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Maschine zum Ankleben von Sohlen an Schuhe Die Erfindung betrifft
eine weitere Ausbildung der den Gegenstand des Patents 651 71o bildenden Maschine
zum Ankleben von Sohlen an Schuhe. Diese Maschine hat einen Drehtisch, auf dem eine
Anzahl von Preßstellen befestigt ist, von denen jede mit einem in einem Zylinder
gleitenden Kolben ausgestattet ist, die nacheinander jeweils an der Schuhempfangsstell.e
durch Druckflüssig-]zeit .in Arbeitslage bewegt werden.
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Die Maschine des Hauptpatents hat jedoch den Nachteil, daß bisweilen
die verschiedenen Preßstellen -den ihnen .erteilten ursprünglichen Preßdruck nicht
beibehalten und somit der den Schuh gegen das Preßkissen haltende Druck nachläßt.
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Zwar sind Maschinen bekannt, in denen beim Nachlassen von Druck in
einer der Preßstellen ein Wiederherstellen des Druckes möglich ist, jedoch ist in
diesen Maschinen für jedes Preßkissen eine getrennte Vorrichtung vorgesehen, die
das Zuführen oder Auslassen der Druckluft steuert, so daß dem Arbeiter obliegt,
dauernd alle Preßstellen zu überwachen, um beim geringsten Nachlassen des Druckes
durch Betätigen der betreffenden Steuerung den ursprünglich erwünschten Druck wiederherzustellen.
Selbstredend ist
dies lästig und zeitraubend. Auch sind Maschinen
bekannt, in denen die Preßkissen alle mit einer die Flüssigkeit von dem Druckbehälter
leitenden Kammer in Verbindung stehen. Diese Maschinen gehören jedoch einer ganz
anderen .Maschinengattung als die Maschine der vorliegenden Art an, bei der die
Verbindung der Preßstellen mit der Druckflüssigkeitsleitung nach Weiterbewegen aas
der Schuliempfangsstelle gelöst wird.
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Gemäß der Erfindung wird nun vorgeschlagen, daß jeder Zylinder mit
der Druckflü ssigkeitsquelle durch eine Hilfsleitung verbunden ist, in der ein aus
einer Muffe, einem Kolben und einer Feder oder aus einer Membran, einer Feder und
einer Kugel bestehendes Ventil sitzt, das geschlossen ist und somit die Hilfsleitung
sperrt. solange im Zylinder kein Druck herrscht, das aber beim Einströmen von Druckflüssigkeit
in den Zylinder an der Schuhempfangsstelle durch den Flüssigkeitsdruck in dem einen
Zweig der Hilfsleitung in Offnungsstellung gebracht «-ird und auch nach Verlassen
der Schuheinpfangsstelle in dieser Stellung bleibt, so daß n im über den anderen
Zweig der Hilfsleitung Druckflüssigkeit in den Zylinder eintreten und den gewünschten
Anfangsdruck wiederherstellen kann, sobald einer der übrigen Zylinder in der Schuhempfangsstelle
unter Druck gesetzt wird.
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In der Zeichnung sind Fig. 1 ein Schaubild einer Preßstelle, Fig.2
eine Schnittansicht des Ventils mit den zugehörigen Leitungsanschlüssen, Fig. 3
eine der Fig. 2 ähnliche Ansicht bei anderer Lage der Ventilstelle.
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Fig.4 eine Schnittansicht einer anderen ;lusfülirungsforni des Ventils,
Fig. j ein Grundriß der in Fig. 4 dargestellten Vorrichtung und Fig.6 eine Schnittansicht
nach der Linie VI-VI der Fig. y.
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Die dargestellte 1laschine hat, wie die 1I<1-schi.ne des Hauptpatents,
einen Drehtisch io (Fig. i ) mit acht Preßstellen. Für jede Przßstelle sind zwei
senkrechte Arme 12 und ein Zylinder 14 vorgesehen, in dem ein Kolben 16 beweglich
ist. Wenn sich eine PreßsteIle in rler Schuheinpfangsstelle befindet und eine Sohle
und ein Schuli.4 auf einem Preßkissen =6 eingestellt sind, wird in den entsprechenden
Zylinder 14 durch eine Pumpe Drucktlüssiglceit, beispielsweise 0I, eingepumpt. so
da(1 der Kolben 16 einen Aufwärtshub ausführt. Die Druckflüssigkeit fließt von dem
Drehtischmittelstück her durch ein mit einem Dreiivegventil verbundenes Leitungsrohr
18 in rlen Zylinder, wobei das Dreiwegventil dem im Hauptpatent beschriebenen Dreiwegventil
entspricht. Zwischen den Armen 12 sind bei 24 zwei Arme 20; 22 verzapft. Gegen die
Innenenden der Arme 20, 22 liegt das Oberende des Kolbens 16 an. An ihren Außenenden
tragen die Arme 2o, 22 die sich auf den Schuh A aufsetzenden Preßteile. Bei seinem
Aufwärtshub drückt der Kolben 16 somit die Preßteile gegen den auf das Preßkissen
26 aufgesetzten Schuh A und drückt somit den Schuh gegen das Preßkissen, worauf
der Drehtisch um einen Schritt weitergedreht wird. so daß der sich nun in Klemmlage
befindende Schuh weiterbewegt und die nächsten Preßstellen in Sch,uliempfangsstelle
gedreht werden.
