DE75587C - Reflector für indirecte Beleuchtung - Google Patents
Reflector für indirecte BeleuchtungInfo
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- DE75587C DE75587C DENDAT75587D DE75587DA DE75587C DE 75587 C DE75587 C DE 75587C DE NDAT75587 D DENDAT75587 D DE NDAT75587D DE 75587D A DE75587D A DE 75587DA DE 75587 C DE75587 C DE 75587C
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- Germany
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F21—LIGHTING
- F21S—NON-PORTABLE LIGHTING DEVICES; SYSTEMS THEREOF; VEHICLE LIGHTING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLE EXTERIORS
- F21S13/00—Non-electric lighting devices or systems employing a point-like light source; Non-electric lighting devices or systems employing a light source of unspecified shape
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE Λ·■:■
chton
uchtongsgegenstände.
in NÜRNBERG.
Für Fabrikräume, in welchen es darauf ankommt, die bei gewöhnlichen Bogenlampen
unvermeidlichen scharfen Schatten auf ein geringstes Mafs zurückzuführen, für Unterrichtsund Zeichensäle versuchte man bisher wiederholt,
das Licht dadurch diffus zumachen, dais
man in der elektrischen Lampe die positive Kohle nach unten verlegte und das Licht auf
diese Weise zwang, gegen die Decke des betreffenden Locales auszustrahlen. Die weifsgetünchte
Decke dient hier als Reflector und
breitet das Licht gleichmäfsig nach allen Seiten aus. Der geringe Theil des direct nach unten
ausgestrahlten Lichtes wurde entweder durch passend construirte Reflectoren ebenfalls nach
der Decke zurückgeworfen oder durch matte Glasscheiben so gemildert, dafs er seine blendende
Wirkung verlor. Sollen nur eine oder wenige Lampen im Räume brennen, so kann
die Gleichmäfsigkeit der Beleuchtung noch dadurch erhöht werden, dafs man über den
Lampen entsprechend geformte Reflectoren an der Decke anwendet.
Ein Mifsstand bei dieser Anordnung war, dafs die Lampen unruhiger brannten als bei der
gewöhnlichen Anordnung der positiven Kohle oben. Jedes Kohlentheilchen, welches in den
Krater gelangt, veranlafst so lange ein unruhiges Brennen, bis es verdampft ist. Diese indirecte
Beleuchtung bot aber sonst so wesentliche Vortheile, dafs man dieselbe nicht gerne aufgeben
wollte. Man begnügte sich dieser Vortheile wegen in vielen Fällen mit einem weniger
ruhigen Lichte. Erfinder suchten nun die vorzüglichen Eigenschaften der indirecten Beleuchtung
auch bei Benutzung der gewöhnlichen Bogenlampe mit positiver Kohle oben, welche ein ruhiges Brennen sichert, zu erreichen, und
es gelang ihnen dies mit Construction einer Laterne, welche in der Zeichnung dargestellt ist.
Das hier von der positiven Kohle nach unten ausgestrahlte Licht wird durch zwei passend
angeordnete Reflectoren m und η nach oben zurückgeworfen und gelangt dann bei / auf die
Verglasung der Laterne, welche entweder aus Streuern oder mattem Glas besteht, so dafs
das Licht hierdurch theilweise diffus gemacht wird, ehe es zur Zimmerdecke gelangt. An
der weifsen Zimmerdecke erfolgt dann die Vertheilung in gleicher Weise, wie oben beschrieben.
Aus mattem Glas bezw. Opalglas wird die Verglasung Z hergestellt, wenn man
eine ganz gleichmäfsige Vertheilung des Lichtes auf der Decke erzielen will. Etwas ökonomischer
wird die Anlage, wenn man statt Opalglas Streuer verwendet; diese erzeugen aber an
der Decke eine, allerdings geringe, Schattirung, welche aber sonst die Beleuchtung in keiner
Weise beeinträchtigt. Im allgemeinen wird man für Luxusbeleuchtung Opalglas, in anderen
Fällen Streuer wählen.
