DE74868C - Verfahren zur Herstellung von Gypsgüssen aus Anhydrit und Sulfaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gypsgüssen aus Anhydrit und Sulfaten

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DE74868C
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Dr. R. NlT-HACK und A. WIEGAND in Nordhausen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B22/00Use of inorganic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. accelerators or shrinkage compensating agents
    • C04B22/08Acids or salts thereof
    • C04B22/14Acids or salts thereof containing sulfur in the anion, e.g. sulfides
    • C04B22/142Sulfates

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  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

KAISERLICHES
^ PATENTAMT.W
Anhydrit erweist sich gepulvert und mit Wasser angemacht meistens wegen zu langsamer Bindung als ein praktisch wenig brauchbares Bindematerial.
Nach Untersuchungen, auf die sich nachbeschriebenes Verfahren gründet, vermögen indefs gewisse Zusätze die ebengenannte Eigenschaft des Anhydrits derart abzuändern, dafs derselbe nicht blos mindestens gypshart abbindet, sondern auch hinsichtlich seiner Abbindezeit innerhalb weiter Grenzen zu beeinflussen ist. .
Als solche Zusätze dienen im allgemeinen beliebige schwefelsaure Salze, insbesondere neutrale und basische Doppelsulfate, wie die Alaune, z. B. Aluminium-, Chrom-, Eisen-Alaun und andere Doppelverbindungen der Alkalisulfate, z. B. mit Zink-, Magnesium-, Calciumsulfat; ferner solche Salze, die, wie z. B. Alkalisilicat, mit Anhydrit sich ganz oder theilweise umsetzen; endlich neutrale Doppelsulfale im Gemisch mit basischen Stoffen, wie Magnesiumoxyd, Schlacke u. a., welche Gemische beim Anmachen des damit versetzten Anhydrits sich zu basischen Doppelsulfaten umsetzen.
Im allgemeinen, sowohl für beliebig späteren wie für sofortigen Verbrauch, empfiehlt es sich, die bindend machenden Zusätze, unentwässert oder entwässert, dem gemahlenen Anhydrit gepulvert unterzumischen.
Unter Umständen, z. B. bei Verwendung von nur in Lösung bestehenden Zusätzen, wie löslichem basischem Aluminiumalaun, wird Anhydrit auch mit Zusätzen in Lösung versetzt und somit gleichzeitig angemacht.
Wegen des wechselnden Verhaltens des Anhydrits aus verschiedenen Lagerstätten gegenüber den Zusätzen ist stets eine Voruntersuchung auf das Verhalten des jeweilig in Arbeil zu nehmenden Rohmaterials anzustellen und danach die Verarbeitung desselben auf Bindematerial von beabsichtigter bezw. gleichmäfsiger Wirkung einzurichten. Immerhin darf als allgemeine Regel gelten, dafs 4 Theile Anhydrit beliebiger Herkunft, mit '/a bis 3 pCt. Sulfat und 1 Theil Wasser angemacht, in einer mit steigendem Sulfatzusatz abnehmenden Zeit, mindestens gypshart abbindet. Für die zweckentsprechende Herstellung von Bindematerial aus Anhydrit mögen folgende Beispiele dienen:
ι a) Zur Herstellung von Bindematerial mittelschneller Bindung aus Anhydrit mit trocken zugemischten Zusätzen wird ersterer auf Mahlwerken mindestens cementfein zerkleinert; hierzu wird ι bis 1 '/2 pCt. eines Sulfats, z. B. Kaliumchromalaun (unentwässert), entweder während des Mahlens zugegeben oder nach dem Mahlen durch besondere Mischoperation, z.B. auf Mischmahlgängen, in innigste Mischung mit dem Anhydrit gebracht.
