DE739645C - Verfahren zur Vermeidung der Oxydation von Gluehkathoden bei der Behandlung von im gleichen elektrischen Entladungsgefaess angebrachten Photokathoden mit Sauerstoff - Google Patents

Verfahren zur Vermeidung der Oxydation von Gluehkathoden bei der Behandlung von im gleichen elektrischen Entladungsgefaess angebrachten Photokathoden mit Sauerstoff

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Publication number
DE739645C
DE739645C DEZ25160D DEZ0025160D DE739645C DE 739645 C DE739645 C DE 739645C DE Z25160 D DEZ25160 D DE Z25160D DE Z0025160 D DEZ0025160 D DE Z0025160D DE 739645 C DE739645 C DE 739645C
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DE
Germany
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oxygen
photocathodes
treating
electrical discharge
oxidation
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Expired
Application number
DEZ25160D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinrich Bartels
Dipl-Ing Joachim Katz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Zeiss Ikon AG
Original Assignee
Zeiss Ikon AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J9/00Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Formation Of Various Coating Films On Cathode Ray Tubes And Lamps (AREA)

Description

  • Verfahren zur Vermeidung der Oxydation von Glühkathoden bei der Behandlung von im gleichen elektrischen Entladungsgefäß angebrachten Photokathoden mit Sauerstoff Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von direkt oder indirekt geheizten Pastekathoden, die bekanntlich aus einem metallischen Träger, z. B. aus Wolfram, Nickel oder einer Legierung, wie z. B. Chromnickel, und einer aufgestrichenen Paste ;aus z, B. einer alkalischen Lösung von Bariumcarbonat bestehen.
  • Derartige Kathoden werden nach dem Einbringen in einen evakuierten Röhrenkolben einer thermischen Behandlung unterworfen, wobei das Bariumcarbonat in Bariumoxyd und Kohlensäureanhydride zerfällt. Die Anhydride werden abgepumpt. Alsdann wird der Glühfaden erhitzt und an die ihm zugeordnete Anode eine Spannung angelegt. Der entstehende Emissionsstrom übt auf die Pasteschicht eine elektrolytische Wirkung aus, wobei das - Bariumoxyd wenigstens teilweise reduziert wird. Es entsteht also schließlich eine Schicht von Bariumoxyd, die mit Bariumatomen durchsetzt wird. Diese bewirken durch eine Herabsetzung der Austrittsarbeit eine Erhöhung des Emissionsstromes.
  • Es ist fernerhin bekannt, bei der Herstel-Tüng- von Photokathoden die metallische Unterlage für das lichtelektrische Metall oder dieses selbst durch Sauerstoff zu oxydieren.
  • Schließlich ist es bekannt, bei der Herstellung einer Photokathode, welche sich mit ,einem Fluoreszenzschzrm in sein und demselben Raum befindet, den Fluoreszenzschirm zeitweise durch einen Schutzschirm abzudecken, um zu verhindern, daß sich photoelektrisches Material auf den Fluoreszenzschirrn niederschlägt.
  • Es wurde nun gefunden, daß der Formierprozeß einer Glühkathode, die in demselben Gefäß wie die Photokathode, z. B. einem Bildfängerrohr, mit photoelektrischer Rasterkathode angebracht ist, erschwert wird, wenn die Fortnierung der Glühkathode nach der Behandlung der Photokathode mit Sauerstoff erfolgt. Die Formierung dauert dann nicht nur längere Zeit, sondern es entsteht außerdem der Nachteil, d aß die maximal erzielbare Emission der Glühkathode beeinträchtigt wird. Dies ist offenbar auf eine Vergiftung der Glühkathode durch den zur Behandlung der Photokathode benötigten, im Gefäß befindlichen Sauerstoff zurückzuführen. Besonders stark scheint die Vergiftung zu sein, d=enn die Oxydation der metallischen Unterlage der Photokathode durch eine Glimmentladung in Sauerstoff erfolgt.
  • Um diese störende Oxydation von Glühkathoden bei der Behandlung von im gleichen elektrischen Entladungsgefäß angebrachten Photokathoden mit Sauerstoff zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung der mit Emissionsstoff versehene Träger der Glühkathode zunächst mit einer Schutzschicht, z. B. einer Silberschicht, überzogen, die nach Behandlung der Photokathoden mit Sauerstoff entfernt wird.
  • Der Vorteil der Erfindung gegenüber der bekannten Maßnahme, einen Schutzschirm zu verwenden, besteht darin, daß die Herstellung der Schutzschicht und ihre Entfernung keine Schwierigkeiten bereitet, auch wenn irgendwie gekrümmte Teile, beispielsweise stabförmige Glühkathoden, abgedeckt werden sollen.
  • Die Aufeinanderfolge der einzelnen Schritte bei der Herstellung der Glühkathode und der Photokathode ist dann folgende: Es wird zunächst auf den metallischen Träger der direkt. oder indirekt geheizten Kathode eine Paste aufgestrichen und die entsprechende Pasteschicht mit einer Schutzschicht überzogen. Die Glühkathode wird dann in das Gefäß, z: B. das Bildfängerrohr, eingebaut, in dem bereits die metallische Unterlage für die Photozelle angebracht ist. Es wird dann evakuiert und darauf die metallische Unterlage der Photokathode oder die auf die metallische Unterlage inzwischen aufgedampfte Alkalischicht mit Sauerstoff behandelt. Hierauf wird die Schutzschicht der Glühkathode durch Heizen der Kathode selbst abgedampft, wobei gleichzeitig die Aktivierung der Glühkathode in der obenerwähnten Weise erfolgt.
  • Als Material für die Herstellung der Schutzschicht kommt in erster Linie Silber in Frage, das den `obenerwähnten Anforderungen genügt.
  • Es ist auch möglich, die Schutzschicht für die Glühkathode im gleichen Zuge mit der Erzeugung der metallischen Unterlage der Photokathode herzustellen. Dies kann z. B. durch Verdampfen von Silber innerhalb des Gefäßes erfolgen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Vermeidung der Oxydation von Glühkathoden bei der Behandlung von im elektrischen Entladungsgefäß angebrachten Photokathoden mit Sauerstoff, dadurch gekennzeichnet, daß der mit Emissionsstoff versehene Träger der Glühkathode zunächst mit einer Schutzschicht, z. B. einer Silberschicht, überzogen wird, deren Entfernung nach der Behandlung der Photokathode mit Sauerstoff erfolgt.
  2. 2. Verfaihren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzschicht, z. B. die Silberschicht, für die Glühkathode gleichzeitig mit der Erzeugung der metallischen Unterlage, z. B. der Silberschicht, der Photokathode erzeugt wird. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren in Betracht gezogen worden: britische Patentschrift ..... Nr. 469 079.
DEZ25160D 1939-03-22 1939-03-22 Verfahren zur Vermeidung der Oxydation von Gluehkathoden bei der Behandlung von im gleichen elektrischen Entladungsgefaess angebrachten Photokathoden mit Sauerstoff Expired DE739645C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB469079A (en) * 1936-01-15 1937-07-15 Hans Gerhard Lubszynski Improvements in or relating to electron discharge devices comprising photo-electrically-active electrodes

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB469079A (en) * 1936-01-15 1937-07-15 Hans Gerhard Lubszynski Improvements in or relating to electron discharge devices comprising photo-electrically-active electrodes

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