DE74578C - Verfahren zur Herstellung gemalter Glasscheiben für Fenster, Transparente und Wanddecorationen. (2 - Google Patents
Verfahren zur Herstellung gemalter Glasscheiben für Fenster, Transparente und Wanddecorationen. (2Info
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- DE74578C DE74578C DENDAT74578D DE74578DA DE74578C DE 74578 C DE74578 C DE 74578C DE NDAT74578 D DENDAT74578 D DE NDAT74578D DE 74578D A DE74578D A DE 74578DA DE 74578 C DE74578 C DE 74578C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
- C03C17/00—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
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- C03C2217/00—Coatings on glass
- C03C2217/70—Properties of coatings
- C03C2217/72—Decorative coatings
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Der Gegenstand vorliegender Erfindung hat zum Zweck, in gewöhnlicher Weise durch Vereinigung
einzelner Theile vermittelst Bleistreifen hergestellte bemalte Glasscheiben für Fenster,
Transparente und Wanddekorationen vor atmosphärischen Einflüssen zu schützen.
Bisher waren die künstlerischen Verzierungen solcher Fenster nach mehr oder weniger langer
Einwirkungsdauer der atmosphärischen Luft der Zerstörung unterworfen. Um nun diese schädlichen
Wirkungen zu vermeiden, bedeckt Erfinder die bemalte Oberfläche eines jeden besonderen
Glasstückes mit einem entsprechend gestalteten Stück von gewöhnlichem Glas. Diese
beiden Glasstücke werden dann durch Zusammenschmelzen an den Kanten, bezw. mehr oder weniger weit über die ganze Oberfläche,
mit einander vereinigt, um auf diese Weise die bemalte Oberfläche hermetisch abzuschliefsen
und jede Berührung derselben mit der atmosphärischen Luft zu verhindern. Durch dieses
Verfahren wird die Dauerhaftigkeit des künst-, lerischen Werkes auf unbegrenzte Zeit verlängert.
Bei der Ausführung der vorliegenden Erfindung wird jedes besondere Stück Glas,
welches geschützt werden soll, in der geeigneten Gröfse und Form ausgeschnitten, entsprechend
dem Theil des Bildes, welchen es einnehmen soll, und wird mit den in der Glasmalerei gewöhnlich
gebrauchten Farbstoffen bemalt. Auf die bemalte Oberflache wird dann ein Deckstück
von gleichem Glas und entsprechender Gröfse aufgelegt, ein glasartiges, durchscheinendes
Flufsmittel zunächst nahe den Kanten zwischen die beiden Stücke eingeführt und die über einander gelegten Stücke dann in
einen Ofen eingebracht und bis zum Erweichen der Kanten erhitzt, so dafs die dem Rand zunächst
gelegenen Theile der beiden Glasstücke, sowie ein mehr oder weniger bedeutender Theil der Gesammtoberfläche durch Zusammenschmelzen
des Glases mit einander vereinigt werden.
In beiliegender Zeichnung stellt
Fig. ι die Vorderansicht eines Stückes von
bemaltem Glas dar, welches durch ein mit demselben verschmolzenes Deckstück geschützt
. und in den theilweise ausgebrochenen Bleistreifen befestigt wird.
Fig. 2 ist ein Querschnitt, bei welchem die bemalten und die-Deckstücke, wie auch in Fig. 3
gezeigt, von etwas verschiedener Gcöfse sind.
Fig. 3 stellt schliefslich einen Querschnitt dar,
bei welchem beide Stücke genau die gleiche Gröfse haben. , ·
Vorausgesetzt, das bemalte und zu schützende Glasstück stelle die Wiedergabe des Kopfes
einer Figur dar, so wird das bemalte Glasstück α den a'ufseren Contouren des Kopfes
entsprechend ausgeschnitten und in der üblichen Weise bemalt und gebrannt.
Ein zweites Stück von durchsichtigem Glas b, welches für gewöhnlich weifs ist, jedoch auch
gefärbt sein kann, wird von genau der Gestalt wie das bemalte Glasstück α entsprechend ausgeschnitten.
