DE75303C - Selbstthätiger Vorschub für Arbeits-(besonders Gestein-Bohr-) Maschinen mit sich drehendem Werkzeug - Google Patents
Selbstthätiger Vorschub für Arbeits-(besonders Gestein-Bohr-) Maschinen mit sich drehendem WerkzeugInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B19/00—Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables
- E21B19/08—Apparatus for feeding the rods or cables; Apparatus for increasing or decreasing the pressure on the drilling tool; Apparatus for counterbalancing the weight of the rods
- E21B19/081—Screw-and-nut feed mechanisms
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der selbsttätige Vorschub bei drehend wirkenden Arbeitsmaschinen kann bekanntlich
unter Umständen gefährlich werden, indem z. B. bei stumpfem Werkzeug oder, wie es
beim Gesteinbohren häufig der Fall ist, bei plötzlich härter werdendem Gebirge ein unzulässig
hoher und eventuell gefährlicher Druck in der Richtung des Vorschubs diesem entgegen
(im folgenden kurz mit »Axialdruck« bezeichnet) auftreten kann. Deshalb ist es
nöthig, den selbsttätigen Vorschub des Werkzeuges zugleich in der Weise veränderlich zu
machen, dafs er gegebenenfalls sich selbstthätig entsprechend vermindert.
Manche der bisher ausgeführten Constructionen dieser Art erfüllten ihren Zweck nur unvollkommen.
Ihre ganze Anordnung führt wegen der nachweisbar grofsen Reibungswiderstände zu einem sehr geringen Wirkungsgrade; sie
schützen gegen Ueberlastung der Maschine nur innerhalb enger Grenzen, und die eigentliche
Sicherheit ist in die Hand des Arbeiters gegeben, welcher durch einen Handgriff u. dergl.
regelnd auf die Maschine einwirkt.
Dem gegenüber ermöglicht es die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende
Anordnung, unter Gewährleistung eines hohen Wirkungsgrades in einfacher und zugleich
zuverlässiger Weise den Vorschub selbstthätig veränderlich und die Sicherheit der
Wirkung von der Unaufmerksamkeit oder der Ungeschicklichkeit des bedienenden Arbeiters
unabhängig zu machen.
Fig. ι stellt die Anordnung dar, wie sie etwa bei einer Drehbohrmaschine für weiches Gestein
zu denken wäre, welche nach Annahme der Zeichnung durch eine mit der Welle des
Rades R1 zu verkuppelnde biegsame Welle, beispielsweise von einem Elektromotor aus,
betrieben wird. Die Bohrspindel S wird durch eine sie umschliefsende hohle Welle W vermittelst
Feder und Nuth und ferner durch die Räder J?1 und i?2 auf bekannte Weise angetrieben.
Durch das auf W sitzende Rad R3 wird unter Vermittelung eines Vorgeleges,
welches aus den Rädern i?4 und R5 besteht,
das Rad i?6 und damit die mit der Spindel S gepaarte Mutter M in Drehung versetzt mit
einer Winkelgeschwindigkeit, welche von derjenigen der Spindel S abweicht. Dann bewirkt
die zwischen M und S entstehende Relativdrehung in bekannter Weise den Vorschub von
S, vorausgesetzt, dafs je nach der Drehung der Spindel und dem Uebersetzungsverhältnifs
des Vorgeleges, welches gröfser oder kleiner als ι sein kann, das Gewinde rechts- oder
linksgängig gewählt wird. Die Gröfse des Vorschubs ist abhängig von der Gewindesteigung
und den Zähnezahlverhältnissen der Räderpaare Rs Ri und JR5 Re. Der Axialdruck
selbst wird durch Kugellager in günstigster Weise auf das Gestell der Maschine übertragen.
Ri und R5 sind nun nicht fest mit einander
verbunden, sondern haften auf einander in zwei Ringflächen r, mit denen sie durch eine
Feder F von genügender Federungsweite, also genauer Einstellbarkeit, an einander geprefst
werden.
