DE740045C - Verfahren zur Erzeugung einer zusaetzlichen weissen Temperaturstrahlung im Quecksilberdampflichtbogen - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung einer zusaetzlichen weissen Temperaturstrahlung im Quecksilberdampflichtbogen

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DE740045C
DE740045C DEW104517D DEW0104517D DE740045C DE 740045 C DE740045 C DE 740045C DE W104517 D DEW104517 D DE W104517D DE W0104517 D DEW0104517 D DE W0104517D DE 740045 C DE740045 C DE 740045C
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    • H01J61/00Gas-discharge or vapour-discharge lamps
    • H01J61/96Lamps with light-emitting discharge path and separately-heated incandescent body within a common envelope, e.g. for simulating daylight
    • HELECTRICITY
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    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J2893/00Discharge tubes and lamps
    • H01J2893/0048Tubes with a main cathode
    • H01J2893/0056Parts inside tubes brought to incandescence by the discharge

Landscapes

  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung einer. zusätzlichen weißen Temperaturstrahlung im Quecksilberdampflichtbogen Nach einem vor längerer -Zeit bekanntgewordenen Verfahren zur Erzeugung weißen Lichtes durch Temperaturstrahler im OuecksilbeTdampflivchtbogien werden zur Lichtaus,-strahluna nichtmetallische, in Quecksilber unlösliche pulverförmige Stoffe, vorzugsweise schwer schmalzende Metalloxyde, benutzt, die, .durch. den Lichtbogen mit dem strömenden Quecsilberdampf von einer Elektrode zur anclern gewirbelt werden. Da aber diese Oxydpulver größtenteils auf dem flüssigen Quecksilber schwimmen und in der Lichtbogenzone zum Teil durch Dissoziation und Wechselzersetzung infolge ihres Sauerstoffgehaltes an der Leuchtrohrwand leicht einen fest anhaftenden Belag bilden, geben Quecksilberdampflampen mit nichtmetallischen in OOuecksilber unlöslichen Temperaturstrahlern ein ungleichmäßiges Licht mit schnell abnehmenderLeuchtkraft. Es erschien bisher auch aussichtslos, kolloid zerteilte schwer schmelzende Metalle oder metallähnliche Stoffe in gleicher Weise als zusätzliche Temperaturstrahler im Quecksilberdampflichtbogen zu benutzen, denn bekanntlich ist deren Eigenschaft, im fein verteilten Zustande. die Leuchtrohrwand zu schwärzen, noch größer. Dazu kommt ihre geringe Löslichkeit in Quecksilber, wodurch die bedingt überdestillierbare Metallmenge so gering ist, daß Lichtgewinnung durch metallische Temperaturstrahler im Quecksilberdampflichtbo@gen auf diesem Wege bisher keinen praktischen Erfolg hatte. Für suspendierte' Metallteilchen verhindert ferner die Kohäsion und Oberflächenspannung des benetzenden Quecksilbers das Übergehen der Teilchen beim Sieden, weshalb beim älteren Verfahren zur Lichtgewinnung nur nichtmetallische, in Quecksilber unlösliche Stoffe benutzt wurden, die nicht benetzt werden. In neuerer Zeit wurde ein weiteres Verfahren bekannt, wonach durch Kathodenzerstäubung fein zerteilte Metalle mit hohem Schmelzpunkt als Temperaturstrahler in Gasentladungsröhren einen zusätzlichen Leuchteffekt mit kontinuierlichem Spektrum ergeben. Die hierbei erzeugten feinen Metallnebel setzen sich aber in dem hochverdünnten Gase nach einiger Zeit ab und müssen, je nach Bedarf, durch erneute Kathodenzerstäubung wieder hervorgerufen werden. Auch bei diesen Röhren wird der Leuchteffekt durch das Absetzen der fein zerteilten Metalle auf die Rohrwand mit der Zeit beeinträchtigt.
