DE7419081U - Bausatz zur Erstellung einer Zusatzeinrichtung für Schmiedepressen - Google Patents

Bausatz zur Erstellung einer Zusatzeinrichtung für Schmiedepressen

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DE7419081U
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Essen, den 31. 5. 1974 Fö/Ka H 53/130
Gebrauchsmusteranme!dung
"Bausatz zur Erstellung einer Zusatzeinrichtung für Schmiedepressen"
Anmelder: Rheinstahl Hüttenwerke AG
Die Erfindung betrifft einen Bausatz zur Erstellung einer Zusatzeinrichtung für Schmiedepressen für das Schmieden großer Ringe. Bei dem Aufweiten von Ringen auf den bekannten Schmiedepressen ist der maximal herstellbare Außendurchmesser durch den lichten Durchgang hinsichtlich der Höhe und der Breite des Schmiedeaggregates begrenzt. Im Zuge der verstärkten Erstellung von Kernkraftwerken werden in großem Umfange Ringe und Behälterschüsse mit Abmessungen bis über 8 m Außendurchmesser benötigt. Die üblicherweise in den Werken vorhandenen Pressen erlauben die Herstellung derartig großer Ringe aufgrund der lichten Durchgänge nicht. Daher müßten nach dem Stand der Technik neue, große, aufwendige Pressen installiert werden.
Die Aufgabe der Erfindung wird darin gesehen, eine Vorrichtung zu entwickeln, mit der mit Hilfe von Pressen Ringe geschmiedet werden können, die einen größeren Durchmesser als die lichte Höhe oder Breite des Schmiedeaggregates haben.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Bausatz der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß der Bausatz besteht aus einem Obersattel von größerer Längserstreckung als der Tiefe der Schmiedepresse, der zumindest einseitig über die Schmiedepresse hinausragt und aus mindestens zwei, mit einer Druckleitung verbundenen hydraulischen Elementen, die gegenüber den Enden des Obersattels angeordnet sind und von denen das gegenüber dem über die Presse hinausragenden Ende des Obersattels angeordnete den Untersattel trägt und deren Kolbenflächen so groß sind, daß das Produkt aus den Kolbenflächen und den Kolbenmittenabständen von der zur Längsrichtung de» Obersattels senkrechten Mittelebene der Presse auf beiden Seiten gleich ist.
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Durch daa seitliche Hinausragen des Obersattels und des Untersattels über die Presse können die Ringe von größerem Durchmesser als des lichten Maßes geschmiedet werden. Die Verbindung der hydraulischen Elemente mit der Druck.ieitung und die Dimension ie run< der Kolbenflächen und der Abstände von der Mittelebene der Presse verhindert dabei Kippmomente auf den Obersattel bei der Verformungsarbeit. Die hydraulischen Elemente können als einfache« wenig aufwendige und wartungsfreundliche Plunger ausgebildet sein.
Im einzelnen kann die Erfindung wie folgt vorteilhaft ausgestaltet sein.
Dadurch, daß die hydraulischen Elemente durch einen Rahmen in ihrer Stellung gehalten sind, kann die genaue Position der hydraulischen Elemente beim Betrieb der Presse leicht eingehalten werden und die Belastung von den Elementen gleichmäßig auf eine größere Fläche des Auflagetisches
verteilt werden.
Mit gleichen hydraulischen Elementen kann man dadurch arbeiten, daH der Obersattel über die beiden Seiten der Presse hinausragt und die Mitten der hydraulischen Elemente gleichweit von der Mittelebene der Presse entfernt angeordnet sind. Durch die Verbindung der hydraulischen Elemente mit gleichen Kolbenflächen mit der Druckleitung werden bei Vermeiden des Kippmomentes auf das Oberjoch beim Verformen des Ringes die Presskräfte je zur Hälfte von den hydraulischen Elementen aufgenommen* Zum Ausgleich des Höhenabstandea bei gleichen hydraulischen Elementen kann an der dem Untersattel gegenüberliegenden Seite der Presse ein Zwischenstück eingelegt werden.
Falls aus baulichen oder räumlichen Gründen das Hinausragen des Oberjochs auf der dem Unterjoch abgewandten Pressenseite vermieden werden soll, empfiehlt die Erfindung, daß dar Obersattel nur auf der Seite des Untorsattels über die Presse hinausragt. Die mit der Druckleitung miteinander verbundenen Hydraulikelemente sind dann in verschiedenen Abständen von der Mittelebene der Presse angeordnet, und ihre Kolbenflächen sind so dimensioniert, daß
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durch die Gleichheit des Produktes aus Kolbenflächen und den Mittenabständen von der Presseninittelebene das Kippmoment auf das Oberjoch verhindert wird.
Für das Schmieden von Ringen, die eine große Längserstreckung haben, wie z. B. für Behälter, die aus Ringen möglichst großer Schußhöhen gefertigt werden sollen, ist der Untersattel durch mehrern in Längsrichtung des Obersattels angeordnete hydraulische Elemente abgestützt, und die Summe der Produkte aus den Kolbenflächen und deren Abständen von der Mittelebene der Presse ist auf beiden Seiten der Presse gleich. Der Druckausgleich wird dadurch erreicht, daß sämtliche hydraulischen Elemente mit einer Druckleitung verbunden sind. Bei dieser Ausgestaltung können Ringe und Behälterschüsse mit theoretisch unbegrenzten Längen und Durchmessern hergestellt werden. Eine Begrenzung ist durch den Standort der Presse durch die Platzverhältnisse in ihrer und axe verfügbare Preßkraft bedingt. Das Manipulieren dor Werkstücke kann durch entsprechende, meist vorhandene Einrichtungen, z. B. Schmiedekrane, Manipulatoren oder Rollenböcke erfolgen.
Im folgenden wird an Hand einer Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung gegeben.
Es zeigen im einzelnen:
Fig. 1 eine Schmiedepresse mit der Zusatzeinrichtung zum Schmieden großer Ringe in einer Ansicht von vorn,
Fig. 2 die Presse in Seitenansicht.
Der Bausatz zur Erstellung einer Zusatzeinrichtung für Schmiedepressen für das Schmieden großer Ringe 1 auf Schmiedepressen 2 besteht aus dem Obersattel 3 von größerer Längserstreckung als der Tiefe der Presse 2, der dadurch seitlich über die Presse hinausragt und aus zwei mit einer Druckleitung verbundenen hydraulischen Elementen 4,5. Die beiden hydraulischen Elemente sind als Plunger ausgebildet.
Von diesen tragt das Element 4 einen Untersattel 6, der mit dem herausragenden Teil des Obersattels 3 zusammenarbeitet. Das
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hydraulische Element 5 stützt den Obersattel 3 auf der entgegengesetzten Seite der Presse ab. Beide hydraulisohen Elemente 4 und 5 haben gleichen Abstand von der senkrechten Mittelebene der Presse und gleichen Querschnitt. Sie sind durch eine Druckleitung miteinander verbunden und nehmen jeweils 5C% der von dem Obersattel 3 auf den Ring 1 ausgeübten Druckkräfte auf, wobei ein Kippmoment auf den Obersattel 3 vermieden wird.
Beim Schmieden von Ringen mit dieser Vorrichtung ist die Arbeitsstelle nach außerhalb der Presse verlegt, und es können Ringe 1 verformt werden, deren Abmessungen über die lichten Maße der Presse 2 hinausgehen. Auch hinsichtlich der Axialausdehnung der Ringe 1 ist eine Beschränkung lediglich durch die verfügbaren Preßkräfte gegeben.
Ansprüche

