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Vorrichtung zum Trocknen von wasserhaltigen Feldfrüchten Bei den gewöhnlich
als Darren bezeichneten bekannten Trockenvorrichtungen für wasserhaltige Feldfrüchte,
insbesondere saf"thaItige@Griinfutterpflanzen., wird die Trockenluft durch ein Rohr
:in den freien Raum unterhalb der das Gut tragenden Roste oder S i:ebbleche eingeleitet.-
Die Luftverteilung und die Trocknung des Gutes sind bei -dieser Ausbildung .der
Darren u:ngleichmäBig;'da die Luft nach dem Austritt aus dem Luftzuführungsrohr
unter den. Rosten = vörbei.streicht, ohne durch die Öffnungen der Roste in das Gut
.zu dringen, und nur an den Stellen nach oben :dringt, an denen- die Luft sich staut
oder die Beschüttung besonders dünn ist. Für Anlagen zum Belüften von Körnerfrüchten
u. dgl., bei denen -das Gut-. auf Luftverteilungs-` kanälen mit Lüftaustrittsöffnungen
=mittel-,bar aufgeschüttet .ist und die Luftverteilüngs> känäle einem Schüttboden
z. B. in Lagerspeichern aufliegen, .ist von dem Erfinder in einer nicht vorveröffentlichten
deutschen Patentschrift vorgeschlagen worden, an :den Luftverteilungsltanälen -
als Luftaustrittsöffnungen zahlreiche kleine LVftschlitze mit entgegengesetzt der
Strömungsrichtung :der Luft In die Kanäle vorragenden Leitflächen vorzusehen, welche
.als Düsen wirke.. und .an Jedem Luftschlitz -einen kleinen Teil :des Luftströmes:
zwangsläufig seitlich unmittelbar in .das Schüttgut,ableiten. _ Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Trocknen von wasserhaltigen Feldfrüchten, insbesondere von
safthaltigen Grünfütterpflanzen, und besteht irr .der Verwendung der bei Belüftungsanlagen
für Körnerfrüchte von dem Erfinder schon vorgeschlagenen Lüftverteilüngskanälen
mit Luftaustrittsöffnungen aus zahlreichen kleinen Luftschlitzen mit entgegengesetzt
der Strömungsrichtung der Luft in die Kanäle vorragenden Leitflächen, wobei dann
Roste, Siebbleche o. dgl.
zur Lagerung des zu trocknenden Gutes
über den Luftverteilungs:kanälen -angeordnet sind.
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Durch die Erfindung wird der Vorteil erzielt, daß gegenüber den bekannten
Trockenvorrichtungen für wasserhaltige Feldfrüchte, insbesondere safthaltige Grünfutterpflanzen,
eine besonders gleichmäßige Verteilung der angewärmten Luft unterhalb der Roste
oder Siebbleche und. .damit auch eine besonders gleichmäßige Durchdringung und schnelle
Trocknung .des Gutes: erzielt wird. Außerdem wird die bei den bekannten Darren bestehende
Gefahr der Entzündung .des Gutes beim Einleiten von Heizgasen. .in den freien Raum
unter den Rosten weitgehend verringert, da bei der Darre .gemäß der Erfindung etwa
mtt den Heizgasien "eindringende Funken- schon in - den unter den Rosten o. dg1.
befindlichen Luftverteilu:ngska-nälen unschädlich gemacht werden. .
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Durch die Anordnung besonders gestalteter Luftverteilungskanäle mit
zahlreichen Luftschlitzen unterhalb der Roste o. dgl. wird an der Möglichkeit der
ortsbeweglichen Ausbildung der Darre gemäß der Erfindung nichts ,geändert. Die Darre
gemäß der Eifindung kann an jedem beliebigen Platz mit ebenem Boden, z. B. in .einer
Feldscheune, aufgestellt und nach Bedarf an eine andere Stelle verlegt werden.
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Die Luftverteilungskanäle :brauchen nicht unbedingt aus Rohrstücken
z. B. ,dachfönnigen Profils zu bestehen und .dem Boden aufzuliegen, sondern können
erfindungsgemäß auch im Boden ganz oder teilweise versenkt angeordnet sein.