  • Mit vorliegender Erfindung wird nun ein neues Verfahren zur Lichtgewinnung durch zusätzliche metallische Temperaturstrahler im Ouecksilberdampflichtbogen beschrieben, das die oben gekennzeichneten Nachteile der bisher bekannten älteren Verfahren vermeidet. Hiernach werden als Temperaturstrahler otydfreie, hochsiedende Metalle, Metallegierungen bzw. m@qtallähnliche Stoffe oder deren Mischungen untereinander mit dem als Bodenkörper dienenden Quecksilber homogen legiert und bilden mit ihm eine flüssige oder teigige Legierung. Auf diese Legierung wirkt nun innerhalb der Lampe eine starke Wärmequelle mit hohem Temperaturgefälle ein, wodurch das O_uecksilber in ihr zum Sieden erhitzt wird und so schnell verdampft, daß die in ihm gelösten Zusatzmetallteilchen gleichmäßig in einen der verdampften Quecksilbermenge entsprechenden stetigen ffetalldampfstrom gebracht werden. Letzterer strömt dann durch die Lichtbogenleuchtzone hindurch, wobei die Zusatzmetällteilchen durch die! Wärmeenergie des Lichtbogens zum Weißglühen angeregt werden.
  • Der Schmelzpunkt der benutzten zusätzlichen Metalle kann nach vorliegender Erfindung beliebig sein, der Siedepunkt jedoch soll möglichst hoch liegen, da diese Metalle ja auch im flüssigen Zustand als Temperaturstrahler in Erscheinung treten. Es ist daher im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren hiernach auch möglich, in Quecksilber leicht lösliche Metalle mit niedrigem Schmelzpunkt zur Weißstrahlung zu verwenden, die bereits unterhalb Rotglut und von da ab bis in hohe Weißglut flüssig sind. Infolge ihrer feinen Verteilung -werden sie in der Lichtbogenzo.ne leicht bis zur Weißglut erhitzt und dazu nur verhältnismäßig geringe Substanzmengen von ihnen benötigt.
  • Des -weiteren wird nach vorliegender Erfindung das besonders bei Verwendung hochschmelzender Metalle allmählich einsetzende Schwärzen des Leuchtrohres dadurch verhindert, daß an der Leuchtrohrinnenwand ein erbdestillierter Teil des benutzten Leuchtmetalles in gleichmäßig dünner Schicht den Lichtbogen umhüllend entlang strömt. Es -wird zu diesem Zweck ein hohler, rohrartiger Metalldampfstrahl gebildet, der nur geringe -Lichtabsorbtion hat. Dieser Strahl reißt die vorn Lichtbogen abgeschleuderten Zusatzmetallteilchen in Wiedervereinigung mit sich fort, wodurch ihr festhaftendes Aufprallen auf die Leuchtrohrwand verhindert wird.
  • Will man nach vorliegendem Verfahren Licht mit einem mehr gelblichen Weiß erzeugen, so genügen die leicht Amalgam bildenden Metalle als zusätzliche Temperaturstrahler, und es kann in diesem Falle auf die Benutzung des hohlen Metalldampfstrahles zur Verhinderung der Rohrschwärzung verzichtet werden, da diese Metalle sich nur -wenig auf dein Leuchtrohr absetzen, solange der Quecksilberdampf sich dort nicht kondensieren kann.
  • Es ist bekannt, daß sehr fein verteilte Stoffe in gasförmigen Medien (z. B. feiner Staub, oder Rauch in Luft, auch Metallnebel in hochverdünnten Gasen) viel Zeit benötigen, um sich unter der Wirkung der Schwerkraft abzusetzen. Quecksilberdampf ist jedoch unter normalen Verhältnissen rund siebenmal schwerer als Luft. Es benötigen daher dispers verteilte Stoffe in ihm die mehrfache Zeit zum Absetzen bzw. können diese Stoffe bei gleicher Absetzzeit dementsprechend spezifisch schwerer sein als in Luft. Wenn man nun im Sinne der vorliegenden Erfindung Metalle mit hohem Schmelzpunkt in Quecksilber löst oder kolloid verteilt mit bzw. ohne Hilfe von leichter schmelzenden, jedoch in Quecksilber leicht löslichen Metallen, und man wählt hierbei die Konzentration der schwerer löslichen Stoffe nicht so groß, daß sich ihre dispers gelösten Teilchen bei der Lichtbogentemperatur im Quecksilberdampf beengen und dadurch flüssig oder fest ausflocken, so müssen bei genügend schnellem bzw. für eine bestimmte Grenzschicht spontanem Verdampfen des Quecksilbers, -wobei die Zusatzmetallteilchen sich plötzlich ohne Verbindung mit der flüssigen Legierung im Quecksilberdampf befinden, diese Teilchen in ihrer dispersen Phase erhalten bleiben und in dieser Verteilung in den sich -weitererhitzenden Quecksllberdampf mit übergehen. Die erhöhte Temperaturbewegung der schweren, in großer Überzahl vorhandenen Quecksilberatome erschwert beim Übergang in die Gasphase ebenso das ruhige Absetzen der dispers gelösten Teilchen -wie die Ströinungs- und Strahlungsenergie des Lichtbogens, die direkt auf die Teilchen wirkt. Es ist hierbei auch zu beachten, daß atomar gelöste Metalle mit einem Atomgewicht unter Zoo leichter als die Quecksilberatome selbst sind und daher einen gewissen Auftrieb im Quecksilberdampf besitzen. Auch die metallische Verwandtschaft zum Quecksilber spielt hierbei eine Rolle.
