DE74130C - Ofen für Eisenbahnfahrzeuge - Google Patents

Ofen für Eisenbahnfahrzeuge

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Publication number
DE74130C
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DE
Germany
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furnace
railway vehicles
oven
ashes
closed
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT74130D
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English (en)
Original Assignee
F. F. A. SCHULZE in Berlin N
Publication of DE74130C publication Critical patent/DE74130C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D27/00Heating, cooling, ventilating, or air-conditioning
    • B61D27/0036Means for heating only
    • B61D27/0063Means for heating only the heat being derived from independent means, i.e. autonomous devices, e.g. stoves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Gasification And Melting Of Waste (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
F. F. A. SCHULZE in BERLIN. Ofen für Eisenbahnfahrzeuge.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Juli 1893 ab.
Die Erfindung bezweckt, dafs bei Oefen für Eisenbahnfahrzeuge
ι. der Thürverschlufs auch bei dem oberflächlichsten Zuwerfen der Thür selbstthätig fest schliefst,
2. die Regulirung des Feuers bei geschlossener Thür durch eine aufsen angeordnete Schüttelvorrichtung erfolgt und
3. die angesammelte Asche, Schlacken u. s. w. durch einen Abzugskanal direct nach einem aufserhalb des Ofens liegenden Aschenfang abgeleitet werden.
Zu diesem Zweck ist zunächst statt des Hebelverschlusses, dessen Riegel durch die Einwirkung von Erschütterungen oder durch nicht sorgfältiges Anziehen sich nach und nach löst, ein Bügelverschlufs zur Anwendung gekommen, der so ausbalancirt ist, dafs sein oberer Theil a, welcher den Handgriff bildet, schwerer ist als der untere, der durch die beiden Klauen b gebildet wird. Seinen Drehpunkt hat der Bügel um den Bolzen c, während die ganze' Thür sich um die Scharniere d und den Bolzen e bewegt. Zu beiden Seiten der Schüttöffnung sind Knaggen/ angeordnet, um welche sich, wenn der Verschlufs zurückfällt, die Klauen b legen. Durch diese Anordnung ist es nicht mehr erforderlich, dafs, wie bei den bekannten Hebelverschlüssen, besondere Arbeit auf das Schliefsen verwendet wird und diese auch gefahrloser verrichtet werden kann. Zwecks Oeffnung wird der Handgriff a in Pfeilrichtung nach dem Ofenmantel hin gedrückt und zurückgezogen; soll die Thür geschlossen werden, so ist es nur nöthig, dieselbe auf die Schüttöffnung zu schlagen, wobei der Bügel a sich selbstthätig umlegt und durch die Klauen b fest angezogen wird; hierbei ist die Schräge so gewählt, dafs durch eintretende Zufälligkeiten vermöge der Gewichtsschwere des Theiles α ein Aufschlagen der Thür nicht stattfinden kann. Die Lockerung des Feuers, Entfernung der Schlacken und Asche, erfolgt bei geschlossenem Ofen auf mechanischem Wege. In der Ofenwandung g bezw. nach einer Seite der Ummantelung bx ist eine Welle h gelagert, die auf die Länge des inneren Ofendurchmessers ein Vierkant i hat, über welches die Nabe k des beweglichen Rostes / geschoben ist. Der Hebel m sitzt auf der Welle h fest und ist zur Handhabung am oberen Ende mit dem Griff η versehen;. er erhält seine Führung in einer Coulisse 0, die, wenn der Ofen im Gebrauch ist, an der einen offenen Seite durch den Bolzen ρ abgeschlossen ist. Wenn der Rost geleert und gereinigt werden soll, wird der Hebel m in die in Fig. 1 gezeichnete Lage gebracht und der an dem Kettchen r hängende Bolzen