DE749697C - Verfahren zum Wiederbrauchbarmachen verbrauchter Druckwalzen - Google Patents

Verfahren zum Wiederbrauchbarmachen verbrauchter Druckwalzen

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DE749697C
DE749697C DEP75258D DEP0075258D DE749697C DE 749697 C DE749697 C DE 749697C DE P75258 D DEP75258 D DE P75258D DE P0075258 D DEP0075258 D DE P0075258D DE 749697 C DE749697 C DE 749697C
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DEP75258D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23PMETAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; COMBINED OPERATIONS; UNIVERSAL MACHINE TOOLS
    • B23P6/00Restoring or reconditioning objects
    • B23P6/02Pistons or cylinders

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rolls And Other Rotary Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zum Wiederbrauchbarmachen verbrauchter Druckwalzen Im allgemeinen werden Druckwalzen, insbesondere solche für photomechanische Vervielfältigung, aus Kupfer, Messing; Bronze und ähnlichen wertvollen Metallen oder Legierungen hergestellt und zum Gebrauch auf einen kegeligen Dorn aufgezogen. Hiernach mit Farbe, Tusche u. dgl. versehen werden die als Hohlzylinder gestalteten Druckwalzen so lange über die zu bedruckenden Flächen laufen gelassen, bis die gewünschte Anzahl von Vervielfältigungen gedruckt ist, wonach die Hohlwalze von dem Dorn abgenommen, abgedreht und geglättet wird, um eine neue Zeichnung, Form oder sonstige Muster auf die Oberfläche ätzen bzw..prägen zu können. Durch das Abdrehen und Glätten der Walze wird naturgemäß die Dicke des Walzenmantels vermindert. Wenn sie so weit abgenommen hat, daß die das Druckmuster tragende Oberfläche infolge der beim Druckvorgang auftretenden mechanischen Beanspruchung oder beim Abnehmen der Hohlwalze von dem kegeligen Dorn verdreht bzw. verzogen wird, pflegte die Druckwalze bisher als unbrauchbar verworfen zu werden.
  • In der Textilindustrie begegnet man einem typischen Beispiel für den durch die Abnutzung der wertvollen Druckwalzen entstehenden Verlust: der Durchmesser einer üblichen Kupferdruckwalze beträgt rund r?9 mm, der Durchmesser des üblichen Walzendorns im Durchschnitt 89 mm, so daß die Manteldicke der Walze rund 2o mm beträgt. In der Textilindustrie gemachte Erfahrungen haben gezeigt, daß die Walze, so weit abgedreht, daß die Manteldicke bis auf etwa 15 mm abgenommen hat, als unbrauchbar weggeworfen werden muß. Dies bedeutet einen Verlust von mehr als doppelt soviel Kupfer oder sonstigem Walzemnetall, als während der Gebrauchszeit der Walze verbraucht-ist.
  • Zur Behebung dieser Nachteile hat man daher schon zahlreiche Versuche unternommen, derartige verbrauchte Druckwalzen wieder brauchbar zu machen. So hat man z. B. vorgeschlagen, Kupfer oder das sonstige wertvolle Walzenmetall auf die z@ußenfläche des .Mantels aufzugießen, um dadurch die erforderliche bzw. gewünschte Dicke des Walzenmantels wieder herzustellen. Mit dein Aufbringen von Kupfer o. dgl. Metall auf die Oberfläche der Druckwalze sind jedoch beträchtliche Unkosten verbunden, so daß sieh dieser Vorschlag nicht einzuführen vermocht hat und die abgenutzten Kupfer- usw. Druckwalzen weiter in Verlust gegeben wurden.