  • Praktische Versuche haben nun ergeben, daß in OOuecksilber leicht lösliche Metalle beim schnellen Verdampfen ihrer Amalgame, wie dies in idealer Weise durch den elektrischen Lichtbogen erfolgt, in viel größerer Menge mit dem Quecksilberdampf übergehen und darin ohne sich abzuscheiden schweben bleiben, als sich auf Grund ihres Dampfdrue-kes und auch bisheriger Erfahrungen beim Siedepunkt des Amalgams voraussagen läßt und es beim normalen Destillieren, das bekanntlich zur Reinigung des Quecksilbers dient, der Fall ist. Es wurde z. B. eine Quecksilberlegierung mit 5 °/o Sn, A1 mit etwas Bleigehalt als Bodenkörper in einem Glasrohr von 2o mm lichter Weite durch den Lichtbogen bei Atmosphärendruck vollständig zum Verdampfen gebracht, ohne daß die Glaswand in der Lichtbogenzone bei einer Temperatur von etwa 6oo bis 7oo° C durch Zinn, Aluminium oder Blei beschlagen wurde. Die Dämpfe kondensierten sich erst an den kälteren Stellen des Rohres in ihrer anfänglichen Zusammensetzung. Das anfangs grünliche Ouecksiiberdampfiicht ging beim Anfüllen des Rohres mit den `heißen Metalldämpfen in ein taghelles weißes Licht über. Da reines Ouecksilber als Bodenkörper im abgeschlossenen Rohr bei hoher Innentemperatur sichtbar mehr verdampft, als seinem Sättigungsdruck für die niedrigste Rohrwandtemporatur entspricht, ist anzunehmen, daß sich das flüssige Quecksilber durch die großen Temperaturunterschiede in kleinste Kügelchen aufteilt, bis alles Quecksilber in der eigenen Gasphase suspendiert ist. Ein derartig übersättigter oder nasser Quecksilberdampf bzw. der disperse Anteil in ihm hat nun die Eigenschaft, neben dem Aussenden von Temperaturstrahlen, ähnlich wie ein Schutzkolloid, gut lösend auf metallische Stoffe zu wirken, besonders, wenn sie sich in feinster Verteilung befinden.
