DE74990C - Bei Temperaturveränderungen sich selbstthätig verstellende Lüftungsklappe - Google Patents
Bei Temperaturveränderungen sich selbstthätig verstellende LüftungsklappeInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24F—AIR-CONDITIONING; AIR-HUMIDIFICATION; VENTILATION; USE OF AIR CURRENTS FOR SCREENING
- F24F11/00—Control or safety arrangements
- F24F11/70—Control systems characterised by their outputs; Constructional details thereof
- F24F11/72—Control systems characterised by their outputs; Constructional details thereof for controlling the supply of treated air, e.g. its pressure
- F24F11/74—Control systems characterised by their outputs; Constructional details thereof for controlling the supply of treated air, e.g. its pressure for controlling air flow rate or air velocity
- F24F11/76—Control systems characterised by their outputs; Constructional details thereof for controlling the supply of treated air, e.g. its pressure for controlling air flow rate or air velocity by means responsive to temperature, e.g. bimetal springs
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es bestand bisher bei Gewächshäusern oder anderen Gebäuden immer die Schwierigkeit, die
Lüftungseinrichtungen so anzuordnen, dafs eine gleichmäfsige oder nahezu gleichmäfsige Temperatur
aufrecht erhalten wird, da die Lüftungseinrichtung gewöhnlich von beträchtlichem
Gewicht ist und zu ihrer Inbetriebsetzung einen grofsen Kraftaufwand beansprucht. Das Gleiche
gilt für die Lüftung von Theatern und öffentlichen Gebäuden.
Vorliegende Neuerung ist nun zum selbstthätigen Lüften von öffentlichen Gebäuden,
Gewächshäusern u. s. w. bestimmt. Die Ventilationsklappen können auch mit der Hand
geöffnet oder geschlossen werden.
Es kommt ein Thermostat zur Verwendung, der auf ein empfindliches Ventil einwirkt, welches
Wasser- oder einen anderen Flüssigkeitsdruck zum Oeffnen oder Abschliefsen eines die
Regelung bewirkenden Hahnes oder Ventils zur Wirkung kommen läfst. Durch diesen
Hahn bezw. dieses Ventil wirkt die motorische Kraft auf denjenigen Apparat ein, welcher die
Ventilationsklappen in Bewegung setzt.
In der Zeichnung (Fig. 1) ist in Ansicht angedeutet , wie der. Apparat zu seiner Ingangsetzung
eingerichtet ist, wobei der obere Theil des Cylinders im Schnitt dargestellt ist. Fig. 2
zeigt eine Ansicht rechtwinklig zu Fig. 1, wobei der eine Träger, auf welchem der Betriebscylinder
Auflagerung findet, weggelassen ist. Fig. 3 zeigt im Schnitt und gröfseren Mafsstabe
das Hauptventil, Fig. 4 ebenfalls im Schnitt und gröfseren Mafsstabe das empfindliche
Ventil. Fig. 5 zeigt einen Schnitt nach Linie x-x der Fig. 4 und Fig. 6 eine Ansicht
des Hebels für das empfindliche Ventil, mit dem Auflager für die eine Regelung ermöglichende
Schraube im Schnitt.
Die durch die Figuren angedeutete Lüftungsvorrichtung kann durch einen geeigneten
Flüssigkeitsdruck, beispielsweise durch den in Gewächshäusern und Palmengärten zur Verfügung
stehenden Wasserdruck in Gang gesetzt werden; es kann aber auch Luft oder
ein anderes geeignetes Mittel verwendet werden.
Das Rohr A führt das Wasser unter geeignetem Druck dem Apparat zu. Die etwa im
Wasser vorhandenen Beimengungen, welche das Arbeiten der Ventile im Apparat störend
beeinflussen, werden durch ein Sieb B zurückgehalten ; C ist das Hauptventil oder der Dreiwegehahn
nach dem Betriebscylinder D, in welchem sich ein Kolben E befindet und an
welchen sich eine Verbindung nach der Ventilationsklappe anschliefst.
Wenn, wie in Gewächshäusern, dieser Ventilator mit schwingenden Flügeln ausgerüstet
ist, so empfiehlt sich die Anwendung eines Querriegels F, welcher als Führung für die
nach den Ventilationsklappen führende Kolbenstange und als Begrenzung für den verschiebbaren
Bundring G dient, der durch eine Schraube auf der Kolbenstange H festgehalten
wird, so dafs die Ventilationsklappen bis zur gewünschten Grenze geöffnet werden können
und ein weiter anhaltender Druck diese Ventilationsklappen nicht weiter bethätigt.