  • Ferner hat man auch bereits vorgeschlagen, die verbrauchten Druckwalzen durch-Auftreiben wieder auf ihren ursprünglichen -.ul;lendurchmesser aufzuweiten und dann in dieselben einen auf besondere Weise hergestellten Futterring einzuführen. Dieser soll dadurch erhalten werden, daß zunächst ein Rohr aus Stahlblech hergestellt und auf dieses dann ein Tragfutter aus Weichmetall aufgegossen wird. Diese aus Stahlrohr und Futterauflage bestehende Walze soll dann in die heiße aufgeweitete Kupferwalze eingetrieben und so mit dieser zu einem aus drei Lagen bestehenden Walzenring vereinigt werden, der wie eine vollständig aus Kupfer bestehende Walze erneut aufgedornt werden kann. Diesem Vorschlag steht jedoch wiederum der Nachteil entgegen, daß dadurch die Genauigkeit des Arbeitens der `'Falzen beeinträchtigt wird. Durch die Aufweitung der verbrauchten Druckwalzen vermittels eines Drehvorganges wird nämlich eine glatte zylindrische Innenfläche erzeugt,und daher hat der eingetriebene Futterring auch dann, wenn er sich an diese Innenfläche eng anschließt, doch die Möglichkeit einer Bewegung in gleicher Weise wie eine Achse in einem Lager. Diese 'Möglichkeit wächst noch durch den Umstand, daß die zu bedruckende T?nterlag e hei dem Druckvorgang durch eine Gegenwelle gegen die Druckwalze gepreßt und so die letztere einem verhältnismäliig großen Druck ausgesetzt wird. , Außerdem hat der Walzvorgang auch als solcher das Bestreben, die urreiche Kupferwalze noch weiter auszudehnen. Eine solche Ausdehnung der Kupferwalze läßt aber ihren Sitz auf dem Futterring immer loser werden, wodurch wiederum die Gefahr eines Gleiten, der Walze sowie einer Zerstörung der richtigen Aufzeichnung durch die aufeinanderfolgenden Walzen wächst und damit die einzelnen Walzen verhältnismäßi- schnell außer Übereinstimmung kommen und unbrauchbar werden, auch wenn ihr Kupfermantel noch einen an sich genügenden Durchmesser besitzt.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung beseitigt nun alle diese Nachteile und Schwierigkeiten und schafft eine einfache und sichere Möglichkeit, verbrauchte. Druckwalzen wie- j der vollwertig brauchbar zu machen. Gemäß der Erfindung wird von verbrauchten Druckwalzen, welche auf ihrer Innenseite eine zweckmäßig durch Quernuten in eine Mehrzahl von Abschnitten aufgeteilte Längswulst aufn-eisen, ausgegangen und deren Wiederbrauchbarmachung durch Aufweiten derselben auf den ursprünglichen Umfang und Einführung eines die ursprüngliche Wandstärke wiederherstellenden Futters aus geringerwertigeni Metall in der Weise herbeigeführt, daß dis Walze ohne Zerstörung dieser Längswulst ausgeweitet und das Futter nach zentraler Einlagerung eines der ursprünglichen Dornhöhlung entsprechenden und mit einer Längsnut versehenen Kernes in den verbleibenden Hohlraum nach Einlegen eines vorgeformten Wulstteiles eingegossen wird.
  • Durch ein solches Vorgehen wird einerseits bei den nur vorhandenen zwei Schichten eine sehr viel bessere Haftung erzielt und andererseits erreicht, daß ein Verdrehen des Futters auf dem Dorn und ein Verdrehen des Mantels auf dem Futter mit Sicherheit verhindert wird und somit die Druckwalze wieder derart hergerichtet, daß sie in ihrem Gebrauchswert als gleichwertig mit einer neuen Walze anzieselieii ist.
  • Die Zeichnung soll zur weiteren Erl:iuterung der Erfindung dienen: Fig. i -gibt die Ansicht und z. T. den I_ängsschnitt einer Druckwalze.
  • Fig. z ist eine Draufsicht auf die Walze. Fig.3 zeigt die zum Wiederbrauchbarmachen in die Form gesteckte Walze ein Längsschnitt und die zumAufweiten dienende Vorrichtung in Ansicht, Fig. q. die in der Form wieder aufgeweitete Walze im Längsschnitt.
  • Fig. 5 ist eine Ansicht bzw. ein Schnitt der «nieder aufgeweiteten, in der Form steckenden Walze vor dem Einbringen der Füllung.
  • Fig. 6 ist ein Querschnitt längs der Linie 6-6 von Fig. S, Fig. 7 ein Querschnitt der wieder aufgeweiteten Hohlwalze nach der Füllung und Fig. 8 ein Querschnitt längs der Linie 8-S der Fig. 7.