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Damit während der Bewegung des festgeklemmten Schuhes von der Schuliempfangsstelle
in die den Druck aufhebende Stelle der Flüssigkeitsdruck gleichbleibt, ist zwischen
jedem Zylinder 14 und den radialen Bohrlöchern (die den Bohrlöchern 492 im Hauptpatent
entsprechen) eine den Druck auf gleicher Höhe haltende Vorrichtung eingeschaltet,
die aus einer Hilfsleitung (94, 116) mit einem Ventil der obenerwähnten Bauart besteht.
Diese Vorrichtung stellt eine Verbindung zwischen ihrem Zylinder und dem Druckflüssigkeitsbebälter
her, und zwar wenn in einen der übrigen sieben Zylinder Druckflüssigkeit eingepumpt
wird.
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Jede zum Aufrechterhalten des Druckes dienende Vorrichtung besteht
aus dem einen Zweig 94 der Hilfsleitung (Fig. i), der mit einem der Zylinder 14
und einem Ventilblock 96 in Verbindung steht. In dem Block 96 ist eine Bohrung 95'
vorgesehen, deren Oberende ummittelbar mit dem Zweig94 und so mit dem Zylinder 14
und deren Unterende mit einem Abflußrohr 1o4 verbunden ist. In der linken Seite
des Blockes 96 (Fig. 2 und 3) ist eine zweite, parallel zur ersten Bohrung laufende
Bohrung 95" ausgebildet, deren Oberende durch eine Ouerbohrung 112 mit der
ersten Bohrung und deren Unterende durch den anderen Zweig 116 der Hilfsleitung
mit einem der radialen Bohrlöcher (Bohrlöcher 492 im Hauptpatent) verbunden ist.
Die radialen Bohrlöcher sind, wie im Hauptpatent beschrieben, in dem Oberteil der
Maschinensäule angeordnet und bilden einen Teil des Flüssigkeitskreislaufes.
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Ein in der linken Bohrung 95" des Blockes 96 (Fig. 2 und 3) eingesetztes,
durch eine Feder ioo abgestütztes Kugelventil 98 verschließt gewöhnlich das Rohr
116, so claß die Druckflüssigkeit nicht von dem Zylinder nach dem Druckflüssigkeitsbehä
lter zurückfließen kann, wenn eine Muffe 1o8 durch Auftreten von Druck in der Leitung
94 heim C'nterdrucksetzen des Zylinders in der Schuheinpfangsstelle abwiirts gedrückt
wird und die Bohrung 112 freigibt. In der rechten
$ohrung 95` (Fig.
2 und 3) sitzt ein Kolben rot, dessen konisches Unterende 1o3 das Abflußrohr 1o4
verschließt. Dieses Rohr 104 ermöglicht den Austritt won 01 aus dem Zylinder,
wenn dieses abgelassen wird, um zu vermeiden, üaß in diesem Zylinder durch zurücksickerndes
öl ein Druck erzeugt wird. Das Oberende einer Feder 1o6, die auf einer im Unterende
der rechten Bohrung 95' (Fig. 2, 3) vorgesehenen Büchse sitzt, liegt gegen das Unterende
der in .der Bohrung gleitbar gelagerten Muffe 1o8 an, durch die .der Kolben i o:2
gesteckt ist. Da das Oberende der Muffe 1o8 gegen einen -Kopfteil i rö des Kolbens
102 stößt, hält die Feder 1o6, bevor die Druckflüssigkeit in den Zylinder fließt,
:den Kolben in seiner Hochlage, so daß die Verbindung zwischen den Rohren 94, 116,
wie in Fig.2 dargestellt, verschlossen ist und das Unterende 103 des Kolbens
(las Abflußrohr lod. nicht verschließt. Eine um den Kopfteil i io herum eingefräste
Ringnut i i i wird, wie später noch beschrieben wird, zeitweilig in eine Flucht
finit der Querbohrung 11.2 bewegt, 11111 die Zweige 94 -und 116 der Hilfsleitung
miteinander zu verbinden. Ein an dein Oberende des Kolbens 102 ausgebildeter Flansch
teil i 14 stößt gegen das Ende der Leitung 94 und begrenzt somit die Aufwärtsbewegung
des Kolbens 1o2. Die Seiten des Flanschteiles 114 und des Kopfteiles i i o sind
an einigen Stellen flach gefräst, damit .die Druckflüssigkeit teilweise beim Auslösen
des Druckes in dein Zylinder aus dem Zylinder durch die Muffe 1o8 nach dem Abflußrohr
1o4 hin ablaufen kann.
