DE748708C - Verfahren zur Herstellung von Presslingen aus Kartoffel- oder Ruebenflocken - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Presslingen aus Kartoffel- oder Ruebenflocken

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DE748708C
DE748708C DEK135483D DEK0135483D DE748708C DE 748708 C DE748708 C DE 748708C DE K135483 D DEK135483 D DE K135483D DE K0135483 D DEK0135483 D DE K0135483D DE 748708 C DE748708 C DE 748708C
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pressure
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Dr-Ing Walther Koeniger
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Dr-Ing Walther Koeniger
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K40/00Shaping or working-up of animal feeding-stuffs
    • A23K40/20Shaping or working-up of animal feeding-stuffs by moulding, e.g. making cakes or briquettes
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L19/00Products from fruits or vegetables; Preparation or treatment thereof
    • A23L19/10Products from fruits or vegetables; Preparation or treatment thereof of tuberous or like starch containing root crops
    • A23L19/12Products from fruits or vegetables; Preparation or treatment thereof of tuberous or like starch containing root crops of potatoes
    • A23L19/13Mashed potato products

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Preßlingen aus Kartoffel- oder Rübenflocken Die Kartoffel- oder Rübenflocken o. dgl., die auf dampfbeheizten Walzentrocknern getrocknet werden, haben den Nachteil, daß sie sehr leicht sind. Das Schüttgewicht beträgt etwa zoo bis Zoo kg/cbm, so daß für das Aufbewahren der Flocken in den Fabriken sehr umfangreiche Räume zur Verfügung gestellt werden müssen. Bei dem leichten Material, das äußerst.viel Platz einnimmt, werden die Transportkosten sehr hoch, und weiterhin kann der Verbraucher, da ihm im allgemeinen auch wenig Lagerräume zur Verfügung stehen, keine großen Mengen beziehen, so daß er teuer einkaufen muß.
  • Die Beseitigung dieser Nachteile kann dadurch erfolgen, daß man die Flocken, nachdem sie die dampfbeheizte Walze verlassen haben, in bekannter Weise zerkleinert, sie sodann aber nicht in dieser Form einsackt und auf die Lagerböden oder zum Versand bringt, sondern sie in Pressen zu einem Trockengut verarbeitet, das einen geringeren Raum als die Flocken einnimmt. An sich ist die Herstellung von Preßlingen auf den verschiedenartigsten Gebieten der Technik besannt, insbesondere bei der Braun- und Steinkohlenbrikettherstellung, in der keramischen Industrie, bei Frzen, Rohzement und auch bei Futtermitteln, insbesondere bei Grünfutter und bei Trockengemüse in der üblichen geschnitzelten Form, die von ganz anderer Art sind als die besonders leichten Flocken. Die Maschinen arbeiten hydraulisch oder auch mit mechanischem Druck. Die bisherigen Verfahren der Herstellung von Preßlingen aus Kartoffelflocken haben den Nachteil gehabt, daß es nicht möglich war, ohne einen Bindemittelzusatz die Flocken zu einem genügend festen Preßling zu verarbeiten, denn die getrockneten Kartoffelflocken zeigen beim Pressen eine gewisse Federung. Wenn man die Flocken ohne ein Bindemittel z. B. in eine Matrize einfüllt und durch einen Stempel unter ständig sich vergrößerndem Druck zusammenzupressen versucht, zeigen sie ein federndes Verhalten, d. h. nach Fortnahme des Stempels dehnt sich der Preßling wieder aus und zerbröckelt leicht. SolcheNachteileergeben sich z. B. beim Pressen ineiner Exzenterpresse bei stefig wachsendem Druck. Statt einstufiger Pressung wie bei Exzenterpressen ist z. B. beim Brikettieren von Braun- und-Steinkohlenstaub auch stufenweise Pressung bereits bekanntgeworden. Bei Steinkohlenstaub hat man z. B. den Preßling bei niedriger Temperatur (bis etwa 350°) vorgepreßt, diesen dann auf höhere Temperatur erwärmt und mit dieser Temperatur fertiggepreßt. Bei diesem stufenweisen Brikettierverfahren dient die Unterteilung des Druckes nur dazu, um anfangs bei niedrigem Druck, bei dem infolge des lockeren Materials Explosionsgefahr besteht, niedrige Temperaturen und erst später bei höherem Druck die aus Herstellungsgründen erforderliche höhere Endtemperatur halten ztt können. Bei diesem Verfahren sind in jeder Stufe Exzenterpressen anwendbar.