  • Wie Fig. i zeigt, umgibt der -Mantel io der Druckwalze den kegeligen Hohlraum i i für i den in der Zeichnung nicht dargestellten Dorn. Durch diesen Hohlraum erstreckt sich die Feder 12. Der Hohlraum i i ist so bemessen, daß der Mantel io leicht auf den Dorn aufgezogen und von diesem abgezogen werden kann, wobei die Feder 12 zur Führung des Mantels auf dem Doris dient und die Verschiebung des auf dem Dorn befestigten '`lantels verhindert.
  • Erfindungsgemäß tvird eine abgenutzte Druckwalze der vorbeschriebenen Art nach wiederholtem Abdrehen und Glätten wieder brauchbar gemacht, indem sie bis zu ihrem ursprünglichen äußeren Durchmesser aufgeweitet wird. Zu diesem Zweck wird, wie Fig. 3 zeigt, der abgenutzte Mantel io in eine äußere Form 13 gesteckt. Diese Form hat einen inneren Durchmesser von ungefähr gleicher Größe wie der 'ursprüngliche äußere Durchmesser der Walze. Hiernach wird eine Aufweitungsvorrichtung 14 in Form eines Ziehdorns durch, das Innere der Hohlwalze getrieben. Die Form 13 kann gegebenenfalls auch in mehreren- Teilen hergestellt werden; so daß die Form leichter abgenommen und die aufgeweitete Walze leichter von der Form getrennt werden kann. Um die Verschiebung der Walze io während der Aufweitung zu verhindern, wird die Form 13 mit einer ringförmigen Schulter 15 versehen, gegen welche sich das eine Ende des Walzenmantels abstützt. Der zweckmäßig zur Aufweitung verwendete Ziehdorn 14 ist auf seiner ganzen Länge verjüngt und mit einer Nut 16 versehen, in welche die Feder ia eingreift, wenn der Ziehdorn 14 durch die Hohlwalze getrieben wird. Auf diese Weise wird die ursprünglich vorgesehene Feder 12 bei der Aufweitung der Walze erhalten und die ursprüngliche Höhlung i i für den Dorn vergrößert und auf ihrer ganzen Länge gleich weit gemacht. Es ist zweckmäßig, beim Durchtreiben des aufweitenden Dornes 14 von dem engen Ende der ursprünglich kegeligen Höhlung i i auszugehen. Hierbei wird der Walzenmantel io nach der Seite seines größten Innendurchmessers in die Form 13 gesteckt, so daß er sich mit dieser Seite gegen die Schulter 15 abstützt. Die Schulter 15 ruht ihrerseits gegen einen in der Zeichnung nicht dargestellten Anschlag auf. Der Aufweitungsdorn 14 wird mit beliebigen Hilfsmitteln durch die abgenutzte Druckwalze getrieben, wobei ein etwaiger Überschuß von Walzenmetall aus dem Innern zum offenen Ende der Walze gebracht und dazu verwendet wird, um die Hohlwalze in ihrer ursprünglichen Länge wiederherzustellen.
  • Nach der Aufweitung der abgenutzten Walze bis zu ihrem ursprünglichen Außendurchmesser wird das geschmolzene, billigere Metall als Füllung 17 eingegossen. Zu diesem Zweck wird die aufgeweitete Walze senkrecht auf einen hohlen Block 18 gestellt und ' ein Kern ig so eingeführt, wie es Fig. 5 zeigt. Dieser Kern ig ist ungefähr von derselben Größe wie die ursprüngliche Dornhöhlung i i und trägt einen Schlitz 2o von ungefähr der gleichen Größe wie die ursprüngliche Feder i2. Der Kern ig wird, zweckmäßig mit dem weiten Ende nach unten, konzentrisch in die aufgeweitete Walze gesteckt. Hiernach wird der Zwischenraum zwischen dem Kern ig und dein Mantel io mit dem geschmolzenen Metall gefüllt. Die Schmelze wird durch eine Öffnung 2i im Haltering z2 eingebracht, durch welchen Ring der Kern ig hindurchragt. Nach dem Erstarren des geschmolzen eingebrachten Metalls wird der Kern ig herausgezogen, so daß eine neue Hohlwalze mit äußerem Kupfermantel und innerem Futter aus verhältnismäßig billigem Metall entsteht. Da der äußere Durchmesser des neuen Mantels dem Außendurchmesser der ursprünglichen Walze gleicht und andererseits Größe und Form der neuen Dornbohrung die gleiche ist wie die der ursprünglichen Bohrung, so ist die Dicke des Mantels der erfindungsgemäß wieder brauchbar gemachten Druckwalze die gleiche wie die der ursprünglichen Walze, lind die wieder brauchbar gemachte Walze kann auf einen Dorn von üblichem Durchmesser aufgezogen, zum Drucken verwendet und von neuem mehrfach abgedreht und geglättet werden, um neue Druckformen oder Muster auf seine Oberfläche aufzubringen.
