DE744774C - Zahnwurzelfuellmittel - Google Patents

Zahnwurzelfuellmittel

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DE744774C
DE744774C DEI73604D DEI0073604D DE744774C DE 744774 C DE744774 C DE 744774C DE I73604 D DEI73604 D DE I73604D DE I0073604 D DEI0073604 D DE I0073604D DE 744774 C DE744774 C DE 744774C
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DE
Germany
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tooth root
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root
ray
plastic
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Expired
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DEI73604D
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English (en)
Inventor
Dr Bernhardt Op Koeln-Muelheim
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/70Preparations for dentistry comprising inorganic additives
    • A61K6/78Pigments

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
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  • Dental Preparations (AREA)

Description

  • Zahnwurzelfüllmittel Von Wurzelstiften, wie sie zum Ausfüllen des Zahnwurzelkanals venvendet werden, verlangt man heute, daß sie in der Röntgenaufnahme sichtbar werden. Der Wurzel stift muß einen sehr starken Röntgenkontrast gehen, da er sich vom Kieferknochen abheben muß, der seinerseits ebenfalls im Röntgenbild gut sichtbar ist. Falls keine Silber-oder Elfenbeinstifte verwendet werden, die eir,en genügenden Röntgenschatten geben, muß man daher den Zahnwurzelstiften ein einen sehr guten Röntgenkontrast gebendes Mittel in möglichst großer Menge einverleiben, oder man muß dieses auf der Oberfläche des Stiftes aufbringen. Bei den üblichen Wurzelstiften aus Guttapercha ist es leicht, diesen bis zu etwa 80% des. Kontrast gehenden Zinkoxyds einzuverleiben. Schwierigkeiten treten in dieser Beziehung jedoch bei Zahnwurzelfüllmit, teln, insbesondere Zahnwurzelstiften, aus Kunststoff auf, da die mechanischen Eigenschaften durch so hohe füllstoffgehalte leiden. Die Biegsamkeit läßt z. B. nach; es ist auch nicht oder kaum möglich, solche Mischungen in die feinen Formen für Zahnwurzelstifte zu verspritzen.
  • Organische Röntgenkontrastmittel, die sich unter Benutzung von organischen Lösungsmitteln mit dem Kunststoff homogen vermischen lassen, eignen sich ebenfalls nicht, da ihre Kontrastwirkung zu gering ist. Ein Aufbringung von Röntgenkontrast gebenden Stoffen auf die Oberfläche des Wurzel stiftes bringt den Nachteil mit sich, daß der tberzug beim Einführen des Stiftes in den Wurzelkanal infolge Reibung an den Wänden des Wurzelkanals in Richtung der Einführungsstelle verschoben wird; mit Hilfe der Röntgenaufnahme ist es dann nicht mehr möglich, den genauen Sitz des Stiftes im Wurzelkanal festzustellen.
  • Außerdem ist die Dicke der aufgebrachten Schicht nicht so groß, daß die Schattenwirkung eines Stiftes mit zugesetztem Kontrastmittel erreicht wird. Es fehlen zur Zeit noch Kunststoffwurzelfüllmiuttel, die in sich genügend Röntgenkontrastmittel enthalten, um einen einwandfreien Röntgenkontrast auch gegenüber dem Knochen zu geben. Metallstifte passen sich oft der unterschiedlichen Feinheit des Zahnwurzelkanals nicht genügend an. Elfenbeinstifte werden resorbiert.
  • Es wirde gefunden, daß Kunststoffwurzelfüllmittel, denen Quecksilbersulfld einverleiht ist, einen sehr starken. Röntgenkontrast geben. Überraschenderweise läßt sich Quecksilbersulfid den für Zahnwurzelfüllmitteln üblichen. Kunststoffen in so großer Menge homogen zumischen, daß ein einwandfreier Röntgenkontrast erzielt wird, ohne gleichzeitig die mechanischen Eigenschaften der Kunststoffe nachteilig zu beeinflussen.
  • Geeignete Kunststoffe sind z. B. Polyvinylverbindungen, wie Polyvinylchlorid, Polystyrol, Polymerisate der Acryl säure, ihrer Homologen oder ihrer funktionellen Derivate, wie der Methacrylsäureester, Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und Acrylsäureestern, Polyurethane oder Superpolyamide, Von besonderer Bedeutung ist die Tatsache, daß Quecksilbersulfid im Gegensatz zu anderen anorganischen Röntgenkontrastmitteln die Fließfähigkeit solcher Kunststoffe nicht wesentlich herabsetzt, Schmelzflü sse aus z. B. Polystyrol, linearen Polyurethanen oder Superpolyamiden lassen sich auch nach Einverleibung bis zu etwa 60% Quecksilbersulfid noch in die feinen Formen für Zahnwurzelstifte verspritzen.
  • Den Mischungen aus Kunststoff und Quecksilbersnlfld kann in üblicher Weise noch ein Weichmacher zugesetzt werden.
  • Falls der verwendete Kunststoff in organischen Lösungsmitteln löslich ist, kann der Wurzelstift durch Tauchen in das Lösungsmittel angequollen und in diesem Zustand in den Wurzelkanal eingeführt werden, wodurch eine bessere Ausfüllung des Kanals erreicht wird. Man kann auch einer Quellung oder Lösung des Kunststoffs Quecksilbersulfid in genügender Menge einverleiben und mit dieser Paste den Wurzelkanal ausfüllen.
  • Die Röntgenkontrastwirkung von Quecksilbersulfid ist bekannt. Dieses Produkt wurde für diesen Zweck in der Medizin kaum angewandt. Es war überraschend, daß es als Röntgenkontrastmittel in Verbindung mit Kunststoffen brauchbar sein würde.
  • Beispiel 100 g Polystyrol, 100 g Zinnober, 16,7 ccm Diäthylenglykoldibenzoat werden innig gemischt und in üblicher Weise nach dem Spritzgußverfahren zu Zahnwurzelstiften verarbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zahnwurzelfüllmittel auf Kunststoffgrundlage, dadurch gekennzeichnet, daß dieses als Röntgenkontrastmittel Quecksilbersulfid einverleibt enthält.
DEI73604D 1942-11-15 1942-11-15 Zahnwurzelfuellmittel Expired DE744774C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073154B (de) * 1960-01-14 Wacker-Chemie GmbH Mun chen Kombination von Grundstoffen zur Herstellung von Zahnw urzelf ullmassen
EP0064845A3 (de) * 1981-05-08 1983-12-07 Dentsply International, Inc. Verfahren zum Füllen von Zahnhöhlungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1073154B (de) * 1960-01-14 Wacker-Chemie GmbH Mun chen Kombination von Grundstoffen zur Herstellung von Zahnw urzelf ullmassen
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