DE756089C - Anordnung zur lastabhaengigen Steuerung von Stromrichtermotoren - Google Patents

Anordnung zur lastabhaengigen Steuerung von Stromrichtermotoren

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DE756089C
DE756089C DEL103912D DEL0103912D DE756089C DE 756089 C DE756089 C DE 756089C DE L103912 D DEL103912 D DE L103912D DE L0103912 D DEL0103912 D DE L0103912D DE 756089 C DE756089 C DE 756089C
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DE
Germany
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motor
control
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stator
auxiliary motor
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Expired
Application number
DEL103912D
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English (en)
Inventor
Max Dr-Ing Habil Stoehr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Publication date
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K47/00Dynamo-electric converters
    • H02K47/02AC/DC converters or vice versa
    • H02K47/04Motor/generators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
  • Control Of Electric Motors In General (AREA)
  • Synchronous Machinery (AREA)

Description

  • Anordnung zur lastabhängigen Steuerung von Stromrichtermotoren Stromrichtermotoren sind ihrer Bauart nach Synchronmaschinen, im einfachsten Falle werden sie aus einem Gleichstromnetz gespeist. Das zugehörige Stromrichtgefäß arbeitet dann als Wechselrichter. Bei Gleichstromspeisung sind besondere Vorkehrungen zum Anlassen des Motors nötig. Ohne Schwierigkeiten ist der Anlaßvorgang bei Wechselstromspeisung möglich, da dann die Kommutierung des Stromes von einer Motorwicklung auf die nächstfolgende auch im Stillstand und bei ganz kleinen Drehzahlen mit Hilfe der Netzspannung möglich ist. Es ist bekannt, daß bei der Wechselrichtersteuerung der Steuerwinkel a nahezu r8o°; betragen muß, wenn er vom positiven Schnittpunkt der Anodenspannungen aus nacheilend gerechnet wird. Der Ergänzungswinkel zu r8o° wird gewöhnlich mitaN, bezeichnet. Entsprechend ist die Phasenverschiebung zwischen der Grundwelle des Wechselrichterstromes 7 und der induzierten Spannung E gleich 99 bzw. der Ergänzungs- Winkel zu 18o°' gleich p",. Der Winkel cp (99W) weicht nur wenig von a (a") ab. Fig. z zeigt das Vektordiagramm eines Stromrichtermotors mit der angegebenen Beziehung zwischen E und J. Außerdem ist noch die Leerlaufspannung E, (bei ungesättigt angenommener Maschine) sowie die Klemmenspannung U eingetragen. E und E, unterscheiden sich voneinander durch den der Ankerrückwirkung entsprechenden induktiven Spannungsabfall Jo,)La. Die Strecke JwLs entspricht dem Streuspannungsabfall des Motors. Die Richtung von E, fällt mit der Stellung des Polrades zusammen. Die Richtung von E dagegen schwankt mit der Belastung, d. h. mit dem Wechselrichterstrom J, wie ohne weiteres aus dem Diagramm zu entnehmen ist. Erfolgt nun die Steuerung des Stromrichtgefäßes durch einen mit der Motorwelle starr gekuppelten kleinen Steuerkollektor, dann wird durch den Steuerwinkel nicht die relative Lage von J zu E, sondern von J zu Eo festgelegt. Dann ändert sich aber der Steuerwinkel 99 mit der Belastung. Je größer der Belastungsstrom J wird, um so größer wird bei festem Winkel zwischen J und Eo der Winkel (p und um so kleiner wird g9",. Der Winkel p" darf aber einen bestimmten Mindestwert mit Rücksicht auf eine sichere Kommutierung nicht unterschreiten. Die Festlegung der Steuerung in einer bestimmten Stellung gegenüber dem Polrad, d. h. die feste Winkelbeziehung zwischen E, und J, hat aber noch den weiteren Nachteil, daß die Drehzahl des Motors mit zunehmender Belastung ansteigt. Es wäre deshalb wünschenswert, die Steuerung abhängig von der induzierten Spannung E festzulegen. Die vorliegende Erfindung stellt eine derartige Lösung dar, wobei wieder als Steuerorgan ein kleiner Kollektor od. dgl. vorgesehen werden soll. Statt des Kollektors kann auch eine Photozellensteuerung mit einer umlaufenden Lochblende od. dgl. verwendet werden. Derartige mechanisch-elektrische Steuerungen haben den Vorteil, daß sie in einfacher Weise ermöglichen, Steuerspannungen steilen Anstieges und beliebiger Länge der kleinen Steuerblöcke zu erzielen.