  • Von diesen bisher nicht bekanntgewordenen Eigenschaften dcs Quecksilberdampfes wird im vorliegenden Verfahren erstmalig praktisch Gebrauch gemacht. Hiernach kann man weiter einen Teil des Quecksilberdampfes durch leicht amalgamierende Metalle mit höherem Siedepunkt, z. B. durch Zinn, Antimon, Gold, Kupfer, Blei, Wismut in atomarer beziehungsweise kolloider Verteilung ersetzen. Die kolloiden Teilchen dieser Metalle verhalten sich darin .ähnlich wie die,äisp,essen Quecksilbertröpfchen. Infolge ihrer chemischen bzw. meiällischen Verwandtschaft zum Quecksilber können sie vom trockenen Quecksilberdampf in inniger Mischung auch allein getragen werden. In diesem Falle bilden auch-sie einen nassen -Zustand mit dem Ouecksilberdampf. Die geringe Eigendampfspannung der Zusatzmetalle ermöglicht- dabei, diesen nassen Zustand für höhere Temperaturen mit geringerein Gesamtdampfdruck zu erhalten als mit reinem Quecksilber allein. Dabei senden die Teilchen infolge ihres. hohen absoluten Siedepunktes das ihrer Teperatur entsprechende Licht mit kontinuierlichem Spektrum aus. In der praktischen Ausführung des vorliegenden Verfahrens kann man zur weiteren Steigerung der weißen Temperaturstrahlung auch in Ouecksilber schwer- oder unlösliche Metalle, Metallegierungen bzw. metallähnliche Stoffe mit hohem Schmelzpunkt bzw. hohem Siedepunkt heranziehen, wenn sie im Quecksilber dispers gelöst sind. Zur Herstellung dieser quecksilbrigen, stabilen Metallkolloidlösungen werden die schwer schmelzbaren Stofffe vorher -mit beliebigen Hilfsmetallen, die eine größere Verwandtschaft zum Quecksilber bzw. eine steigende Löslichkeit in ihm haben und sich auch untereinander gut lösen, verschmolzen. Hiernach kann man z. B. Wolfram in Queclcsilber dispers auflösen, indem man es zunächst mit Nickel, dann diese Legierung mit Kupfer und weiter mit Antimon oder Zinn zusammenschmilzt. Die schließlich erhaltene Legierung wird dann in Quecksilber gelöst. Können so hergestellte Legierungen durch bloßes Erwärmen in Ouecksilber nicht gelöst werden, so kann man durch Lichtbogenzerstäubung oder andere Hilfsmittel in bekannter Weisa die weitere disperse Zerteilung bewirken. Beim Leuchten der hochschmelzenden Temperaturstrahler im Ouecksilberdampfiichtbogen ist es praktisch belanglos, wenn die kritische Temperatur eines oder mehrerer der Amalgam bildenden Hilfsmetalle überschritten wird, da der Verlust an weißer Strahlung hierbei gering ist, während u. a. ein bedeutender f_Tberschuß weißen Lichtes durch die nicht hiervon betroffenen Metalle gewonnen wird.
  • Zur praktischen Erzeugung des hohlen Metalldampfstrahles, der nach der Erfindung das Schwärzen des Leuchtrohres verhindert, sind die Leuchtrohrenden mit einem Destillier-und einem Kondensraum in zweckmäßiger Weise gasdicht verbunden.
  • Zur besseren Erläuterung diene beiliegende Zeichnung. In dieser stellt die Figur einen senkrechten Schnitt durch das Schema einer Quecksilberdampflampe dar, die mit einer Vorrichtung zur Erzeugung des hohlen Metalldampfstrahles versehen. ist. a ist das durchsichtige Leuchtrohr, das mit dem Destillierraum b und dem Kondensraum c an seinen Enden, die in der Nähe der Glühelektroden d und e liegen;, auf beliebige Weise und in beliebiger Lage gasdicht verbunden ist. Kondensraum und Destillierraum sind aus einem zweckmäßigen Material bekannter Art in einer der Lampengröße angemessenen Form hergestellt und können in beliebiger Höhe zum Leuchtrohr angeordnet sein. Sie sind mit dem Rücklauf rohr f für das kondensierte Leuchtmetall g in gleicher Weise gasdicht verbunden. Itn Destillierraum wird das Leuchtmetall durch eine in beliebiger Schaltung zur Lampe, ohne oder mit Regulierung angebrachte und mit ihm beliebig verbundene elektrische Widerstandsheizung h. erhitzt, bis der zum Strömen des Metalldampfätrahles benötigteOuec@silberdampfdruck erreicht ist. Der gebildete Metalldampf strömt dann durch eine vorzugsweise konzentrisch zum Leuchtrohr angeordnete ringförmige Verengung