Die Wirkungsweise ist folgende: Der oben erwähnten relativen Drehung zwischen M und 5
setzt sich als Widerstand der Axialdruck,, sowie die durch denselben in den Gewindegängen
des Schraubenpaares S und M erzeugte Reibung entgegen. Erreicht diese Summe aus der betreffenden
Druckcomponente und der Reibung einen gewissen Betrag, so wird eine Verminderung
der Gleitung zwischen S und M und dafür ein Gleiten zwischen i?4 und i?5
eintreten. Es wird sich zwischen der Summe der Momente des Axialdrucks und der Gleitung
bei 5 M einerseits und dem Moment der Reibung bei i?4 R5 andererseits ein Gleichgewichtszustand
bilden; jede weitere Vergröfserung des Axialdruckes in S wird die Relativdrehung
zwischen 5 und M und damit den Vorschub von S vermindern, während dafür.die Gleitung
zwischen R* und JR6 entsprechend zunimmt.
In dem Grenzfall, dafs der Bohrer in der Richtung seines Vorschubs ein unüberwindliches
Hindernifs findet, müssen sich S und M mit gleicher Winkelgeschwindigkeit drehen und dafür
Ri und R5 mit der gröfsten nach den Zähnezahlverhältnissen
überhaupt möglichen Geschwindigkeit auf einander gleiten. Durch richtige Wahl der Gewindesteigung und der
Uebersetzungsverhältnisse läfst sich das Product aus dieser gröfsten Gleitgeschwindigkeit in den
zugehörigen Reibungswiderstand so klein halten, dafs die Reibungsarbeit und die dadurch bedingte
Abnutzung und Erhitzung der Reibflächen innerhalb zulässiger Grenzen bleibt.
Durch richtige Einstellung der Feder F läfst es sich erreichen, dafs bei einem gaYiz bestimmten,
je nach den Umständen als zulässig höchsten angenommenen Axialdruck die Sicherung
zu wirken beginnt. Diese Einstellung kann dann für gewisse gleichbleibende Umstände
ein für allemal erfolgen, braucht also während des Ganges der Maschine nicht verändert zu
werden. Sie kann vor Beginn einer Arbeit von dem beaufsichtigenden Beamten vorgenommen
werden, so dafs der Arbeiter mit der so eingestellten Maschine, ohne etwas dann verändern zu müssen, bohren kann.
Für den Fall, dafs es wünschenswerth erscheinen sollte, diese anfängliche Einstellung
während des Ganges der Maschine vornehmen zu können, würde eine etwa durch Fig. 2 dargestellte
Anordnung mit nicht rotirender Feder zu wählen sein. Die Einrichtung ist hier so
getroffen, dafs die Feder F nicht auf der sich drehenden Welle a, sondern auf einem feststehenden
Bolzen b sitzt, in welchem α gelagert ist, und dafs sie nicht direct auf die mit a
rotirende Scheibe s, sondern auf das durch Feder und Nuth an der Drehung verhinderte
Zwischenstück \ wirkt. Zur möglichst günstigen Aufnahme des bei dieser Anordnung auftretenden
Stützdruckes sind auch hier Kugellager angewendet.
Claims (2)
1. Selbstthätiger Vorschub für Arbeits- (besonders
Gestein-Bohr-) Maschinen mit sich drehendem . Werkzeug, bei welchem die von aufsen angetriebene Hülse (W) die
Bohrspindel (S) durch Feder und Nuth direct und die Mutter (M) unter Vermittelung ·
eines Rädervorgeleges mit in demselben eingeschalteter regelbaren Reibungskupplung
dreht.
2. Eine Ausführungsform der durch i. gekennzeichneten
Anordnung, bei welcher die Prefsfeder F nicht mitrotirt, so dafs deren Einstellung während des Ganges der
Maschine vorgenommen werden kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75303C true DE75303C (de) |
Family
ID=348276
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75303D Expired - Lifetime DE75303C (de) | Selbstthätiger Vorschub für Arbeits-(besonders Gestein-Bohr-) Maschinen mit sich drehendem Werkzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75303C (de) |
-
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- DE DENDAT75303D patent/DE75303C/de not_active Expired - Lifetime
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