  • Gemäß der Erfindung wird die Anordnung zur lastabhängigen Steuerung von Stromrichtermotoren derart getroffen, daß die durch elektromechanische Mittel gewonnene Steuerspannung konstanter oder annähernd konstanter oder jedenfalls unabhängig von der Drehzahl beeinflußbarer Größe im Betrieb relativ zur induzierten Motor- bzw. Klemmenspannung festgelegt wird. Gemäß Fig. 2 wird der umlaufende Teil der Steuereinrichtung, beispielsweise der Steuerkollektor SZ, IL, nicht unmittelbar mit der Welle des Hauptmotors HJVl, sondern unter Zwischenschaltung eines Hilfsmotors, z. B. eines Reluktanzmotors R:17 mit drehbarem Ständer, gekuppelt. Das Bürstenjoch des Steuerkollektors ist mit dem Ständer des Reluktanzmotors fest verbunden. Normalerweise wird der Ständer des Reluktanzmotors durch eine Federvorspannung (in Fig. 2 durch die Feder F angedeutet) in seiner Mittellage festgehalten. Relativ zu dieser Nullstellung kann er sich nach beiden Seiten um den von der Steuerung verlangten Bereich bewegen. Elektrisch ist der Ständer des Reluktanzmotors mit dem Ständer des Hauptmotors verbunden. Auf diese Weise ergeben sich folgende Verhältnisse: Bei Stillstand des Motors und bei kleinen Drehzahlen bleibt der Ständer des Reluktanzmotors in seiner Nullstellung stehen, da auf ihn dann nur- die Federkraft ausgeübt wird, die ihn in der Ausgangs-Stellung festhält. Sobald jedoch die Drehzahl einen solchen Wert erreicht hat, daß eine genügende Wechselspannung in den Ständerwicklungen des Hauptmotors induziert wird, wird die relative Stellung des Läufers des Reluktanzmotors gegenüber dessen Ständer durch das elektrische Drehfeld bestimmt. Dadurch wird es möglich, daß die Federkraft überwunden wird und der Ständer des Reluktanzmotors gegenüber dem Läufer eine andere Winkellage einnimmt. Damit verdreht sich auch der Bürstensatz des Steuerkollektors und folglich auch der Steuerwinkel relativ zur Polradstellung des Hauptmotors. Auf diese Weise wird der Steuerwinkel relativ zur induzierten Spannung E des Hauptmotors (bzw. relativ zu der von dieser nur wenig abweichenden Klemmenspannung U) festgelegt, wie es der Wechselrichterbetrieb normalerweise verlangt.
  • Durch die beschriebene Einrichtung ist also erreicht, daß von einer elektromechanischen Steuereinrichtung abgenommene Steuerspannungen konstanter Größe unabhängig von der Belastung des Motors immer in der gewünschten Winkelbeziehung zur Spannung des Motors bleiben. Ferner wird erreicht, daß während des Anfahrens ein anderer Winkel gewählt werden kann, der dann im Betrieb selbsttätig in den verlangten Wechselrichterwinkel übergeht. Während nämlich, wie schon oben erläutert wurde, a" bzw. pu, im Betrieb einen bestimmten Wert nicht unterschreiten darf, kann a" bei ganz kleinen Drehzahlen praktisch Null sein, da dann die Kommutierung des Stromes von einer Motorwicklung auf die andere von der Netzseite her gesichert ist. Ein kleinerer Winkel aw hat den Vorteil, daß dann das Moment des Motors größer wird. Das ist bei vielen Antrieben gerade während des Anfahrens von großer Bedeutung. Dazu kommt noch, daß die Augenblickswerte des Drehmomentes beim Stromrichtermotor nicht eine konstante Linie ergeben, wie z. B. bei einem normalen Drehstrommotor, sondern eine ähnliche Welligkeit zeigen wie beispielsweise die ungeglättete Spannung eines Gleich-oder Wechselrichters. Im Betrieb spielen diese Momentschwankungen keine Rolle, da sie durch die Motormasse ausgeglichen werden. Beim Anfahren kann es jedoch ungünstigerweise gerade zutreffen, daß bei der betreffen. den Stellung des Läufers ein momentanes Minimum auftritt, das nicht zur Überwindung des Anfahrmomentes ausreicht. Dadurch, daß man zum Anfahren den Winkel au, (bzw. (p,,,) sehr klein oder Null macht, werden diese Momentschwankungen erheblich verringert (genau so wie die Welligkeit der Gleichspannung eines Gleichrichters beim Steuerwinkel = o erheblich kleiner ist als beim Steuerwinkel > o) und die obenerwähnte Gefahr eines zu kleinen Anfahrmomentes in einer zufällig ungünstigen Läuferstellung besteht nicht.