  • Der beste Formschluß zwischen dem Mantel io und dem Futter 17 wird dadurch erreicht, daß der Mantel vor dem Eingießen der Metallschmelze erwärmt wird. Beim Eingießen der Schmelze dehnt sich dann der Mantel noch weiter aus und zieht sich beim Abkühlen zu. festem Verband mit dem Futter zusammen. Wie oben bereits angedeutet, ist es zweckmäßig, die Feder 12 (Fig. i bis 3) in eine Anzahl von Abschnitten :25 zu teilen (Fig. 4). Dies geschieht durch Einschneiden einer Anzahl von Lücken 26 vor dem Eingießen der Schmelze. Wenn diese beim Erstarren das Futter 17 bildet, werden die Teile 25 der Feder darin eingebettet und dienen zum festen Formschluß des Futters 17 in der Walze io.
  • Im Falle der Herstellung der Füllung aus besonders weichem Metall öder einer ebensolchen Legierung kann es zweckmäßig sein, das Einführungsende der neugebildeten Feder 24 vor Beschädigung zu schützen, wenn die wieder brauchbar gemachte Hohlwalze auf den Dorn aufgezogen wird. Dieser Schutz der Feder 24 kann gegebenenfalls dadurch erzielt werden, daß ein kurzer Abschnitt einer vorgeformten Feder 27 in das untere Ende des Schlitzes 2o im Kern ig eingebracht wird, bevor die Füllung 17 gebildet wird. Die Feder 27 wird zweckmäßig aus Stahl hergestellt und mit iiner Schulter 28 versehen, welche beim Eingießen der Füllung von dieser eingebettet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zumWiederbrauchbarmachen verbrauchter Druckwalzen, welche auf ihrer Innenseite eine zweckmäßig durch Quernuten in eine Mehrzahl von Abschnitten aufgeteilte Längswulst aufweisen, durch Aufweiten derselben auf den ursprünglichen Umfang und Einfügung eines die ursprüngliche Wandstärke wiederherstellenden Futters aus geringerwertigem Metall, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze ohne Zerstörung dieser Längswulst (12) ausgeweitet und das Futter nach zentraler Einlagerung eines der ursprünglichen Dornhöhlung entsprechenden und mit einer Längsnut (2o) versehenen Kernes (i9) in den verbleibenden Hohlraum nach Einlegen eines vorgeformten WulStteileS (27) eingegossen wird. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:
DEP75258D 1937-05-15 1937-05-15 Verfahren zum Wiederbrauchbarmachen verbrauchter Druckwalzen Expired DE749697C (de)

Priority Applications (1)

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DEP75258D DE749697C (de) 1937-05-15 1937-05-15 Verfahren zum Wiederbrauchbarmachen verbrauchter Druckwalzen

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DEP75258D DE749697C (de) 1937-05-15 1937-05-15 Verfahren zum Wiederbrauchbarmachen verbrauchter Druckwalzen

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DE749697C true DE749697C (de) 1944-11-29

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DEP75258D Expired DE749697C (de) 1937-05-15 1937-05-15 Verfahren zum Wiederbrauchbarmachen verbrauchter Druckwalzen

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE239260C (de) *
DE189806C (de) *
DE385102C (de) * 1922-05-10 1923-12-05 Paul Fuhrmann Herstellung von Matrizen, insbesondere zum Stauchen von Niet- oder Schraubenkoepfen an erwaermten Werkstuecken
DE583548C (de) * 1933-09-05 E Rumpler Dr Ing Verfahren zur Veredelung und Verguetung von der Abnutzung unterliegenden Teilen von Brennkraftmaschinen
GB407120A (en) * 1932-02-12 1934-03-15 Gen Motors Corp Improvements in bearings and method of making the same

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