Die Vorzüge der neuen Construction bestehen nun in Folgendem : Es wird dafür Vorsorge
getroffen, dafs möglichst viele Strahlen des Lichtes aufgefangen werden. Dieser Bedingung
kann durch den Durchmesser und die Lage des Spiegelrandes genügt werden, so dafs
der sphärische Winkel, welcher durch den Rand
des Spiegels begrenzt wird, ein bestimmtes Mafs aufweist, nämlich so, dafs innerhalb des
genannten Winkels die hauptsächlich wirksamen Strahlen des vorzugsweise nach unten
geworfenen Gleichstromlichtes aufgefangen werden. Ferner mufs, um einen grofsen Lichtkreis
auf der Decke hervorzurufen, die Neigung des konischen Reflectors eine bestimmte sein;
und endlich soll kein Licht gegen den Lampenkörper reflectirt werden, da dann die Strahlen
gröfstentheils nutzlos absorbirt würden. Ein Blick auf die Figur lehrt, dafs mit einem einzigen
Spiegel konischer Form diesen drei Bedingungen nicht gleichzeitig genügt werden kann. Denn da, wenn beispielsweise der Rand
in bestimmter Gröfse und Lage angenommen wird, der Konus seine Spitze im Aschenteller
haben müfste, so würde weder der Bedingung zwei noch drei genügt. Nun könnte man
mittelst eines nach bestimmtem Profil gekrümmten Spiegels den genannten Bedingungen
genügen; indessen würde die Herstellung viel zu schwierig sein für die Praxis.
Für praktische Zwecke genügt es, denselben durch zwei konische Spiegel zu ersetzen, und
zwar sind dieselben so angeordnet, dafs die Reflexion in der in der Zeichnung angedeuteten
Weise vor sich geht. Von dem Reflector m werden nämlich die Strahlen von der horizontalen
Richtung bis zur Neigung von 45 ° reflectirt. Dabei ist der mit m bezeichnete
Spiegel so schwach geneigt, dafs ein grofser Lichtkreis an der Decke hervorgebracht wird.
Der zweite Reflector η, welcher an den ersten unmittelbar anstöfst, reflectirt über die Mittellinie
der Laterne hinweg, und zwar so, dafs der Lampenkörper von keinem Strahle getroffen
wird. An Stelle eines Umdrehungskegels kann ein aus ebenen Stücken zusammengesetzter
von Pyramidenform treten, was die Herstellung bedeutend vereinfacht, ohne den optischen Werth praktisch zu beeinträchtigen
(s. Fig. 2).
Die mit diesem Reflector erzielte Beleuchtung zeichnet sich vor allen anderen Beleuchtungsarten dadurch aus, dafs eine gleichmäfsige
Lichtvertheilung im höchsten Grade erreicht ist, dafs die sonst immer störend auftretende
Schattenwirkung hier kaum bemerkbar ist. Die Lichtquelle befindet sich in solcher Höhe über
dem Auge, dafs sie nicht mehr blendet. Was die ökonomische Seite dieser Beleuchtungsart
anbelangt, so ist zu bemerken, dafs durch Reflection und theilweise durch Absorption
allerdings ein Theil des Lichtes verloren geht. Berücksichtigt man aber, dafs die Vertheilung
eine sehr gleichmäfsige ist, dafs also im Gesichtsfelde Helligkeitsünterschiede kaum vorkommen
, die sonst immer störend auf das Auge wirken, so ist leicht zu ersehen, dafs der
Lichtbedarf nicht so grofs ist wie bei ungleichmäfsiger Beleuchtung.
Claims (2)
1. Ein Reflector für indirecte Beleuchtung, bestehend aus zwei Kegelreflectoren, welche
derartig angeordnet sind, dafs der eine Reflector mit schwacher Neigung gegen die Horizontalrichtung die Strahlen unmittelbar
nach aufsen zurückwirft, der zweite innen gelegene dagegen über die senkrechte Mittellinie des Leuchtkörpers
hinweg reflectirt, wobei eine über den Reflectoren angebrachte Verglasung das Licht diffus macht.
2. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Reflector der Ersatz der Kegelreflectoren durch aus
ebenen Stücken zusammengesetzte Pyramiden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75587C true DE75587C (de) |
Family
ID=348531
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75587D Expired - Lifetime DE75587C (de) | Reflector für indirecte Beleuchtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75587C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19619502A1 (de) * | 1996-05-14 | 1997-11-20 | Ralf Dr Kinkeldey | Beleuchtungskörper mit geringem Energieverbrauch und starker Lichtausbeute |
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- DE DENDAT75587D patent/DE75587C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19619502A1 (de) * | 1996-05-14 | 1997-11-20 | Ralf Dr Kinkeldey | Beleuchtungskörper mit geringem Energieverbrauch und starker Lichtausbeute |
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