DE741124C - Verfahren zum Eindicken waessriger Kautschukdispersionen - Google Patents

Verfahren zum Eindicken waessriger Kautschukdispersionen

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DE741124C
DE741124C DEM144700D DEM0144700D DE741124C DE 741124 C DE741124 C DE 741124C DE M144700 D DEM144700 D DE M144700D DE M0144700 D DEM0144700 D DE M0144700D DE 741124 C DE741124 C DE 741124C
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DE
Germany
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dispersion
concentration
superheated steam
steam
evaporation
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Expired
Application number
DEM144700D
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English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Gensecke
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GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08CTREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
    • C08C1/00Treatment of rubber latex
    • C08C1/02Chemical or physical treatment of rubber latex before or during concentration
    • C08C1/075Concentrating
    • C08C1/12Concentrating by evaporation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zum Eindicken wäßriger Kautschukdispersionen Das Verfahren bezieht sich auf die Eindickung der -wäßrigen Dispersionen von Naturkautschuk, kautschukähnlichen Stoffen, wie Guttapercha und Balata, Kautschukersatzstoffen, wie Faktis, und solcher Dispersionen, deren disperse Phase aus organischen synthetischen polymeren_ Stoffen 'besteht wie den Poly merisaten des Butadiens, seiner Homologen und Derivate, Mischpolymerisaten des Butadiens und seiner Homologen, beispielsweise mit Acrylnitril@oder Styrol, Polyvinylverbindungen, Poly acrylsäureestern oder Polyisobutylen oder Thioplasten.
  • Das Konzentrieren solcher Dispersionen durch Eindampfen bereitet erfahrungsgemäß Schwierigkeiten, weil das Eindampfgut zu Schaum- und Hautbildung neigt, wodurch beträchtliche Verluste und Qualitätsminderungen verursacht werden.
  • Man hat daher vorgeschlagen, die zu konzentrierenden Dispersionen in dünner Schicht und unter ständiger Erneuerung der Flüssigkeitsoberiäche auf umlaufende, beheizte Flächen aufzubringen, wobei die entstehenden Brüden zur Beschleunigung der Verdampfung durch strömende Luft rasch abgeführt werden. Wohl wird hierbei die Schaumbildung vermindert, aber lokale Überhitzungen sind nicht ausgeschlossen; auch wird der vielfach schädigende Einfluß des Sauerstoffs der Luft nicht ausgeschaltet. Deshalb hat man weiter versucht, die vorgewärmten Dispersionen in einen unter Minderdruck gehaltenen Raum einzusprühen oder in einenVerdampfungsraum einzuführen, in dem ein Druck herrscht, der niedriger ist als der Dampfdruck der eintretenden Kautschukmilch bei ihrer Eintrittstemperatur. Diese Verfahren mußten aber, da die Konzentrationszunahme bei jedem Durchgang nur eine beschränkte ist, viele Male wiederholt werden, um die in der. Praxis erforderlichen Konzentrationsgrade zu erreichen. Dieser ständige Kreislauf des Eindampfgutes verursacht leicht eine seiner Stabilität und Oualität abträgliche thermische und mechanische Schädigung.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Dispersionen der genannten Art, .die gegebenenfalls vulkanisiert oder mit Schutz-, Füll- oder Vulkanisationsmitteln versehen sein können, in rascher, einwandfreier und wirtschaftlicher Weise in höhere Konzentrationsstufen überführen kann, wenn man unter Anwendung einer großoberflächigen Verteilung der Dispersion die für die Konzentrierung nötige Verdampfungswärme kurz vor oder in dein Augenblick des Eintritts der Dispersion in den Verdampfungsraum mittels überhitzten Wasserdampfes zuführt. Wenn auch her nach den früher bekänntgewordenen Verfahren entstehende Dampf unter den dort angegebenen Verhältnissen unter Umständen überhitzt sein dürfte, so ist dort im Unterschied zum neuen Verfahren nicht die Zweckmäßigkeit und der wesentliche Vorteil erkannt worden. die in der Erwärmung der Kautschukmilch erst im Augenblick des Eintritts in den Verdampfer oder unmittelbar davor -liegt.
  • Die notwendige Verteilung der gegebenenfalls vorgewärmten Dispersionen kann beispielsweise durch Düsenzerstäubung oder durch dünnschichtige Ausbreitung auf bewegten Flächen erzeugt werden. Unter Einwirkung der Überhitzungswärme wird in :dem zweckentsprechend gestalteten Konzentrierungsraum ein Teil des Wassers der Dispersion verdampft. Das Konzentrat sammelt sich im unteren Teil des Konzentrationsraumes und wird von hier, vorzugsweise kontinuierlich, abgeführt. Der erzielbare Konzentrationssprung hängt ab von Temperatur und Menge der zugespeisten Ausgangsdispersion und des in der gleichen Zeiteinheit eingeführten überhitzten Wasserdampfes. Man kann daher den gewünschten Konzentrationsgrad in wenigen Stufen erreichen, indem man die Dispersion den Konzentrationsraum wiederholt passieren läßt. Zweckmäßig stimmt man jedoch die Bedingungen so aufeinander ab, daß die Endkonzentration in einem einzigen Durchgang der Dispersion ;furch die Apparatur erhalten wird.