Die Kolbenstange H ist mit dem schwingenden Flügel oder der Klappe K durch
einen Arm / auf letzterer verbunden. Dieser Flügel, diese Klappe oder irgend eine andere die
Bewegung der Luft regelnde Einrichtung kann von beliebiger Anordnung sein. Der in Fig. ι
ersichtliche Flügel ist nur beispielsweise angegeben.
Wenn das Hauptventil C so gedreht wird, dafs das Wasser in den Betriebscylinder D eintreten
kann, so wird der Kolben E so lange angehoben, bis die Zuleitung des unter Druck
stehenden Wassers unterbrochen wird; für gewöhnlich empfiehlt sich die Ausnutzung des
Flüssigkeitsdruckes zum Oeffnen der Ventilationsklappe,
wenn der gewünschte Wärmegrad überschritten wird. Wenn die Ventilationsklappe geschlossen werden soll, so wird das
Hauptventil C so angestellt, dafs das Wasser durch ein bei Dreiwegehähnen übliches Ablaufrohr
oder eine Oeffnung abströmen kann. Dieses Hauptventil oder der Hahn kann von beliebiger. Anordnung sein und bedarf einer
besonderen Beschreibung nicht.
Das aus dem Betriebscylinder beim Senken der Ventilationsklappe ablaufende überschüssige
Wasser kann durch ein Rohr nach einer beliebigen Verwendungsstelle oder einem Behälter
weitergeleitet, oder es kann durch ein Rohr nach einer Brause 21 geführt werden, welche
die Pflanzen im Gewächshause besprengt.
In Fig. 3 ist das Hauptventil oder der Hahn C mit einem Wasserabflufs 17 und anschliefsender
Leitung 18 versehen. Wenn aber im Küken des Hahnes ein in Richtung der Längsachse
desselben durchgeführtes Loch vorgesehen ist, wie bei ig ersichtlich, welches mit
dem Abschlufs 17 in Verbindung steht, so kann das verbrauchte Wasser am Ende des
Kükens abfliefsen, wie bei Fig. 3 angegeben.
Die Vorrichtung zur Regelung der Wärme (Thermostat) kann von beliebiger Anordnung
sein. Erfinder empfiehlt die in der Zeichnung angegebene; bei derselben ist L das Schild
des Thermostaten. An dem Ende dieses Schildes ist die federnde Klinge M befestigt,
durch welche der mit Stellmutter O besetzte Schraubenbolzen N hindurchgeführt ist, um
die Stellung des Thermostaten zu bestimmen. Das von der Klinge M abgelegene Ende des
Thermostaten verändert sich in seiner Stellung infolge der auf letzteren einwirkenden Temperatur,
wobei die eine Fläche des Thermostaten aus Hartgummi und die andere aus Metallblech
besteht. An das sich verstellende Ende des Thermostaten schliefst sich eine Gabel P
an, die nach Bedarf gehoben und gesenkt und durch eine Schraube 3 festgestellt werden kann.
Diese Gabel des Thermostaten wirkt auf das empfindliche Ventil oder den Hahn ein, welcher
bei Einwirkung auf den Mechanismus den Flüssigkeitsdruck regelt, wobei genannter
Mechanismus das Hauptventil oder den Hahn C in der einen oder anderen Richtung verdreht.
Zur Bethätigung des Hauptventils C kommen zwei kleine Cylinder RR1 mit eingesetzten
Kolben und an dieselben sich anschliefsenden Kolbenstangen S S1 zur Verwendung. Die
letzteren wirken auf zwei an der Scheibe T einander gegenüber liegende Kurbelzapfen.
Die Scheibe T sitzt auf der Achse des Hauptventils C. Das durch den Thermostaten bethätigte
empfindliche Ventil U ist mit einem kegelförmigen Küken 4 ausgestattet, welches
einen centralen Wasserdurchleitungskanal 5, zwei seitliche Wasserkanäle 6, 7 und einen an
der Umfläche liegenden Kanal 8 besitzt. Das Rohr 9 führt das Wasser unter Druck in das
Innere des Ventilgehäuses U und dann nach dem centralen Wasserkanal 5. Die Röhren 10
und 11 führen nach den Cylindern R und R1,
so dafs beim Drehen des Hahnkükens 4 und bei der daraus sich ergebenden Verbindung
des seitlichen Kanals 6 mit dem Rohr 10 der Flüssigkeitsdruck im Cylinder R zur Wirkung
kommt, dagegen durch den Kanal 8 und den Ablauf 12 die Flüssigkeit aus dem Cylinder R1
austritt, infolge dessen das Hauptventil C in der einen Richtung verdreht wird. Wird
jedoch das Küken 4 in der anderen Richtung gedreht und es tritt der Kanal 7 mit dem
Rohr 11 in Verbindung, so wirkt der Flüssigkeitsdruck
im Cylinder JR1, und es tritt die Flüssigkeit durch den Kanal 8 und den Ablauf
12 aus dem Cylinder R aus.