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Weitere Einzelheiten der Vorrichtung der Erfindung gehen .aus der
Zeichnung hervor, welche Ausführungsbeispiele veranschaulicht. Es zeigt: Fig. i
eine Trockenvorrichtung gemäß der Erfindung in - schematischer Darstellung schaubildlich
schräg von oben gesehen, Fig. 2 einen Querschnitt durch die Hauptluftleitung und
zwei Luftverteilungskanäle nach 'Linie i-i der Fig. i, Fig.3 einen Querschnitt durch
die Luftverteilungskanäle einer etwas anders ausgeführten Anlage, Fig. 4 einem Querschnitt
durch die Luftv.erteilungskanäle eines. dritten Ausf%ihrungsbeisp.ieles, Fig. 5
eine Ausführung der lösbaren Verbindung der Umfassungswände der einzelnen Trockenabteile.
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Die in Fig. i dargestellte Vorrichtung besitzt vier durch Umfassungswände
i abgegrenzte Trockenabteile, ,deren Anzahl natürlich auch beliebig größer oder
kleiner sein kann.. Die Umfassungswände i sind wie die übrigen Teile der Vorrichtung
ortsbeweglich und bestehen z. B. aus Blechen, welche auf Füßen 2 stehen und an .den
'Ecken in beliebiger Weise lösbar verbunden sind. Eine Verbindungsart ist in Fig.
5 dargestellt. Hier besitzen die Bleche O,sen 3, :durch welche Bolzen 4 gesteckt
sind. Allen vier Trockenabteilen ist eine Hauptluftleitung 5 gemeinsam, welche an
:ihrem äußeren Ende ein Gebläse 6 beliebiger Ausbildung besitzt. Das Gebläse6 saugt
.die Warenluft von .einem als ortsbeweglichem. Ofen- dargestellten Wärmeerzeub r
7 und drückt sie in die Hauptluftleitung 5 und von dieser -in die an die Hauptluftleitung
angeschlossenen Luftverteilungskanäle 8 mit Luftaustrittsöffn@ungen g. Die Hauptluftleitung
.und die Luftverteilungskanäle können beliebig profiliert sein, bestehen jedoch
zweckmäßig aus einzelnen lösbar verbundenen Teilen. Nach Fig.2 sind die Luftverte:ilungskanäle
8 bündig aneinandergesetzt und we@isen an .dem einen Ende jeweils eine z. B. durch
Niete io befestigte Manschette i i auf, welche .das Ende des benachbarten Kanalteils
übergreift. In ähnlicher Weise -kann auch die Verbindung der Luftverteilungskanäle
8 mit der Hauptluftleitüng 5 erfolgen, die nach Fig. 2 z. B. Anschlußstutzen 12
besitzt.
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Das zu trocknende Gut 2,1 wird. auf Roste 13, Siebbleche o. dgl. aufgeschüttet,
die nach Fig. 3 unmittelbar den Luftverteilungskanälen 8 aufliegen. -Die Siebbleche
oder Roste können auch im Abstand über den Luftverteilungskanälen angeordnet sein,
wie dies Fig. 2 und 4. veranschaulichen. In zig. 2 sind die Roste 13 o. dgl. an
dem einen Ende auf Winkeleisen 14 der Hauptluftleitung 5, an dem anderen Ende auf
Winkeleisen 15 der Umfassungswände i aufgelegt und außerdem in der mittleren Zone
noch durch besondere Zwischenstücke 16 im Abstand von den Verteilungskanälen 8 gehalten.
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In Fig. 4. sind die Luftverteilungskanäle 8 von Rinnen 17 im Boden
18 gebildet, die durch Platten ig mit Luftaustrittsöffnungeng abgedeckt sind. -Natürlich
können auch entsprechend oder ähnlich Fig.2 oder 3 ausgebildete oder mit Bodenplatte
nach Art der Rinnenabdeckungen 1g versehene Luftverteilungskanäle aus Metallblech
oder sonst geeignetem Werkstoff in Rinnen des Bodens ganz oder teilweise versenkt
angeordnet werden.
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Bei allen dargestellten Ausführung sformen weisen. die Luftverteilungskanäle
8 als Luftaustrittsöffnungem g zahlreiche -kleine Luftschlitze mit entgegengesetzt
der Strömungsrichtung der Luft in die Kanäle vorragenden Leitflächen 2o auf, welche
an jedem Luftschlitz einen kleinen Teil des Luftstromes zwangsläufig .nach außen
ableiten, wodurch ein besonders gleichmäßiger Luftaustritt auf der
ganzen
Länge der Luftverteilungskan.äle und eine besonders- gleichmäßige Durchdringung
des Gutes 21 erzielt wird. Die Leitflächen 2o können unmittelbar a:us Abbiegungen:
der den Luftöffnungen benachbarten Teile der Kanalwandung gebildet sein, wie aus
Fig.2.hervorgeht.