i, die auch durch eine auswechselbare ringförmige Düse an der gleichen Stelle ersetzt werden kann. Durch diese Verengung entsteht dann ein rohrartiger hohler Metalldampfstrahl o, der das Leuchtrohr in (ler Richtung zum Kondensraum in ziemlich gleichmäßiger Schichtdicke durchströmt und auch eine gewisse Rotation besitzen kann. Der hohle Metalldampfstrahl kann aber auch durch eine flache rechteckige Düse in Form eines Bandes- erzeugt werden, das Leuchtrohr tangential treffen und *endelartig durchziehen. Er umschließt in seiner Mitte den zwischen den Elektroden d und e brennenden Lichtbogen, ferner die Elektrode e und strömt dann in den Kondensraum c ein. Um zu verhindern, daß das weißglühende Innere desMetalldampfstrahles von diesem mitgeführt wird, hat die Elektrode e die Form einer runden Stauplatte zrt bzw. ist sie mit einer solchen in konzentrischer Lage zum Leuchtrohr verbunden. Der Kondensraum ist zur Verstärkung der Kühlwirkung mit einer Kühlvorrichtung bekannter Art versehen. In der Figur ist der Einfachheit halber ein Metallrippenkühler k eingezeichnet. Das im Kondensraum sich in gleichbleibender Zusammensetzung abscheidende und nach unten tropfende flüssige Leuchtmetall g fließt durch das am Boden angebrachte f in den etwas tiefer liegenden Destillierraum zurück. Das Rücklaufrohr ist mit einer Heizdrahtwicklung l umgeben, durch deren Funktion nach Bedarf weiteres Abkühlen des Leuchtmetalles verhindert wird. Die Mengen des Leuchtmetalles sind so bemessen, daß sie im U-förtnig gebogenen Rückflußrohr als Absperrflüssigkeit gegenüber dem Leuchtrohr dienen. Bei dieser Anordnung zu einer geschlüssenen Leuchtvorrichtung füllt sich aus dem D-e-stilli:erraum zunächst das ganze Leuchtrohr mit dem dampfförmigen Leuchtmetall. Enthält der Metalldampf hierbei genügend. ,disperse Teilchen mit hoher kritischer Temperatur, so kann auf eine in der Figur nicht eingezeichnete Anordnung zur schnelleren Verdampfung des Leuchtmetalles durch den Lichtbogen an den bzw. an einer Elektrode verzichtet werden und der Lichtbogen nur zwischen festen Glühelektroden d und e brennen. Etwaige Saugwirkung des hohlen Metalldampfstrahles auf die Leuchtrohrmitte wird durch geeignete Form der Düse i und der Elektrode e (nt) möglichst verhindert. Die aus der Lichtbogenzone auf die Rohrwand abgeschleuderten .Metallteilchen werden von dem umhüllenden Metalldampfstrahl erfaßt und parallel zur Rohrwand mitgeführt. Sie bleiben auf diese Weise mit dem Leuchtmetallgemisch vereinigt. Der hohle Metalldampfstrahl schützt außer-(lern das Leuchtrohr vor zu großer Erhitzung durch die Lichtbogenwärme selbst. Es kann daher in der praktischen Ausführung des vorliegenden Verfahrens die Temperatur des Lichtbogens bzw. des Metalldampfes im Innern des hohlen Metalldampfstrahles durch weitere Energiezufuhr über den Betrag gesteigert werden, der ohne diesen Schutzstrahl nicht überschritten «-erden darf, ohne das Leuchtrohr zu gefährden. Hierdurch wird ohne wesentliche Drucksteigerung die Ausstrahlung des weißen Lichtes bedeutend erhöht. Eine nach vorliegendem Verfahren aus beliebigem zweckdienlichen Material hergestellte Leuchtvorrichtung zur Erzeugung einer zusätzlichen weißen Temperaturstrahlung im Quecksilberdampflichtbogen kann in gleicher Weise wie die bekannten Arten von Ouecksilberdampflampen in Betrieb, gesetzt werden. Vorzugsweise wird sie mit einer oder mehreren beliebig ausgeführten Glühelektroden, die auch ganz oder teilweise aus Homogenkohle hergestellt sein können, unter Anwendung einer beliebigen selbsttätigen elektrischen Zündung mit oder ohne Edelgaszusatz mit beliebigem, jedoch im allgemeinen nicht sehr hohem Betriebsüberdruck benutzt. Infolge ihrer bedeutend gesteigerten Flächenhelligkeit in Weil ,l gegenüber den bekannten Quecksilber- bzw. Metalldam.pflampen sowie auch ihrer im Gegensatz zu Kohleb ogenlampen rauchfreien Arbeitsweise eignen sich Leuchtvorrichtungen nach vorliegendem Verfahren auch als Lichtquellen für Scheinwerfer.