Zum Verdrehen des Kükens 4 durch die am Thermostaten sitzende Gabel P empfiehlt
sich die Anbringung der Schwingkurbel 13, deren waagrecht umgebogenes Ende in die
Gabel P eintritt und deren lothrechter Theil durch ein Loch im Küken 4 hindurchgesteckt
ist. Durch eine Mutter 14 kann diese Schwingkurbel in jeder beliebigen Stellung festgeklemmt
werden. Durch veränderten Abstand zwischen dem zu einem Kurbelstift ausgebildeten
waagrecht liegenden Kurbeltheil und der Achse des Kükens 4 kann die Geschwindigkeit
des Apparates geregelt und bestimmt werden, weil bei gröfster Annäherung genannten Kurbelstiftes
an die Hahnkükenachse das Küken bei der gleichen, durch den Thermostaten in die Erscheinung tretenden Temperaturveränderung
eine gröfsere Verdrehung macht, als wenn sich der Kurbelstift weiter von der Hahnkükenachse
entfernt befindet. Hierdurch kann die durch den Thermostaten wirkende Lüftungsvorrichtung
so eingerichtet werden, dafs sie bei gegebenen Temperaturwechseln sich schneller oder
langsamer einstellt.
Dabei empfiehlt sich die Anbringung einer Stellschraube 15 am Ende des Kükens 4,
welche ein zu festes Anpressen des letzteren
gegen seinen Sitz durch den Druck des auf das Küken wirkenden Wassers verhindert,
wobei es sich empfiehlt, in das Wasserzuleitungsrohr, welches an das Küken 4 heranführt,
ein feines Sieb V einzusetzen.
Durch diese Neuerung ist es ermöglicht, den Lüftungsapparat so einzurichten, dafs er mit
gröfserer oder geringerer Geschwindigkeit arbeitet. Es können die Lüftungsvorrichtungen
unter jedweden gewünschten Temperaturverhältnissen in Gang gesetzt werden.
Auf Scheibe T sitzt eine Begrenzung 16; die
eine Begrenzung der Scheibendrehung und dadurch des Hauptventiles C ermöglichenden
Schrauben W erhalten in festliegenden Muttern Führung. Hierdurch kann das Hauptventil
durch das empfindliche Ventil U und den durch letzteres hindurchgehenden Wasserstrom.
auf jede gewünschte Weite geöffnet werden. Es empfiehlt sich, manchmal die Begrenzungsschrauben so einzustellen, dafs sich die Ventilationsklappe
bei Erhöhung der Temperatur verhältnifsmäfsig langsam öffnet und mit gröfserer Geschwindigkeit sich schliefst, wenn
die Temperatur sinkt, welche Aenderungen in den Bewegungen natürlich von der Gröfse der
Bewegung abhängt, die dem Hauptventil oder Hahn in der einen oder anderen Richtung gegeben
wird.
Durch Lösen der Schraube 3 an der Gabel P und durch Verschiebung der letzteren aus der
Bahn der Kurbel 13 kann diese Kurbel zum Heben und Senken der Ventilationsklappen in
beliebiger Richtung mit der Hand gedreht werden, ohne dafs auf die Temperatur Rücksicht
genommen wird. Auch kann das Hauptventil C, wenn nöthig, unmittelbar mit der
Hand gedreht werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine bei Temperaturvecänderungen sich selbstthätig verstellende Lüftungsklappe für Gewächshäuser u. dergl., gekennzeichnet durch die gemeinsame Anordnung eines Druckwassercylinders (D), dessen in seiner veränderlichen Aufwärtsbewegung begrenzter Druckkolben (E) mit der zu verstellenden Lüftungsklappe (K) in gelenkiger Verbindung steht, eines den Ein- und Austritt der Flüssigkeit in bezw. aus dem Cylinder regelnden Haupthahnes (C), eines die Kükenstellung des letzteren beeinflussenden Doppelcylinderdrucksatzes (RR1), eines bei Veränderung der Temperatur sich ausdehnenden oder zusammenziehenden Thermostaten (L) und eines empfindlichen Dreiwegehahnes (U), der, durch den Thermostaten beeinflufst, einen der Cylinder (RR1) durch Druckwasser betreibt und dadurch den Haupthahn (C) öffnet oder schliefst, demzufolge eine Druckwasserbewegung zum Einstellen der Ventilationsklappe (K) im Cylinder D eintritt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE74990C true DE74990C (de) |
Family
ID=347993
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT74990D Expired - Lifetime DE74990C (de) | Bei Temperaturveränderungen sich selbstthätig verstellende Lüftungsklappe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE74990C (de) |
-
0
- DE DENDAT74990D patent/DE74990C/de not_active Expired - Lifetime
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