  • Eine derartige willkürliche Beeinflussung der Stellung des Hilfsmotorständers und damit des Steuerwinkels im Betrieb kann gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht werden, daß zwischen den Hauptmotor und den Ständer des Hilfsmotors eine Einrichtung zum Verändern der Phasenlage der Spannungen, beispielsweise ein Drehregler, geschaltet wird. Statt des Reluktanzmotors kann auch ein kleiner Synchronmotor mit Gleichstromerregung verwendet werden. In diesem Falle kann das Polrad der kleinen Synchronmaschine etwa durch Anordnung zweier zueinander senkrecht stehender Erregerwicklungen so ausgebildet werden, daß durch Verändern der Erregerstromkomponenten die relative Lage zwischen Ständer und Läufer und damit ebenfalls der Steuerwinkel im Betrieb willkürlich beeinflußt werden kann.
  • Statt den Hilfsmotor mit drehbarem Ständer auszuführen, kann er auch einen normalen, fest mit dem Fundament verbundenen Ständer erhalten, dann muß aber die Kupplung zwischen Läufer des Hauptmotors und Läufer des Hilfsmotors elastisch sein, damit sich dann die beiden Läufer relativ gegeneinander um den gewünschten Winkelbetrag verdrehen können. Im übrigen ist dann die Wirkungsweise dieselbe, wie sie oben für den Fall des drehbaren Ständers und starrer Kupplung der beiden Läufer beschrieben wurde.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur lastabhängigen Steuerung von Stromrichtermotoren, dadurch gekennzeichnet, daß die durch elektromechanische Mittel gewonnene Steuerspannung konstanter oder annähernd konstanter oder jedenfalls unabhängig von der Drehzahl beeinflußbarer Größe im Betrieb relativ zur induzierten Motorspannung bzw. zur Klemmenspannung festgelegt wird.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Teil der Steuereinrichtung, z. B. der Steuerkollektor, mit dem Hauptmotor mechanisch (oder durch eine elektrische Welle) gekuppelt wird, während der nicht umlaufende Teil, z. B. das Bürstenjoch des Steuerkollektors, so verdreht werden kann, daß die gewünschte Winkelbeziehung eingehalten wird.
  3. 3. Anordnung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Steuereinrichtung und Hauptmotor ein Hilfsmotor (Synchronmotor bzw. Reluktanzmotor) mit drehbarem Ständer geschaltet wird, dessen Läufer mit der Welle des Hauptmotors und der Welle des Steuerkollektors starr verbunden ist, während der drehbare Ständer das Bürstenjoch des Steuerkollektors trägt.
  4. 4. Anordnung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Ständer des Hilfsmotors beispielsweise durch Federkraft in der Nullstellung gehalten wird, solange auf ihn keine weiteren Kräfte ausgeübt werden.
  5. 5. Anordnung nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ständer des Hilfsmotors mit dem Ständer des Hauptmotors elektrisch verbunden ist, so daß seine Stellung bei Betrieb des Motors von der Phasenlage der Motorspannungen abhängt.
  6. 6. Anordnung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Hauptmotor und Ständer des Hilfsmotors eine Phasenschiebereinrichtung, beispielsweise ein Drehregler, geschaltet wird, um die Stellung des Ständers des Hilfsmotors und damit den Steuerwinkel im Betrieb willkürlich zu beeinflussen. .
  7. Anordnung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die willkürliche Veränderung des Steuerwinkels im Betrieb durch Beeinflussung der Erregung des Hilfsmotors vorgenommen wird (Verwendung von senkrecht aufeinander stehenden Erregerwicklungen und deren entsprechende Veränderung). B.
  8. Anordnung nach den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Nullstellung des Steuerkollektors (durch die Federkraft) so gewählt wird, daß sich beim Anfahren und kleinen Drehzahlen ein kleinerer Wechselrichtersteuerwinkel a" einstellt und sich dadurch ein größeres Moment ergibt als im Betrieb.
  9. 9. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Teil der Steuereinrichtung über eine Federkupplung mit dem Hauptmotor verbunden wird, während auf die Beweglichkeit des feststehenden Teiles verzichtet wird.
DEL103912D 1941-04-11 1941-04-11 Anordnung zur lastabhaengigen Steuerung von Stromrichtermotoren Expired DE756089C (de)

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