, da bei dieser Herstellungsart' der zeitraubende und unzuverlässige Wasehprozeß erspart werden kann und solche Emulsionen eine höhere Empfind-, Kchkeit aufweisen können· al® die nach gebräuchlichen; Methoden erzeugten gleicher Korngrößenklasse.
sationsemulsionen!, & h. solcher, bei denen abgesetztes, von denLösungsriickständen z. B. durch. Dekantieren und gegebenenfalls Auswaschen hinreichend befreites Halogens über nachträglich, in einem Bindemittel, ζ. B. flüssiger Gelatinelösung., bei geeigneter Temperatur emuTsiiftziert und digeriert wird, ist technisch von hoher Bedeutung, da bei dieser Herstellungsart' der zeitraubende und unzuverlässige Wasehprozeß erspart werden kann und solche Emulsionen eine höhere Empfind-, Kchkeit aufweisen können· al® die nach gebräuchlichen; Methoden erzeugten gleicher Korngrößenklasse.
Man benutzt bei der nachträglichen Emulsifizierung
und Reifung zweckmäßigerweise sogenannte Peptisations- und Reifungssubstanzen.
Dabei ist bei der Benutzung! solcher chemischer Peptisations- und Reifungsmittel
ein beträchtliches Peptisatianissubstanzquantum
erforderlich.
Es wurde nun festgestellt, daß bei der Emulsifizierung des sedimentierten Halogensirbers,
besonders Bromsilbers, in der Gelatinelösung als auch bei der Reifung des so entstandenen HalogensilbergelaÄnegemiscbes
nicht die absoluten Mengen der Pep ti sad ons-Substanzen
von Bedeutung sind, sondern allein die Konzentration. Daraus folgt aber, daß es
unzweckmäßig ist, den Halogerosilberniedersch'lag
sofort in der ganzen Emulsionsflüssigkeitsmenge zu emulsifizieren und zu reifen,
da hierdurch· nur eine unnötig große Peptisationssubstanizmenge
bei diesen Prozessen erforderlich wird, um die für die Emulsifizierung
und Reifung notwendigen günstigen Reifungssubstanzkonzentrationen zu erzielen. Es ist im Gegenteil wichtig, bei der Erzetigung
von Peptisationsemulsionen den abgesetzten
photographischen Stoff zunächst nur in einem geringen1 Teile, z. B. weniger als
einem Drittel oder noch hessar weniger als einem Viertel der Emulsionsgesamtflüssigkeit
zu emulsifizieren. und gegebenenfalls zu reifen, da hierdurch eine entsprechende umd für
die Herstellung technisch brauchbarer Emulsionen durchaus notwendige Peptisationssubstanzersparnis
für die Emulsifikation und Reifung erzielt werden kann. Peptisationssubstanzeii
sind bekanntlich z.B. besonders Ammoniak, aber auch Halogen-, besonders
Bromsalzlösungen.
Die durch die vorliegende Erfindung beschrieben« neue, technisch äußerst nützliche
Regel besteht also darin, daß bei der Herstellung photograph!scher Peptisatioinsem-ulsionen
das abgesetzte Halogerasilber mit Hilfe von Peptisationssubstanzen zunächst in einem
geringen Teile, z. B. in weniger als einem Drittel oder noch besser einem Viertel der
Emulsionsgesamtflüssigkeit, also bei Bromsilbergelatineemulsionein
in weniger als einem Drittel des Emulsionsgesamtwassers, das einen entsprechend! geringen Teil der Emulsionsgesamtgelätine
enthalten kann, emulsifiziert und gegebenenfalls gereift wird und der
größere Teil des flüssigen Emulsionssubstrates erst mach der Emulsinzierung, nachdem das
Produkt gegebenenfalls mehr oder weniger gereift ist, d. h. nachdem das ursprüngliche
Halogensilber eine Kristallvergrößerung erfahren hat, zugesetzt wird. Es ist dabei von
Vorzug, vor dem Zusatz dieses letzten größeren Quantums, das gegebenenfalls in mehreren
Quanten: zugesetzt werden kann, wenn Ammoniak als Peptisations- und Reifungsmittel
verwandt wird, dieses durch Abdampfen zum größten Teil wieder auszutreiben und zu
diesem Zwecke das Ansatzgemisch in geringer
Schichthöhe unter stetem Rühren bei entsprechenderErwärmung zu halten, gegebenenfalls
dauernd für Frischluft über der Oberfläche zu sorgen, das Gemisch mit Luft zu
durchspülen od. dgl.
Es ist fernerhin von Vorzug, nach ganzem oder teihveisem Zusatz des restlichen flüssigen
Emulsionssubstrates die Emulsion noch nachzureifen.