  • Auch für die Herstellung von Preßlingen aus Futtermitteln wie Grünfutter und auch iiir Trockengemüse ist eine Pressung in Stufen vorgenommen worden. Hierbei wurde jedoch nach jeder Pressung eine Entlastung t-orgenominen.
  • Die erfindungsgemäß aus Kartoffeln, Rüben o. dgl. hergestellten Flocken verhalten :ich ganz. anders als Kohle, Erze usw., auch als normale Futtermittel, wie z. B. Grünfutter. Eine zusätzliche Temperaturerhöhung wie bei dein bekannten Verfahren zum Brikettieren von Braun- und Steinkohlenstaub könnte für die Erhaltung der wertvollen Bestandteile einem Kartoffelbrikett nur schädlich sein.
  • Das Wesen der Erfindung besteht darin, claß nicht ein ständig wachsender Druck, wie z. B. bei der Exzenterpresse, auf den Preßling ausgeübt wird, sondern die Pressung in der Weise vor sich geht, daß eine stufenweise Pressung angewendet wird. Der Druck wird zu einer bestimmten Höhe gesteigert, dann eine je nach der Art der Zerkleinerung, z. B. der Kartoffelflocken, mehr oder minder lange dauernde Pressung unter konstantem Druck eingeschaltet und dann wiederum der Druck erhöht. Es folgt wieder eine konstante Pressung, der-Druck wird wieder erhöht, es wird wieder eine konstante Pressung angewendet, :t-. daß nicht eine stetige, sondern eine stufenweise Druckerhöhung vorgenommen wird.
  • 1n der Abbildung ist ein Diagramm des Preßv Organges angegeben. a bedeutet den Zeitmaßstab, b den Druck. Man ersieht aus dein Diagramm, wie dem Druckanstieg ein gleichbleibender Druck stufenmäßig folgt. Bei einer beispielsweisen Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens beträgt z. B. der Enddruck Roo at. Der Druckanstieg ist in <frei Stufen ungefähr gleichmäßig unterteilt, >o daß in der ersten Stufe ein Druck von etwa 27o at und in der zweiten Stufe von rund 53o at vorhanden ist. Beispielsweise bee--trügt die Zeitdauer des einzelnen Preßvorganges bei drei Stufen rund 5 Sekunden, das Gewicht des Preßlings rund 85 g und die Volumenverminderung nach dem Pressen rund 3 : i. Die Ausführung geschieht z. B. in der Weise, daß Druckwalzen angewendet werden, deren Abstand sieh entsprechend der Zusamnienpressung durch den Stempel verkleinert. Zwischen den Preßwalzen liegen dann die Einrichtungen zur Erzielung eines gleichmäßigen Druckes.
  • Durch diese Maßnahmen wird das Auseinanderfedern des Preßlings mit Sicherheit vermieden ünd ein Kartoffelgut geschaffen, <las ohne irendwelche bindenden Zusätze datierhaft in' der Form ist und nicht leicht zerbröckelt. Durch die starke Pressung findet bei längerem Lagern auch eine Wasseraufnahme des Kartoffelgutes nicht statt. An der Oberfläche ist der Preßling sehr glatt und fest, 'er läßt sich aber trotzdem leicht genug zerbröckeln.
  • Die Brikettierung kann ohne Zusätze von irgendwelchen Mitteln zu .den Kartoffelflocken durchgeführt «erden. Eist aber auch möglich, Zusätze einzufügen, z. B. getrocknetes Grünmehl, wie Luzerne. Um einen besonders guten Preßling zu erhalten, ist es nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung zweckmäßig, z. B. die Kartofielflocken in dein warmen Zustand, in dein sie vom Trockner kommen, in der Presse zti verarbeiten. Der Preßling wird zweckmäßig in einer der Fütterung entsprechenden Gewichtsmenge hergestellt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von haltbaren, lagerbeständigen, nicht federnden Preßlingen aus spezifisch leichten Kartoffel- oder Rübenflocken o. dgl., die auf dampfbeheizten Walzentrocknern getrocknet @vurden, durch Pressen nach der Trocknung, dadurch gekennzeichnet, da[t das Pressen ohne zusätzliches Bin<leinittel in der Weise in zwei oder inNhreren Stufen nacheinander erfolgt, daß einem Druckanstieg ein Pressen unter gleichbleibendem Druck folgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, <iaß die noch «-armen, @join Walzentrockner kommenden Flocken der Pressung unterworfen werden. Zur Abgrenzung des Antnel#iungsgegenstandes vom Stand der Technik sind iin Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften . . . . -7r- 566 892, 402 -173, 431 50-2, 303 907 österreichische Patentschrift - 66 192; schweizerische - - i1566; französische Patentschriften - -f3419-17, 377792.
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Citations (8)

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DE303907C (de) *
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