DE744943C - Nach dem Magnetpulververfahren arbeitendes Pruefgeraet - Google Patents
Nach dem Magnetpulververfahren arbeitendes PruefgeraetInfo
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Description
- Nach dem Magnetpulververfahren arbeitendes Prüfgerät Die Prüfung von z. B. auf einer Werkzeugmaschine eingespannten bzw. von sehr großen Werkstücken nach dem Magnetpulververfahren wird meist mit behelfsmäßigen Mitteln durchgeführt, da sich die bekannten Prüfgeräte insbesondere für die Längsmagnetisierung solcher Teile nicht eignen. Die Längsmagnetisierung des Werkstückes. erfolgte mit den bekannten Geräten durch Auflegen des Prüflings auf ein Magnetjoch oder durch Einführen desselben in eine stromdurchflossene Spule. Für die sehr großen bzw. auf einer Werkzeugmaschine cingespannten Prüflinge sind die nach diesem Verfahren arbeitenden Geräte schwer oder überhaupt nicht verwendbar. Man behalf sich deshalb mit ortsbewleglicllen Hochstromerzeugern und Eabelleitungen, die, um den Prüfkörper geschlunge, zur Bildung einer Magnetisierungsspule dienten.
- Die Anwendung behelfsmäßiger Mittel erfordert jedoch jedesmal umständliche und zeitraubende Einrichtungsarbeiten, zudem wird dabei meist keine Gleichmäßigkeit der Prüfungsergebnisse erreicht. Die Ausnutzung der Stromerzeuger ist bei Anwendung solcher Mittel meist unvollkommen. Eine verhältnismäßig hohe Induktivität der Zuleitungskabel für den für die Längsmagnetisierung dienenden Hochstrom erschwert die Verwendung von Wechselstrom. Eine Verwendung von G1eichstrom erfordert dagegen eine Entmagnetisierung des Prüflings, die bei sehr großen Teilen fast unmöglich ist. Der mit bisherigen Mitteln, insbesondere für den Nachweis Voll Querrissen erzielte Erfolg war unbefriedigend.
- Man arbeitete dabei bisher unter Verwendung von großen Stromerzeugern mit verhältnismäßig niedrigen Stromstärken, wie diese für den Nachweis von Längs fehlern bei einer direkten Stromdurchflutung des Prüflings im allgemeinen ausreichen, jedoch mit einer verhäitnismäßig großen Anzahl von Wandungen des das Magnetfeld erzeugenden Leiters.
- Wegen der hohen Induktivität der zahlreichen Windungen wäre aber ein Stromerzeuger mit hoher Spannung erforderlich, um die nötige Stromstärke zu erreichen, d. h. ein Stromerzeuger mit einer unverhältnismäßig hohen Leistung.
- Aus der Erkenntnis, daß für die Erzeugung einwandfreier Bilder der quer verlaufenden Fehler höherer Stromstärken, als bisher üblich, erforderlich sind, wurde der Erfindungsgegenstand, ein nach dem Magnetpulververfahren arbeitendes Prüfgerät entwickelt. Dieses Gerät ist allgemein verwendbar und eignet sich insbesondere für die Prüfung von sehr großen Werkstücken, auch wenn diese auf einer Werkzeugmaschine eingespannt sind. Das Gerät läßt sich z. B. für eine abschnitts-weise Prüfung von großen Kurbelwellen, Turboläufern o. dgl. verwenden und dient sowohl für Längsals auch für Quermagnetisierung des Prüflings.
- Die Erfindung geht von einem der bekannten, nach dem Magnetpulververfahren arbeitenden Prüfgerät mit einer eine Längsmagnetisierung im Prüfling erzeugenden Magnetisierungsspule und einer Auffangwanne für die Prüfflüssigkeit aus, und sie besteht im wesentlichen darin, daß die Magnetisierungsspule als leicht lösbare Schleife ausgebildet und mit dem Stromerzeuger durch eine induktionsarme, vorzugsweise bifilare Leitung verbunden ist. Durch dies Ausbildung der Magnetisierungsspule und der Stromzuführung wird eine vielseitige Verwendbarkeit des Gerätes für die Längsmagnetisierung von Prüflingen verschiedenster Abmessungen und Formen gewährleistet und die Induktivität der ganzen Stromführung auf ein Mindestmaß herabgesetzt. Dadurch kann bei gleicher Leistung des Stromerzeugers mit erheblich höheren Stromstärken gearbeitet lverden. Die sich sonst einer Verwendung von Wechselstrom entgegenstellenden Schwierigkeiten sind durch das neue Prüfgerät beseitigt.
- Um jeweils kleinste Induktivität der Stromführung zu erhalten, kann gemäß der Erfindung eine in ihrer Länge veränderbare Magnetisierungsschleife Verwendung finden.
- Die die Magnetisierungsschleife mit dem Stromerzeuger verbindende beffiare Leitung ist erfindungsgemäß zweckmäßigerweise als ein aus einem oder mehreren in sich starren Gliedern bestehender vorzugsweise verstellbarer Tragarm ausgebildet.
- Zur Stromzuführung vom Stromerzeuger zum Tragarm für die Magnetisierungsschleife kann nach einem weilteren Merkmal der Erfindung mittels einer gabelartigen Haltevorrichtung nur ein möglichst kurzes Stück des Tragarmes in delr Stromkreis eingeschaltet sein.