Für gebräuchliche photographische Emulsionsherstellungsmethoden
ist es bereits beschrieben, das Halogensilber in weniger Wasser, als die Schlußemulsion besitzt, und
zwar z. B. in etwa 40% sich bilden und emulsifizieren zu lassen. Von dem bekannten
unterscheidet sich die \O.rliegende Erfindung
dadurch, daß die Bildung von der Emulsifiziennig
des Halogensilbers getrennt wird; dieses wird zwischen seiner Bildung und Emulsifizierung
sedimentiert und der Niederschlag von den Lösungsrückständen in üblicher Weise
befreit. Für die Mischlösungen und somit die Entstehung des Silberhalogenids wird nach
der vorliegendem Erfindung dabei keine bestimmte, also besonders auch keine übermäßig
starke Konzentration verlangt, so daß die Entstehung dieses Silberhalogenids durchaus
nicht nur in einem sehr geringen Teil der Emulsionsgesamtflüssigkeit vor sich gehen
muß. Erst nachdem das Halogensilbar niedergeschlagen, und von den Lösungsrückständen
z. B. durch Dekantieren hinreichend befreit ist, soll die. Peptisation, also nachträgliche
Emulsifizierung, in einem geringen Teile der Emulsionsgesamtflüssigkeit, d. h. weniger als
einem Drittel, also* auch in noch beträchtlich weniger, als dies für die Mischung und Emulsifizierung
nach gebräuchlichen Methoden schon vorgeschlagen' wurde, vorgenommen
werden.
Der Ernnduragsgegenstand soll im folgenden
durch ein Ausführungsbeispiel noch veranschaulicht werden: 120 g AgXO3 werden
in ι 1 destilliertem Wasser gelöst, desgleichen 82 g KBr, 4 g KJ und 10 g Gelatine in 1 1
Wasser. Die Siflbernitratlösung wird unter
stetem Rühren in die Halogensalzlösung gegossen. Nachdem das gebildete Halogensilber
sich abgesetzt hat, werden die überstehenden Lösungsrücks-tände abgegossen und das abgesetzte
Silbersalz gewaschen, darauf wird es in eine Gelatinelösung1, bestehend aus 20 g
Gelatine, 200 ecm destilliertem WTasser und
50 ecm 25°/oigem Ammoniak, unter stetem Rühren eingetragen, während die Lösung auf
50° gebalten wird. Das Gemisch wird darauf
Va Stunde auf dieser Temperatur gehalten, darauf in eine flache Schale gegossen und so
noch eine weitere Stunde bei dieser Temperatur gerührt, so daß das Ammoniak hinreichend
abdampfen kann. Darauf wird eine Gelatinelösung, bestehend aus 200 g Gelatine, 1 Wasser unter Rühren zugesetzt, die Emulsion
hiernach bis zum Empfindlichkeitsmaximum nachgereift, darauf mit einer geeigneten
Farbstofflösung optisch sensibilisiert und vergossen.
Das Beispiel, dessen Emulsion bei Verwendung geeigneter Gelatine und entsprechender
Sensibilisatoren eine Emulsionsempfindlich- iao keit von 19/10 Din und darüber besitzt, kann
natürlich weitestgehend im Rahmen des Erfin-
dungsgegenstandes variiert werden, wenn nur der Sinn, der neuen Regel gewahrt bleibt, der
also· darin besteht, daß bei der Erzeugung sogenamnter
photograph!scher Peptisätiionsemuls
ionen abgesetztes- Halogensilber zunächst nur in einem geringen Teile der Emulsionsgesamtflüssigkeit
und gegebenenfalls auch des
Emulsioosgesamtbindemittels emulsifiziert
und mehr oder weniger gereift wird und' der Rest erst danach zugefügt wrird.
Der Erfolg dar Anwendung des vorbeschriebenen
Verfahrens zur Erzeugung photographischer Peptisationsemulsionen ist aber
der, daß so hochempfindliche stabile Emulsionen,
bei denen der Emulsions was cbprozeß erspart werden kann und all die mit ihm verbundenem
Umständlichkeiten und Unzuverlässigkeiten in Fortfall kommen, besonders
auch im Großbetriebe erzeugt werden können.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zur Erzeugung photographischer Peptisationsemulsionen, bei dem abgesetztes Halogen-, besonders Bromsilber, in einem flüssigen Emulsionssubsfcrat, besonders wäßrigar Gelatinelösung, unter EinwirkungiChemischeir'Peptisations- und Reiifungss'tofFe emulsifiziert und darin gereift wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Halogensilber zunächst nur in einem geringen Teile, d. h. weniger als einem Drittel der Gesamtflüssigkeit der gußfertd'gem Emulsion emulsifizieirt und mit dem Rest erst, nachdem es mehr oder weniger digeriert worden ist, vermischt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach ganzem oder teilweisem Zusatz des restlichen flüssigen Emulsionssubstrates die Emulsion nachgereift wird.Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:E de r, Handbuch der Photographic, 1902/1903, 5. Aufl., Teil 3, S. 59, Abs. 3;
E de r, Handbuch der Photographic, 1930,Bd. - 3, Teil i, S. 166;
WaI1I, Photographic Emulsions, 1929,S. yj und 78;
Veröffentlichungen des. wissenschaftlichem Zentrallaboratoriums der Agfa, 1931,S. 19;
Lüppo-Cramer, Eder, Handbuch der Photographic, 1927, Bd. II, Teil i,S. 87 bis 92;
0. L ο h s e, Photographische Mitteilungen,1881, S. 308;
Vo'gel, P'hotographische Mitteilungen,1883, S. 86;
Abney, Photographische Mitteilungen,1880, S. 65.© 5092 4.53
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| Country | Link |
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1936
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
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