ρ vor das Loch q geschoben und herausgezogen. Dann steht die Coulisse 0 an dieser Seite offen, und der Hebel m kann ganz herumgeschlagen werden, der letztere nimmt hierbei den Rost I mit und bringt ihn in eine senkrechte Lage, in welcher er das sämmtliche Material durch das Verbindungsrohr s in den weiter unten erläuterten Aschenfang t fallen läfst. Ist der Ofen in Brand und das Feuer soll gelockert werden, so befindet sich der Hebel m in der Anfangsstellung in der gekennzeichneten Lage und die offene Seite der Coulisse ist
durch den Stift ρ geschlossen, ebenso die Einschüttöifnung u. Jetzt wird der Hebel m in eine, hin- und hergehende Bewegung versetzt, welche der Rost Z mitmachen mufs; es wird dadurch das Brennmaterial vom Rost abgeschüttelt und die Asche und verbrannten Theile werden aus dem Ofenkörper nach aufsen abgeleitet.
Der Boden des Ofens hat den Ausschnitt ν erhalten, an welchem sich passend das Rohr s und an dieses der Aschenfall t anschliefst. Der letztere ist direct zwischen die Luftfänger n> und χ gelegt worden, wobei die kalte Luft benutzt wird, die nach und nach sich ansammelnde Asche sofort abzukühlen. Unterkante Aschenfall befindet sich in Eimerhöhe vom Schienengeleise entfernt und ist am unteren Ende mit einer Oeffnung y zum Herausziehen der Asche versehen, die während der Fahrt mit einer Thür ^ verschlossen ist.
Die Windfänge w und χ sind in der Längsrichtung des Wagens angeordnet. Je nach der Richtung, in welcher sich der Wagen bewegt, wird entweder in w oder χ kalte Luft von aufsen stark eingedrückt werden, die, während sie in den Rohren in die Höhe steigt, die Asche abkühlt, dabei schon Wärme aufnimmt und in den Hohlraum zwischen die erhitzten Wände bj g geführt wird, von wo sie durch die Oeffnungen d, als frische angewärmte Luft in das Wageninnere tritt. Um die Zuführung der Luft reguliren zu können, sind in den Rohren n> und χ unter dem Pufsboden Klappen C1J1 angebracht, die mittels Hebels g1, Welle H1 und Bügels Z1 vom Wageninnern aus ganz oder zum Theü geöffnet oder geschlossen werden können.
Der erwähnte Thürverschlufs wird, ohne besondere Vorsicht zu beanspruchen, auf die Schüttöffnung geworfen und verschliefst dieselbe selbstthätig, auch ohne die Gefahr, sich allein zu öffnen.
Die Lockerung des Brennmaterials erfolgt in wirksamer Weise, während der Ofen geschlossen ist. Die Abführung der Asche, Schlacken u. s. w. wird nach einem aufserhalb des Ofenkörpers liegenden Aschenfang bewirkt, wonach die Verbrennungsrückstände also in vorgekühltem Zustande abgezogen werden können.
Die Thür Ci1, welche bei der bekannten Anordnung zum Verschlufs des Aschenkastens diente und zeitweilig geöffnet werden mufste, kann während der ganzen Brennzeit geschlossen bleiben; ihre Oeffnung wird nur dann nothwendig, wenn bei entleertem Ofen der Rost gereinigt werden soll.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Ofen für Eisenbahnfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dafs die verbrannten Stoffe in einen Aschenfang (t) fallen, der unterhalb des Ofens aufserhalb des Wagenkastens zwischen Windfängen (w x) mit regulirbaren Klappen (e\ f\) gelagert ist, durch welche die äufsere Luft gedrückt wird, um das Rohr (s) zu umspülen, die Asche abzukühlen und nach Durchstreichen des Raumes zwischen den Wänden (g und bj als vorgewärmte Luft durch Oeffnungen (dj in das Wageninnere zu treten:
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT74130D Ofen für Eisenbahnfahrzeuge Expired - Lifetime DE74130C (de)

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