DE75277C - Militär - Entfernungsmesser - Google Patents

Militär - Entfernungsmesser

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DE75277C
DE75277C DENDAT75277D DE75277DA DE75277C DE 75277 C DE75277 C DE 75277C DE NDAT75277 D DENDAT75277 D DE NDAT75277D DE 75277D A DE75277D A DE 75277DA DE 75277 C DE75277 C DE 75277C
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Germany
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military
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DENDAT75277D
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J. LAPACZEK, EDLER VON LILLIN, K. und K. österreichischer Artillerie - Hauptmann, in Prag
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
    • G01C3/02Details
    • G01C3/04Adaptation of rangefinders for combination with telescopes or binoculars

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Optical Radar Systems And Details Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Zweck vorliegender Erfindung ist ein feldmäfsiger Militär - Entfernungsmesser, mittelst dessen ohne jede Basis- und Winkelmessung und vohne jede Berechnung die. Zieldistanz .direct, und für das Schiefsen genau abgelesen werden kann, und zwar in der kürzesten Zeit und ohne Beihülfe optischer Instrumente. Dabei wird der Vortheil erzielt, dafs die sonst zum Einschiefsen nöthigen Hohlgeschosse und somit auch bedeutende Kosten und Zeit im Gefechte erspart werden, und dafs man dann eine gröfsere Anzahl der bedeutend wirksameren Shrapnels mitführen kann. .
Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dafs in den Aufsetzkanal und an das Visirkorn eines Geschützes oder auf ein besonderes Stativ eine Leitschiene nahezu horizontal· aufgesetzt ist, an welcher sich aufser der üblichen Visirvorrichtung noch eine mit variabler Basis und constantem Visirwinkel verstellbare Visirvorrichtung befindet. Beide Visirlinien liegen in einer annähernd verticalen Ebene. Die verstellbare Visirvorrichtung bildet eine Scheere, welche mit einem ihrer Scharniere auf der Leitschiene geführt wird. Die Läge dieses verschiebbaren Scharnieres giebt auf einer Scala die Entfernung des Zieles an, in welchem sich die beiden Visirlinien unter constantem Winkel schneiden.
In beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 den Distanzmesser in der Verticalprojection, Fig. 2 in der Horizontalprojection, Fig. 3 das Dunkelrohr im Lä'ngenschnitt, Fig. 4 bis 13 Einzelheiten in vergröfsertem Mafsstab, Fig. 14 Distanzmesser auf ein Feldgeschütz montirt.
A ist eine Leitschiene, welche eine Scheere B und C trägt. Der Scheerenarm B ist hinten auf der Leitschiene A mittelst eines Scharnieres χ angemacht. Scharnier y ist auf der Leitschiene A vorn verschiebbar, und Scharnier ^ ist den beiden Scheerenarmen B und C gemeinschaftlich. Scharniery ist auf einer Hülse a befestigt, welche sich auf dem vorderen Ende der Leitschiene A verschiebt. Zweckmäfsig geschieht dieses mittelst einer in einer Rinne der Leitschiene gelagerten Schraube d mit einer an der Hülse α befestigten Mutter c. Die Schraube d kann mittelst einer Kurbel k nach rechts oder links gedreht werden, ohne dafs sie ihre Lage ändert. Ein Nonius η mit dem Index i ist ebenfalls an der Hülse α unverrückbar befestigt und verschiebt sich auf der Scala m der Leitschiene A, so dafs man unter diesem Index stets die Zieldistanz direct ablesen kann. ' Seitwärts an der Leitschiene A ist ein Visir ν und ein Visirkorn n> befestigt. An den Enden der Scheerenenden B und C befindet sich ein Visir v1 und eine Visirschneide η>λ. Die beiden Visuren ν w und v1 w1 schneiden sich stets in einem und demselben Punkte (Ziel). Die Visire und Visirkorne (oder Visirschneiden) liegen sämmtlich in einer und derselben Ebene und schneiden sich unter einem constanten Winkel. Je höher man die Visirlinie v1 n>1 über ν w hebt, desto weiter treffen die beiden Visuren zusammen und desto weiter verschiebt sich auch Index i an der Scala m. Die Distanz ist der Visirhöhe (oder Basis) proportional.
Behufs Aufsetzens des Distanzmessers auf Feldgeschütze G in Fig. 14 trägt die Leit-