  • Metalldampfentladungslampen, bei denen ein elektrisch geheizter Destillierraum und ein erforderlichenfalls mit Kühlvorrichtungen versehener Kondensraum miteinander gasdicht durch ein etwa zylindrisches Leuchtrohr und durch ein nach Bedarf gebogenes Rücklaufrohr verbunden sind, sind bereits bekannt; doch weisen diese bekannten Lampen nicht die vorstehend beschriebenen weiteren Eigenschaften auf.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Erzeugung einer zusätzlichen weißen Temperaturstrahlung im leuchtenden Ouecksilberdampflichtbogen einer abgeschlossen elektrischen Metalldampflampe, bei der kleinste Teilchen eines Metalls hohen Siedepunktes dem Quecksilberdämpflichtbogen zugeführt und innerhalb desselben zur Weißglut erhitzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das als Bodenkörper anwesende und mit oxydfreien Metallen, Metallegierungen oder metallähnlichen Stoffen bzw. mit beliebigen Mischungen dieser Stoffe hohen Siedepunktes bzw. hoher kritischer Temperatur homogen legierte und eine flüssige oder teigige Legierung bildende Quecksilber in der Lampe durch eine beliebig angeordnete starke Wärmequelle mit hohem Temperaturgefälle, vorzugsweise durch einen elektrischen Lichtbogen zum Sieden erhitzt und dadurch die Zusatzmetallteilchen in einem der verdampften Quecksilbermenge entsprechenden stetigen Strom in den Quecksilberdampfraum geführt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das disperse Auflösen der schwer- oder unlöslichen Metalle oder metallähnlichen Stoffe im flüssigen Quecksilber durch gruppenweises Legieren mit leichter löslichen oder leicht amalgamierenden Metallen vorbereitet und das endgültige disperse Zerteilen dieser Legierungen auf beliebige an sich bekannbe Weise vocrgenommen wird.
  3. 3. Verfahren. nach Anspruch i; dadurch gekennzeichnet, daß als. Bodenkörper bzw. zur Herstellung desselben unreines bzw. technisches Quecksilber, das die in Anspruch i gekennzeichneten Stoffe teilweise enthält, ohne weitere Zusätze benutzt wird. q.. Verfahren zur Erzeugung einer zusätzlichen weißen Temperaturstrahlung im Quecksilberdampflichtbogen nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein hohler, rohrartiger, an der inneren Leuchtrohrwand in gleichmäßiger Weise mit oder ohne Rotation entlang strömender, den Lichtbogen und eine (e) oder zwei Elektroden (e, d) umhüllender Metalldampfstrahl (o) aus dem Bodenkörper erzeugt wird. 5. Metalldampfentladungslampe zur Ausübung des Verfahrens zur Erzeugung einer weißen zusätzlichen Temp;eraturstrahlung im Quecksilberdampflichtbogen nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf beliebige Weise elektrisch geheizter Destillierraum (b) und ein mit oder ohne Kühlvorrichtung (h) bekannter Art versehener Kondensraum (c) gasdicht miteinander durch ein zylindrisches oder konisches, vorzugsweise mit zwei Glühelektroden beliebiger Art (d, e) versehenes Leuchtrohr (a) und durch ein nach. Bedarf gebogenes und gegen Temperaturwechsel beständiges Rücklaufrohr (f) verbunden sind, und daß eine durch ringförmige Verengung oder ähnliche Mittel gebildete, dem einströmenden Met4ldampfstrahl (o) die Form gebende Düse (i) zwischen Druckraum (b) und Leucttrohr (d) sowie am anderen Ende des Leuchtrohres ein eine Stauung indem Metalldampf strahl (o) erzeugender Einbaukörper vorgesehen ist, der das Mitführen des in seinem Innern leuchtenden Metalldampfes verringert. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Ertei- lungsverfahren in Betracht gezogen word deutsche Patentschrift Nr. I74290,4449>,
    5i2155.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE174290C (de) *
DE444983C (de) * 1924-09-18 1927-06-02 Patra Patent Treuhand Einrichtung zur Erzeugung von Leuchteffekten in elektrischen Gasentladungsroehren
DE512155C (de) * 1928-12-03 1930-11-07 Patra Patent Treuhand Elektrische Gasentladungslampe

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