ι b) Zur Herstellung eines besonders wetterbeständigen Materials aus Anhydrit und basischem Doppelsulfat, z. B. basischem Kaliumaluminiumalaun, wird zweckmäfsig statt directer Einführung des letzteren ein Gemisch gewöhnlichen neutralen Alauns mit basischen Stoffen, wie Magnesiumoxyd, gemahlener Hohofehschlacke, Wasserglas oder anderen, dem Anhydrit zugegeben. Dies geschieht am besten in der Weise, dafs die eine Hälfte der zu verarbeitenden Menge Anhydrit mit der berech-
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neten Menge neutralen» Al'auris·,,1 ,φε andere Hälfte Anhydrit mit .'der berechneten Menge basischen Materials und sodann beide ,Hälften unter einander innig gemischt werden. Beispielsweise werden von ΐοοοο Theilen Anhydrit, auf die sich 200 Theile Kaliumaluminiumalaun und 1 5 Theile Magnesiumoxyd berechnen, zunächst ca. 5000 Theile mit 200 Theilen allmulig zugegebenen Alauns vermählen, sodann wird die andere Hälfte Anhydrit mit 15 Theilen Magnesiumoxyd vermählen und endlich beide Hälften auf einem Mischgang innig vermischt. 2. In Fällen directen Verbrauchs werden die Zusätze, anstatt dieselben dem Anhydrit trocken zuzumischen, auch gelöst zum Anmachen des letzteren benutzt; insbesondere finden Zusätze Verwendung, die nur in gelöstem Zustande als solche bestehen, wie z. B. löslicher basischer Kaliumaluminiumalaun. Jedenfalls werden entweder 4 bis 5 Theile gemahlenen Anhydrits ohne Zusätze mit 1 Theil 5 bis 10 procentiger Lösung von Sulfat, z. B. genannten basischen Alauns, oder 4 bis 5 Theile eines nach 1 a) hergestellten Gemisches, z. B. Anhydrit, mit 2 pCt. unlöslichen basischen Kaliumaluminiumalauns (auch Alunit) mit 1 Theil 1 bis 3 procentiger Lösung gewöhnlichen Alauns in geeigneten Gefäfsen oder Vorrichtungen, wie
z. B. für Mörtelbcreitung gebräuchlich, verarbeitet. Statt Wasser empfiehlt sich meistens die Anwendung von Gypslösung zum Anmachen bezw. Lösen der Zusätze.
. 3. Zur Herstellung oberflächlich harter Formstücke oder auch Gebäudethcile, wie Putzfkichen aus Anhydrit, wird letzterer fein gemahlen, für sich oder mit Zusätzen, eventuell noch mit Sand oder dergleichen vermischt, zunächst angemacht und verarbeitet. Die abgebundenen Formstücke bezw. Flächen werden dann in eine 15 bis 2oprocentige Lösung von löslich basischem Doppelsulfat, z. B. basischem Kaliumeisenalaun, bis zur oberflächlichen Sättigung ein oder mehrere Male eingetaucht bezw. mit der Lösung durch Bestreichen, Begiefsen oder Ueberstäuben imprägnirt.
Die Erhärtung der Formstücke, welche mit dem unter 1., 2. und 3. beschriebenen Bindematerial erzeugt sind, wird durch nachträgliches Erwärmen auf 50 bis 1200, z. B. in Warmtrockenvorrichtungen. beschleunigt und erhöht.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Gypsgüssen aus Anhydrit unter Zusatz von Sulfaten.
    ■*»·■ r
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT74868D Verfahren zur Herstellung von Gypsgüssen aus Anhydrit und Sulfaten Expired - Lifetime DE74868C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2559145A1 (fr) * 1984-02-03 1985-08-09 Anhydrite Ste Mosellane Compositions de promoteurs pour accelerer la prise hydraulique de l'anhydrite et procedes pour l'utilisation de ces compositions

Cited By (2)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2559145A1 (fr) * 1984-02-03 1985-08-09 Anhydrite Ste Mosellane Compositions de promoteurs pour accelerer la prise hydraulique de l'anhydrite et procedes pour l'utilisation de ces compositions
EP0151890A1 (de) * 1984-02-03 1985-08-21 Societe Mosellane D'anhydrite Die hydraulische Bindung von Anhydrit beschleunigende Zusammensetzungen und Verfahren für ihre Anwendung

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