Claims (5)

Ansprüche
1. Bausatz zur Erstellung einer Zusatzeinrichtung für Sehmiedepressen mit einem Ober- und einem Untersattel für das Schmieden großer Ringe, dadurch gekennzeichnet, daß der Bausatz besteht aus einem Obersattel (3) von größerer Längserstreekung als der Tiefe der Schmiedepresse (2), der zumindest einseitig über die Schmiedepresse (2) hinausragt und aus mindestens zwei, mit einer Druckleitung verbundenen hydraulischen Elementen (4,5), die gegenüber den Enden des Obersattels (3) angeordnet sind und von denen das gegenüber dem über die Presse» (2) hinausragenden Ende des Obersattels (3) angeordnete den Untersattel (6) trägt und deren Kolbenflächen so groß sind, daß das Produkt aus den Kolbenflächen und den Kolbenmittenabständen von der zur Längsrichtung des Obersattels (3) senkrechten .Mittelebene der Presse (2) auf beiden Seiten gleich ist.
2. Bausatz nach Anspruch 1* dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulischen Elemente (4,5) durch einen Rahmen in ihrer Stellung gehalten sind.
3. Bausatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Obersattel (3) über beide Seiten der Presse (2) gleichweit hinausragt und daß die Mitten der mit der Druckleitung miteinander verbundenen hydraulischen Elemente (4,5) gleichweit von der Mittelebene der Presse (2) entfent angeordnet sind und gleiche Kolbenflächen haben.
4. Bausatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Obersattel (3) nur auf der Seite des Untersattels (6) über die Presse (2) hinausragt.
5. Bausatz nach einem oder mehreten der obigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Untersattel (6) durch mehrere in Längsrichtung angeordnete hydraulische Elemente (4) abgestützt ist* daß die Summe der Produkte aus ihren Kolbenflächen und
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den Mitte labstä'ndan der hydraulischen Elemente (4,5) von der Mittelebene der Presse (2) auf beiden Seiten der Presse (2) gleich ist und daß sämtliche hydraulischen Elemente (4,5) mit einer Druckleitung verbunden sind.
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DE7419081U Bausatz zur Erstellung einer Zusatzeinrichtung für Schmiedepressen Expired DE7419081U (de)

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