Hinsichtlich der Gröfse kann es dem letzteren gleich sein, darf aber auch um ein Weniges kleiner sein. Dieses Deckstück b
wird auf das bemalte Stück α aufgelegt, und nachdem etwas, von einem glasartigen Flufsmittel
zwischen die beiden Stücke α und b nahe der Kante derselben eingebracht worden
ist, werden die über einander gelegten Stücke a b
■ auf Glimmerpla'ttchen gelegt, welche sich auf einem Bett von geschlemmter Kreide im Ofen
befinden, mit Glimmerplatten bedeckt und erhitzt, bis das Glas genügend erweicht ist, um
zusammenzuschmelzen, wobei die Vereinigung durch den Druck eines darauf liegenden Gewichtes unterstützt wird.
Im allgemeinen ist es rathsam, das künstlerisch bemalte Glasstück α in den Ofen, entsprechend der Natur des Werkes, ein oder
mehrere Male zu erhitzen, um die Farben vor dem Ueberdecken mit dem Stück b zu verglasen
und zu befestigen. Dieses besondere Brennen ist jedoch nicht immer wesentlich, da
in einigen wenigen Fallen das künstlerische Werk durch denselben Brennprocefs befestigt
werden kann, durch welchen die Vereinigung der beiden Glasstücke bewirkt wird. Durch'
das Zwischenlegen von Glimmer zwischen das Glas und das Bett von Schlemmkreide im
Ofen vermag man eine vollständige Vereinigung durch Erhitzen des Glases bis zu einem Punkt
zu erzielen, bei welchem bei directem Auflegen des Glases auf die Schlemmkreide die
letztere an das Glas sich anhangen und dasselbe undurchsichtig machen würde, während
der Glimmer sich leicht entfernen läfst.
. Ist das Deckstück b von gleicher Gröfse wie das zu schützende Stück a, so werden die vereinigten Kanten derselben von den bleiernen Verbindungsstreifen c eingeschlossen, wenn dieselben, wie in Fig. 3 gezeigt, befestigt sind. Eine derartige Befestigungsweise wendet man vorzugsweise an, so lange das bemalte Glas a nicht so dick ist, dafs die doppelte Decke an den Kanten zu beträchtlich wird. Tritt dieser Fall ein, so kann das Deckstück b um etwas schmaler sein als das Stück a, wie in den Fig. ι und 2 gezeigt ist, so dafs nur die Kante des einen Stückes α von dem Bleistreifen c gehalten wird, welcher sich blos gegen die Kante des Deckstückes b anlegt. *
. Ist das Deckstück b von gleicher Gröfse wie das zu schützende Stück a, so werden die vereinigten Kanten derselben von den bleiernen Verbindungsstreifen c eingeschlossen, wenn dieselben, wie in Fig. 3 gezeigt, befestigt sind. Eine derartige Befestigungsweise wendet man vorzugsweise an, so lange das bemalte Glas a nicht so dick ist, dafs die doppelte Decke an den Kanten zu beträchtlich wird. Tritt dieser Fall ein, so kann das Deckstück b um etwas schmaler sein als das Stück a, wie in den Fig. ι und 2 gezeigt ist, so dafs nur die Kante des einen Stückes α von dem Bleistreifen c gehalten wird, welcher sich blos gegen die Kante des Deckstückes b anlegt. *
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei dem unter D. R. P. Nr. 66924 geschützten Verfahren zur Herstellung bemalter Glasscheiben für Fenster, Transparente und Wanddekorationen zum Schutz der bemalten Glasflüche das Ueberdecken der einzelnen Theile derselben mit gleichgestalfeten Stücken von gewöhnlichem Glas, sowie das Vereinigen der über einander gelegten Stücke durch Zusammenschmelzen der Kanten derselben derart, dafs ein vollständig luftdichter Abschlufs der bemalten Oberfläche erzielt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE74578C true DE74578C (de) |
Family
ID=347612
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT74578D Expired - Lifetime DE74578C (de) | Verfahren zur Herstellung gemalter Glasscheiben für Fenster, Transparente und Wanddecorationen. (2 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE74578C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1796289B1 (de) * | 1960-07-25 | 1972-09-07 | Heinze Geb Bammann Edith Maria | Verfahren zur herstellung von schichtkoerpern aus ungefaerbtem und/der gefaerbtem glas |
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- DE DENDAT74578D patent/DE74578C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1796289B1 (de) * | 1960-07-25 | 1972-09-07 | Heinze Geb Bammann Edith Maria | Verfahren zur herstellung von schichtkoerpern aus ungefaerbtem und/der gefaerbtem glas |
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