schiene A am hinteren Ende einen Ansatz p, welcher in den Aufsatzkanal ρ ! eingesteckt wird, während zugleich vorn eine Hülse q auf das Visirkorn q1 zu sitzen kommt, wenn der Distanzmesser gebraucht werden soll. Die Hülse q sammt dem Visirkorn w läfst sich in den Führungen ff etwas verschieben, zu welchem Zwecke sie mit den Flügeln/1/1 versehen ist. Das geschieht, um der ungleichen Entfernung des Visirkorns q1 vom Aufsatzkanal bei den verschiedenen Geschützen. Rechnung zu tragen.
Um eine und dieselbe Scala sowohl für Schritt- als auch für Metermais gebrauchen zu können, ist das Visir ν mit seiner Hülse D auf dem Kopfe des Ansatzes senkrecht verschiebbar. Mit diesem Ansatzkopf ist auch die Leitschiene unverrückbar verbunden. Der Unterschied zwischen den beiden Winkeln für Metermafs und Schrittmafs ist sehr klein und ebenso auch die zu dieser Aenderung nöthige, Verstellung der Hülse D. Sie kann entweder mittelst Excenter geschehen oder" auch so, dafs in der Hülse D die beiden gleichen Löcher S und M vorgesehen werden, in welche eine Stellschraube S1 pafst. Dementsprechend erhält auch der Kopf des Stückes ρ zwei Löcher, jedoch so, dafs stets nur eines der beiden Löcher S und M mit einem oder dem anderen von den beiden Löchern des Aufsatzkopfes übereinstimmt. Das eine Loch dient für die Einstellung im Schrittmafs und das andere im Metermafs. Um die präcise Einstellung zu erleichtern, kann oben und unten im genannten Kopfe je ein Anschlag für diese ganz wenig von einander abweichenden Stellungen des unteren Visirs vorgesehen werden.^ In der Praxis wird die Scala meist derart eingerichtet, dafs mit dem Index i nur gröfsere Distanzen, z. B. über 750 m Länge, gemessen werden, während man für kleinere Distanzen am Nonius η abliest.
Die Visirköpfe v1 w1 sind am besten viertelkreisförmig. v1 erhält einen Visireinschnitt, jp1 eine Visirschneide.
Zum feinen Visiren wird ein inwendig geschwärztes Rohr R benutzt, welches unten theilweise und vorn ganz offen ist; in seiner hinteren Stirnwand ist es mit einem runden Sehloch 0 versehen. Die unteren Oeffnungen L L1 sowie die Einschnitte 111 (in den Seitenwänden unten) dienen dazu, um das Rohr R über das untere Visir ν und Visirkorn w oder über das obere Visir ν' und Visirschneide wl anzulegen, wobei das Sehloch 0 stets in die Visirlinie fällt. Die Breite und Höhe des Rohres R, sowie seine Einschnitte u. s. w. und andererseits die Formen und Dimensionen der Visirköpfe sind so bemessen, dafs es sich mit hinreichender Genauigkeit entweder auf die untere oder auf die obere Visur auflegen läfst, um durch 0 ein scharfes Bild zu sehen nach Art der Fig. 7. Fig. 4 bis 8 und Fig. 13 zeigen das hintere Ende des Distanzmessers mit daraufgelegtem Dunkelrohr in verschiedenen Ansichten; Fig. 8 ist speciell ein Grundrifs der Hülse D. Fig. 9 bis 12 zeigen das vordere Ende des zusammengelegten Distanzmessers mit daraufgelegtem Dunkelrohr R.
Die Abrundung der beiden Visirköpfe v1 und w1 geschieht nach Kreisbögen von gleichem Durchmesser, damit die obere Visur stets die gleiche Richtung behält und damit auch das daraufgelegte Dunkelrohr mit seinem Sehloch 0 stets in der Visur bleibt. Es wird zuerst ohne Dunkelrohr R grob eingestellt und visirt und nachher bei Benutzung des Rohres R sowohl auf der unteren als auch auf der oberen Visir^ linie scharf nachgestellt und visirt. .Wenn bei einer Batterie von 8 Feldgeschützen je vier je einen Distanzmesser benutzen, so wird man beim gegenseitigen Vergleich sofort sehen, ob ein grober Fehler begangen wurde, und es kann dann das arithmetische Mittel beider Messungen als die wirkliche Distanz gelten.
In anderen Fällen können Stative zur Aufstellung des Distanzmessers benutzt werden. ■

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Militär-Entfernungsmesser mit gleichbleibendem Zielwinkel und veränderlicher Grundlinie, bestehend aus einer durch ein festes Gelenb χ und ein auf einer Entferungsscala m verschiebbares Gelenk y mit einer Leitschiene A verbundenen Scheere B^C, welche das Visir vl und das Korn (Visirschneide) wx trägt, und aus einer mit senkrecht verstellbarem Visir ν versehenen Visirvorrichtung ν η>, deren Visirlinie die stets gleichgerichtete, verstellbare Visirlinie v1 n>1 im Ziel schneidet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT75277D Militär - Entfernungsmesser Expired - Lifetime DE75277C (de)

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