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Bevor Druckflüssigkeit in den sich an der Schuhempfangsstelle befindenden
Zylinder eingelassen wird, ist d,ieVerbindung zwischen den Rohren 94 und 116, wie
in F.ig. 2 dargestellt, verschlossen. Die Flüssigkeit läuft hierbei uni, ohne eine
Wirkung atiszuiilicn. ;;n,1 (las Ventil 98 verhindert, daß i)1 aus der Leitung 116
direkt in die Abfußleitung io-@g'elan gelangt.
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Mach Schließen des den Leerlauf der Druckflüssigkeit unterbrechenden
Ventils und I1etiiti#"en des Dreiwegeventils durch Herabziehen (1°s dieselben steuernden
Trethebels wird Druckflüssigkeit durch die Leitung 18 in den Zylinder 14 in der
Schuheinpfangsstelle einselassen, wobei die Druckflüssigkeit von (lein Zylinder
her durch das Rohr 94 un<I deen den Flanschteil 114 fließt und den Kolben' l02
gegen den Druck der Feder loh so weit lierabschiebt, bis das Abflußrohr 104 durch
(las Unterende 103 des Kolbens verschlossen wird. Das Kugelventil 98 wirkt finit
der Muffe 1o8 zuammen als weitere Sicherheit, um zu verhindern, daß 01 durch
das Rohr 104 abfließt. Infolge der Abwärtsbewegung des Kolbens zog wird die Muffe
i o8 unter die Querbohrung 112 herabgeschoben, so daß die Nut in dem Kopfteil i
io des Kolbens der Querbohrung ij.a gegenüberliegt. Somit ist die Verbindung zwischen
den Rohren 94 und 116 hergestellt.
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Nachdem der Zylinder unter Druck gesetzt und der Schuh somit fest
gegen das Preßkissen gedrückt ist, wird der Drehtisch io um einen Schritt weitergedreht,
um das nächste Preßkissen in die Schuhempfangsstelle zu bewegen. Wenn nun zu irgendeiner
Zeit, bevor der Zylinder die den Druck aufhebende Preßstelle erreicht, der Druck
in diesem oder einem der entsprechenden Zylinder nachläßt (vorausgesetzt, die Druckverminderung
ist nicht groß, genug, um ein Hochschieben der Muffe 1o8 durch die Feder 1o6 und
somit ein Verschließen der Leitung zwischen den Rohren 94 und 116 herbeizuführen),
so wird beim Herabziehen des Trethebels (der dem Trethebel 283 im Hauptpatent entspricht)
zum Einlassen von Druckflüssigkeit in den Zylinder in der Schuhempfangsstelle Druckflüssigkeit
durch die Rohre 116, 94 zum Herstellen des ursprünglichen Druckes in den entsprechenden
Zylinder eingelassen. Die Vorspannung der Feder 1o6 ist derart, daß nur eine geringe
Aufwärtsbewegung der Muffe ro8 bei einer geringen Druckverminderung eintritt. Wenn
der Zylinder die den Druck aufhebende Preßstelle erreicht und die Druckflüssigkeit
selbsttätig abgeleitet wird, so daß nun der Schuh von dein Preßkissen abgehoben
werden kann, schiebt die Feder 1o6 sofort die Muffe 1o8 hoch, verschließt somit
die Querbohrung 112 und verhindert weiteres Einfließen der Druckflüssigkeit in den
Zylinder durch das Rohr 116. Druckflüssigkeit, die von dem Zylinder in den Block
96 abfließt, wird an dem Kolben 1o2 entlang und dann durch das Abflußrohr 104 al:@,@eleitet,
uni die Entstehung eines Druckes i11 dein Zylinder zti vermeiden. i Die in Fig.4,
3 und 6 dargestellte Ausfülirungsfcirni der zum Aufrechterhalten eines gleichmäßigen
Druckes in jedem Zylinder dienenden Vorrichtung besteht aus einem Block oder Gehäuse
113 (Fig. d.) niit mehre- i ren Leitungen für die Druckflüssigkeit. Eine im Oberteil
des Gehäuses 113 ausgebildete Kammer 115 wird durch eine klembran 117 verdeckt,
wobei der Randteil der Membran zwischen dein Gehäuse 113 und einer Dich- i tungskappe
118, die durch Schrauben i i9 (Fig. 5) mit dem Gehäuse verbunden ist,-festgeklemmt
wird. In einem zylinderförmigen Ansatz 12o der Dichtungskappe 118 sitzt eine Feder
i22. Auf der Membran 117 sitzt eine i Scheibe 124 mit einem Schaftteil 126, der
durch die Feder 122 und ein im Oberende des
Ansatzes 120 ausgebildetes
Loch gesteckt ist. Ein Vorsteclcer 128 hält den Schaftteil 126 in seiner Lage. Die
Scheibe 124 ist mit einem unteren Ansatz 130 versehen, der lose in eine Bohrung
132 im Gehäuse 113 eingreift. lm unteren Ende der Bohrung 132 sitzt ein Kugelventil
13d., das gewöhnlich eine Leitung 136 verschließt. Die Leitung 136 ist bei
138 (Fig. 5-) mit einem mit dem Druckflüssigkeitsbehälter verbundenen Rohr
id.o verbunden. Das Rohr 140 ist mit einem Nippel 142 verbunden. der in das Drehtischmittelstück
474 eingeschraubt und mit einem radialen Bohrloch (.192 im Hauptpatent) verbunden
ist.