  • Schaumbildung und Beeinflussung durch Luftsauerstoff sind bei einer solchen Arbeitsweise völlig ausgeschaltet. Das zu konzentrierende Gut kommt mit Heizflächen überhaupt nicht in Berührung, und die schnelle und schonende Konzentrierung schließt die Bildung von irreversiblen Häuten oder Koageln und das Eintreten von unliebsamen Nebenreaktionen weitgehend aus. Dies trifft insbesondere für den Fall des einmaligen Durchganges der Dispersion durch den Konzentrationsraum zu.
  • Eine vorteilhafte Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, daß der überhitzte Wasserdampf in einem ständigen Kreislauf durch Konzentrationsraum und Überhitzer geführt wird. Entsprechend der beim Konzentrierungsvorgang verdampfenden Wassermenge muß ein Überschuß, der für andere Zwecke Verwendung finden kann, aus diesem Kreislauf abgezweigt werden, was vorzugsweise kontinuierlich geschieht. Vom abgehenden Wasserdampfstrom etwa mitgerissene Anteile der Dispersion können durch entsprechende Abscheidevorrichtungen, z. B. Zyklon, zurückgehalten werden.
  • Sollen die Dispersionen im Konzentrationsraum zerstäubt werden, so kann zweckini-ifiig ein Teil des überhitzten Dampfes oder auch nicht überhitzter Frischdampf für die Zerstäubung Verwendung finden.
  • Bei der Verdampfung des Wassers im Konzentrationsraum frei werdende flüchtige Stoffe können, soweit sie, wie z. B. Stabilisatoren, für das Verhalten der Dispersionen wesentlich sind, dein Eindampfgut an beliebiger Stelle der ;',pparatur ständig oder mit Unterbrechungen neu zugeführt werden. Die damit naturgemäß verknüpften Verluste lassen sich bei der Führung des überhitzten Wasserdampfes im Kreislauf erheblich vermindern oder ganz vermeiden.
  • An Hand beifolgender Skizze wird ein-, Ausführungsform des Verfahrens erläutert. In den Konzentrationsraum i wird bei 2 die zli konzentrierende Dispersion, durch die Leitung 3 der überhitzte Wasserdampf eingeführt. Durch die Leitung .I wird ein Teil des überhitzten Dampfes abgezweigt, durch die Pumpe 5 auf höheren Druck gebracht und zur Zerstäubung der Dispersion verwendet. Wird der überhitzte Dampf nicht im Kreislauf geführt, so tritt er bei 6, nachdem er einen Teil seiner Überhitzungswärme abgegeben hat, zu anderweitiger Verwendung wieder aus dem Konzentrationsraum aus. Im anderen Falle wird der abgehende Wasserdampf durch die Leitung 7 einem Abscheider 8 (Zyklon) zugeleitet, um etwa mitgerissene Teilchen des Konzentrates abzugeben, die bei 9 gesammelt werden. Sinngemäß kann ein derartiger Abscheider auch bei 6 angeschlossen sein. Soll der Wasserdampf im Kreislauf geführt werden, so wird er durch ein Gebläse io mittels der Leitung i i dein Überhitzer 1:I, der seine Frischdampfzufuhr bei 12 erhält, wieder zugeführt. Bei 13 wird der überschießende Anteil Wasserdampf, der der aus der Dispersion verdampften Menge Wasser entspricht, abgezweigt. Bei 15 wird das Konzentrat abgezogen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Eindicken wäßriger Dispersionen von natürlichem oder künstlichem Kautschuk oder kautschukähnlichen Stoffen unter Anwendung einer großoberflächigen . Verteilung, dadurch gekennzeichnet, daß man die für die Konzentrierung der Dispersion nötige Verdampfungswärme kurz vor oder in dem Augenblick des Eintritts der Dispersion in den Verdampfungsraum in Form von überhitztem Wasserdampf zuführt, wobei die Dispersion gegebenenfalls durch den überhitzten Wasserdampf oder einen Teil desselben _ oder durch Frischdampf in dem Könzentrierungsraum zerstäubt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdampfung bei vermindertem Druck ausgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der überhitzte Wasserdampf im Kreislauf durch Konzentrationsraum und Überhitzer unter Abzweigung des überschüssigen Wasserdampfes geführt wird. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschrift Nr. 595727 K1. 39b, 446 358 K1. 39b; österreichische Patentschrift N1.142895; britische - - 444925-
DEM144700D 1939-04-01 1939-04-01 Verfahren zum Eindicken waessriger Kautschukdispersionen Expired DE741124C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE446358C (de) * 1924-12-21 1927-06-30 K D P Ltd Verfahren zum Eindampfen von Latex
DE595727C (de) * 1931-05-10 1934-04-19 Metallgesellschaft Ag Verfahren zum Eindicken von Kautschukmilchsaeften durch Eindampfen
AT142895B (de) * 1931-05-09 1935-09-25 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Konzentrieren von Kautschukmilch durch Eindampfen im Vakuum.
GB444925A (en) * 1934-12-04 1936-03-31 Rubber Producers Res Ass Improvements in and relating to the concentration of latex

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