- An dem Stromerzeuger bzw. seinem Gestell, das als Wagen ausgebildet sein kann, kann eine ebenfalls verstellbare Sammelwanne für die Prüfflüssigkeit angeordnet sein.
- Erfindungsgemäß kann die Auffangwanne für die Prüffl2ssigkeit einen Teil der Magnetisierungsschleife bilden.
- Das Prüfgerät kann vorteilhaft als ein Doppelgerät ausgebildet sein, zu weichem Zweck erfindungsgemäß zwei getrennte Stromerzeuger vorzusehen sind, an die je eine Magnetisierungsschleife angeschlossen wird. Bei einer derartigen Ausführung des Gerätes wird ein homogenes Feld in dem Beobachtungsbereich zwischen den beiden Magnetisierungsschleifen erzielt, ferner ist eine S ; erienschaltung der beiden Stromerzeuger zwecks Stromdurchflutung des Prüflings für die Quermagnetisicrung möglich, bei der mit einer kleineren Stromstärke, aber mit einer höheren Spannung gearbeitet wird.
- Für die Stromdurchflutung des Prüflings können ebenfalls die beschriebenen Magnetisierungsschleifen dienen, die für diesen Fall geöffnet werden. Zu diesem Zweck können erfindungsgemäß die lösbaren Enden der Magnetisierungsschlcifen mit an sich bekannten Kontaktvorrichtungen für die Stromzuführung zum Prüfling zur Quermagnetisierung desselben versehen sein.
- Das Prüfgerät kann zweckmäßig mit einem für die Anwendung eines Hubwagens geeigneten Transportgestell versehen sein.
- In den Figuren ist eine beispielsweise Ausführung des erfindungsgemäßen Prüfgerätes schematisch dargestellt.
- Fig. I zeigt das Doppelgerät in Seitenansicht.
- In Fig. 2 ist dasselbe Prüfgerät in Ansieht von oben dargestellt.
- Die Stromerzeuger 1 und 2 sind durch die gabelartig an ihnen verstellbar befestigten Tragarme 3 und, die bifilare Zuleitungen bilden, mit den leicht lösbaren, in ihrer Länge veränderbaren Magnetisierungsschleifen 5 und 6 verbunden. Diese Schleifen 5 und 6 werden für die Länbsmagrnetisierung um den Prüfling geschlungen, wie dieses in Fig. I an dem Beispiel einer auf einer Werkzeugmaschine eingespannten Kurbelwelle 10 angedeutet ist.
- Die biegsamen Magnetisierungsschleifen 5 und 6 können geöffnet werden und, mit an sich bekannten Kontaktvorrichtungen versehen, für die Stromzulführulng zu dem Prüfling zwecks Quermagnetisicrung desselb n dienen. Für diesen Fall sind Mittel für die Serienschaltung der beiden Stromerzeuger vorgesehen. Eine horizontal und in der Höhe verstellbare Auffangwanne 7 für die von dem Werkstück ablaufende Prüfflüssigkeitist dnrch Gelenkarme 8 mit dem Gestell der Stromerzeuger verbunden.
- Ein Transportgestell 9 ist für die Anwendung eines Hubwagens ausgebildet.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Nach dem Magnetpulververfahren arbeitendes Prüfgerät mit einer eine Längsmagnetisierung im Prüfling erzeugenden Magnetisierungsspule und einer Auffangwanne für die Prüfflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetisierspule als leicht lösbare Schleife ausgebildet und mit dem Stromerzeuger durch eine induktionsarme, vorzugsweise bifilare Leitung verbilden ist.
- 2. Prüfgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetilsierungsschleife zwecks Erzielung jeweils kleinster Induktivität in ihrer Länge veränderbar ist.
- 3. Prüfgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Magnetisierungsschleife mit dem Stromerzeuger verbindende bifilare Leitung als ein aus einem oder mehreren in sich starren Gliedern bestehender, vorzugsweise verstellbarer Tragarm ausgebildet ist.
- 4. Prüfgerät nach Anspruch I, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Stromzuführung vom Stromerzeuger zum Tragarm für die Magnetisierungsschleife mittels einer gabelartigen Haltevorrichtung nur ein möglichst kurzes Stück des Tragarmes in den Stromkreis eingeschaltet ist.
- 5. Prüfgerät nach Anspruch I, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangwanne für die Prüfflüssigkeit einen Teil der Magnetisierungsschleife bildet.
- 6. Prüfgerät nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, gekennzeichnet durch zwei getrennte Stromerzeuger, an denen je eine Magnetisierungsschleife 5 oder 6) angeschlossen ist.
- 7. Prüfgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die lösbaren Enden der Magnetisierungsschleifen mit an sich bekannten Kontaktvorrichtungen für die Stromzuführung zum Prüfling zur Quermagnetisierung desselben versehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH161944D DE744943C (de) | 1940-03-31 | 1940-03-31 | Nach dem Magnetpulververfahren arbeitendes Pruefgeraet |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEH161944D DE744943C (de) | 1940-03-31 | 1940-03-31 | Nach dem Magnetpulververfahren arbeitendes Pruefgeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE744943C true DE744943C (de) | 1944-01-31 |
Family
ID=7183556
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEH161944D Expired DE744943C (de) | 1940-03-31 | 1940-03-31 | Nach dem Magnetpulververfahren arbeitendes Pruefgeraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE744943C (de) |
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1940
- 1940-03-31 DE DEH161944D patent/DE744943C/de not_active Expired
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