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\?on den übrigen Rohren, die die zum Aufrechterlialteti eines gleichmäßig
starken Druckes dienenden Vorrichtungen bzw. Zylinder mit dein Druckflüssigkeitsbehälter
verbinden, sind drei bei 1.16, 14,9 und 15o (Fig. 5) dargestellt. Nachdem Druckflüssigkeit
in den Zylinder 14 in der Schuhempfangsstelle eingelassen ist. fließt die Druckflüssigkeit
von dem Zylinder durch ein Rohr 158 (Fig.4) nach dem Gehäuse 113 und durch
Leitungen 16o, 162 in die Kammer 115. Wie in Fig.6 dargestellt, wird infolgedessen
die Membran 117 gegen den Druck der Feder 122 hochgeschoben, wobei
der Ansatz 130. der bisher die Leitung 13(_) durch das Kugelventil 134 verschlossen
gehalten und soluit ein Einfließen der Druckflüssigkeit durch das Rohr i4o von dein
Drehtischmittelstiick 474 verhindert hat, angehoben wird. Nenn die Druckflüssigkeit
aus dein entsprechenden Zylinder abgeleitet und infolgedessen der Druck zum Hochschieben
der Membran zu schwach ist, bleibt die Leitung 136 verschlossen wind verhindert
ein Einfließen der Druckflüssigkeit.
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Ein Druck von 4 kg je Quadratzentimeter oder mehr im Zylinder genügt,
um die Membran 117 gegen den Druck der Feder 122 anzuheben und somit die Leitung
136 zu öffnen. Wenn der Zylinder 14 unter Druck gesetzt (der Druck kann eventuell
25 kg je Quadratzentirneter betrag n), die Membran 117 durch den Druck hochgeschoben
und die Feder 122 zusammengedrückt ist, fließt beim Einlassen von Druckflüssigkeit
in einen der übrigen Zylinder in Schuhenipfangsstelle Druckflüssigkeit von dein
Drehtischmittelstück her durch das Rohr 1.1o, die Leitung 136, an dein Ventil 13.1
und dein Ansatz 130 vorbei, durch die Leitungen 160, 162 und da: Rohr 15ä
in den Zylinder und stellt, den ursprünglichen Druck wieder her, wenn sich dieser
verringert haben sollte. Wenn der Druck in der Leitung aufgehoben wird oder eine
Undichtigkeit eintritt, beispielsweise durch Platzen eines Kissens der Druck unter
4 Atm. sinkt, wird die Leitung durch das Ventil 134 geschlossen.
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Damit beim Ausschalten eines der Zylinder wegen Nichtbenutzung der
Preßstelle sich nicht Druckflüssigkeit in dem Zylinder ansammelt und der Kolben
infolgedessen einen Aufwärtshub ausführt, ist die Leitung 16o mit einer Kammer 164
verbunden, in der eine Kugel 166 von geringerem Durchmesser als die Kammer auf dem
glatten Schaftteil 168 einer Verschlußschraube 170 sitzt. Eine Leitung 172 voll
geringerem Durchmesser als die Kugel 166 verbindet die Kammer 164 mit einem Abflußrohr
174. Wenn nunmehr Druckflüssigkeit in einen ausgeschalteten Zylinder fließt, wird
dieselbe an der Kugel 166 vorbei durch das Abflußrohr 174 abfließen. Beim Betätigen
des Zylinders und Einfließen der Druckflüssigkeit durch das Rohr 158 wird die Kugel
166 angehoben und verschließt somit die Leitung 172.
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Das unbenutzte Ende der Leitung 16o ist durch einen Stöpsel
176 verschlossen. An einer mit der Leitung 162 verbundenen und durch einen
Schraubenstöpsel 18o verschlossenen Leitung 178 kann, wenn erwünscht, ein =Manometer
vorgesehen werden.